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aus. Durchaus nöthig wird sein, daß die von den Aerzten für krank befundenen Wandergesellen sofort Aufnahme finden können und nicht erst von Herodes zu Pilatus laufen müssen, eye sie ein Plätzchen der Ruhe finden. Die Krankenhäuser liegen voll und in den Herbergen sollen wahrhaft erschreckende Bilder des Elends vor das Auge treten. Wird da Anderes übrig bleiben, als provisorische Krankenräume zu schaffen?
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Verloosunqen.
Karlsruhe, 31. Mat. Bei der heutigen Serienziehung der badischen Loose h,
von 1845 wurden die folgenden Serien gezogen: 845'1040 1053 1079 1229 1290
1302 1426 1458 1544 1658 1961 2027 2098 2263 3118 3608 3759 4151 4183
4375 4885 4952 5336 5356 5368 5749 6059 6373 6906 7120 7179 7184 7207
Local-Historisches Museum.
In den Monaten April und Mat gingen weitere Geschenke ein:
1. für die Antiquitätensammlung:
von den Herren Bapst, Franc von Lichtenstein (Hungen), Jockel (Hungen), Ph. Kohler (Langsdorf), Krailing, Pistor, Schmeel (Langsdorf) und Frl. Henry.
2. für die Münzsammlung r „ ,
von den Herren Buchner, Franc von Lichtenstein (Hungen), Loos, Moller, Molly, Schellenberg.
3. für die Bibliothek r
von den Herren Buchner, Hoffmann, Ph. Köhler (Langsdorf), Roth, I. Rothenberger, Schmeel (Langsdorf). J—*
Specialitat. esu«
Zum Unfertigen von Eerebice, Porauiches,
Mäntel rc., empfiehlt sich Heinrich. Lieber, finnau, üölockenstr. 21. ®olb|lidict &
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Karlsruhe, 3. Juni. In der heutigen Ziehung der badischen 100-Thlr. fielen: der Hauptgewinn von 70,000 ff. auf Nr. 116598, 13,000 fi. auf Nr. 41018, 7000 ff. auf Nr. 105857, 2800 fi. auf Nr. 109704, je 1400 fl. auf Nr. 42335 und 116567. Die weiteren Treffer fielen auf die Nr. 5604 5640 7754 7765 7778 17252 17280 26872 44386 47260 47281 53000 66823 66835 69583 72282 72802 76215 76236 76238 91534 101758
— Die Pos. Ztq. erzählt folgenden Vorgang: Bei einem Wirthschafts-Jnspector auf «inem Dominium bei Obersitzko im Nachbarkretse von Samter klopfte vor Kurzem ein armer Reuender" an, um ein Almosen bittend. Einem eigenthümlichen Umstande hatte der Reisende au verdanken, daß ihm hier eine äußerst anständige Aufnahme zu Thetl wurde. Die Frau des SaufeS nämlich und deren Töchter hielten unseren Reisenden für einen Geistlichen, welcher, da er bloti deutsch sprach, aus Schlesien sein konnte, und ihrer Meinung u^ch wegen Uebertretung ber Mataesetze aus seiner Heimat verwiesen war. Es wurde nun beschlossen, bem amen Geistlichen ein anständiges Frühstück zukommen zu lassen. Derselbe konnte aber natürlicher Weise nicht in der Küche abgespeist werden, deshalb wurde er in „gute Stube geführt, too er auf dem Sopha Platz nehmen mußte. Die Frau Inspektor machte sich, gleich Martha, M ,u schaffen, um einen solch seltenen Gast auf das beste zu bewirthen, wahrend d e Tochter sich mit ihm erfurchtsvoll unterhielten. Dem Gaste kam die ganze Geschichte zwar seltsam vor^ er zeigte aber keineswegs eine Spur von Verlegenheit, sondern that sich recht gütlich nach fimenSIuft Als er seinen Magen gehörig gefüllt hatte und nach einigen Kratzfußen und
IchL Dank" sich bequemte! ^aufzuVecken, kam die gastfreundliche Frau Wirthin aus der kleinen Stube" und wollte dem unschuldig Verfolgten noch em blankes Fun markstuck als Zehrpfennig in die Hand drücken. Dies bemerkte eine der Tochter und, indem sie der Mutter ein Zeichen gab, die Spende noch zurückzuhalten, wagte sie es, den geistlichen Gast §u fragen, wer er denn eigentlich sei. „Ich bin ein armer Schneidergeselle-, antwortete der Gefragte
kurz und etwas verlegen. Verblüfft sahen die Gastgeber das geistlich aussehende ®d)neiberMn an? freuten sich aber, als dasselbe bereits die „gute Stube" verlaßen hatte. Über dessen Auf- rich sigkeit, welcher sie es verdankten, daß die Frau Mutter fünf Mark in der Tasche behielt.
