Ausgabe 
27.1.1878
 
Einzelbild herunterladen

1*78

Sonntag, den 27. Januar

Mo «3

V.?L «Lm Mangels an die Reglerungen' einen Druck ansüben, damit sie ihre Stimmen im Bundes- Qchwindler von Mc z ch g ,, J? ben Mnttag und nöthigenfalls lieber für Einführung des Monopols

ÄfÄ sWii iiÄ*4 * >" d-?t.».ch-«;-'-.«-"

J

Zentner, '' u

bei U-

20

16

4

Kranke r bei den ver- iffen Leiden die u- gründliche )e er sich ver-

Adnsie-. Pro- Leivpo, Leid: igiährigen Er- em Wesucken ich mit. (374

Beweisen" sreisprach. ~ f. c . r

preußischen Deutschland diesmal auch unter die Rubrik des Culturkampses Die Altkatholiken Badens haben in demselben Augenblick, wo die komi­sche Jndexcongregation die Schriften ihrer hervorragendsten Führer, des Bischof Reinkens und des Pros. Friedrich, auf die Liste der verbotenen Bucher setzte, ihrer Reformbeweguug durch den Beitritt zu der Erklärung für Ab­schaffung des Cölibatszwanges einen neuen Impuls gegeben. In Bayern ober schreitet, wie der Austritt des Abg. Schels aus der Patriotenpartei und der Austritt des Freiherrn v. Griessenbeck aus der Kammer überhaupt beweist, die Zersetzung innerhalb der ultramontanen Partei stetig fort; auch ist es nur dem Mangel an Zusammenhalt innerhalb dieser Partei zuzuschretben, daß ihr Antrag aus Aufhebung des sog. 7. Schuljahrs von der Kammer mit Stimmen­

gleichheit abgelehnt wurde. .

Die Ausführung des Gotthardstunnel-Projektes tst, da die betr. Schweizer Cantone sich über die Vertheilung der Nachtragssubvention nicht einigen können, in Gefahr zu scheitern.

Für Italien war die feierliche Beisetzung Victor Emanuels in der Pantheonkirche und die bald daraus folgende Eidesleistung seines Nachfolgers aus die Verfaffung das Eretgniß der Woche. Bei ersterer trat sowohl die Sympathie des Auslandes wie die Liebe des italienischen Volkes zu dem Grün-

die fast alle der nationalliberalen Partei angehören, .wird sich voraussichtlich die Wirkung der jetzt in's Leben gerufenen Agitation gegen das dem Bundes-

1 ^rzwaarenhard» 'EU,Ankauf eims ovismtz i die M '"Men, schuft- -öl- rinjureichen.

rfür 10 H Ver (529

fiehlt sich Mühtgasse 81.

überlasfen. , , ej _

Aus Baden und der Pfalz werden die Anfänge einer lebhaften Agi­tation gegen das preußische Tabaksteuer-Projekt signalistrt. Man will in diesen Gegenden, die vorzugsweise der Sitz des deutschen Tabakbaues sind, auf

SMU9^ viilfoch be-

Selbsibehand- en Leiden, wird iäö^inW öt von Wirr'S * - beweisen dte ber ba-

Sartenstrahe B. 165.

Wxptviti-Nsivltre«,r Schulstraße B. 18.

Ar«. iiiiiieii7~ ein.

Vöyuinn» e,^*Gries:

eigenes Glück begründen werde. ,

Aeulschland.

Berlin. Die Justiz-Commission des Abgeordnetenhauses beschloß mit ,t6 gegen 10 Stimmen, daß die Richter, Anwälte und Gerichtsschreiber in öffentlicher Gerichtssitzung in Amtstracht zu erscheinen haben, und zwar nach dem im Rheinland und in Hannover herrschenden Gebrauch in einer lan­gen Robe (!) Die Feststellung der Amtstracht bleibt dem Justizmimster

65 50- 17-2 17-2 33-? 65-'J 16-19

tige Fragen zu berathen. , . , c

Aus den Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses sind nur die Debatten über die Anträge des Centrums in der Marpmger An­gelegenheit hervorzuheben. Wie zu erwarten, haben dieselben die vom Centrum vertretene Sache keineswegs gefördert: nicht nur, daß dte Anträge selbst m überwältigender Mehrheit abgelehnt wurden, das Haus strafte auch die Frech­heit , mit der die Centrumsmitglieder ihrer Erbitterung überdie^ Erstickung einer auS dem katholischen Glauben hervorgegangenen Manifestation Auövrua gaben, verdientermaßen durch Zeichen lebhaftester Entrüstung. _

Vom Gebiete des Culturkampses ist, was Preußen betrifft, außer den Marpinger Verhandlungen noch das Urtheil des Bonner Zuchtpolizei­gerichts über dte Gründer des Muttergottesschwlndels in Merzbach zu erwähnen, welches die Schwindler von Merzbach wegen

rathe vorliegende Projekt zeigen.

