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bis für der

In

England ausdrücke.

Athen, 2. März- Die auf Mukhtar Pascha's Verlangen Seitens der griechncyen Commisiäre bewilligte Frist war gestern abzelaufen, ohne daß von der Pforte ein Bescheid gekommen wäre. Gleichwohl wurden die griechi­schen Commisiäre auf Ersuchen mehrerer Mächte angewiesen, noch in Prevrsa zu verweil n.

Madrid, 2. März. Es geht das Gerücht von dem Ausbruch einer ernstlichen MimsteikrisiS, die darin ihren Gruid haben soll, daß General Mar- ttnez Camos, Gouverneur von Cuba. 200 MM. Pesetas für diese C alo nie gefordert hätte; der Ministerpräsident Canovas habe darauf seinen Entschluß angezeigt, lieber seine Entlastung zu nehmen, als einer solchen Forderung zu- zustimmen, die er gegenüber der spanischen Finanzlage als zu weitgehend erachte. ,

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Bäcker, wir wissen cs nicht

Telegraphische Depeschen.

Wagner'S telegr. Eorrespondenr-Bureau.

Petersburg, 2. März. General Graf Loris-Melikoff meldet aus Astrachan vom 1. d.: Im Astrachan'schm ©oiwemtmtnt, sowie tn den inneren ©eiirten der Kirgbifen sind keine Epid-rniekranke. 8 Grad Warme. Die Woiaa-Uebersabrt bei Astrachan findet wstteist Böten statt. Laut telegraphi­scher Melduna d-s Grasen Golenistschiff Kutusoff, Vorsitzenden der Commfision -uv Verbrennung d-s tnficirten E.geathums, ging im Dorfe staritzkoje die Niederbrennung der Häuser glücklich vor sich, wobei der Commfision Seitens fcer Bevölkerung Hülse geleistet wurde. Die Haltung der Bevölkerung bietet quch jetzt Garantie für die erfolgreiche Ausführung der Maßregeln gegen die Seuche.

Lokales.

Gießen, 3. März. Am schwarzen Brette der UniversitätSaula befindet sich folgender Anschlag des Rectors: _ .

An die Herren Studtrenden.

c>ch zeige den Herren Studtrenden hiermit an, daß das Großherzogliche Ministerium des Innern unter dem 20. Januar 1879 neue, am 1. April d. I. in Wirksamkeit tretende Vorschriften über das akademische Bürgerrecht und die Handhabung der akademischen Disctpltn an der Landesuniversttät Gießen erlassen hat. Diese Vorschriften werden demnächst gedruckt und zugleich mit der neuen Bibliothekordnung und einer noch tn Berathung begriffenen Honorarienordnung den Studirenden bei Beginn deS nächsten Semesters übergeben werden.

Für setzt mache ich die Herren Studirenden ganz besonders auf die SS- 10 uno 11 °^r neuen Vorschriften aufmerksam, welche folgendermaßen lauten:

§ 10. Die Einschreibung für die Vorlesungen findet bei den betreffenden Lehrern statt. Sie darf bei Vorlesungen, für welche ein Honorar angesetzt ist, nur gestattet werden, wenn der Studirendc sich durch ein Zeugniß des Quästors über die Zahlung des Honorars oder über die erfolgte Stundung bezw. über ein eingereichtes Stundungsgesuch (S H) ausweist.

Zehn Tage nach Ablauf der Jmmatrikulationsfrist darf die Einschreibung für eine Vor­lesung ohne besondere Erlaudniß des Rektors nicht mehr gestattet werden.

£ 11. Wer ein Stundungsgesuch gestellt hat, kann sich vorläufig einschreiben. Wird dem Gesuch entsprochen, so ist dies in der Einschreibungsliste vorzumerken, der Gesuchsteller und die betreffenden Lehrer werden hiervon durch den Quästor benachrichtigt. Auf Verlangen des Gesuchstellers wird in dessen Collegienbuch die erfolgte Stundung durch den Quästor eingetragen.

Wird das Gesuch zurückgewiesen, so ist der Gesuchsteüer durch den Quästor aufzufordern, das Honorar für die belegten Vorlesungen binnen 11 Tagen zu bezahlen, wldrigenfals die Einschreibung gestrichen werden würde. Erfolgt die Nachzahlung wahrend der gesetzten Frist nicht, jo verordnet der Rektor die Streichung und die Benachrichtigung der betreffenden Lehrer.

' Gießen, den 28. Februar 1879.

