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1856 und das Protokoll von 1871 lenken und eine Resolution beantragen de- Inhalts, daß keine Macht sich willkürlich von ihren Vectragspfl chten lossaaen auch keine Macht auf Einhaltung derartiger V-rpfltchtimgen bestehen dürfe' nachdem sie sich selbst davon losqesagt habe.

Graf Stolberg hat das Amt als Stellvertreter des Reichskanzlers und Vicepräsident des preußischen Staatsmintsteriums angenommen. Der Ab­schluß der Verhandlungen mit Oberbürgermeister Hobrecht wegen Uebernahme des Finanzministeriums dürfte heute noch erfolgen.

Petersburg, 25. März. DieAgence Rüste" schreibt: Nachdem Rußland den Präliminarvertrag seinem ganzen Umfange nach den Congreß- mächten mitgetheilt und das Vorhandensein eines geheimen Vertrages bestimmt in Abrede gestellt hat, nachdem Rußland jeder Congreßmacht in gleicher Weise wie sich selbst das volle Recht zuerkannt bat, zu discutiren, Vorschläge zu machen und Entschließungen zu fasten, kann das Drängen Englands, Rußland seine Formel aufzuzwingen, nur als arge Chikane angesehen werden, worin sich eine verletzende Absicht offenbart.

_ f 20 März. DerNat.-Ztg." zufolge hat Oberbürgermeister

Hobrecht Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung mitgetheilt, daß er den Posten als Finanzminister angenommen habe.

London, 25. März, Abends. Im Unterhause erwiederte Northcote auf die von Courtney am 21. d. angekündigten Fragen: Rußland habe den Vertrag von San Stefano England und den anderen Pariser Vertragsmächten mttgethi'ilt; derselbe gehe heute dem Parlament zu. Die übrigen Anfragen zu beantworten, sei nicht opportun, da sie sich auf wichtige Angelegenheiten be­zogen, über welche noch Unterhandlungen schwebten.

Befragen Dilke's erwiderte Unterstaatssecretär Bourke: der britische Konsul in Salonichi sei nach Epirus und Thtssalien nicht in einer politischen Mission entsendet, sonder» behufs Einholung von Information. Er (Bourke') nabe nichts davon gehört, daß der Consul sich mit den Aufständischen in Ber- btndung gesetzt babe. Die guten Dienste des Consuls Sandwith hätten e'.n Abkommen zwischen der Pforte und den Aufständischen auf Kreta ber- betgefubrt, dock babe er (Bourke) nicht erfahren, ob ein gehöriger Waffenstill­stand abgeschlossen sei. Die Pforte habe die Verbrecher aus den Gefängnissen fretgelasten; Layard sei instruirt, dagegen zu remon- stnren. Auf Anregung Baxter s theilte Bourke ferner mit: die Garnisonen üon 2 türkischen Plätzen hätten sich den Aufständischen ergeben. Kein Tbeil des Innern von Kreta könne jetzt als unter der Autorität der Pforte stellend betrachtet werden. 1 v

Sourtnev kündigte an, er werde die Aufmerksamkeit auf den Vertrag von

Kriechentand.

Athen, 24. März. Admiral Hornby, von dem englischen Geschäfts­träger Wyndham von der Gefahr unterrichtet, in welcher die christlichen Fami­lien auf dem Olympos schweben, sandte ein Panzerschiff zu deren Beistände ul d zur Verhütung von Greuelthaten. Hobart Pascha hält mit der türkischen Flotte alle Zugänge zur See gesperrt, um die Insurgenten durch Hunger zur Ergebung zu zwingen.

Telegraphische Depeschen.

Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Burearr.

Konstantinopel, 25. März. Osman Pascha, welcher (wie gemeldet) in Begleitung von Reuf hier eintraf, wurde gestern Abend vom Sultan empfan­gen, welcher ihm den Großcordon des Osmanie-Ordens mit dem Stern in Brillanten und die goldene Militärmedaille nebst einem Ehrensäbel überreichte. Heute wird Osman auf der Pforte und dem Seraskierat mit großen Ehren empfangen. Die in der Ebene von Bujukdere lagernden Truppen stehen unter dem Befehl Mehemed Ali's. Der Sultan empfing ein Schreiben des Papstes, welches dessen Thronbesteigung notistctrt.

Berlin, 25. März. DiePost" erklärt wiederholt in bestimmtester Weise das Gerücht, daß der Eintritt des Grafen Stolberg in das Minlsterium den Rücktritt des Cultusmtnisters Falk zur Folge haben werde, für unbegründet.

