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Donnerstag, den 26. September
1878.
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(6.) Wahlbezirk Oppenheim Dr. Wchröder zu Worms.
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Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark Pfg., frei ins Haus geliefert.
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Reinheim Bierbrauerei-Besitzer Georg Schönberger in Groß Bieberau.
Groß-Steinheim Schriftsteller Wasserburg von Mainz.
In der Provinz R h e i n h e s s e n:
Mainz Commerztenrath Betz und Beztrksgerichtsrath Bockenheimer zu Mainz.
Bingen Bürgermeister Allmann zu Bingen.
Worms Fabrikant Nicol. Reinhart zu Worms.
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Grünberg Freiherr von Nordeck zur Rabenau in Frie- delhausen.
Herbstein Bürgermeister Schmalbach zu Crainfeld.
Schotten Gutsbesitzer Sturmsels zu Ulfa.
Friedberg Buchhändler Scrtba zu Friedberg.
Gießen Hofger.-Advocat Dr. Muhl zu Gießen.
Alsfeld Fabrikant K. Grünewald zu Alsfeld.
In der Provinz Starkenburg:
Darmstadt Banquier Otto Wolfskehl und Rentner Diehl zu Darmstadt.
Offenbach Fabrikant Böhm zu Offenbach.
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Deutschland.
Darmstadt, 24. Septbr. Bei der heute durch die Wahlmänner statt- habten Abgeordnetenwahl zum 23. Landtag wurden gewählt:
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schreiben, wenn in der socialdemokrattschen Preffe mit Recht aus diesen Vorgängen Capital geschlagen werden wird. — In der Commission liegt der Schwerpunkt der Entscheidung bei den sieben National-Liberalen. Bestimmt ist, daß gegen das Gesetz in jeder Form stimmen die sechs Mitglieder des Cen- trums und die zwei der Fortschrittspartei, dafür die.sechs Conservativen. Läßt mau die Namen der national-liberalen Commissions-Mitglieder Revue passtren, so werden nach der in parlamentarischen Kreisen herrschenden Meinung für das Gesetz mit mehr oder minder unbedeutenden Abänderungen stimmen: Gneist, v. Puttkamer und Harnier, dagegen werden nur unter sehr einschneidenden Aen- derungen für das so amendtrte Gesetz stimmen: Bennigsen, Lasker, Stauffen- berg und Schauß. Es läßt sich daher über das Schicksal des Gesetzes noch gar nichts sagen. Alles kommt auf die Stellung an, welche der Bundesrath den Amendements gegenüber etnnehmen wird.
Berlin» Das Retchs-Eisenbahnamt hat unter dem 17. Septbr. eine Verfügung an sämmtliche Eisenbahn-Verwaltungen Deutschlands gerichtet, in welcher dem § 22 des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands vom 11. Mat 1874 eine wettere Ausführung gegeben wird. Es wird in Bezug auf diesen Paragraphen bemerkt, daß bei Formirung der Züge die Zahl der Nichtraucher-Coupes der Erfahrung gemäß ausreichend bestimmt, und daß ferner den Zugführern durch Überweisung einer Anzahl entsprechender Schilder die Möglichkeit gegeben werde, unterwegs dem hervortretenden Bedürfnis obhelfen zu können. In gleicher Weise macht die Verfügung auf die Bestimmung im § 12 aufmerksam, daß allein reisende Damen auf Verlangen möglichst nur mit Damen in einem Coup6 zusammengesetzt werden sollen.
— Die Elbschafts-Regulirung des verstorbenen- Geh. Commerzienrathes Borsig nähert sich jetzt ihrer Beendigung, und man kann, wie der „Berl. Börs- Courter" schre'bt, einigermaßen das Vermögen übersehen, das derselbe seiner Wtttwe und seinen Kindern hinterlaffen hat. Es beträgt in Staatspapteren und baarem Gelde in runder Summe 33 Mill. Mk., von denen 18 Mill, auf die Gattin, 15 Mill, auf die Kinder des Verstorbenen kommen. Dabei sind die großen Borsig'schen Fabrikanlagen hier und in Oberschlesien nicht mit eingerechnet.
Berlin, 22. Septbr. In Folge der von mehreren Seiten erhobenen Klagen über die schlechte Qualität des für die Standesamtsregister verwendeten Pavieres hat sich der Minister des Innern veranlaßt gesehen, die Einsendung von Proben dieses Papieres anzuordnen und über die Qualität und Brauchbarkeit deffelben das Gutachten der technischen Gewerbe-Deputation zu erfordern, gleichzeitig die Erwägung anzuregen, wie dem Uebelstande abzuhelfen sei. — Fürst Bismarck hat die von der Militärbehörde vor dem Reichskanzler- Palais ausgestellten beiden Schilderhäuser wieder entfernen laffen.