Der Rector der Großherzoglichen Landes - Universität :

Dr. Streng.

Hesterreich.

»Vfth 1. März. Unterhaus. Der Ministerpräsident legt einen Ge­setzentwurf vor, welcher di- Genehmigung d-s Berliner V-rtrag-s und d-fi-n ^nattlfulirutia ausfpricht. Im Budget-Ausschuß der österreichischen D-ie- gation fand eine längere Generaldebatte über di- Occupations-Cr-dUe, sp-cieil über die Indemnität für di- im Jahre 1878 gemachten Anlagen statt. Der Kriegsminister und der Finanzminister vertraten den Standpunkr der Regierung. Es wurden weder Anträge gestellt, noch Beschlüsse gefaßt. Morgen wird die Debatte fortgesetzt. Der Ausschuß nahm den Nachtrags,Credit für du diplo­matischen Vertretungen im Orient an. Im Laufe der Debatte bemerkte ®.af anbraff» daß für Rumänien ein Ministerr-sid-nt ernannt worden fei, um die Bedingungen des Berliner Vertrages zu verwirklichen.

Arankreich.

Bersailles, 28. Februar. Senat. Victor Hugo fordert di- vollstän­dig- Amnestie. Justizminister Leroyer vertritt di- Regierungsvorlage: Die R-gi-rung habe die Total-Amnestie gewähren können, sie fei stark genug dazu gewesen. Aber die verübten Verbrechen könnten nicht vergessen werden. D-r Minister brandmarkt nachdrücklich die Commune und ihre literarischen Ver- tieter. Di- gegenwärtige Amnestie sei eine Maßregel der Humanität ohne Gefahr. Was die Fra«- der in contumaciam Verurth-ilten anlange, so con- statirt der Minister, daß die Vorlage alle Garantien biete. Er glaube, daß di- Heimkehr der Amnestirten große Beruhigung Hervorrufen werde; sollten sich Undankbare finden, so würde das Gesetz nicht ohnmächtig fein.Wir würden dann Strenge an Stelle der Milde fetzen". - Der Senat genehmigt darauf die Regierungsvorlage mit 163 gegen 86 Stimmen.

Versailles, 1 März. Kammer der D-pultrten. Lisbonne (Linke) fragt den Minister des Innern, Marctzre, nach den Beweggründen für bie Unterbrechung bet Untersuchung ber Polizei-Prafectur von Paris und möchte wifien, welches bie Entschließungen bes Mi, isters seien. Mlvist-r Mcwcöre dankt dem Abg. Lisbonne für die ihm gegebene Gelegenbelt, Auf- fchlüfie über d-n beregten Gegenstand zu geben und gibt fodann eine Darlegung d r Thatsachen bezüglich der Polizei-Präfectur, indem er derselben das Lob -nbeilt daß sie seit der ihr durch Thier« gewordenen Reorganisation ihre Pflicht in vollem Umfang- g-than und jede Unordnung zu »-rhmv-rn g-wußt dabe (Beifall im C-ntium ; Schweigen auf der Linken). Maiccre kennzeich­net das Vorgehen gegen die Polizei als einen Feldzug, den er tadelt und der durch verwerfliche Mitrel geführt werde; er protestirt mit bewegter«ttmme energtsch gegen die abscheulichen Verläumdungen, di-ihm persönlich nicht wieber- zugebende, sträfliche B-theiligungen an finanziellen Manövern unterstellten. (Bei­fall im Centrum). Er erinnert an feine ganze dem Lande und der Republik kl geben« Vergangenheit und schließt mit der Bitte an die Kammer, d e vorlre. aende Frage zum Gegenstände einer Interpellation zu machen und somit tu Gesinnung der Kammer zum Ausdruck zu bringen. Abg. Clem-nc-an (Radt- kuler) beantragt die Umwandlung der Anfrage in eine Interpellation und Sn» b raumung derselben auf Montag. Marköre wünscht sofortige Erledigung der Interpellation. Die Kammer setzt dieselbe auf Montag fest.

England.

es hungern. Nicht unsere eigene Ueberproduciion erkennt man als Ursache der Nothlage, sondern die Uebeiproduction des Auslandes, die uns auf unserem eigenen Markte lähmt, während ringsum uns die Thore für die Ausfuhr ver- schlossen find^ i Prä a6cnt,g. Bon klerikalen Reichstagsabgeordneten aus Elsab-Lothrtngen wird im Reichstag- bie Interpellation eingebracht, ob bie Reateruna gesonnen sei, das in Elsaß-Lothring-n geltende Schulgesetz von 1873, welches sich hauptsächlich gegen die geistlichen Bruder und Schwestern als Lehrer und Lehrerinnen wendet, jetzt einer Revision zu unterziehen.