Wien, 25. März. DiePolit. Corresp." meldet aus Brüssel: Mau scheine vielfach geneigt, die Weigerung Rußlands, die Uebermittelung der Frie­denspräliminarien an die Mächte als Vorlage derselben an den Congreß gelten zu lassen, nicht als Rußlands letztes Wort anzusehen. Den vermittelnden Cabi- neten sei noch immer Spielraum geboten durch die mögliche Eventualität, daß das russische Cabinet die nach seiner Ansicht indiscutablen Punktationen der Präliminarien osficiell von der Vorlage eximtren und nach Anerkennung dieser Exemtion Seitens des britischen Cabtnets den übrigen Theil der Präliminarien der englischen Bedingung gemäß als Congroßvorlage declariren würde. Die Anbahnung eines Compromiffes auf solcher Grundlage würde der bisherigen Differenz zwischen Rußland und England den rein formellen Charakter beneh­men, dieselbe aber bet ausbleibender Begleichung aus das sachliche Terrain placiren. Demselben Organ wird aus Athen berichtet: Nachdem die Auf­ständischen die Katastrophe bei Litochoron erlitten und die Türken viele Christen niedergemetzelt hatten, sind 20,000 (?) Weiber und Kinder in das Kloster Melym- pion Dionysios geflüchtet. Assaf Pascha ist mit Regulären und Tscherkeffen gegen dasselbe im Anmarsch. Seitens der englischen Regierung wurde deren diplomatischrr Vertreter in Athen, Wyndham, hiervon benachrichtigt, welcher die PanzercorvetteRubby" von der Flotte des Admirals Hornby nach der thessalischen Küste berief.

t , 24. März. In Sanct Domingo hat sich eine proviso­rische R-glerung unter dem Vorsitz des Generals Gutllelmo gebildet. Die Wahl eines neuen Präsidenten soll baldmöglichst erfolgen. Der durch die Revolution angerichtete schaden ist sehr groß.

New-Nork, 25. März. Das nach Nicaragua bestimmte deutsche Ge­schwader bat am 14 d. Panama verlassen und seine Fahrt nach Nicaragua fortgesetzt.

London, 24. März. Das englische UebungsschiffEurydice", von BarbadoeS kommend, wurde gestern durch einen plötzlichen Windstoß an der südlichen Küste der Insel Whigt umgestürzt. Ueber 300 Personen ertranken.

Konstantinopel, 25. März. Jgnatieff und Reuf Pffcha in Beglei­tung von Osman Pascha und Tofik sind gestern Abend 5 Uhr hier beim Arse­nal gelandet.

Rom, 25. März. Der König unterzeichnete das Decret, betr. die Er­nennung des neuen Cabinets, das in der bereits gemeldeten Weise gebildet ist Das Cabinet ist beeidigt und übernimmt sofort die Geschäfte.

Berlin, 25. März. Se. Majestät der Kaiser hatte gestern Nachmittag eine längere Conferenz mit dem Fürsten Bismarck und empfing heute um V/2 Uhr den Botschafter Graf Stolberg, welcher am Abend nach Wien zurück- kchren wird.

, , Lokal-Notiz.

mnr (X K 7?' J?6- Die gestrige Volksversammlung in Wenz el'S Saalbau erwarten burn?* » ? $or.tra0 Herrn Referenten war jedoch nicht der Art wie n an nn nhbJ « ?ükau3 dem Hundertsten in's Tausendste. OhneZu.amm n- <I?uJbec b?? ^ema : "3si der SocialiSmus culturfeinditch ' behänd lt, h entwickelt, wie sie selten unbehelligt hier noch vor^etragen mRrtPr Hnt? flSlV* § "en eigentlichen Kern konnte man in dem ganzen, durch Schl g- wörter unterstützten Gerede nicht herausfinden. Als später mehrere andere Herr-n, Or. Kübel, wie auch Herr Klerx, Werner, Hcrr au^nteresse?n h»hVrh2>inM^n<?etbeilfflten' 9<IDJnn die Versammlung mehr an Interesse. Dcn Schluß bildete die übliche Tellersammlung zur Deckung der TageSkosten. NarlesuX. "^7 beabsichtigt am Sonntag d. 31. März, 6 Uhr eine zweite

VoUesung zu halten, mit folgendem Programm: Haupfscenen ans Shakespeare's Hein- .ich hem Vlerten, (besonders Fallstaffscenen) Sch llerS Kraniche des Ibykus und Fritz Reuter'.ch. Dichtungen humeriftrschen Inhalts

ben Verhandlungen der Großherzoglichen Handels- kr.mmec zu G ehen. Sitzung: Samstag den 16. März 1878.

Anwesend: Sämmtliche Mitglieder.