Nach dem Versailler Vertrage und der mit dem Königreich Württem­berg abgeschloffenen Militär-Convention ist die oberste Autorität für das dortige Armee-Corps bekanntlich zwischen dem noch sortbestehenden württembergischen Kriegsministerium und dem Generalcommando gethetlt, ein Verhältntß, welches, wie sich herausgesteüt hat, leicht zu dienstlichen Reibereien führt und den Keim zu Verwickelungen in sich trägt. Es verlautet nun, anläßlich des Todes des Generals der Infanterie, v. Sckwartzkoppen, sei in Frage gekommen, ob dieser störende Punkt durch eine zweckmäßige Veränderung der jetzigen Organisation zu beseitigen und auf vertragsmäßigem Wege ein Verhältniß herzustellen sei, welches die Verbindung des württembergischen Armee-Corps mit dem übrigen Retchsheere in^einer klaren und zweifelsfreien Weise zum Ausdruck bringe.

Hesterreich.

Wien, 24. Januar. Das heutige Bulletin über das Befinden deS er­krankten Ministers Laffer lautet: Die Erkrankung ist der vorjährigen ähnlich

der seiner Einheit in eclatantester Weise zu Tage. Bei letzterer bestätigte der neue König seine schon früher kundgegebene Gesinnung, indem er erklärte daß er ein freies, einiges Italien als eine Garantie des Friedens und Fortschritts betrachte und sein Ehrgeiz einzig und allein daraus gehe, seines Vaters würdig zu sein. Die grundsatzlose, hin und her schwankende Haltung der päpstlichen Curie, welche dem excommunicirten Könige nur aus Furcht vor eventuellen Gewaltthätigkeiten des Volkes ein kirchliches Begräbniß gestattete, hat einerseits die königliche Familie und das Volk mit Entrüstung erfüllt, andrerseits unter den jedem Ausgleich abgeneigten Cardinälen eine Art von Verschwörung gegen den schwachen Papst veranlaßt. Uebrigens soll sich der Gesundheitszustand Pius IX. trotz alles Aergers, den ihm der Tod Victor Emanuels bereitet, in stetiger Besserung befinden. ,

Frankreich bezeugte seine Sympathie für den verstorbenen König von Italien dadurch, daß seine gesetzgebenden Körperschaften an dem Tage des Let- chenbegängniffes ihre Sitzungen aussetzlen und einer Trauerfeieil,chke,t in der Madeleine Kirche beiwohnten, von der sich der Cardmal-Erzblschof von Paris in auffälliger Weise fern hielt. Gleichzeitig ärgerte es sich nicht wenig über die hervorragende Stellung, welche Deutschland durch Entsendung eines Kron­prinzen nach Rom vor den übrigen Ländern einnahm. Im Uebrtgen beschäf­tigte sich die öffentliche Meinung jenseits der Vogesen vielfach mit den groß- aTtlflcn Projekten des Bautenministers Freycinet, der für Häfen, Wasserstraßen und Eisenbahnen nicht weniger als 4 Milliarden binnen 10 Jahren ausgeben will. Außer dem Verkehrswesen hat die Regierung auch die Verbesserung des Schulwesens in's Auge gefaßt, indem sie 120 Millionen auf den Bau von Schulhäusern verwenden will. Daß sie über allen diesen Prozekten aber nicht das Heerwesen vernachlässigt, beweist die Thaisache, dienS Deutschen zu den­ken gibt daß sie für 1878 gegen 350 Mill, für außerordentliche Kriegszwecke, im Ganzen an 900 Mill, für das Kriegsbudget fordert!

Dte Eröffnung des englischen Parlaments hat die allgemein er- wartett Creditsorderung zur Verstärkung der Kriegsmacht nicht gebracht, die ' Regierung vielmehr zu der Erklärung veranlaßt, daß sie ihre Forderungen erst stellen werde, wenn sie zur Kenntniß der russischen Friedensbedingungen gelangt sei und dieselben die Befürchtung einer Verletzung der britischen Interessen ' rechtfertigen sollten. In Folge besten fühlt sich das durch das frühere Säbel- 1 Grassel Lord Beaconsfield's beunruhigte Land bedeutend beruhigt (?) und nimmt 1 Pie Bewegung zu Gunsten einer friedlichen Politik stetig zu. Allgemeines Jn- 1 tereste erregt die Nachricht, daß der unter dem Namen derNadel der Cleo- patra" bekannte Obelisk die weite, gefährliche Seereise von Alexandrien nach ' England glücklich überstanden hat.