Berlin, 23. Septbr. Der „Berl. Börs.-Ztg." zufolge übernahm das bekannte Consortiuui für die Anleihe Preußens und des deutschen Reiches abermals 30 Mill. Mk. Reichsanleihe, welche einen Theil der vom Reichstag in der vorigen Session bewilligten Credite bilden. Der Uebernahme-Vertrag sei heute genehmigt und danut perfect geworden.
Kassel, 23. Sepbr. Die gestrige Ovation, welche dem Kaiserpaare, sowie dem Kronprinzen nach dem Kirchgänge von der gesammten Schuljugend Kaffels dargebracht wurde, war eine der erhebendsten, die jemals dargebracht worden ist. Se. Majestät führte des Oefteren das Taschentuch nach den Augen, um die hervorquellenden Freudenthränen zu trocknen. Fast 3/< Stunden blieben die kaiserlichen Majestäten auf dem Balcon und ließen die ganze jugendliche Schaar, stets huldvoll grüßend, an sich vorüberziehen. Mehr als Zehntausend aus dem Volke waren Zeuge des herzlichen Aktes.
Karlsruhe, 22. Septbr. Der Minister des Innern, Stöffer, hat dem altkatholischen Bischof Reinkens bezüglich der Ehelosigkeit der Geistlichen in Baden auf deffen Anfrage erwidert, daß letztere seit dem badischen Gesetz vom Jahre 1869 über die Beurkundung des bürgerlichen Standes nicht mehr ein
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Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1878 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben laffen.
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In der Provinz Ob er Hess en:
(9.) Wahlbezirk Lauterbach Bürgermeister List in Lauterbach.
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„ Pfeddersheim Bürgermeister Möllinger zu dersheim.
(9.) „ Rieder-Ingelheim Gutsbes. George zu Büdesheim.
unu w-r Berlin. Ueber die Wahl des Abg. Gneist, statt Bebel's, in die Kom- n> cfn MM/ Won zur Vorberathung des Socialistengesetzes erfährt und bemerkt die lü'at sind od«^.^olks-Ztg." Folgendes: Der Seniorenconvent hatte sich am Dienstag dahin gemacht, daß, nachdem der Abg. Sonnemann zu Gunsten Bebel's '^-iterrnZ^Wückgetreten war, in die Commission zu wählen seien: je sechs Mitglieder ie ö Centrums, der Conservativen und der National-Liberalen und zwei der
36 Wk 'Aiischrittspartei. Das 21. Mitglied sollte durch die Abtheilung rite gewählt c’ ' r vttden, doch war dabei vorauszusehen, daß unter Zustimmung der wilden tm - j. tziuppen der Abg. Bebel von der Abtheilung gewählt werden sollte. Das Loos zur Wabl die zweite Abtheilung, in welcher das günstige Stimmenverhält- $ für die Conservativen und den rechten Flügel der National-Liberalen vor- ^en ist. Bei dieser nun am Mittwoch vollzogenen Wahl wurde zur nicht eißE gelingen Ueberraschung Abg. Gneist mit 20 Stimmen gewählt, während auf MN Bebel nur 6 fielen. Bei dem Wahlact in der Abtheilung fehlte weitaus < <0* ilit die Hälfte der Mitglieder, viele Mitglieder hatten auch bereits die Heim-
angetreten. So gelang den Conservativen der Steg mit Gneist. Da die -—Konservativen durchaus nicht für Bebel stimmen wollten, ein Mitglied ihrer Partei aber nicht durchsetzen konnten, so stimmten sie für Gneist, in der richtt- ■ber Voraussetzung, daß dieser mit ihnen in der Commission durch Dick und
Tlt/ Cünn gehen werde. Ihnen schloß sich der rechte Flügel der National-Liberalen 1T- der in der Fraktion entschieden überwiegt. Die Wahl Gneist's erregte tinlße Verwunderung, nicht zum Mindesten bei dem linken Flügel der National- ' r, Oralen, der in der Fraktion die vom rechen Flügel befehdete Wahl Lasker's t-’bie Commission gegen die Candidatur Gneist's durchgesetzt hatte. Der Aus^ IW Bebel's ist ein politischer Fehler und haben sich die Parteien selbst zuzu-
3m (13.) Wahlbezirk Wolfskehlen Obersteuerrath Baur zu Darmstadt. Michelstadt Bürgermeister Weihrauch zu Ober-Moffau. Groß-Umstadt Stadtrichter Königer zu Darmstadt.


