Ausgabe 
2.11.1879 Erstes Blatt
 
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des LanDwirths Anton Müller XIX. von

n e.

19. October.

24. October.

u n i; e n

von Radgen mit Gertrude Janitz von

E h e s ch l t e ß

Müller Gustav Adolf Müller

G e b o r e

Lang-Göns.

31. Oktober. Marburg.

ebenso raschen Absatz wünschen, wie den vorhergegangenen. Für unsere hessischen Bürger und Landteute wissen wir keinen besseren Rathgeber vor Gericht und in Prozessen, als die Metz'sche Brochüre, die in gedrängter Form für Jedermann faßlich und leicht verständlich, eine Fülle der werlhvollstcn Rathsch.äge erlheilt. Einen ganz besonderen Vorzug hat sie vor allen übrigen dadurch, daß sie ganz speciell unsere hessischen Verhältnisse und Ausführungsgesetze berücksichtigt. Zu dem überaus billigen Preis von 50 H kann die Brochüre von jeder Buch­handlung. Buchbinderei und Papierhandlung bezogen werden.

handel und Verkehr.

Gießen, 1 November. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. X 0,90 bis X 1.00, Hühnereier per Stück 7 H, Käse per Stück 59 Käsematte per Stück 3 ,5>, Erbsen 1 Liter 22 H, Linsen 1 Liter 24 Tauben das Paar 60 Hühner per Stück X 0.600.80, Hahnen per Stück X 0.600.75, Enten per Stück X 1.50, Gänse X 35.50, Kartoffeln per 100 Kilo X 5.506.50, Weißkraut, 100 Stück X 38, Zwiebeln per Ctr. X 78, Milch per Liter 16 und H, Ocksenfleisch 7u per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 5056 H, Kalbfleisch 5054 Hammelfleisch 5665 Schweinefleisch 6064 Truthähnen per Stück X

Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen

Vom 25. bis 31. October 1879.

Literaris ch e S.

fMetz, die neuen Reichßjustizgesetze.^ Einen seltenen Erfolg hat die Brochüre des Herrn Hofgerichts-Advokaten Metz I. in Darmstadt überdie neuen Reichsjustizgesetze" auf- zuweisen. Nachdem in ganz kurzer Zeit acht starke Auflagen davon vergriffen wurden, liegt uns heute schon die neunte vor, der wir im Interesse der guten Sache, der sie dient, einen

Aufgebote.

25. Oktober. Fabrikant Johannes Keßler von Steinback mit Mathilde Schäfer, Tochter des Feuerwerks-Premier-Lieutenanls Ludwig Schäfer von Darmstakt. 29. Stations-Aufseher Karl. Peter Gustav Landmann von Volkartshain mit Charlotte Gertrude Christine Schlffmann, Tochter des Bahnmeisters August Gottfried Schiffmann von Oelde. 31. Landwirth Konrad Reusch von Lang-Göns mit Marie Müller, Tochter t'° - ' LC- VTV

7173) Heute treffen frische Schellfische ein, morgen Schellfische und Cabliauen. Letztere auch im Anschnitt.

J. A. Busch Söhne.

Auszug aus öcn Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getaufte.

Den 26. Oktober. Dem Kaufmann Karl Lang ein Sohn, Ludwig Emil, geboren

Denselben. Dem Schreiner Rudolf Kutzer ein Sohn, Julius Ferdinand Ludwig, geb. den 5. Oktober.

Denselben. Dem Fabrikanten Wilhelm Seultng eine Tochter, Johanna Emilie Elfriede, geb. den 9^ September. . ,

Denselben. Dem Schuhmacher Johannes Koob eine Tochter, Louise Margarethe, geb. den 20. September.

Denselben. Dem Schuhmacher Konrad Wißner eine Tochter, Anna Margarethe Christiane, geb. den 10. Oktober.

Denselben. Dem Heizer Otto Ploch ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 6. Octbr.

Denselben. Ein unehelicher Sohn von auswärts, Ludwig Anton, geb. den 24. Septbr.

Den 30. Oktober. Dem Großh. Hofgerichtsadvokaten Friedrich Barth eine Tochter Karoltne Wilhelmine Magdalene, geb. den 24. September.

Denselben. Dem Schlosser Christian Hörster eine Tochter, Maria Barbara Karoline, geb. den 7. Oktober.

Beerdigte.

Den 24. Oktober. Eduard Krautmacher, Heizer an der Drahtseilbahn dahier, alt 36 I.

1 M. 18 T, gest. den 21. Oktober.

Den 25. Oktober. Anna Katharine Krämer, geb. Hüffel, Ehefrau des Geseüschafts- dieners Johannes Martin Kramer dahier, alt 71 I. 4 M. ;> T, gest. den 22. Oktober.

Den 28. Oktober. Karl Ferdinand Mohn, Oberfinanzrath und Großh. Director der Oberhessischen Eisenbahnen vahier, alt 52 I. 5 M. 7 T., gest. den 25 October.

Den 29. Oktober. Anna Wagner, geb. Metz, Ehefrau des Arbeites Conrad Wagner, alt 31 I. 1 M. 8 T., gest. den 28. Oktober.