Di- spanischen Cortes haben trotz der Opposition der Moderados dte Hetrath des Königs Alfons mit der Prinzessin Mercedes gutgeheißen. Bel der Ueberreichung der Antwortadrefse auf die königl. Botschaft sprach der König begreiflicher Weise die Hoffnung aus, daß seine Ehe sowohl Spaniens wie sein

»««ÄH > is.Anstalt in LES D

W t,ntn 1

-i-L-L- itn»W 9nrtainaU al rrA«

Am kaiserlichen Hose wurde am 20. d. das Krönungs- und Ordens- feil in hergebrachter Weise gefeiert. Der Kronprinz hat, nachdem er dem Leichenbegängnisse Victor Emanuels und der Eidesleistung des Königs Humbert in Rom beigewobnt, dte Rückreise von dort angetreten und ist am 22. d. in Berlin wieder eingetroffen. Sein Aufenthalt in Rom hat die Bande der Freundschast, welche das italienische Herrscherhaus und Volk mit dem Deutschen Reich verknüpfen, nur noch sester geschlungen: »inen Wonb«« '

<?»ubel rief es hervor, daß der deutsche Kronprinz nach der Eideslcistungsfeier mit dem Königspaar aus den Balcon des Palastes trat und dort desten älte­sten Sohn, di» achtjährigen Erbprinzen, auf seine Arme nahm, küßte und,dem Volke zeigte. Den Papst hat der Sohn desmodernen Attila selbstverständ­lich nicht mit einem Besuche beehrt. General v. Göben ist als Vertreter des Kaisers zu der Hochzeitsfeier des Königs Alfons nach Spanien gereist.

Ter Zeitpunkt für die Rückkehr des Fürsten Bismarck ist leider in Ävlge des Unwohlseins, an welchem derselbe noch fortwährend leidet, wieder ungewiß geworden, doch hofft man den Reichskanzler jedenfalls noch vor dem Zusammentritt des auf den 6. Februar tin6etufer.cn Reichstages in Berlin eintreffen und die Geschäfte wieder nach ihrem vollen Umfange übernehmen zu sehen. (?) In Bezug aus dieinnere Krisis" befestigt sich die Ueberzugung, daß dte Entwicklung der Dinge aus gutem Wege ist, wenn auch deren definitive Entscheidung noch eine Zeitlang auf sich warten lasten sollte-

- Dem Bundesrath, welcher sich ununterbrochen der Berathung Der vermiedenen Etats widmet, ist nunmehr Seitens Preußens der lange erwar­tete Gesetzentwurf über die Besteuerung des Tabaks zugegangen, welcher die Einführung einer Fabrikat- und Verkaufs-, sowie die Erhöhung der Eingangs steuer verschlägt und einen Ertrag von ca. 30 Mill. Mark in Aussicht stellt. Die öffentliche Meinung ist, da man sich der Einsicht nicht verschließen kann, daß bei der Nothwendigkett, das Reich finanziell selbstständig zu machen, der Tabak von allen Gegenständen des allgemeinen Verbrauchs am leichtesten eine gesteigerte Belastung verträgt, diesem Entwurf verhältnißmäßig günstig ge­stimmt. In Preußen specieü hat es einen guten Eindruck gemacht, daß dort innerhalb der Staatsverwaltung gleichzeitig schon die Frage erwogen wird, welche Steuern bei eventueller Vermehrung der Einnahmen des Reichs durch die Tabaksteuer auf die Provinzen, Kreise und Gemeinden zu übernehmen wären. Leider sind die Reichseinnahmen aus den Zöllen und gemeinsamen Ver­brauchssteuern bisher noch in fortwährender Abnahme bgriffen, indem diese während der Zeit vom 1. April bis zum 31. December 1877 beinahe 7 Mill. Mark weniger als in derselben Zeit des Vorjahres eingebracht haben. Eine dem Etat des Reichskanzleramts beigegebene Denkschrift erörtert die Aufgaben des Reichsgesundheitsamts und beantragt zur Lösung derselben eine Verstärkung seiner Kräfte durch 10 außerordentliche Mitglieder. Der deutsche Landwirthschaftsrah war 5 Tage lang versammelt, um verschiedene totty

KWer Wütiger

ANM- enb AmtsW für bcn Kms Gichn.____________

OUt^

-

iücke 1g

I 16 1 1 16

fcn

fltr Hühnerhund tanFeldmann" ign eine Belohnung ____________t51_3_

i von Ttamm', da?*

Brennholz ub r- H. Jtetf-

eüner ^u<ht von -ebrüder Lotz.

._16 Jahren W i biesiHen GMte. die Exped^_M_

ntr ?*

s*"*

i"-

lS4 12,

--------------- " «reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.