Ausgabe 
30.6.1878
 
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binter der Loge zur Aufschichtung von Holz nicht gewährt werden. Bei der Ueber- wölbung des Schoorgrabens an der Pipp'schen Schanze wird die Maurerarbeit, einem Antrag des Stadtbaumeislers zufolge,Herrn Maurer Größer für 3000 zugeschlagen. Bet der Reparatur am Stadtthurm wird die Steinhauerarbeit Herrn Chr. Haubach für 1000 JL, 102 höher als im Voranschlag angesetzt, überlassen. Die Steinhauer unterboten sich nicht so wie die Schlosser, denn die letzteren boten vom Voranschlag, welcher 617 ansetzte, 122 herunter. Zwecks Betrtebsregulirungen der Stadt­waldungen wird Großh. Forstamt ein Credit von 500 jl eröffnet. Zu Urkunds- personen bei der demnächsttgen Landtagswahl werden die Herren L- Bücking und Fr- Ehr. Pietsch erwählt- Ein Baugesuch des Herrn Dr. Laubinger, welcher in seinem Garten am NahrungSberg eine kleine Villa erbauen will, wird genehmigt. Hierauf Schluß der öffentl Sitzung. a.

Literarisches.

»Die Jahre Christi nach alexandrinischem Ansätze und neueren astronom. Be­stimmungen von Prof- Dr. A- B- Lutterbeck, a. D-, Ritter des Gr. Hess. Philipps- ordentz I. Kl-, Gießen 1878, Druck von W. Keller". (Mit einer angehängten Zeittafel für das Leben Jesu.)

Vorstehende typographisch wohl ausgestattete Schrift ist eine verbesserte und durch das Zeugniß eine- der berühmtesten Astronomen der Jetztzeit, des Berliner Sternwart Directors Herrn. Forster, bestätigte Überarbeitung einer von dem Herrn Vf bereits im I 1873 in das Bonner theol. Literaturblatt gelieferten Abhandlung, jetzt zunächst für seine Freunde erneuert, aber zugleich eine theologisch sowie historisch mathematische Combination und Kritik, die ein sprechendes Zeugniß von der unermüd­lichen wissenschaftlichen Thättpkeit des Herrn Vfs. auch in seiner ehrenhaften Muße Ist, die er nach dem Rücktritte von seiner 42j. öffentlichen Thäligkeit genießt.

Der Gründer unserer christlichen Zeitrechnung, Dionysius Venerabilts (c. 530 n. Chr) hat die Geburt Christi c. 4 Jahre zu spät angesetzt, das ist bekannt, ebenso daß die drei ersten Evangelisten, die s. g. Synoptiker, in Bezug auf Angabe der Geburt sowie auf die Dauer der offentl. Lehrth ätigkeit des Herrn nicht übkreinftirnmen. Jene Ungenauigkeit nun zu berichtigen und diesen Zwiespalt zur end­lichen Entscheidung zu bringen, das konnte nur einem Gelehrten gelingen, welcher mit der Theologie mathematisch astronomische Kenntnisse und philologische Kritik verbindet, als welchen wir Hrn. Prof. Lutterbeck in seiner vielseitigen öffentlichen langen Thättgkeit durch Wort und Schrift kennen zu lernen Gelegenheit hatten- Wir erinnern hier nur an sein» mathematisch begründete Metrik, an seine Zeitberechungstafeln, an seine Herausgabe der Baader'schen astronomischen Weltanschauung rc., um den hier gebotenen Raum nicht zu überschreiten.

