Ausgabe 
1.2.1879
 
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erwachend und über Kopfweh klagend, auf Anrathen der in der Nähe schlafenden Elteer lieber zu Bette und so dem sicheren Tode entqegenging, denn am Morgen fand man die drei Mäbchrn entseelt in ihren Betten vor; vie angestrengtesten Bemühungen der Herbetgeeilten «erzte waren leider ohne Ei folg. Wie man sagt, soll die Ofenklappe von selbst zugefallen sein. Der Schmer) der Eltern ist um so größer, als sie sich jetzt der Roth und dem Elende preisgegeben sehen.

(Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 2. bis 8. Februar besorgt Pfarrer Schlosser.

wnfl wurden der Sendung nach

1 Srynq morgen ab. tnnt^mq von Desin- dchiiizt tft. Das

z Handel und Verkehr.

Frankfurt, 30. Januar. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 39, Nr. 2 X 35, Nr. 3 31, Nr. 4 X 27, Nr. 5 X 21 Roggenmehl o/^ (Berliner Marke) X 22,

do. II (Berliner Marke) X 19. Weizen, effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 19., ab unserer Umgegend X 18.2518.50, do. fremder je nach Qualität X 1819, Roggen, je nach Qualität X 1315., Gerste X 15 17.50, Hafer X 12.5014, Kohlsamen X 27 bis 28, Erbsen X 1923, Wicken X 1516, Linsen X 1723. Rüböl, detail X 68. Stimmung ruhig. (Die Preise verstehen sich sämmtltch per 200 Pfund Zoll^wicht 100 Kilo.)

Lokales.

Hteßett, 31. Januar. Sestern Nachmittag gegen 4 Uhr wurde ein älterer Herr auf 'der Schoor zwischen Neustadt und Waüthor von einem Schlaganfall betroffen. Man brachte denselben in ein nahe belegenes Haus, wo er alsbald verschied.

__Ern betrunkenes obdachloses Frauenzimmer mußte gestern Abend von der Schutz- mannschaft in Arrest verbracht werden. __

Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGießen

Gottesdienst:

Sonntag den 2. Februar: Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner.

Irischbäcker in Gießen.

Sonntag den 2. Februar. Christian Noll Wwe., Neustadt. Christian Faß. Neuenbäuen Emil Noll, Löwengaffe.

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Vermischtes.

Großkarben, 26. Januar. Die Leiche de- vor wenigen Tagen ertrunkenen Metzger«, nnd zwar die des Sohnes, ist bereits geländet worden, während man bislang vergeblich nach der des Vaters deffclben gesucht hat. Die hinterlassene Wittwe verdient allseitiges Mitleid, da ähre übrigen Kinder alle taubstumm und erwerbsunfähig sind.

Seit einigen Tagen hat sich in Eisfeld der Mund der Erde aufgethan. Mitten im Bett der Werra ist ein Erdfall entstanden. Ein rundes Loch, etwa 5 Fuß breit, aber von Angemessener Tiefe. Das wenige Waffer in diesem Arm des Fluffeß versinkt sämmtltch in dieser unheimlichen Höhlung und hat schon manches Fuder KieS mit hinabgenommen. Mit- -unter scheint das Loch voll zu sein und das Waffer fließt darüber hinweg, dann sinkt plötzlich wieder der Wasserspiegel um 12 Fuß, und Waffer und Kies stürzen brausend nach.

Auf Vorschlag der Militär-Sanitätsbehörde hat nach derVoss. Ztg." die oberste Militärbehörde die Anordnung getroffen, die Schildwachen in Berlin mit großen Fitzschuhen zu versehen. Diese Maßregel soll bei dem unwtrthlichen Wetter dazu beitragen, die Wacht- mannschaften vor Krankheiten nach Möglichkeit zu schützen

Die mehr als alle andern Duelle verdammenswerthe Unsitte der sogenannten amerikanischen Duelle, welche unter den Studtrcnden mehr und mehr um sich zu greifen scheint, hat abermals ein Opfer gefordert. In Tübingen erschoß sich am 20. d. ein 19jähriger Student, der hoffnungsvolle Sohn des Finanzraths Götz in Stuttgart.