« r?50c£011 der vorigen Sitzung wird verlesen und genehmigt.

"'"ben zur Kenntniß gebracht, theils den Acten, der Casse und ser Bibliothek überwiesen, thetlS zur C rculation bestimmt.

einer ^"^ntffe und Matzregeln, welche die Jntereffen der hiesigen seit

beiüb^nhnhPn^r6^ t,n "^"aen Aufblühen und Wachsen begriff men Tabake.,dustrie baden d Kammer Veranlassung gegeben, in der eingehendsten Wttse die X n au ?ie£);T *!4e augenblicklich am Platze sein mZchlen, um bte

S Mn "'Elchen dieser für.unfern Bezirk so hochwichtige Geschäftszweig bedrobt na? äußerster Möglichkeit adzuwenden und gelangte nun zu dem Be- n,rsi,r m Eingabe an SrotzherzogltcheS Mlatsterium des Innern zu richten, worin in erster vtnie ausgeführt wird, datz

das Tadaksmonopol um deßwillen als verwerflich bezeichnet werden müsse, k8 Ö e Deutschland verbreitete zum Wohle des Reichs sowohl, wie

zunächst Betheiligten so äutzerst oortheilhafte Entwicklung dieser Prioat- industrte ve>Nichten, in Folge dessen wohlerworbene, gewissermaßen staatlich «arantirte Rechte geradezu umstoßen und einen großen Theil derjenigen, deren Existenz von dem Fortbestehen dieser Rechte abhängig ist. der Verarmnnq preis- Es würden mit dem Eingehen der in Deutschland bestehenden ca. 10000 Cigarrenfabriken wohl 50000 Menschen, nach Abzug derjenigen, welche bei der R^gie Verwendung finden könnten, brodlos; dem Reiche würden in den ersteren ganz imposante Steuerkcäfte verloren gehen und in den letzteren, welche seither auch ihr Scherflein za den Reichs und Staatsbedürfnissen beitragm konnten, ein Proletariat erwachsen, welches theils die bereits vorhandene Arbeiter- calamikät vergrößern, theils der öffentlichen Unterstützung anheimfallen müsse. Wozu eine so geschaffene Lage führen könnte, das bedürfe hohem Ministerium gegenüber keiner näheren Ausführung, aber eS sei gewiß, daß die Mittel einer gryym Anzahl der betroffenen Communen nicht ausreichen würden, um die dann forderlich werdende Armenunterstützung zu bewältigen. Neben den Fabrikanten und Arbeitern würden aber auch eine große Anzahl von Händlern und anderen von der Tabaksindustrie abhängigen Existenzen beseitigt, welche darauf hinge- wiesen waren, sich anderen Branchen zuzuwenden, wenn sie vermöge ihres Alters, ihrer Füngkeiten und ihrer materiellen Lage noch dazu im Stande stad; otqe würden dann als neue Concourrenten auftreten und nach Beseitigung ihrer eigentn besseren Steuerkraft auch noch diejenige anderer Geschästsleuie und deren ^^^runzSfahigkeit unter Umständen in bedenklichem Maße verringern.

-nn das Monopol, wie anzunehmen ist, zu Gunsten der ReichseinkÜnfte in gleicher Weise ausgebeutet werden sollte, wie in Oesterreich und Frankreich, k ,3 f9en$ eingeführt wurde, als dort diese Industrie noch auf Kindesbeinen r a2? 'te dort nicht entfernt so ausgebildet, so allgemein verbreitet und von solcher Bedeutung war, als sie in Deutschland ist und die nachtheiligen Folgen demnach auch nur in bedeutend geringerem Maße befürchtet werden konnten, so w/rd es doch lange nicht die erwarteten Erträgnisse bieten, da sicher anzunehmea ist, datz der weitaus größte Theil des rauchenden Publikums darauf angewiesen sein roirb, die Summe, welche bisher für diesen Genuß verausgabt wurve, nicht zu Erhöhen, ja es würde von Vielen sogar bei solcher Verkümmerung des ge­wohnten Bedürfnisses lieber ganz auf das Rauchen verzichtet.

Frage man sich endlich, in welchem Maße unser Bezick und unser engeres Vaterland von dem Monopol betroffen würde, dann entrolle sich die nackte daß diese in ganz unverhättnißmäßig höherem Maße ooi den in Aus­sicht stehenden Nachtheilen hetmgesucht würden, als das übrige Deutschland, denn von den ca. 5 Millionen Mille Cigarren, welche das ganze Deutschland fabrlctrt, entfallen auf unsere Stadt allein etwa 100,000 Mille, also der fünfzigste Theil, während nach der BevölkerungSziffer auf unsere Stadt im Vergleich zu der­jenigen des Reichs nur wohl der dreitausendste Theil kommen dürste. Ziehe man die wettere Cigarren- und Tabaksfabrikation Hessens mit in Betracht, so würde sich für das Großherzogthum ein wett bedeutenderer Antheil an der deutschen Tabaksinduftrie ergeben.

