Ausgabe 
29.3.1878
 
Einzelbild herunterladen

e,n 1"

i

mlb:

=[<*>

N-L-s j. b. 8HfL_

i^SST'®3®* ^Snhener,

r'-MM

, H-ii«- li,r

-s^8

***bei !***<

'"9 905kr) W': 1^.«.

ruhJahrstoilettBn sÄS*.* -XX-Ä

LL" S^l i<on SJÄÜS^i M« in," 2Ib!!y«lrun,8b,rgl r,n«« ÄlTbtr T °1" Je 4~5 3ttiüier nebst Ttnlet^cn und bis 1 lüiolb, Weißbinder und

H-Kühn,

torfF ve'm^etien und b» Chr Lchopbach ifMeiTbd ' 'r Piriifer Desenwea. ffstrlleu ' H Hermes, Tiesenweg.

fflt« Anzeigen.

braves Mädchen, welches die mdlich verfielt, wird gesucht. ___________Enuz, N. 114. ngenen Frckag ist ein bMV schirm obhanden gekomm Inger eine Äelohnuxg. Bit Hirn___

brautS Sifnftmätrfin für b auf foM Qtfudjt. n>fb- b. di._________________

Mer, der eineh-esigeLehran> ?tt htiK>W6W*tnÜt M. ia'.i d'e En>. d. Ni tzesucht l nAusttog'N vonBlickwoar'il. fdbe die Bäckerei erlernen. Henn'- es Sel'ersweg.

ikla» schmiede-Kew Wtrb ju angemtffenen Baggonlabungen ju taufen Uten mit b.Wn PB' e AMion dieses Bitte. ^TbTTFörnWnSÄ

Mo. -L. Freitag den 29. Marz 1878.

Kreßener FWeWr

Anieige- uni AwisM für den Kreis Gießen.

- .- ' - _ - »reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

e$prtition8b^«ut S 18 scheint mit Ausnahme des Montag».u^ di- Post bezogen vierteljährlich LMark so Pf.

Englisch - Indien.

Deutschland.

- - ., m,. J,fn( fiobeit der Kroßberzog haben fammer hat einstimmig beschlossen, die verschiedenen Credite ganz und gar so

allerglÄ^uhN unter dem 23?z den'Regierungs-A-eess.sten Adolf wieder h-rzust-llen. wie sie zuerst von der Kammer angenommen worden waren.

Paris, 26. März. DerTemps" glaubt, daß der Congreß in Folge der Weigerung Englands nicht zu Stande kommen werde; er fügt hinzu, Frankreich habe vom ersten Tage an erklärt, daß es'sich an dem Congresie nicht betheiligen werde, wenn nicht alle Vertragsmächte von 1856 auf demsel­ben vertreten wären. England habe ausdrücklich verlangt, daß das Programm des Congrefses speciell formulirt und vor dem Zusammentreten des Congresses den Großmächten zur Unterschrift vorgelegt werde.

Paris, 26. Marz, Abends. Die Budget-Commission der Deputirten-

Hesterreich.

Wien, 27. März. Die Hierhersendung Jgnatieff's erfolgte russischer Seits spontan. Derselbe hat hier kühle Aufnahme gefunden. Zn diplomatischen Kreisen wurde geäußert, Rußland müßte viel anbieten, bis Oesterreich zufrieden gestellt sei.Daily Telegraph" erfährt, Oesterreich verlange außer Bosnien und der Herzegowina noch den Norden Albaniens und Theile von Macedonien, inclusive Salonichi. Die ungarischen Blätter fordern insgesammt Oesterreichs offenen Anschluß an England. DerLloyd" erklärt, England- Kampf sei auch der unsrige. (8r- 30UTn)

Arankreich.

Morneweg aus Groß-Bieberau zum Kreisasseffor bei dem Kreisamte Schotten, und unter dem 25. März den Regierungs-Accessisten Dr. Georg Freihcrrn von Wedekind aus Darmstadt zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Büdingen zu ernennen.