V e r m i s ch t eS.

Aus Mainz, 28. Oktober, schreibt man derFrkf. Ztg.": Ein intereffantes Beispiel über die Wirkungen der mit der neuen Justizverfaffung zur Einführung gekommenen Kosten- Realements bietet der von unserer Stadt beschlossene Prozeß gegen die Heff. Ludwtgsbahn wegen der Babnumführung. Es hanoelt sich hierbei um ein enormes Object das auf min­destens 15 Millionen X zu veranschlagen sein dürfte. Demgemäß wurden allein die Anwalts- aebübren welche mit etwas über 1 o/o für jeden Anwalt und zwar mindestens dreimal in jeder ^nstanr Aur Anwendung kommen, für jede der beiden Parteien excl. der Gerichtskosten und Vorlagen die nette Summe von 45,000 X tn einer Instanz repräsentiren Die Anwälte baden daher mehr Ursache, sich über den Prozeß zu freuen, als die streitführenden Parteien. Es würde sich für die letzteren lohnen, die Bestellung des Anwalts in Submission auszu- schretben, jedoch soll die Stadt Mainz ihre Vertretung tn diesem fetten Prozeß bereits dem Referenten der juridischen Commission der Stadtverordneten-Versammlung übertragen haben. Noch viel höher werden sich die Gericktökosten berechnen, welche tn jeder Instanz auf mehr als das Doppelte Der ganzen Anwaltsgebühren zu stehen kommen.

Mainz, 27. October. Heute Vormittag trafen die Herren Ministerialräthe Dr. Finger und Weber in unserer Stadt ein, um sich an einer im Rcgicrungsgebäude stattfindenden Con- ferenz bezüglich der Ufererwetterungsarbeiten und der Correctionsarbelten an der Ingelheimer Aue zu bethetligen. Unsere Stadt war vertreten durch Die Herren: Bürgermeister Dr. Du mont und Stadtbaumeistcr Kreysig, ebenso Die Hess. Ludwtgsbahn durch einen Spectalbevoll- mächtigten. In dem Gasthaus zumHolländischen Hof" fand am Dienstag Abend ein großes Souper zu Ehren des pensionirten Profeffors der Universität Gießen, Herrn Dr. Wernher, veranstaltet von den Aerzten der Stadt Mainz, statt. Herr Profeffor Wernher, der Lehrer fast aller hiesigen Mediciner, wird seinen bleibenden Aufenthalt tn unserer Stadt nehmen. ® )

Düsseldorf. (Ein fataler Name.) Wenn Jemand mit einem so cigenthümlichen und vminösen Namen behaftet ist, wie der nachfolgende, dann kann man es ihm wahrlich nicht ver­denken wenn er alle Familientraditionen htntenansetzend, den Antrag stellt, ihm einen neuen Namen zu verleihen. Die Königliche Regierung zu Düsseldorf macht in ihren Blättern bekannt, 4> dem Julius Esel in Löhdorf, Kreises Solingen, seiner Ehefrau Magdalena geborene Salz und seinen Kindern Marie, Karl, Wilhelm und Friedrich Wilhelm, die Veränderung ihres bis­herigen Familiennamens in den Familiennamen Muth gestattet worden.

sZur Vergrößerung der Hölle.^s An den Straßenecken in Brügge sind große rothe Bogen angeklebt worden, auf denen die Bekanntmachung zu lesen ist, daß1. November Mitter­nachts die Lieferung von einer Billion Mauersteine, einer Million eiserner Balken und fünf Millionen Hektoliter Kalk öffentlich verdungen werden sollen zur Vergrößerung der Hölle, die zur Aufnahme der belgischen Lehrer, Eltern und Normaljchulen nicht ausreicht."

(Was sind Thränen?) Die Frau eines Apothekers versuchte bet einem ehelichen Streit ihren Gatten durch Thränen zu rühren.Ach", sagte er,höre auf zu weinen. Thränen sind zu nichts zu gebrauchen. Ich habe sie chemisch untersucht. Die bestehen aus einer Idee von phosphorsaurem Kalk und etwas Soda Chlorid, das Meiste aber ist unnützes Wasser "

Göllheim, 26. Oktober. Die Rüssinger Jagdgesellschaft erlegte bei ihrem gestrigen Treibjagen im Ganzen 414 Hasen. Ein junger Sonntagsjäger sckoß dabei einem hiesigen Jagd- Kollegen auf eine Distanee von 30 Schritten eine ganze Ladung Schror in die Beine, so daß .letzterer nun das Bett hüten muß.

Hamburg, 25. Oktober. (Sechs Kinder verbrannt.^ Ein schreckliches Unglück er­eignete sick am Freitag in dem benachbarten Dorfe Eichede in Holstein. Dort war bei einem größeren Hofe eine Arbeiterbaracke errichtet, in welcher 5 Familien mit ca. 80 Kindern unter; gebracht waren. Plötzlich gegen 11 Uhr Abenvs brach Feuer aus und äscherte die ganze Ba­racke ein. Hierbei wurden 4 kleine Kinder ein Opfer der Flammen, zwei andere, welche erheb­liche Brandwunden erlitten hatten, erlagen ihren gräßlichen Qualen am nächsten Tage. Drei andere Personen liegen noch schwer krank darnicber.

