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Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeindc zuGießen Gottesdienst:
Sonntag den 3. August.
Morgens: Pfarrer Schlosser. — Nachmittags: Pfarrrvicar Schöner.
(Sonntag, den 10. August soll das heilige Abendmahl gefeiert werden.)
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 3. bis 10. August besorgt
Pfarrer Schlosser.
vom Gelde abhängt, sondern allein vom Charakter! Habt ihr ihnen das beigebracht, so weroerr sie ihren Weg alsdann schon allein finden. —
— In P e st badet der Tischlergeselle Kmet und hat das Unglück dabei zu ertrinken. Die Leiche des Ertrunkenen wurde im Rochusspitale sezirt und folgendes Dokument an den Untersuchungsrichter gesendet:
„Die Leiche zeigt einen hochgradigen Magen- und akuten Darmkatarrh, das Gehirn ist blutleer; Parere: Die untersuchte Person litt an hochgradigem Magen- und Darmkatarrh und ist cs wahrscheinlich, daß der Todesfall in Folge entstandener Blutarmuth des Gehirns eingetreten ist. Dr. Viktor Bobesin. Dr. Emil Jurkiny. Dr. Anton Poor, Direktor.
Der Untersuchungsrichter stellte die bescheidene Anfrage an die Herren Doktoren, ob sie vielleicht nicht den richtigen Leichnam des Rudolf Kmet sezirt haben, nachdem doch mehrere Zeugen die Aussage machten, daß Kmet ertrunken sei. Darauf gab Professor Scheuthauer folgende schriftliche Antwort:
„Der Ertrinkungstod hat keine besonderen Merkmale, daher das Zeugniß nichts Derartiges enthält, was der Thatsache widerspräche, daß Rudolf Kmet während des Badens im Wasser ertrunken sei. Es wäre aber für die Zukunft sehr wünschenswerth, daß die Polizei die Verhältnisse anzeigen würde, unter denen der zur Sektion Vorgelegte ums Leben gekommen ist; wenn die Aerzte im vorliegenden Falle aufmerksam gemacht worden wären, daß man die Leiche aus dem Wasser gezogen hat, so hätte man mit großer Wahrscheinlichkeit folgern können, daß ver Betreffende ertrunken sei."
handel und Verkehr.
Limburg, 30. Juli. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen «X 19.70, Weißer Wetzen <X 19.30, Korn <X 12. Gerste «X 10,10, Hafer <X h.16, Erbsen «X —, Kartoffeln «X — (Durchschnittspreis pro Malter.)
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Sonntag, den 3. August. Eduard Noll, Neustadt. Karl Steinberger, Löwengaffe.
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i am Zeltersweg.
Samstag den 9. August, Vormittags 8 Uhr, gegen Barthel Vätz Ehefrau von Wernges wegen Brandstiftung. Verth.: Groß. Hofg.-Adv. Batst.
8 Montag den 11. August, Vorm. 9 Uhr, gegen Johs. Schmidt IV. Ehefrau von Ober-: obmen wegen Meineid. Verth.: Hofg.-Adv. Di ery.
Denselben Nachm. 3 Uhr gegen Wilh. Stürtz von Budmgen wegen Diebstahl. Verth.
HZ^d'en^L August, Vorm. 8 Uhr, gegen Carl Friedrich Bischoff von Friedberg -weacn Diebstahl. Verth.: Großh. Hofg.-Adv. vr. Muhl.
6 Mittwoch den 13. August, Vorm. 8 Uhr, gegen Th. Scherf von Kirtorf, wegen Dieb- «abls und Sachbeschädigung; Verth.: Großh. Hofg.-Adv. W e l d i g.
1 Denselben, Nachm. 3 Uhr, gegen Konrad Nau von Merlau, wegen Körperverletzung; Verth.: Großh. Hofg -Adv. vr. Gutfletsch. . , s ,r u ~ <
Donnerstag den 14. August, Vorm. 8 Uhr, gegen Heinrich Paulus II. von Derkenbach, wegen Meineids; Verth.: Großh Hofg.-Adv. Dr. Eckstein
Freitag den 15. August, Vorm. 8 Uhr, gegen Rechner Carl Volp von Lich, wegen Verbrechen im Amte; Verth.: Großh. Hofg.-Adv. vr. D tttm ar.
Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Peter Adami von N.eder-Morlen, wegen Dlcb- stabls; Verth, noch nicht bestellt. „
Samstag den 16. August, Vorm. 8 Uhr, gegen Max Finger von Breslau, wegen Versuchs des Todtschlags; Verth, noch nicht bestellt. . , .
Montag den 18. August, Vorm. 9 Uhr, gegen Katharine Genner von Herchenhain wegen Versuch des Mordes. Vcrtheidiger noch nicht bestellt.
- Ueber das von zwei Knaben angeblich gefundene Skelett eines 6-8 Jahre alten Kindes hat das gestern Nachmittag im Walde anwesende Stadtg^lcht nichts weiter finden können, als 2 Knochen, welche uark m Verwesung waren. Die Knaben konnten den Fundort nicht mehr feststellen und so werden wohl weitere Nachforschungen anaestellt werden müssen, um diese mysteriöse Sache aufzudecken. — Auch über die schon stark in Verwesung übergegangene Leiche des Selbstmörders konnten die $er: Äicn^ nodini$tSiSat werden. Der ungefähr 25-30 Jahre alte Mann war im Besitze guter Kleidung, einer silbernen Uhr und Reisetasche, dagegen war das Portemonnaie leer.
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— «ut Frauenbildunfl. In den „Chemnitzer Nachrichten" finden sich folgende aoldene Neaeln auf eine Anfrage: „Was sollen wir mit unseren Töchtern anfangen?": Gebt chnen cine^ ordentliche Schulbildung. Lehrt sie ein nahrhaftes Essen kochen! Lehrt sie Brod backen und daß eine gute Küche viel an der Apotheke spart. Lehr sie, daß ein Mark Hund r Pfennige werth ist und daß nur Derjenige spart, der weniger ausgiebt, als er einmmmt. Lehrt sie daß ein bezahltes Katkunkleid besser kleidet, als ein seidenes nut Schulden. Lehrt sie. daß ein rundes volles Gesicht mehr werth ist, als fünfzig schwindsüchtige Schönheiten; lehrt sie Einkäufe machen und nachrechnen, ob die Rechnung auch stimmt. Lehrt sie gesunden Menschenverstand Selbstvertrauen, Selbsthülfe und Arbeitsamkeit. Lehrt sie Freude an der freien Natur und wenn ihr Geld dazu habt, auch fremde Sprachen, vorausgesetzt, daß sie richtig deutsch sprechen, lesen und schreiben können, auch Musik, Malerei und alle anderen Künste, aber lehrt sie auch allen bloßen Schein verachten und daß, wenn man Nein oder Ja sagt, man es wirklich auch so meinen soll. Lehrt sie, daß das Glück der Ehe weder vom äußeren Anstand, noch
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