Bern, 25. Septbr. drei Pulverkisten explodtrt.
bewältigenden Schwierigkeiten erleichtern könnte.
Berlin, 26. September. Der „Reichsanzeiger" publtcirt einen au- Kassel vom 22. d. datirten katserl. Gnadenerlaß; laut demselben wird bezüglich aller ans Elsaß-Lothringen stammenden Wehrpflichtigen, welche sich als beurlaubte Recruten der Einstellung in ihren Truppentheil durch die Flucht entzogen haben, wenn sie sich bis Neujahr 1879 zur Erfüllung der actioen Dienstpflicht freu
Schweiz.
Gestern sind im Gotthard-Tunnel an der Südseite Die Zahl der Verunglückten ist noch unbekannt.
Atalien.
Der Papst erließ ein Schreiben an den Staats-
Wien, 26. Septbr. Meldungen der „Polit. Corr." Konstantinopel, 26. d. Gerüchtweise verlautet, wegen des Widerstrebens des Sultans gegen den englischen Reformplan für Kleinasien sei zwischen Layard und dem Sultan em Zerwürfniß eingelreten. Die russische Armee concentrirt stch nach ihren Abmarsch von Tharday und Rodosto vollständig um Adrianopel. Türkische Brigaden rücken von Boulair aus successioe in die von den Ruffen verlaffenen Stellungen. — Bukarest. 26. d. Die Anerkennung des vom Fürsten ange> nommenen Titels „Königliche Hoheit" ist seitens Oesterreichs, Italiens und Englands in schmeichelhaftester Weise erfolgt. Von Frankreich, Deutschland und Rußland war auf die betreffende amtliche Notification bis gestern noch keine Antwort eingegangen. — Die rumänische Regierung erhält die befrte. digendsten Nachrichten über die Stimmung der Bevölkerung der Dobrudscha hinsichtlich der event. Besitzergreifung seitens Rumäniens. Von Widerstand der bulgarischen und mohamedanischen Bewohner ist keine Rede mehr; die auf diese berechneten Aufreizungsversuche blieben erfolglos.
Berlin, 26. Septbr. Dem Vernehmen nacb hat Se. Maj. der Kaiser in Beantwortung der vom Reichstag durch deffen Präsidium an Hochdenselben gerichteten Adresse ein Dankschreiben an das Präsidium ergehen lassen.
Wien, 26. September. Das „Fremdenblatt" ist der Ansicht, daß du Besetzung aller militärisch wichtigen Punkte des Occupationsgebietes in 8 bi! 10 Tagen durchgeführt sein wird und betont sodann, daß es den berufenen Factoren sehr fern liege, auf halbem Wege stehen zu bleiben oder gar das begonnene Werk rückgängig zu machen. Die bisherigen Opfer sind größer und schwerer als dies in den Tagen des Berliner Congreffes erwartet werden konnte. Der Regierung erwachse daher die Pflicht, die Pacification in einer Weise durchzuführen, daß sie unserer Monarchie zu dauerndem Segen^geretche. Dazu sei eine Auseinandersetzung mit der Pforte über die rechtliche Stellung^des er« oberten Landes wünschenswerth. Die ehemaligen Unterthanen des Sultant würden sich um so bereitwilliger der neuen Ordnung fügen, je vollständiger das Verhältniß zu ihrem früheren Landesherrn auch nach rechtlicher Sette hin geklärt werde. Die gebrachten Opfer seien zu kostbar und die noch zu überwindenden Schwierigkeiten zu groß, als daß die Regierung aus die Mitwirkung auch nur eines Factors verzichten könnte, der die Urberwindung der noch zu
Organ: Auch die Commissions-Mehrheit, welche das Gesetz wesentlich auf den von der Regierung in Aussicht genommenen Grundlagen zu Stande zu bringen entschloffen sei, spalte sich vielfach bezüglich der Faffung des Entwurfs im Einzelnen. Namentlich sei ein Theil der National-Liberalen bestrebt, Bürgschaften gegen etwaige mißbräuchliche Auslegung und Ausdehnung des Gesetzes durch einschränkende Bestimmungen zu gewinnen, in welchen aber die Regierung und die Conservativen eine theilweise Gefährdung der unmittelbaren Wirksamkeit deö Gesetzes erblickten. Die zweite Lesung in der Commission werde Gelegenheit bieten, in einzelnen wichtigen Beziehungen die vorläufig gefaßten Beschlüffe einer erneuten eingehenden Erwägung zu unterziehen. Eine volle Verständigung schon in der Commission sei dringend wünschenswerth. Die Hoffnung auf Verständigung scheine noch begründet. Von dem Gelingen hänge der innere Friede, die gesammte wettere Entwickelung unserer öffentlichen Zustände, die Möglichkeit neuen Auflebens des öffentlichen Vertrauens und damit des so lange ersehnten neuen Aufschwunges von Handel und Wandel ab.