Nach den Synoptikern lebte Christus 33Jahre 1 Monat5 Tage, nach Johannes 36 I. 1 M- 1 T-; die öffentliche Lehrthätigkeit dauerte nach ersteren vielleicht nur 1 I. 3 M- 6 T-, nach Johannes 5 I 4 1 Für welche der beiden Seiten entscheidet sich nun unsere wtssensch. Untersuchung? Für Johannes. Das Wie hievon sowie die Nachweisung wie die anoerseitige Ansicht leicht verzeihlich entstehen konnte, das kann nur die eigene Lectüre aus dieser kleinen aber inhaltsreichen Schrift ersehen, die nicht nur ein Muster der höheren Kritik sondern auch eine Apologie der Echtheit des Evangeliums Johannis ist, welche bekanntlich den historischen Be 'ichten der Synoptiker gegenüber wegen der tieferen, philosophischen Auffassung der Lehre Christi von mancher Seite anaezweifelt wollen ist.

»Uns", bemerkt der Hr. Vf. S. 21. sehr richtig,die wir an die 3 3 Jahre Lebenszeit und die 3 Jahre Lehrzeit bei Dionysius gewöhnt sind, kommen frei- ltch die 36 Jahre Lebenszeit und die 5 Jahre Lehrzeit bei Johannes etwas lang vor; an ffich aber sind 36 Jahre nur das volle Mannesalter, wie schon Aristoteles (Pol. VII,16) bemerkt, und wenn damit der Stifter des Chrtstenthums seine Wirksamkeit beschließt, so hat er äußerlich die Höhe des Lebens vollständiger .erreicht, als schon in seinem 33.Jahre. Ebenso scheinen5 Jahre Lehrzeit passender, als nur 3 Jahre für die volle Begründung und Einführung5einer Lehre und Tbat,

"wie das Christenthum, wenn man dieS mit anderem Menschlichen irgendwie vergleichen darf."

£Uen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ahn» Kosten durch die Heilnahrung:

REVALESCIERE

Seit 31 Jahren hat keine Krankheit dieser angenetzMen Gcsuadtzeits- speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Grwechsene« und Jhebern vh»e Medici» unb ohne Kosten bei allen Magen», Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drillen-, Schlettnbintt«, Atbem-, Blasen» und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Hüften, Unwert«HebTtit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Htmorrhoib««, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Nhe«»«tißmus, Gicht, Bleichsucht ; auch ist fle all Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Immtnmiltb verzuziehen. Gin Auszug aul 80,000 Certificaten über Genesungen, die al er Medicin widerstanden, »vrnnter Lertificate von Professor Dr. Wurzer, Medtcinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Pro fessor Dr. Dädä, Dr. Ute, Gräfin Eastlestuart, Marguise de Brähan, und vielen anderen hoch- bestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt.

Abgekürzter Auszug au» 80,000 Eertificateu.

Certificat des Medicinalraths Dr. Wurzer Bonn, <». Juli 1852. Revaleecihre Du Barry ersetzt in vielen Fällen alle Arzneien. . Sie wird mit dem größten Sitzen angewandt bei rllcn Verstopfungen, Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, stAerenkrankheiten x , bei Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Heilungen der Hann ähre, bei krankhafte» Zusammenziehungen in den Mieren und in der Blase, Blaftn- Hämerrherden re. Mit be* Ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbar* Mittels nicht bloß bei Hals- und Brustkrankheiteq, sondern auch bei der Äungen- und Luftrvbrenschwindsucht.

L. S. Nud. Wurzer, Medieinalrath und Mitglied mehrerer gelehrt* OefeDffoften.

Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Rcvaieaehrt hat mein 18jährigeS Leiden im Magen und in den 9tet»*, »eabemdm mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. CaMpaaet, Pfarrer, Saiate Bomaiaa dee Iles.

Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875 Seit »itc Jahren genieße ich die köstliche Revalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmevpn in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten In meinem »3. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Lerop, Vfarrer

Nr. 64210. Marquise von Brähan von 7jthriger keberkrankheit, Schlaflosigkeit, Zittern an den Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie.

Nr. 75877. Florian Köller, K K. Mlttärverwalter, Graßwardein, von Lungen- und Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und BrnstbeAennmmg.

Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handelslehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Vrustäbel und Nervenzerrütrung

Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Ab­magerung.

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