Ra er en (Kreis Eupen), 23. Januar. Beim Fällen einer Pappel ereignete sich hier vorgestern ein schreckliches Unglück Drei Knaben im Alter von 9, 10 und 11 Jahren kamen aus der Schule und saben dem Fällen des Baume« zu. Derselbe fiel in der Richtung, wo die Knaben standen, und zerschmetterte zweien den Kopf, so daß der eine Knabe sofort, der andere zwei Stunden später starb; der dritte erlitt einen «rmbruch und außerdem wurde ihm das rechte Fußgelenk zerquetscht. _ t ,

Forst. Am Sonntag Morgen durcheilte unsere Stadt die Kunde von einem in unserer Nachbargemeinde Berge vorgefallenen traurigen Ereigntß, welchem drei junge blühenoe Menschen­leben zum Opfer gefallen sind. Ueber den Unglücksfall wird Folgende« mitgetheilt: Die drei Schwestern Bertha, Anna und Emma Schwiqlinski (letztere beide Zwillingsschwestern), 24 resp. 173/4 Jahr alt, Kinder der Tuchmachergesell Franz Sckwiglinski'schen Eheleute, schliefen in einer Stube zusammen. Der Umstand, daß letztere beide mehr in der Nahe des Ofens, die altere entfernter davon schliefen, soll dazu beigetragen haben, daß die Zwtllinasschwestern sehr bald durch das ausströmende Kohlenoxydga« erstickten, während die ältere Schwester, in der Nacht

-cl von Einfuhrartikeln Hm;Mzuvg von Filz. 7i- unb HepäckverkehrS ringen Delfinen wird i der rusii'chen Sprache : betätigen erneut, das

Die Nachricht eine! stsa, Dr. Finckelnburz, stmaßregelll gesprochen

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Hoszoerfleigeruiig in der Oberförsterei Schiffenberg.

596) In den Domanialwalddtsiricten Rehhecke und Schinderkopf sollen

Versteigert werden:

Dienstag den

Scheiter

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ü. Februar l. I.:

Knüppel Stöcke u m m e t e r

Reisig W-llen

Buchen

18

8

54

2710

Barken

13

7

Eichen

60

60

327

9690

Nadelholz

41

14

31

840

Weichlaubholz

1050

Mittwoch den S. Februar:

202 Gtchenstämme von 24 bis 38 Ctm. Dulchmeffer und 6 bis 10 Meter Länge = 102,02 Festm,

35 Nadelholzstämme von 26 bis 40 Em. Durchmesser und 8 bis 12 Meter Länge 27,26 Festm., meist zu Schnittholz geeignet,

10 Raummeter Eichm-Werkscheitholz.

Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags 9Uhr am 'Günthers grab.

Gießen, den 27. Januar 1879.

Grohherzogliche Oberförstern Schiffeuberg.

I. V. b. O.:

Joseph, Forstaccessist.

Anzeiger.

Bekanntmachung.

591) Der städtische Walddistrict Ellenwäldchen, links der Grünberger Straße soll abgeholzt und zu Wiese angelegt werden.

Die hierzu erforderlichen Arbeiten, bestehend im Fällen des darauf be­findlichen Holzes und itn Umroden der 13714 Mtr. haltenden Fläche sollen

Dienstag den 4. Februar d. 3»,

Vormittags 11 Udr, ini Saale des alten Rathhauses ver­geben werden. Die Bedingungen, welche hierbei zu Grunde gelegt werden, liegen Vorher auf unserem Büreau zur Etn- W offen.

Gießen, den 27. Januar 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm.

Versteigerung.

Montag den 8. Febraur,

Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht ein trächtiges gut fahrbar gelerntes Rind und eine Ziege versteigert werden. Hausen, am 30. Januar 1879.

Großh. Ortsgericht Hausen. 652) Der«.

Holzversteigerung

im Gießener Stadtwalde.

Montag den 3. Februar 1879, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Distrikten Strangswiese und Unter­wald nachverzetchnetes Holz versteigert werden:

A. Brennholz:

Scheith. Knüppelh. Stockh. RetSh. Raummeter. Wellen. Eichen 1 1,5 2 60

Kiefern 31,9 46 133,4 5505

B. Bau-, Werk- und Nutzholz

20 Elchenstämme mit 4,40 Festmtr., 522 Fichtenstämme mit 212,36 Festmtr.

bis zu 34 Centimtr. Durchmesser, 5 Etch^nstangen mit 0,50 Festmtr., 867 Fichtenstangen mit 42,09 Festmtr.