Coblenz, 24. Septbr. Der Kaiser, die Kaiserin und der Kronprinz sind heute Abend kurz vor 9 Uhr hier eingetroffen. Auf allen Stationen, durch welche der kaiserliche Zug fuhr, hatten sich die Schulen und die Vereine mit Musik zur Begrüßung aufgestellt. Die Städte Weilburg, Limburg, Nassau, Ems und Oberlahnstetn waren festlich beleuchtet. Auf der hiesigen Rheinbrücke bildeten der Kriegerveretn, die Gilden, Turner, Schützen, die Feuerwehr und der Gesellenveretn mit Fackeln und Lampions Spalier und begrüßten Ihre Majestäten mit den Klängen der Nationalhymne und der „Wacht am Rhein." Alle Straßen der Stadt waren festlich beleuchtet.
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Alle diejenigen, tr >en wahrscheinlich ü!
des Jacob ffn meinen, werden aufai t innen 14 Tagen bei d Gericht anzumeiden, a lei der Auseinandeffes ichtigt werden lönnte, Gießen, den 21. S Großh. Landger Erdmann, $
Landrichter. !
Bbkchksfischk d W) Mit btm 15. rnm die directen Fracht!
im Verkehr der ( " X Romrod und Eh 'd der Station Brett ^nichcn Bahn, sowie d der Badischen !
Kraft.
Nm, ben 25. Sepie Trotzherzoaliche n, I. V.:
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NUdgeti , ^rtverftei ben 1. Oct, ..« ?on Morxiens !
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1 bin 25.
Nom, 25. Septbr.
secretär Cardinal Nina, welches das Programm für das Verhalten des heil. Stuhles enthält. Das Schreiben erinnert unter Ausdrücken des Schmerzes an das Ableben des Cardinals Franchi und lobt sodann die geschäftliche Geschicklichkeit, Festigkeit und den Geist Nina's, an welchen sich der Papst wende, indem er ihn mit seinen Anschauungen bekannt mache. Der Papst sagt weiter: Alsbald nach seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl habe er eine Encyklika an alle Bischöfe gerichtet, in welcher er die gegenwärtige in dec Gesellschaft herrschende Verwirrung beklagte und das Wohloerhalten der Kirche heroorhob, _ . . , _ * , « - . - , ■ • „ .
die auch heute noch alle Kraft besitze, um den moralischen Uebeln der Gesell- willig stellen, jede strafrechtliche Verfolgung wegen Fahnenflucht eingestellt und schäft entgegenzuwirken. Von diesen Gefühlen geleitet, habe sich der Papst an die etwa bereits erkannte aber noch nicht eingezozene Geldstrafe unter Nieder, die Oberhäupter der Nationen und selbst an diejenigen derselben gewendet, die schlagung rückständiger Kosten erlassen. ,
nicht durch die Bande der katholischen Religion mit ihm verknüpft seien und sie 261 Sepbr. Feldmarschall Graf Moltke hat sich beim Mano
eingeladen, ihre mächtige Unterstützung der Kirche nicht zu versagen. Ec habe oer eine Erkältung zugezogen, in Folge deffen er in seinem Quart.er, der Villa sich daher auch an den mächtigen Kaiser dec erhabenen deutschen Nation ge- Hensch< zuruckbleiben^mußte. , ....
wendet, die wegen der den Katholiken geschaffenen schwierigen Lage die ganz Berlin, 26. Lreptbr. Die hiesige ^tadtverordnetei^Versammlung wählte besondere Fürsorge des heil. Stuhles erheische. mit 85 gegen 8 Tttmmen den Reichstags-Präsidenten v. Forckenbeck. seither,gm
Dieser einzig in dem Wunsch- unternommene Schritt, Deutschland wieder Oberbürgermeister von Breslau, zum Oberbürgermeister von Berlin.
