Sonntag, den 28.
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Kießener "Anzeiger
Meige- u«i> Amtsblatt fit den Kreis Gieße«
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n Glückwünsche.
__Seine Freundp.
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Telegraphische Depeschen.
Wagner'» telrgr. «orresponveur - vnrea«.
Berlin, 26. Juli. Der „Reichs-Anz." meldet: Anläßlich der bei dem Untergänge des „Großen Kurfürsten" Seitens der englischen Behörden gewahrten Hülfe und bewiesenen Thetlnahme ist kürzlich d-r englischen Regierung auf Allerhöchsten Befehl der besondere Dank dis Kaiser« durck den Grafen Mu st übermittelt worden. Der Kronprinz hat aus dem gleichen Anlaß am 13 Juli ein osficielles Dankschreiben an die Königin Victoria gerichtet (welches der "^^^Wien/26?Juli. Demnächst nach Cyperu und Rußland abgehende türkische Osficiere sind beauftragt, das türkische Artillerie-Material von iCypern nach Konstantinopel zu bringen und die Hermbesorderuug der in Rußland befindlichen türkischen Gefangenen zu beschleunigen. - Die M°Ue und Layard fastenden Bericht über die in Philippopel und Umgebung von
Weise vermehrt. Auf den Oberpost-Direetions-Bezirk Oppeln entfallen für die Seit von 1866 bis jetzt vier derartige gewaltsame Einbrüche. Durch Anordnung des Ministers des Innern sind nunmehr die ländlichen Polizeiverwaltungen und die Gensd armen des Kr.ises zur verschärften Wachsamkeit °ng°wl-s-n worden, damit für die Zukunft derartige Einbrüche, die möglicherweise innerhalb acwister Districte von einer und derselben Bande ausgehen, verhindert, oder die iorgsältigflen Nachforschungen nach den Thätern veranlaßt werden.,
Berlin, 25. Juli. Aus der Umgebung des Kaisers hort man die erfreulichsten Nachrichten über den Einfluß, welchen der Auenthalt im Freien auf die fortschreitende Bifferung im Befinden des Kaisers äußert. Gutem Ver nehmen nach «st die Reise nach Teplitz jetzt beschlossene Sache und im dortigen Palais des Fürsten Clary bereits eine Wohnung sur den Kaiser gemiethet. Der Kaiser würde nach dieser Angabe dieselben Gemächer beziehen, die se n verewigter Vater so viele Jahre hindurch bewohnt hat Die Bürgerschaft von Teplitz feiert noch alljährlich den 3. August, den Geburtstag jenes Monarchen, und es beißt, der Kaiser wolle seine Diepositioen so einrichten, um berUts am 3. August sich in Teplitz zu befinden. Was nun über w'ttergeh-nd-! Nachr chien in Bezug auf die Kur in Gastein virlautet, wird jedenfalls weiterer Bestatl
Wochenübersicht.
Das Befinden unseres Kaisers hat sich so gebessert, daß er am. 20. d. die erste Ausfahrt unternehmen unv am 22. sogar nach Babelsberg übersiedeln konnte. Die aus Anlaß der Aitentate an den Kaiser gerichteten Adressen sind seit dem 20. d. im König!. Schloste gegen em Eintrittsgeld von 50 Pfg. zum Besten des Augusta-Hospitals ausgestellt. Der Kronprinz hat stch bereit erklärt, die durch die Sammlungen sur die „Wilhelms-Spende eingehenden Summen zu einem wohlthätigen Zweck zu verwenden.
Gleichzeitig mit der Abreise des Fürsten Bismarck nach Kissingen wurde der Staatsminister Graf Stolberg mit der allgemnnen St-llvertre- lung des Reichskanzlers vom Kaiser beauftragt. Die Enquete-Commissionen für die Eisen- und Tabaksindustrie haben ihr- Arbeiten begonnen.
Die Wahlbewegung ist nachgerade stärker geworden, als sie es jemals seit Errichtung des Deutschen Reiches war. Am rührigsten von allen Parteien sind und bleiben die Conservativen. Dieselben verfolgen diesmal durchgehends das Princip, beim ersten Wahlgang, auch da, wo sie keine Aussicht haben, ihren Kandidaten durchzubringen, nur einem Conservativen ihre Stimmen zu geben, um Io die Zahl ihrer Parteiangehörigen zu constatiren.