München 1. März. Die Kammer der Abgeordneten nahm heule die von der ReichsrathSkammer an dem Wanderlager-Steuergesetz beschlossenen A-nderung-n mit Ausnahme der Aenderungen an Artikel 14 mit 125 gegen 9 Stimmen an.

Washington, 1. März. Der Senat berieth in seiner gestrigen, in bie Rachistunven fortdauernden Sitzung Creditvorlagen. Man hält es unwahrscheinlich, daß sich ein Einverständn ß zwischen dem Senat und Devutirtenkammer über diese Vorlagen bis zum 4. d. Mts. erzielen laste. die?em Falle bitte eine außerordentliche Sitzung des Congrestes stattzufinden.

Gießen, 3- März. Auch der Gustav-Adolf-Derein hat unter der Ungunst der finan­ziellen Lage, die aller Orten empfunden wird, sehr fühlbar zu leiden. Die Einnahme des Gesammtvereins ist zwar noch nicht zurückgegangen, wohl aber diejenige vieler einzelner Vereine. Berlin z. B. hat im letzten Jahre über 10000 Mindereinnahme gegenüber dem Vorjahr.

Sollte sich diese Verminderung der Einnahme fortsetzen, so wäre das im höchsten Maße zu beklagen. Denn Die Ansprüche, welche man an den Verein macht, vermodern sich nicht, im G-gentheil fie wachsen mit ,-d-m Jahre. Im vorl-tzt.n Jahre stn° NaS B-metad-n von dem Verein unterstützt worden; von diesen bedürfen 1> keine Unterstützung mehr dafür haben sich 3< andere gemeldet, und auf der letzten Haupt»,rsammiun, in Hamburg sind an 1178 Gemeinden Gaben vertheilt w-rden. In diesem Jahr- wachst ohne Zw,is-l di- Zahl der Hülfe suchenden Gemeinden wieder. Was soll daraus «erden, wenn zu gleicher Zeit die Einnahmen d?s Vereins sich vermindern? Für die allernächste Zukunft allein ist der Bau von 131 Kirchen, 6? Schulen und 57 Pfarrhäusern em dringendes Brdurfniß. Sine große Anzahl von Gemeinden unb Instituten sind auf die regelmäßige Unterstützung des «ustav- Adolf-Vereins angewiesen in einem solchen Matze, daß sie zu extstiren aufhören muffen, sobald der Verein seine seither geleisteten Zuschüffe einstellt.

Möge man dies bedenken, wenn die Jahresbeittäge für den, Gustav-Adolf-Deretn dem- nächst erhoben werden. Di- Summ- d-r Jahr-Sb-iirag- ist tn «t-ß-n ni<^ In M-ß- gewachsen wie di-Zahl d-r Einwohner, ist °,°lm-hr iu-üLg-qung-n. Der Betrag der i^hebun, vom -labrc 1878 i B bleibt hinter d-r Summe der im Jahre 1873 gesammelten Beitrage um M 80 zurück. Woher kommt das? Hauptsächlich wohl von d-r Concurrenz, welche dn Gustav-Aools-Frauen-Verein d-m in Gi-ß-n bestehenden Ortsveretu d-r Gustav-Adol- Stiftuna durch sein- Coll-ctton-n thatsächlich ad-r sehr g-g-n s-m, Absicht macht. Wenn °i- Jabr-sbeiträg- erhoben werben, glauben nämlich »i-i- Hausvat.r di-,-lb-n nicht zab n zu sosten"weil chre Fr-u,n bereits Geldbeiträge an den Frau-n».r, n der »ustav-Ädolf-Sttftun, geleistet haben. Diese Auffassung beruht aber auf e.nem b-tlag-nsw-rth.n Mißberstindnih. Di- Frauenv-rein- haben den Zweck, nothl-id-nd-n evangelischen Gemeinden Schmuck und Zier w ibre Kirchen » B. Altardecken, armen Confirmanden Kleider zu verschaffen und was d-r- g"-ich-n kleinere Sorgen mehr sind. Zu dies,m Zwecke erheben sie unter anderem auch Geld die Geldbeiträge sind aber d-r Natur d-r Sache nach m-tst-ns s-hr b-sch-id-n. Richt im -nts-rnt-st-n ist es di- Absicht d-r Frau-nv-iein- im allgemeinen und °,s «whener Fr-U-N- verein« im besonderen di- unt-rstützungsbedürftig-n Aem-,nd-n um di- r°g°lm°ßig-n B-'trug- der V-r-insmitgü-d-r zu verkürzen. Wenn sich d°S bie Hausväter bei Erhebung der Jahr,»- bettrSqe vor Augen halten wollen, so werden sie keinen Anstand nehmen auch ihrerseits zu, Linderung der Roth ihrer Glaubensgenossen b-izust-u-in.