den religiösen Frieden zu geben, fand günstige Aufnahme Seitens des Kaisers -Die Kronprinzessin begibt sich morgen Nachmittag über Koburg m und hatte das erfreuliche Ergebmß, daß freundschaftliche Unterhandlungen ein- Darmstadt nach Baden-Baden, um an der Geburtstagsfeier Ihrer Majestät geleitet wurden, bet welchen es nicht unsere Absicht war, einen Waffenstillstand, der Kaiserin theilzunehmen.
sondern einen wahren, soliden und dauerhaften Frieden zu erlangen. Die Wien, 26. Septbr. Eine Deputation des russischen Lubow scheu Husa« Wichtigkeit dieses Zieles, von der hohen Weisheit derjenigen, welche die Ge- renregiments ist in Wien ringetcoffen, um dem Erzherzog Karl Wrotg 4mn schicke des Reiches in ihren Händen halten, richtig erwogen, wird dieselben, wie 25jährigen Jubiläum als Ches des Regiments die Glückwünsche des Kaiser- wir vertrauen, dahin führen, uns die Freundeshand zu reichen, um daffelbe zu Alexander, der kaiserlichen Familie und des Reg ments zu uberbrmgen. erlangen. Die Kirche würde ohne Zweifel glücklich sein, den Frieden in Deutsch- , - Offic^ll. Eine Deputation aus Zwornik erschien am 25. d. tn Dolm. land wieder hergestellt zu sehen, aber auch das Reich würde glücklich fein, daß Tuzla oor g.^ß. em, um bie Unter^^^
es, nachdem die Gemüther beruhigt wären, in den Söhnen der katholischen und die Bitte auszusprechen, daß bie Stadt durch kaiserliche Truppen beseht Kirche wie ehedem seine treuesten und hochherzigsten Unterthanen finden würde, werden möge. An demselben Tage wurde daraus, wie früher bereits bestimmt, Unsere Aufmerksamkeit ist auch auf den Orient gerichtet, wo sich Ereigntffe vor- der Marsch nach Zwornik angetreten. Deputationen aus Petrovac, bereiten, die für die Kirche vielleicht von höherem Jntereffe sein können, und Vakuf und Bjelai erklärten ebenfalls die Unterwerfung der von ihnen terhu der heil. Stuhl wird alle Anstrengungen machen, um die Jntereffen der Kirche tenen Bevölkerung und deren Bereitwilligkeit zur Ablieferung der Waffen. D-e zu fördern. Entwaffnung von Rogatica ist durchgeführt; man hat daselbst eine große Au-
Es ist demnach unser Zweck, die wohithättge Action der Kirche und des i»hl Gewehre und viel Munition vorgefunden.
Papstthums auf die gesammte gegenwärtige Gesellschaft zu erstrecken. Ueber- London, 26. Septbr. Die meisten Journale befürworten em dies werde Nina seine ernste Aufmerksamkeit der schwierigen Lage zuwendenVorgehen gegen Afganistan und erachten eine bloße militärische Dem^ muffen, welche dem Papste in Italien und Rom infolge der Beraubung seiner stration für unzulänglich. Die „Times" empfiehlt, einige wichtige Punkt Asgba- weltlichen Macht geschaffen wurde. Der Papst wolle sich nicht dabet aufhalten, nistans vor Eintritt des Winters zu besetzen.
