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1880.

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Sine sebr hübsche Episode aus den Straßburger Manövertagen erzählt ein Korre­spondent derHamb. Nachr." Unweit Wolfisheim bemerkte der Kaiser während einer äugen-

Folgende französische -Kii|e

r,birit Sie haben bie ©elfter, welch- sich wegen religiöser Meinungsverschiedenheiten b-kämvf'n suchten, ,u versöhne» gewußt, so das, Spaltungen, w,e s,e >n vielen aus> Martinen 6 meinben norgetommen sind und leider »och Vorkommen, hier gänzlich f»mb Hieben ®ie Angehörige» Ihrer Gemeinde» habe» sich trotz der verschiedensten S^rnmnen unttr dieser Pflege der Duldsamkeit achten und lieben gelernt, ein Werk, wÄcheEichi hoch genug gischLtzt werden kann und für alle Ihre got.gesalligen Hand- lungen die Krone bildet im Gesühle der tiefsten Dankbarkeit hier an

h. snfuS e Ihre? Wirkens alle Anwesenden Mit Bewunderung und Verehrung, mit AnNimstchkest und Hochachtung aus Sie, den Jubelgreis, in der Freude darüber,

die 28ucht der Jahre es nicht vermocht hat, Sie zu beugen, daß Sie mit altge­wohnter Spannkraft und Energie Ihre Pflichten erfüllen und Ihres Amtes walten, roiC ^"-sch'darsSie deshalb von ganzem Herzen und von ganzer Seele beglückwünschen und handle ganz gewiß in dem Sinne acker Ihrer Verehrer wenn ich an d'-s-r Stelle den himmlischen Vater darui» anflehe, daß er Sie noch lange Jahre ,n der Irische des Geistes und der Gesundheit des Körpers erhalten mochte wie heute, zum Nutzen und Frommen Ihrer dankbaren Gemeinden und Ihrer engeren Familie, welche an diesem heHe^Ehrentage^un^S^iversammelt^isü Amen.

, Änrphiflt welcher er den Text:Preise den Herrn meine Seele und all" m«n Jnnm's feinen heilige» Namen" zu Grunde gelegt hatte. Er schilderte in tiefer glänzenden Rede seinen Lebenslauf, wie er schon im siebenten Jahre von seinem stabende» Vater ,um Rabbinen bestimmt, wie er durch ernsies Streben unb Arbeiten 1 99 c\ni.re biefer Würde fähig befunden und wie er am 1. Oeiober 1829

m di ftr?H e ?aut worden, der e? bis heute im 73. Lebensjahre stehend, mit fachem Geiste und körperlichem Wohlbefinden treulich und nicht ohne Erfolg gewartet

D^r Dank hierfür gebühre dem Allmächtigen, der ihn bisher geleitet und der ibn auch fermrhm gnädiglich geleiten möge. Nachdem er.noch u. A des guten Einverneh­mens gedacht, welches in Gießen zwischen den Bekennern.der verschiedenen^Consesfionen herrscht des Gießens, wo Toleranz herrsche und wo hohe Bildung und Humanität, sowie Patriotismus eine heimische Stätte gefunden, stattete er mit vor Rührmig fast Eckten Worten für die Liebe und Verehrung, welche ihm an diesem seinem Jubel- taae Theil geworden, seinen Dank ab. Der alte Segen der Hohenpriester wurde sodann allen Anwesenden gespendet und endete damit die so seltene hohe Feier. Auch wir schließ n mit dem herzlichen Wunsche, daß es dem Jubilar noch,lange ve^onnt stin möge unter uns in segensreicher Wirksamkeit zu walten und mochten auch hier den letzten Vers des schönen Chorals gelteni lassen:

Nun schreite weiter Deine Bahn,

Dem schönsten Ziele Dich zu nah'n,

Und Gottes Gnade ebne Dir

Des Lebens Straße für und für

Im Geiste Kraft, im Herzen Glück

Schau lang auf diesen Tag zuruck.

Nur Gott allein, nur Gott allein Kann ewig unsere Hoffnung sein.

Gicsten, 30. Sept. Gestern Nachmittag wurden zwei Schwindler, welche 1 Dutzend unächte Ringe für 70 H gekauft und dieselben für ächte unter der Angabe, dieselben gefunden zu haben, zu verkaufen suchten, beigesteckt. .

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x Den Empfang der Herbst- und Winterstoffe zeige g X ich hierdurch ergebenst an und erlaube mir ganz beson- g X ders auf die sehr feinen Sachen aus der Fabrik der g X Herren Kratz & Burk in Glauchau aufmerksam zu g

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Freitag den 3. Oktober,

Vormittags 9 Uhr, in unserem Geschäftslocal an die Meist­bietenden versteigert werden.

Gießen, 30. September 1879.

Großh. Kreisbauamt Gießen.

In Vertretung: ^M. Wahl, Großh. Kreisbauaufseher.

Aeikgeöolenes.