Aus der Schweiz. Im Maderanenthal (Uri) verschüttete eine Lawine einen Mann,
6er mit 2 Kindern Ziegen hütete. Der Unglückliche wurde todt aus den
aezoqen. während die beiden Kleinen noch gerettet werden konnten. — In Altendorf (Schwyz) «vielte sich kürzlich eine traurige Familienscene ab. Zwei Eheleute Mächler, feit Jahren in «wist, tbeilweise getrennt lebend und mit einem Scheidungsbegehren vom BezirksgerichteMarch abgewiesen, hatten sich wieder auf kurze Zeit geeinigt. Vorletzten Sonntag verlangte Mächler von einem dortigen Arzte zu Händen des Civilstandsarntes Altendorf einen Todtensche^ mit ^er Angabe seim Fraä sei gestorben, wahrscheinlich an einem Schlaganfalle. Der Schein wurde ihm vom Arzt verweigert und der Behörde zugleich der Wink gegeben, unverwellt einzuschreiten. Am folgenden Morgen entdeckte bann der untersuchende Bezirksarzt, daß die Frau ermordet worden, in einer Weise, welche nicht näher zu beschreiben ist. Die Frau erst 33 Jahre alt, ist Mutter zweier Kinder. Der Mörder ist verhaftet. - In Fleurier (Neuenburg) ist ein Mann beim Kegelspiel von einer Kugel tödtlich getroffen worden; kaum einigSage»ort« war auf der nämlichen Kegelbahn, die sich hart an offener Landstraße befindet, ein ^nd, das vorbei ging durch eine unglücklich geworfene Kugel ebenfalls «tobtet: »orten. - Am Freitag Abend hat^sich in Lausanne auf dem Trockenboden einer Fabrik em 14jahriger Knabe erhängt. Vorhergegangene Familienzwistigkeiten sollen Anlaß zu diesem verzweifelten Entschlüße gegeben haben9 In Lausanne soll die Geschäftslosigkeit so groß fein, daß, wie dem „6onf6b6r6 geschrieben wird, einer der größten Unternehmer nächstens wegen Mangel an Arbeit seine 5IteHer8 1^11^0^ toitl 28, Der neuerwählte erste Vicepräsident des deutschen Reichstags, Freiherr zu Frankenstein, ist auch in Hessen, namentlich in dem benachbarten Ockstadt, begütert. Seinen Hauptqrundbesitz bat derselbe jedoch in Baden und Bayern.
Düsseldorf, 24. Mai. Schuhmachermeister Hartmann in der Liesergaße begeht heute seinen hundertsten Geburtstag. Dabei ist der Greis noch so rüstig, daß er im Stande ist, sich durch sein Handwerk selbst zu ernähren.
— Handwerker-Elend. Unter den Handwerksburschen herrscht — tote man ber Magdeburger Zeitung" aus Braunschweig von ärztlicher Seite schreibt - ein kaum glaublicher Nothstand, gegen den energisch irgend Etwas geschehen muß. Die Leute sterben an der ßanV= ftrafce und in den Stallräumen, weil sie zu spät in ärztliche Behandlung kommen. Haben auch besonders die eigentlichen Fechtbrüder unter der schlimmen Zeit des Winters gelitten, lo barf man doch annehmen, daß ein großer Theil der verhungernden Wanderburschen Leute sind, d e arbeiten wollten, wenn sie nur Arbeit fänden. Es ist festgestellt, daß Huudwerksburschen, die Lodesmatt in das Spital kamen, jahrelang gewandert sind, und währenddem nur fur^e Zeit Arbeit hatten, während sie früher jahrelang in einer und derselben Werkstatt beschäftigt waren, rin Zeichen, daß sie nicht eben Bummler von Haus aus waren. Man konnte die unter den Heuten herrschende Krankheit Bettlerpest nennen, denn die Krankheit ist ansteckend. Es sind daher auch schon Desinfectionen der Herbergen rc. vorgenommen worden. Diese reichen aber nicht
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Handel und Verkehr.
Frankfurt, 3. Juni. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca. 300 Ochsen, 130 Kühe und Rinder, 180 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 66—68, 2. Qual. JL 62—64, Kühe 1. Qual. X 60 bis 62, 2. Qual. Ji. 56—58, Kälber 1. Qual. 56—58, 2. Qual. 50—54, Hämmel 1. Qual. <X 60—62. 2. Qual. Jt. 56—85.
Frankfurt, 4. Juni. (Marktbericht.) Butter im Großen 1. Qual. 1,20 2. Qual. 1,10, im Detail 1. Qual. «X 1.30—35, 2. Qual. 1,20, Handkäse das Pf.48— 50 H. Ganze Erbsen stellten sich per 100 Kilo auf JC. 18—23, geschälte Erbsen 23—27, Speisebohnen 20—24, Linsen 23—36 Kartoffeln „M 8-9. Es kostete Ochsenfleisch per Pfd. 65—70 H, Kuhfleisch, 60 Rindfleisch 50 H, Farrenfleisch — Hammelfleisch 50—65 Kalbfleisch 45—55 Schweinefleisch 65—70 H, Dörrfleisch — Schinken — ausgebcint — H bis — JL, Fleischwurst 70—80 Hausmacher Leberwurst, Preßkopf, Schwart- magen, Zungenwurst 80—90 gewöhnliche Leber- und Blutwurst 55—60 H. Geflügel: Hahnen '<X 1,80—2, Hühner «X —, Enten —, Poularden «X 4—6, Tauben 48—50 H Gänse JL —, Rheinsalm per Pf 3 JL, Hechte 70—90 H, Karpfen 80 bis 1 JL, Schleien 50 Eier das Hundert deutsche 4, italienische JL 5. Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Gentner JL 2—3, Stroh 2 50 — 2.70.
' Limburg, 4. Juni. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 18.15, Weißer Weizen — Korn JL 11.60, Gerste JL 9.30, Hafer 7.20, Erbsen <X —, Kartoffeln — (Durchschnittspreis pro Malter.)
Sehlflfebericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd
C. W. Dietz in Gießen.
Ncwyork, 30. Mai. <Per transatlantischen Tclegraph.) Der Postdampfer M atn, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. Mai von Bremen und am 20. Mai von Southampton abgegangen war, -ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.
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