Fast in gleicher Weise verderblich, wie das Monopol, würde die Einführung der amerikanischen ober einer ähnlichen Fabrikatsteuer wirken. Auch hier würbe oll» Einkommen für das Reich weil hinter den wahrscheinlichen Voraussetzungen Mrückbleiben und wohl fast die gleiche Masse von Steuerkräften verloren gehen. Bet diesem Modus der Besteuerung würden für den Betrieb der Fabrikation in dem seitherigen Maße bedeutend größere Kapitalien erforderlich sein und da solche wool in vielen Fällen nicht vorhanden sein werden, so müßte auch aus diesem Grunde eine Beschränkung eintreten, die sowohl den Zwecken des Reichs, wie auch der Wohlfahrt der Betheiligten und ihrer Steuelfähigkeit dem Staate gegenüber zum größten Nachtheil gereichen müßte. Es mürben sich ferner die zettrmlbenden Belästigungen und Benachtheiligungen der sich so oft wtederholeu- oen Revisionen in ber unangenehmsten Weise geltenb machen unb zu bedenken ohne alle Nctthwendigkeit hier dem Betrug, dem Schmuggel und viel- leicht auch der Bestechung Thür und Thor geöffnet und dadurch ganz gewiß der moralische Werth des Volkes, welchen man auf allen Gebieten zu heben und zu befestigen suchen sollte, sehr herabgedrückt würde. Es bestehen hier 18 Cigarren- unb Ladaksfabriken mit 27 Filialen auf ben umliegenden Dörfern, also im Ganzen 45 Arbeitsstellen, von welchen einige Häuser eine Anzahl an verschiedenen besitzen. Die für dieses System voraussichtlich eingeiührt werdende n^"iche Controle müsse hier also an je besonderen Tagen ftattfinden und würde schließlich, als ganz unerträglich, die Beseitigung der Filialen um so ge- ist" Folge haben, da der Fabrikvesitzer auch für etwaige Defraudationen, roelctye hinter seinem Rücken von Arbeitern mit oder ohne Absicht verübt werden, etnstehen müßte. Die ländlichen Arbeiter würden sich meist nicht dazu bequemen rönnen, den Dienst in der Hauptfabrtk fortzusetzen, weil sie ihren Heerd unb d e bamit D«rbunbCne Oeconomie zu solchem Zwecke nicht verlassen könnten.

Die betheiligten Dörfer seien durch die Tabaksindustrie wohlhabend geworden, ne DOrb<Ä ,arm waren und würde der Verlust dieser lohnenden Neben. beschaftigung zweife Sohne die durch sie herbeigeführten günstigen Verhältnisse auch wieder verschwinden lassend

,nwird in dieser Eingabe ausgeführt, daß die Kammer keineswegs be­absichtige, her Einführung einer höheren Besteuerung des Tabaks überhaupt entgegen- treten zu wollen, wenn für das Reich eigene Einnahmen geschaffen werden sollen und

-Weg von allen Steuerpflichtigen zu erheben nicht für zweckmäßig 0<bcSi tflar °rern< §u, daß der Tabak ein geeignetes Steuerobject X, °7, V ^tMaße, daß damit die Bedürfnisse ausschließlich gedeckt werden ?a,^ ^och manche andere Quellen giebt, aus welchen die er« «nF S?U(br lroeiLc Skschöpft werden könnten. Eine Steuererhöhung deg X^aks auf Grund der seither bestandenen Gewichtsbesteuerung halte man für die einzig rtajtige und erträgliche, wenn diese von Sach- und Fachverständigen geprüft, in das

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Ptzversteiz zreitag den 29- werben versteigert: j. sm Gemeindewald von von Vormittags präci 6 Eichenstämme 1-

Festmeter, 16 Eichenstämme IL

Kstmeter, 12 Eichenstämme HI-

Festmeter, 20 Rmtr. E'chenjchei 11 Kiksernstämme 284 Kikjernstangen L- 21 Rmti. Kiefernnuj 42 Kiksern-Ki Mit dem Siammhoi

II. Im Gemeindewald von Nachmittags

4 Elchenstämme I jestmeter,

7 Wenstämme I Mmeter,

5 Eichenstämme I Festmeter,

i Eichenstamm IV Festmeter.

Mümlings- und Zah I kerlängert.

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