6383) Cramer'sches Jagdpulver Patent- schrot, Pattoncnhüisen, Jagdstühle und sonstige Utensilien bei Emil Plitor.

Handel und Verkehr.

Gießen, 30. Septbr. Auf vem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 1,10 bis X 1,20, Hühnereier per Stück 6 Käse per Stück 510 Käsematte per Stück 3 A, Erbsen 1 Liter 18 A), Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar 60 A,, Hübner per Stück JL 0.901.00, Hahnen per Stück JL 0.55-1.00, juyge Hahnen Stück JL Ü.OO-O.OO, Enten per Stück JL 1.50, Gänse JL., Kartoffeln per 100 Kilo JL 6-7, Zwiebeln per Centner JL 7-8, Milch per Liter 16 u. 18 Ocksenfleisch 70 A, per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 50-56 H, Kalbfleisch 50-52 A,, Hammelfleisch 60-70 A>, Schweinefleisch 60

Frankfurt, 22. Septbr. (Fruchtbericht.) Unser heutiger Markt verlief bei regel­mäßigen Um ätzen ohne jeden Umschwung der seitherigen Tendenz. Heutige Preise: Mehl Nr. 1 jL 41, Nr. 2 JL 39, Nr. 3 JL 33, Nr. 4 JL 29, Nr. 5 JL 23. Roggenmehl % (Berliner Marke) JL 23 50, do. I (Berliner Marke) JL 21.50-22.-, do. II (Berliner Marke) JL 16.5017.50. Wetzen effectiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 2223., ab unserer Umgegend JL 21.2521.50, do, fremder je nach Qualität JL 2223, Roggen, je nach Qualität JL 1517, Gerste JL 18-20, Hafer JL 13.50, Kohlsamen JL 23-24, Erbsen JL 19-27, Wicken JL 16-17, Linsen JL 20-40,. Bohnen, weiße, X 2325, Noggenkleie JL, Wetzenkleie, grobe und feine JL, Rüböl, Detail, JL 62. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war:. Dringend offerirt:. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewtcht 100 Kilo )

Frankfurt, 29. Septbr. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ea. 420 Ochsen und Stiere, 260 Kühe und Rinder, 250 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 68-69, 2. Qual. JL 64-66, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 5860, 2. Qual. JL 5052, Kälber 1. Qual. JL 52-54, 2. Qual. 4*50, Hämmel 1. Qual. JL. 60-62, 2. Qual. JL 48-50 per 100 Pfd. Schlacht­gewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund 50 - 60 H.___________

Bückinge zum Rohesten sind eingetroffen. (6395 Gg. Wilb. Weidig. 6393) Unterzeichneter verkauft eine Quantität guter Kartoffeln.

________Statt Wallenfels II.

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treffen täglich ein in (6407

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blicklichen Gefechtkpause einen in blauer landesüblicher Blouse gekleideten, mit der Ehrenlegion und einigen Kriegsmedaillen dekortrten Mann von kühnem, enrrgischem Gesichtsausdruck unv mit einem hölzernen Stelzfuß, der alle Truppenbewegungen mir der schärfsten Aufmerksamkeit verfolgte. Er ritt an ihn heran und frug freundlich in französischer Sprache:Wo haben sie gedient und wo den Fuß verloren?" Sich sofort gerade aufrichtend, militärisch salutirmd und den Kaiser fest anblickend, antwortete der Gefragte keck:Ich diente vierunddrffßig Jahre als Korporal bei dem 2. Zuavenregiment, machte vierzehn Kampagnen in Algerien, der Krim, in Italien und Mexiko mit und verlor den Fuß bei Sedan."Da haben Sie viel durchgemacht, mein Braver," erwiderte freundlich der Kaiser.Nun, e8 geht, Sire, es ist gutes Soldaten­blut in unserer Familie, mein Bater diente über dreißig Jahre Napoleon le grand, ich lange Zeit Napoleon III. und mein ältester Junge, der jetzt bei den Garvcjägern in Berlin steht, wird, wills Gott, dem Kaiser Guillaume ebenfalls lange Jahre als Soldat dienen." Der

Kaiser, über diese Antwort sichtlich erfreut, fragte nun:Kann ich Ihnen irgendwie dienen?"

Merci, Monsigneur, antwortete der Veteran,ich erhalte eine gute JnvaUdenpension aus Paris und sonst verdiene ich mir noch Geld durch Korbflechten und hölzerne Schuhe schnitzen,

habe ein eigenes kleines Häuschen mit Garten und das genügt für mich und meine Alte voll­

kommen uno wir brauchen nichts "Sie sind ein seltener braver Mann und ich habe mich gefreut, Sie kennen gelernt zu haben," sagte der Kaffer, beim Fortreiten freundlich grüßend, Merci, Sire, die Ehre war ganz auf meiner Seite," entgegnete ver höfliche Elsäffer.

SchilFsberieht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießey.

Newyork, 26. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Dcr Postvampfer Neckar, Lapt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1-1. d. M. von Bremen und am 16. d. Mts. von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten hier angekommen. __________

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