Darmstadt, 26. März. Der Abgeordnete Schroeder hat, wie man hört, folgende Interpellation bei dem Büreau der zweiten Kammer eingebracht, offenbar nur, um bei der Wichtigkeit und wobl auch Dringlichkeit deS Gegen­standes, die Aufmerksamkeit schon vor dem Wiederzusammentritt der Kamn er hieraus zu lenken. Die Interpellation lautet:In zuverlässigster Weise trnb gemeldet, daß sich in Beantwortung eines Rundschreibens des R'ichskanzlers mehrere Bundesregierungen für die Einführung des Tabaksmonopols im Reiche ausgesprochen hätten, darunter befinde sich auch die großherzogl'ch hessische Regierung. Bei der außerordentlichen principtellen und der herrorragenden praktischen Wichtigkeit dieser Frage gerade für das Grcßherzogthum Heffen, welches sich neben einem blühenden, ergiebigen Tabakbau in einzelnen Gebtets- theilen eines schönen TabakhandelS und bedeutender Tabakfabriken wie nahrungs- reicher Hausindustrie in diesem Artikel erfreut, ist es von hohem Werthe, zeitig und zuverlässig zu wiffen, welche Stellung großherzogliche Regierung im Bundes- rathe einnimmt oder einnehmen werden wird gegenüber dem von der Reichs- regterung beftimmt gehegten Plan für Einführung des Tabaksmonopols, oder einer dem amerikanischen Muster Hochgebildeten.Fabrikatsteuer für Tabak. Zu­dem uivolvirt die Wiedereinführung eines Monopols wirthschaftlich einen mit der ganzen deutschen und anderen Gewerbegesetzgebung im Wiederspruch stehendcn legislatorischen Act. Der Unterzeichnete fragt deßhalb an: 1) Hat großher- zogl-.che Staatsregieruug fick der Reichsregierung gegenüber für dre eventuelle Ernführung des Tabaksmonopols wirklich ausgesprochen oder hat dieselbe we­nigstens diese Absicht? 2) Ist großherzogliche Regierung überhaupt entschloffen für etwa nöthige stärkere Mehreinnahmen des Reichs vorzugsweise auf eine dementsprechende hohe Besteuerung des Tabaks hinzuweisen, resp. sich dafür auszusprecherr.

Darinstadt, 27. März. Se. Großh. Hoheit der Prinz Alexander sind von Wien rurückgekehrt und haben sich gestern nach Schönberg begeben.

Berlin, 27. März. Das neue Finanz-Amt erhält die Bezeichnung Reichsschatz-Amt" und das Reichskanzler-AmtReichsverwaltungs-Amt". Dem Bundeerathe sind heute eine Denkschrift und Actenstücke, betreffend zwei bewaffnete Angriffe auf kaiserliche Consular-Beamte in Leon (Nicaragua) im October und November 1876, zugegangen; außerdem eine weitere Nachweisung der Veränderungen im Bestände der Grundstücke, welche das Reich durch specielle Rechlstittel erworben. (Frkf. Jrn.)

Marburg, 26. März. Das königliche Ministerium für Handel, Ge­werbe und öffentliche Arbeiten hat die Direction der Main-Weserbahn mit der Anfertigung der Vorarbeiten für eine Bahn minderer Ordnung von Cölbe nach Laasphe beauftragt.

Bamberg, 26. März. Der hiesige Magistrat geht entschieden gegen die Wanderlager vor. Er beschloß, allen Personen, die in dem Wanderlager von Gnttmann aus Berlin thätig sind, den Geschäftsbetrieb (b. h. den Verkauf der Waare) bei Vermeidung strasrichterlicher Etnschrettung so lange zu verbie­ten, als dieselben nicht durch persönliche Legitimation ihre Berechtigung zum Verkaufe von Waaren ausweisen Dieser Nachweis kommt, da der Verkauf der Waaren nach dem Reichsgesetze nur dem Besitzer des Wanderlagers zuge­standen wird und der Legitimationsschein nur auf deffen Namen lautet, den bet Guttmann beschäftigten Personen sehr theuer, denn außer den gewöhnlichen Steuern und Umlagen haben diese auch noch besondere für Wanderlager giltige Taxen zu zahlen, was & Person nahezu 100 Mk. ausmachen wird.