Die Zusammenkunft ist an der Strangswtese.

Die Großh. Bürgermeister der um­liegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machm zu lasten.

Gießen, am 24. Januar 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 508) A. Bramm.

Holzoersimis.

Donnerstag den 6. Februar,

Nach" inagS 1 Uhr begr nenO, wird nachverzetchnetes Holz aus dem Gemeindewalde Launsbach im Saale des Herrn Wirth Pfaff in Launs- back vtrsteig«rk:

77 E ch nstämme 3. und 4. Klasse mit 33 Festmtr. und

15 Klefernstämme,

14 Rmtr. Eichenholz,

60 Ki'fern-Derbbolz,

11 Kiefern-Siöcke und

800 Eichrn- u. Kiefern-Reiser.

Crofdo^f, den 28. Januar 1879. Der Bürgermeister:

649)_________Eolnot.______________

Holzversteigerung.

Montag den 3. Februar l. I.,

Vorm'tiagv 10 U r anfangend, soll tm LeihgesternerGemeinde- wald nachveczelchneteS Holz veisteigert werden:

30 Rmtr. Eichen-Scheir,

113 -Kȟpp'l,

46 lf -Stöcke,

1850 Wellen -Reftholz,

58 Elchenstämme mit 15,34 Festm., 5 Nadelstämme 2,60 w

15 Eichen - Derbstangen mit 0,93 Festm.,

9 Nadel - Derbstangen mit 0,90 Festm.,

253 Nadel-Reisstangen mit 4,69 Fstm.

Anfang am Schindanger.

Leihgestern, am 28. Januar 1879. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.

631) Heß.

Ieitgeöotenes.

625) Im Schützenhof an der Grün­bergerstraße sind von heute ab Steln- und Braunkohlen bester Qualität preiswürdig abzugeben.__________________

947) Einige Büchergestelle sind billig abzugeben.

Neue Anlage Nr. 42.

Schellfische

treffen beute ein. (659

«x. Willi. Weidige

620) Ein Hrrrenschrcibtlscb, klapp' tische, Bettstellen. Waschkommode, Kommode, franz. Bettstellen in Nuß bäum empfiehlt (620

Junius Heck..

Apfetsinen^ ä 10, 12 und 15 H, empfiehlt (550

Gg. Wilh. Weidig.

613) Ein grauer Uniformsmantel (noch gut) billigst zu verkaufen. Zu erfragen bei der Aped. d. Bl._________________

Frische Hasen«

ä St. 3 Mk..

bei Wildhändler Ebel, 644)_________________Marktstraße.______

430) Ein neuer Schreibsecretär von Nußbaum ist billig zu verkaufen bei

W. Müller, Schreiner, Flügelsgasse.

Gut afsortirtes Lager wollener Strickgarne ein rein gekämmte- Garn per Pfd. schon zu «X. 2.30, bei Theodor Mitchler», 392) S^ltersweg 79.

635) Ein 7jähriges Zugpferd zu ver­kaufen bei Heinrich Aritzel,

________________________in Reiskirchen- Prima Branntweinheft, pr. Kilo X 1,25, ab Dortmund gegen Nach­nahme zu beziehen durch (16

H. Rüttler Ls Co., Dortmund.

Gebrannten Kaffee, feinste Sorten zu 1.60, 1.80,

v4L 2 per Pfd.,

rohen Kaffee, reinfchmeckend, SUcX 1.10, X. 1.20 HS JL 1.60 per Pfd.,

empfiehlt (350

Carl Hoffmann.

138) Soenneckens Kurrentfeder.

1 Probefch. I Vi Groß 3 X 25 St 12 Breite 60^.! V4 ,, 90 Beste Fed. f. schnelles Schreiben".

(Leipz. Jll. Ztg.) Beste Fed. geg. Ermüdg. d. Finger". (Franks. Journal).

Vorräthig bei Ernst Balser.

Die Dampf-Kaffee-Brennerei D. Daniel w e.

in GodeSberg

hat den Preis ihres vorzüglichen Kaffee's auf X 1.70 per Pfd. herabgesetzt.

Alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend bei Herrn (501

_____W. Heuser am Kreuz.

Ein Säulenofen und eine Decimal- waage abzugeben bei

618) Iustus H e ck.