ffiirfien, 3. März. Im Monat Februar 1879 wurden von Seiten der Schutzm-mi- ickakt arretirt Bettler 91, Obdachlose ti, wegen Ruhestörung 23, Trunkenheit 5, Prosti- tuMt 3 Di-bstahl 1?, Betrug und Unterschlagung 4 auf Requisition wurden 7 $,rjcn,n airetirt und Schulkinder 9. Anieigen erfolgten in sanitutipollzeilicher Beziehung wegen schäd icki-r Ausdünstung 9, bösartiger Tbi-re 3, in stcherheitspdli,etlicher Bezledun, g-g-n B-iil-r 93 Rnbestörunq 118, Diebstahl 13, B-trug 5, M-ld-w-s-n 17, sonstige Sich-rheits- ®, .c" i, S(rn wegen Ueberiretung d-r F,ierabendsiund- 18, w,g,n ialscher Maaß- une Gewichte rS^Drojchkenordnung 8, Straß-nr-inigung 4, sonstige Straßmpolizet 38. Summ, sämmtiicher Anzeigen 372 g-g-n 675 im Monat Januar,

Se Kaiserl. Hoheit ber Kronprinz des deutschen Reichs und von Preuße« vassirten h-uik Morgen nach » Ubr d-n bi,sig-u Bahnhof um sich nach^Darmstadt zumBffuch- un -res Großb-rVogs zu b-g-ben. Von Daimstadt wird sich 6,. Kais-rl. Hob-it nach Bonn und spöttr nach England «geben, wo bereit« Ihr. «aiserl. Hoheit di, Frau Kronprinzessin sich schon längere Zelt befinden.

- Ein junger Mann wurde heute Nacht am Wallthor von zwei Stub-nt-n^^-ng-r,mpe». Die Sckukmannschaft nahm sich des Ueberfallenen an und da ver eine der Ercedenten 'einen Namen «nweigerte und außerdem in groben B.leidigung-n sich erging mußt, " b-ig-stA werden, während der andere wegen Beleidigung zur Anzeige gebracht wurde 3"

finlifpn sick falt xu gleicher Feit wie oben, mehrere Metzger und soll es dabn ge- schwollen- und Uutige Köpf- abg-I-tzt haben; außerdem sind noch m-hr-r- Ruhestörungen b-u Rächt vorgefallen und zur Anzeige gebracht.

Theater.

Dienstag den 4. März wird das reizende und gewiß dem hiestA«. P«tt»kmn^nicht un- öire'Ä

wurde __

Loudon, 28. gebt., Nachts. Nack weiteren Nachrichten aus dem Cap­lande ist die aeaenwärttge Lage der briüschen Truppen befriedigend. Oberst Buller brannte9 bei einer Recognoscirung den Mtlitärkraal B^ngultsstni nieder. Die Verschanzungen der englischen Truppen bei Ekowe und Helpsmakaar sichern die Truppen gegen Angriffe der Zulus. Diese beabsichtigten, den Tugala- Fluß zu überschreiten und Natal anzugreifen, wurden aber durch andauerndes Regenwetter und den dadurch angeschwollenen Fluß daran verhindert.

Türkei.

Tirnowa, 28. Februar. Das mit Prüfung der Wünsche der rume- lischen Delegirten beauftragte außerparlamentarische Comitä nahm einstimmig -inen Entwurf an, welcher als Memorandum an die Mächte gerichtet werden soll. Die Minorität des Comics wünscht, daß die Versammlung der Nota- beln ihre Arbeiten bis zum Eintreffen der Antwort der Mächte vertage, die Majorität dagegen wünscht keine Vertagung.

Amerika.

London, 2. März. DasReuter'sche Bureau" meldet aus Kal­kutta, daß em Schreiben Jakub Khan's vom 20. Febr. eingetroffen sei, worin dieser den Wunsch nach Wiederherstellung freundschaslltcher Beziehungen zu