von den Rechten des päpstlichen Stuhles, noch von der Beunruhigung der Köln, 26. Septbr., Abends. Ihre Majestät der Kaiser und die Kair- Katholiken zu sprechen, die ihren Vater ohne wahre Freiheit, ohne wirkliche rin trafen mittelst Sonderzuges heute Mittag 12 Uhr unter Kanonendonm Unabhängigkeit sehen. Aber er könne nicht umhin, zu bemerken, daß, während und Glockengeläute hier ein und begaben sich alsbald durch die prachtvoll die geistliche Macht der weitesten Freiheit bedürfe, dieselbe unter den gegenwär- schmückten Straßen nach dem Heumarkt, wo die Enthüllung des Denkmals tigen Verhältnissen gerade im Gegentheil in einer Weise gehindert sei, daß die Königs Wilhelm III. stattfinden sollte. Die Feier wurde mit einem Chonl Regierung der allgemeinen Kirche sehr schwierig werde. Der Papst erinnert eingeleitet, woran sich das Festlied des Kölner Männergesangvereins anschlcz diesbezüglich an die Klagen seines Vorgängers wegen Aufhebung der religiösen Hierauf hielt Oberbürgermeister Becker eine Ansprache, worauf der Kaiser Fc!-
Corporationen, wegen der Recrutirung der Kleriker, Errichtung häretischer gendes antwortete: Wir sind hier zu einer ebenso wahren als vielfachen Dcu-
Schulen in Rom und wegen des glaubenslosen Unterrichts. Der Papst beklagt kesfeier versammelt. Zunächst gebührt unser Dank der Vorsehung, die nab
sich sodann über das Exequatur der Regierung für die bischöflichen Ernennun- blutigen Siegen die Rheinlande in ihrer jetzigen Ausdehnung dem Sceptn
gen, über ihre Weigerung, einige Bischöfe anzuerkennen, wie über die langen König Friedrich Wilhelm III. zusührte, womit Preußen die Aufgabe zufil Formalitäten, die zu ihrer Anerkennung nothwendig seien. Der Papst spricht mit seiner Macht die Wacht am Rhein zu halten, und diese Aufgabe HN das königliche Patronatsrecht denjenigen ab, welche gegen die Kirche sind, und Preußen in Verbindung mit dem gesammten Deutschland glorreich erfü-t schließt mit der Erklärung, daß er unter diesen beklagenswerthen Umständen die Ich bin gekommen, um der Rheinprovinz persönlich Meine dankbare An^ Pflichten seines apostolischen Amtes nicht verkenne. fennung dafür zu zollen, daß sie Meinem Vater dieses Denkmal errichtet da
- ■ -gg=B - ---------- — --------- Dank für die Segnungen des Friedens, mit welchem Er ein Vterteljahrhundrr:
Telegraphische Depeschen. hindurch über diesem schönen Lande gewaltet. Daß Ich kommen konnte, vcr
T8«guer's telegr. <prtefptnteni - »*«•*. danke Ich nach schmerzlichen Erfahrungen der Gnade des Allmächtigen, die ML
rrs. ~ ,rr c. . Ä ~ ~ t . . .. so weit wieder gesunden ließ, daß Ich als Sohn des heute Gefeierten re:
weitere D-b-tte'über $ 19 (Beschwe^e-Jnst^'deS^^ des schönen Pflicht fltnüflen konnte, diesem so bedeutungsvollen Feste beizuwobn^
Ministers v. Eulenburg. § 20 (Belagerungszustand) wurde mit einigen Lasker'schen Amendements D0 falle denn die Hülle von diesem Denkmal und erhebe sich unser dankvarr. angenommen. Hiernach lautet der Eingang: „Für die Ortschaften oder Bezirke, welche durck Nachruf für den theuren Verklärten. — Auf das vom Kaiser gegebene Zeichn && U-Se^i1M NUN di- Hülle des Denkmals. S- Masi begrüßte entblößten Hauptes d.i Reichstags- und Landtagswahlen bez.ehen. Bei Absatz 3, wonach gewiffen Personen der Auf- Denkmal seines Vaters; die versammelte Volksmenge brach in stürmische ^uou enthalt in Bezirken und Ortsckaften versagt werden kann, ist amendirt: „der Aufenhalt außer- rufe aus. Nachdem Ihre Maj. das Denkmal umschritten hatten, begrüßte halb ihres Wohnorts". $ 21 wurde unverändert angenommen. Zu $ 22 wurde der Antrag Kaiser das Festcomite und die Generalität. Gegen 1 Uhr trat das kaiserlit-r
von Schauß, wonach das Gesetz bis zum 31. Marz 1881 gelten soll, mit 13 gegen 7 Stimmen k- kcm Babnbof und vou da die Rückreise nach Coble»!
angenommen. Die Konservativen und Gneist stimmten dagegen. Der Antrag Gneist's auf eine ^aar VW ^uasayrt nacp Dem ^aynyvs UNV von va Die Jtuar ' f
5jährige Dauer des Gesetzes ist dadurch erledigt. Morgen findet die Beschlußfassung Über § 19, an. Auf dem ganzen Wege ill allen Straßen wurden Ihre Majestalen va
betr. die Beschwerde-Instanz des Bundesraths, statt. unaufhörlichen begeisterten gurufen des dicht gedrängten Publikums re»