• Die Nachrichten aus Rom lassen darauf schließen, daß der Patte an de vertraulichen Verhandlungen über Herbeiführung eines Modus vivendi mit Preußen noch fortsetzt: soll er doch neuestens den Vorschlag 8^°^ d°ben, dem Nuntius in München die Jurisdiction über dre preußischen Bischöfe zu übertragen, um so dem preußischen Gesetze, welches die Ausübung dieser Jims, dictton durch eine Person außerhalb Deutschlands verbietet, Genüge zu leisten. Wenn es freilich gleichzeitig heißt, der Papst habe die eurvpai^en Souveräne aufgesordert, mit ihm gemeinschaftliche Sache zu machen zur^Bekämpfung der lierstöier der öffentlichen Ordnung und Sitte, sur den Fall der Zuruckwe sirng sitnes Anerbietens aber andeutet, daß er eventuell die Rettung der Gesellschaft in Gemeinschaft mit dem Volke versuchen werde, so sieht das mebr einer Drohung, als einem freundlichen Entgegenkommen gegen die Regierungen
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^nl bayerische Landtag wurde am 18. d. bis auf Weitere» ver- taat, nachdem der Reichsrath allen Beschlüssen der Abgeordneten betreffs des Miltäretats »uaestimmt In Sachsen genehmigten di- Kammern den Ankauf „hielten umfassenden Bericht über Cie m wupw« «..« sämmtlicher fünf noch im Besitz vvn Privatgesellschaften befindlichen Eisenbahnen Russen unb Bulgaren gegen mohamedanische Bewohner begangenen grausam n mtt ^M-lweite'hol'Ndische Kammer hat das Gesetz über den Elementar-^^''London, 26. Juli. Die Morgenblä.ter enthalten ein^ anscheinend unterricht welches den Religionsunterricht außerhalb der Schule von den, bett. amtliches Communiquä, worin gesagt wird, daß 'ud-njungsten Reden s Kirchenbeamten ertheilen läßt, nach mehrwochentlichen Debatten fast unverändert Minister nichts enthalten sei, was auf eine für di ses Jahr zu -rwarimde nach der Regierungsvorlage angenommen und dadurch die Ultramontanen ebenso Parlaments-Auflösung deuten könne. - Beaconsfield theilte ^Ob-rhause mit,
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6W verschiedenen Städten Italiens, besonders in Rom, hat nätnltd, @eCKtät Lord Beaconsfield'«, Moutaque Corry, das Ritterkreuz des Bath-
mi« Aeraer darüber, das Italien auf dem Berliner Congreß leer ausgegangen von ^cutc: Die allgemeine Lage bezüglich der-Arbeits-inst-llun, in Anzrn st st Kundgebungen zu Gunsten der Losre.ßung d-r genannten Districte von unverändert; obwohl -in Fortschritt in der Wiederaufnahm der Arbe t n e, nprnnftaltet constatiren ist, so hält eine gewisse Aufregung doch noch immer an, und ifl es
D|i DK Engländer haben ihrem Premierminister bei seiner Rückkehr vom zweiselhast, ob dieser Zustand noch fortdauern kann. - d-n f-i-rnden Conard einen Empfang bereitet, wie er jenseits des Conals seit Menschengc- Arbeitern in St. Chamond herrscht große Unentschlossenheit, die Arbertsem denken nur fürstlichen Personcn zu Theil geworden ist. Die Königin verlieh st^ung dauert ohne Zwischenfall fort; di- Ruhe ist ungestört. Arbeitnehmer ibm den Hosenbandorden. Das Parlament nahm seinen Bericht über die von unb Arbeitgeber scheinen die Beendigung des Strikes herbeijusehnen.
9” «r-ala- mit Beifall auf. Dies hielt indcß die Opposition nicht London, 26. Juli. Das „R-ut-r'sche Bureau" meldet aus Konstant nopel
* revublikanische Frankreich freute sich des außerordentlichen Er- eichen solle, sobald die Sicherheit und öffentliche Ordnung Hergestell. und die solaes den die erste Emission der neuen Eisenbahnanleihe hatte, und ließ sich verheißenen Reformen in Bosnien eingesührt seien-.
LTCh die ausgedehnten Arbeitseinstellungen im Kohlenrevier des Nord- daß die Civilverwaltung Bosniens in Händen der türkischen Regierung ver , DnaUements bet welchen die Bonapartisten und Klerikalen die Hand im Ordert die Pforte nunmehr, daß durch die mUit5rifd)e ^ccu^at ^^pCn aebabt' ui haben scheinen, nicht in seiner Freude stören. Auffällig ist Belagerungszustand hergestellt werde, während deffen die Civilbeh 8 dn überaus freundschaftliche Verkehr, den der Prinz von Wales in neuester suncttoniren aufhören sollen; erst sobald es die Umstände gestatten wur en, s 8dt "In Madrid Vnd-n"am 17. d. di- L-ich°nf-i-r,ichk°it-n sür di- Ko n ig in ^°'°^London726° Juli^srüh. 3mnCSaUf« fteUte »=«con^elb M-rc edes statt - S-iteus Deutschlands wohnt- denselben der G-n-ral v. Bose megen einer Adresse an die Königin, welche erklärt, daß dasl Hausber w g
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