Ueber die Wirkungen der russischen Siege auf Indien wird J dem BernerBund" aus Bombay geschrieben:Seitdem Rußland das osma­nische Reich völlig zu Boden geworfen hat, herrscht in angloindischen Kreisen die allergrößte Beunruhigung. Ohnehin haben sich die Engländer Indiens mit ] der Haltung der heimischen Regierung niemals einverstanden erklärt und, im Gegensätze zu der öffentlichen Meinung Großbritanniens, von allem Anfänge an auf das Nachdrücklichste gefordert, daß man die Türkei im eigenen Jntereffe lm Stiche laffe. Schon ehe Rußland in Beffarabien und im Kaukasus seine Heerescolonnen gegen die Türkei zu sammeln begann, herrschte in Indien eine 1 außerordentlich unternehmungslustige Stimmung. Das anglo indische Publikum und das englische Gouvernement lebten der Ueberzeugung, daß Rußlands Siege über die Türkei sehr bald Rückwirkungen der peinlichsten Art in Indien und in Mittelasien äußern werden, ja, man behauptet übereir stimmend, daß alle die Verlegenheiten, mit denen Indien in jüngfiverflossener Zeit zu kämpfen hat, auf den Einfluß der russischen Siege zurückzuführen sind. Beispielsweise will das Gouvernement Beweise dafür in Händen haben, daß die Aufstände an der nord­westlichen Grenze Indiens, die Widersetzlichkeiten in den Hindukusch- und Niga- Gebirgen, deren Bewältigung den anglo-indischen Truppen schon seit Monaten viel zu thun gibt, durch russische Agenten angezettelt und mit russischem Gelde genährt werden. Alle Versuche, die Nagas, einen ungeberdigen Grenzftamm, der in der Nähe eines der wichtigsten Pässe wohnt und seit Jahr und Tag räuberische Einfälle auf indisches Gebiet unternimmt und die Über den Paß ziehenden Karawanen plündert, auf gütlichem Wege zum Gehorsam zurückzufüh­ren, scheiterten. Es mußte eine militärische Expedition gegen die trotzigen Ge­sellen auegerüstel werden. Zur Stunde ist es nach unsäglichen Strapazen den englischen Truppen allerdings schon gelungen, die Nagas wieder zu unterwerfen, allein man' traut dem vor einigen Tagen mit diesem Volksstamm geschlossenen Frieden doch nicht recht und meint, ter Geist der Widersetzlichkeit werde bei der ersten paffenden Gelegenheit von Neuem zu Tage treten. Dagegen ist die Unterwerfung der DschowakiS, eines noch mächtigeren Grenzstammes, tretet die englische Oberhoheit niemals anerkannt hat, gegen die aber ror zwer Mo­naten auch eine militärische Expedition ausgeschickt weiden mußte, Werl bte Leute durch ihre Feindseligkeit gegen England eine stete Beunruhigung der Grenzge­biete bildeten, bis jetzt trotz des Aufgebotes sehr bedeutender Machtmittel noch nicht gelungen. Zwar den regulären englischen Regimentern haben die wilden Grenzkinder nicht Stand halten können, sondern ste sind in die Berge jenseits ihres Gebietes geflüchtet, nachdem sie ihr Territorium in eine Wüste verwan­delt hatten. Den englischen Truppen bleibt vorläufig nichts übrig, als das entvölkerte Gebiet besetzt zu halten und geduldig abzuwarten, ob die Dschowakis Versuche zur Wiedereroberung machen werden oder ob ste das Land für immer verlasien haben. Der eigeiitliche Zweck der Expedition , die Züchti­gung und Unterweisung des störrigen Gesindels, ist nicht erreicht, und man kann sich vo,stellen, wie gefährlich es sür das Prestige der Engländer m In­dien und in Mittelasien sein muß, wenn schon der kleinste wilde Stamm es wagen tarf, der anglo-indischen Macht Trotz zu bieten. Den gefährlichsten Gegner aber hat England in der Person des Emir Schir Ali, des Beherrschers von Afghanistan. Obwohl stets sehr zurückhaltend gegen die Engländer, war der Emir von Afghanistan, oder von Kabul (wie man ihn nad) fetnei §aupt- stadt nennt), bis vor einem Jahre doch formell der Bundesgenosse des indischen Gouvernements, bezog von diesem sehr bedeutende Gelbsubsidien und man hielt sich in Folge dessen für berechtigt, sein weitläufiges und leicht zu vertheidigen- des Land als einen mächtigen Grenzwall Indiens gegen Mit elasien hin, bezw. gegen die Ausbreitung der russischen Macht zu betrachten. Plötzlich aber, merk­würdiger Weise bald nach dem Erscheinen russischer Agenten in Kabul, hat Schir Ali alle Beziehungen zum indischen Gouvernement abgebrochen sein Land hermetisch gegen Indien »erschlossen und selbst die englischen Substdlen zuru gewiesen. Tas Letztere muß ihm schwer genug gefallen sein, denn die Ged , welche er bis dahin aus Calcutta erhielt, repräsentiren den bedeutendsten Posten in seinen Staats-Einnahmen, und die Finanzmaßregeln, ober eigentlich Vie Cr Pressungen, zu welchen er seither seine Zuflucht nimmt, um die leeren Kaffen zu füllen, liefern keine günstigen Resultate. Das indische Gouvernement bat e6 an Versuchen nicht fehlen taffen, den trotzigen alten Emir durch neue Geld- auerbietungen wieder für sich zu gewinnen, aber er ist standhaft geblieben, so day man wohl oder übel annehmen muß, er sei bindende Verpflichtungen bereis nach anderer Seite hin eingegangen. Alle Nachrichten aus Afghanistan deuten darauf bin, daß Schir Ali, sei es aus eigenem Antrieb oder m fremdem Auf­trage, einen feindseligen Hauptschlag gegen Indien Plant. Seit Mona e predigt er den Ts-dihad, d. h. den heiligen Krieg in seinem Lande und wirbt Truppen, und neuestens will ein Gerücht sogar wissen, daß er eine jiemlick, starke Armee in der Richtung auf Kandahar vorgeschoben habe/ ____