dadurch, daß der Norden die bayerische Brausteuer adopttre, auf bem Biersteuer-Gebiete kein einig Volk von Brüdern werden könne.
Bet Einführung der bayrischen Steuer in Norddeutschland würde durch die Erhöhung der Hectoliter um eine Mark verteuert, der Liter also um einen Pfennig.
Da nun der Liter obergSKrtpen Bieres um 10 Pfennige, der Liter untergährigen Bieres für 18 Pfennige irn Durchschnitt von den Brauern an die Wirthe abgegeben wird, so würde irn ersteren Falle der beabsichtigte Steuerausschlag 10, im letzteren Falle 5,50 o/o vom Verkausspreis betragen.
Diese Steuererhöhung auf den Verkaufspreis des Bieres zu schlagen, ist, wie die Erfahrung gelehrt hat, mit großen Schwierigkeiten und Gefahren nicht nur für das Braugewerbe, sondern mehr nach für Staat und Gemeinde verbunden, wie die Bier» strikes und die damit verbundenen Ausschreitungen zur (genüge bewiesen haben.
Die Industrie selbst kann die Erhöhung nicht tragen, ihr Nutzen ist schon jetzt ein sehr geringer und würde in den meisten Fällen nach der Steuererhöhung ganz schwinden.
War man doch — selbst in den Regierungskreisen der Ueberzeugung, daß mit der Erhöhung der Steuer eine Verminderung der Production Hand in Hand gehen müßte, daß man 1875 deshalb den Ertrag der Steuer nicht wie diese selbst auf das Doppelte erhöhte, sondern nur mit dem anderthaldfachen Betrag in den Etat einstellte.
Denjenigen, welche darüber zu wachen haben, daß Deutschlands Gewerbethätig- kett nicht noch wettere Rückschritte mache, dürfte es ein Leichtes sein, sich dahin zu informiren, das das Braugewerbe unter den Zeitoerhältnissen der Gegenwart nicht zu den ermuthigenden Industriezweigen gerechnet werden darf und daß eine Schädigung derselben auf Landwlrthschaft, rote auf viele andere Gewerbezweige ihre nachtheilige, schwerwiegende Rückwirkung nicht verfehlen würde.
Nach offener Darlegung dieser gegen eine Erhöhung der Brau - Malzsteuer in der Steuergemeinschaft sprechenden Gründe hoffen wir zuversichtlich, daß diejenigen Factoren, denen die Entscheidung darüber anheimgegeben ist, von einer Maßregel Abstand nehmen, welche den Fortbestand eines so wichtigen Industriezweiges, wie das Braugewerbe, in der Steueraemeinschaft in Frage stellt.
Sehlrfeberteilt. Mttgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyt C. W. Dietz in Gießen.
Southampton, 26. Juni. Das Postdampfschiff Donau, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloy? in Bremen, welches am 15. Juni von Newyork adgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere Poft und Ladung 6 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Donau überbringt 336 Passagiere und volle Ladung. ______
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Irischbäcker in Gießen.
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Kirchliche Anzeigen
der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Gottesdienst.
Sonntag den 30. Juni.
Morgens: Pfarroicar Schöner.
Nachmittags: Pfarrer Schlosser.
Die Katechtsmuslehre für die Mädchen findet an diesem Sonntag nach dem Vormittagsgottesdienfte statt.
(Sonntag den 7. Juni wird das heil. Abendmahl gefeiert werden.)
(Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 30. Juni bis 6. Juli besorgt Pfarroicar Schöner.)
Gustav Adolf Verein.
Der Gießener Zweigverein der Gustav-Adolf-Stiftung wird in diesem Jahre sein Jahresfest am VI. Juli zu Lang - Göns begehen. Der Gottesdienst beginnt um 2y2 Uhr Nachmittags. Die Festpredtgt wird Herr Mitprediger Ritsert von Darmstadt halten.
Alle Mitglieder und Freunde des Vereins werden freundlichst zur Theil- nahme an diesem Feste eingeladen.
Gießen, 28. Juni 1878. Für den Vorstand
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