New-Aork, 18. Oktober. Der am 11. d. hier eingetroffene Norddeutsche Lloyd- Dampfer Mosel ist während der Ueberfahrt einer Gefabr entronnen, die unter Umständen <ine traurige Katastrophe hätte herbeiführen können. Die Mosel hatte am 28. September Bremen und am 30. September Southampton verlaffen und durchschnitt bereits mit scharfem Bug den Ocean, als plötzlich der erste Bootsmann am Abend des 3. Oktober bemerkte, wie aus dem Laderaum des Schiffes Rauch aufstieg. Der Capitän des Dampfers, A. F. Neynaber, hiervon benachrichtigt, eilte sofort zur Stelle und erteilte in umsichtiger Weise Die nöthigen Anordnungen zur Bekämpfung des im Laderaum entstandenen Feuers Nach einem stunden­langen und energischen Kampfe, in welchem die Kräfte und die Dtsciplin der Mannschaft auf eine harte Piobe gestellt wurden, gelang cs endlich, des gierigen Elementes Herr zu werden und die drohende Gefahr zu beseitigen An Bord des Schiffes befanden sich zur Zett dieses Vorganges über 500 Passagiere, unter denen jedoch, trotzdem sich wohl Jeder der drohenden Gefahr bewußt, nicht das geringste Zeichen einer Panik wahrzunehmen war. Der Capitän batte für den schlimmsten Fall sofort in umsichtiger Weise alle Anordnungen treffen laffen, und dics so wie sein wackeres und persönliches Eingreifen bei Bekämpfung des Feuers selbst trugen, trie einstimmig versichere wird, in erster Linie zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung auf dem Schiffe bei, ohne welche der Unfall wohl nicht so glücklich abgelaufen wäre. Bei ihrer Ankunft Hierselbst haben die Passagiere ein Schriftstück unterzeichnet, in welchem des umsichtigen und kaltblütigen Benehmens des Capiiäns und seiner Offiziere, sowie der trefflichen Disciplin oer Mannschaft in den Stunden Der Gefahr mit äußerst schmeichelhaften und anerkennenden Worten gedacht wird. Und auch an handgreiflicher Anerkennung haben es die Passagiere nicht fehlen laffen, indem sie dem Capitän Neynaber eine massive silberne Frucktschale mit darauf eingravirter entsprechender Widmung nebst einem für Capitän, Offiziere und Mannschaften gleich ehrenvollen Begleitschreiben, sowie ein Etui mit 1566 X 50 4 überreichen ließen, welche Summe unter die Besatzung des Dampfers verthcilt worden ist. Ausgebrochen war das Feuer unter einer Partie Seidenwaaren enthaltender Ballen, die in Southampton eingenommen worden waren; als Ursache desselben ist eine Selbstentzündung festgestellt worden, ein Fall, der übrigens nicht vereinzelt dasteht. (N.-U. Handclsztg.)

19. October. Gustav Friedrich Hubert, Sohn des Schlossers Otto Müller. 21. Wil­helmine, außerehelich von auswärts. 25. Karl Heinrich Christian, Sohn des Kaufmanns Karl Georg Klcinhenn. 21. Dem Schmied LuDwig Körbächer eine Tochter. 20. Ernst, Sohn ves Weickenstellers Wilhelm Schmall II. 21. Emil Wilhelm, Sohn des Schreiners Adolf Laudon. 21. Otto, außerehelich von auswärts. 26. Dem Laglöhner Konrad Wagner ein Sohn. 25. Karl Christian Martin, Sobn des Lademeistergehilfen Peter Möser. 29. Alice Elisabeth, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Roth. 29. Marie Louise Ernestine Philippine, Tochter des Wirths Wilhelm Lauterbach.

Gestorbene.

Hermann, 11 Jahre alt, Sohn des Oeconomen Georg Schudt zu Hof Oberfinanzrath Karl Ferdinand Mohn, 52 Jahre alt. 27. Dem Tag- ~ ~ ' 28. Anna Wagner, geborene Metz,

SeMirsberiefiat. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd ($. W» Dietz in Gießen.

Southampton, 30. Oct. Der Postdampfer Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. Oktober von Newyork abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nackm. wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Paffagiere, Post und Ladung 8 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Mosel überbringt 149 Paffagiere und volle Ladung.

Schwalheim. 25. _ v ,

löhner Konrad Wagner ein Sohn, 14 Stunden alt. 28. Anna Wagner, geborene Metz, 31 Jahre alt, Ebefrau des Taglöhners Konrad Wagner. 28. Katharine Sckmitt, 35 Jahre alt, von Hundsangen. 30. Helene Katharine Elisabeth, 2 Monate ult, Tochter des Eisenbahn­arbeiters Heinrich Benner. 30. Kaserncnwärter Jacob Büttner, 47 Jahre alt. 30. Katharine Simon, geb. Vogt, 71 Jahre alt, Wittwe des Gensdarmerie-OberfelDwebels Joseph Simon.

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