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Aus dem Großherzogtbum Hessen, 25. März. (Hagelschäden im Jahre 1877.) DaS obaeloufene Jahr war an Hagelschäden ziemlich reich; nicht weniger ol8 17 K-eise mit 102 Gemeinden wurden davon betroffen. Der Gesammtflächeninholt der beschädigten Gemeinden beträgt 799,413 Aren mit einem Gesammtschaden von 452 986 JL Nach Kreisen geordnet vertheilt sich dec Schaden wie folgt: Darmstadt 2527 Aren mit 2060 utL Bensheim 288,250 Aren mit 147,300 jl, Dieburg 17,625 Aren mit 7900 jt, Erbach 101 Aren mit 3956 JL, Groß Gerau 58 000 Aren mit 10,000 jü, Heppenheim 34 227 Aren mit 27.460 X. Gießen 52,650 Aren mit 18,500 AlSfeld 11,388 Aren mit 13,680 Jt, Büdingen 90,500 Aren mit 46,350 JL, Friedberg 148,595 Aren mit 142 160 Schotten 22 550 Aren mit 2530 JL, Mainz 17,580 Aren mit 7000 JL, Alzey 2500 Aren mit 1700 Bingen 3000 Aren mit 1000 Jt, Oppenheim 17,075 Aren mit 6390 und Worms 50,000 Aren mit 15,000 In 4 Gemeinden des Groß- herzogthums wurden die ganzen Gemarkungen zerstört.
Aus Baden, 24. März. Die Strafkammer zu Mosbach hat den katholischen Pfarr-Verwalter Netzbach von Götz'ngen wegen Grab-Schändung — begangen durch Anordnung der Wegnahme des Kreuzes und eines Kranzes von dem Grabe eines ohne kirchliche Genehmigung beerdigten armen Mannes und Ersetzung deS ersteren durch einen Besen — zu dreimonatlichem Gefängniß oerurtheilt und demselben die Ausübung öffentlicher Aemter aus die Dauer von zwei Jahren untersagt. (Bravo!)
Gelnhausen, 20. März. Die hier bestehende „Frankfurter Gummiwaaren- fabrik Böger, Köbig und Bergeon" hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Passiva betragen ca. 600,000 Mark.
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In der grossen Aula der Universität. Sonntag den 31. März: II. U. letzte Vorlesung von Emil Palleske PROGRAMM:
siebzigstes, achtzigstes Lebensjahr erreichten. Die neue Anstalt zu Leipzig verfolgt lediglich den Zweck, den Abgelchnten noch Versicherung zu gewähren und es ist nicht zu lmgnen. vah dtefelbe im Gegensatz zu vielen anderen neuen Unternehmungen auf dem Gebiete des Versicherungswesens einem wahrhaften Bedürsntß entspricht. Die Bethei ltgung wird detzhald voraussichtlich eine sehr bedeutende sein. Nach dem uns zugesandten von einer größeren Anzahl achtungswerther Männer unterzeichneten Prospekt, blruht die Anstalt auf Gegenseitigkeit, für den angedeuteten Zweck jedenfalls das beste
Hattstedt bei Husum brach dieser Tage im Thurm der Kirche ein Brand aus, der indessen nicht von großer Bedeutung war und rasch gelöscht wurde. Das Husumer Wochenblatt" erzählt folgende Episode von dem Brande: „Während man oben im Tburme eine kleine Handspritze zur Bewältigung des durch B-ttzichlag ent- ftanbenen Feuers wünschte, brachte man schnell von der Hebamme eine Klystier-Sprttze herbei, woraus bann tm Tburme bis zur Ankunft der Feuerwehr tapfer auf die Flammen gespritzt wurdet Unglaublich, aber war! Letztere zogen sich aus Schreck jsber die ungewohnte Feuerlösch-Methode sofort zurück und die freiwillige Feuerwehr aus Husum gab ihnen den Rest, so daß das Feuer auf die Thurmspitze beschränkt Wb. Ob man der opferfreudigen Hebamme ein Monument in Hattstedt setzen wird, sicht noch dahin.
— (Eine hübsche Notiz.) Die ,.Oldenburger Nachrichten" vom 5. März bringen folgenden wörtlichen Bericht: „Die Geschäfte beginnen sich wieder zu heben. Die Anschaffung eines zweiten Leichenwagens ist beschlossene Sache, da der eine seine Funktionen nicht allein mehr wahrnehmen konnte."
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Sirohhiite zum Waschen und Färben werden von heute angenommem
Louise Roth.


