Ausgabe 
25.4.1878
 
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Telegraphische Depeschen.

ben Wünsche,, des Kaisers, daß die

Vermischtes.

,, , 18 ?prfI Noch dem Jahresberichte über die Höhere Mädchen-

'?ule betragt die gegenwärtige Frequenz derselben 341 Schülerinnen, und zwar 828 KaoS ^nbrTx13 ncu eingerichtete Semtnarclasse trat unter Leitung

des Directors Dr. Wu ckow zu Ostern 1877 in's Leben. Im Uebrigen enthält die

10 Zassen. Die Lehrfächer sind: Religion, Deutsch, Französisch, Englisch, Naturlehre, Raumlehre, Rechnen, Geschichte, Geographie,^Schreiben, Zeichnen, Singen, Unb Handarbeit. Außer den Schulnachrichten enthält der Jahresbericht eine von Dr. Roll:Uebcr bte Aufgaben des naturwiffenschaftlichen Unter­richts^anderhoherenMädchenschule."

c Briefkasten.

D1 ^Allerdings ist uns keine Nachricht von dem am 2. Feiertage im Prinz Earl tagenden Schuhmacher (Meister-) Congreß geworden. Ob die Herren ihre Verhandlungen in undurchdringliches Schweigen, wie Sie meinen, hüllen wollen, müssen wir dahingestellt sein lassen. Wenn die Herren die Oeffentlichkeit nicht ^" Anspruch nehmen wollen -der dürfen, so ist das ihre Sache. Uns kann das gletch-

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Manchester, 21. April. Heute fand eine zahlreich besuchte Versamm. lung von Delegirten der Arbeiter-Association zum Schutze der Interessen der Baumwollspinnerei-Arbeiter statt. Nach längerer Berathung wurde einstimmig eine Resolution angenommen, die den feiernden Arbeitern empfiehlt, eine Reduc- tion des Arbeitslohnes von 10 pCt. provisorisch anzunehmen.

Italien.

Rom, 20. April. DieVoce della Vertta" schreibt: Der Papst, welcher anläßlich des Osterfestes das Cardinal-Collegium empfing, erwiderte auf die Ansprache des Doyens destelben, di Pietro, mit dem Ausdrucke des Dankes für die Ergebenheit der Cardinäle und fuhr dann fort: Die Auf­erstehung Christi erinnert an die Lebenskraft des römischen Pontificats. Die Feinde destelben, welche es vernichten möchten, sollten mindestens aus der Ge­schichte den Schluß auf die Nutzlosigkeit ihrer Anstrengungen ziehen. Man dürfte, bemerkte der Papst weiter, sich keiner Täuschung darüber hingeben, daß der dem Papstthum seit den frühesten Zeiten erklärte Krieg auch heute noch sehr heftig auf der ganzen Erde fortgeführt werde. Wir aber sind, auf Gott vertrauend, bereit, dasselbe zu vertheidigen, um die Rechte der Kirche und der römischen Bischöfe zu wahren. Schließlich sprach der Papst die Hoffnung aus, daß die verirrten Söhne endlich den göttlichen Charakter der Kirche und des römischen Papstthums erkennend, aufhören werden, sie zu bekämpfen und sich unterwerfen werden.

Rom, 22. April. Man versichert, der Papst habe sich auf ärztlichen Rath principiell dafür entschieden, den Sommer außerhalb des Vaticans an einem noch zu wählenden Orte zuzubringen. Hinsichtlich der Ernennungen neuer Cardinäle sei noch nichts bestimmt. Die Verhandlungen mit Rußland dauerten fort. Es werde an ein demnächstiges Einverständniß über die Be­setzung der vacanten Bischofssitze geglaubt.

Rußland.

die Neuordnung der vaterländischen Verhältnisse in so bedeutsamer Weise ein- gewirkt habe, durch eine systematische Aneinanderreihung authentischen Materials öffentlich dargelegt werde, damit sich der ganze Werth seiner geistigen und poli­tischen Arbeit dem Bewußtsein der Nation einpräge.

Petersburg, 23. April. Großfürst Nikolaus wird in etwa 10 Tagen zuruckkehren. Fürst Gortschakoff ist in Folge einer Erkältung leicht erkrankt. £>tcvlgencc Russe" schreibt, die Situation sei noch unverändert. Es handle sich noch immer um Pourparlers wegen der Anwendung des Princips der Gleichheit der Entfernungen, welche nach der Zelt zu bemessen seien, die zur Wiedergewinnung der geräumten Positionen für die beiderseitigen Streitkräfte erforderlich wären. Die lange Dauer der Pourparlers erkläre sich aus den eingehenden Erwägungen über die Berücksichtigung von Wind und Wetter für die tflotte und die Terrainschwierigkeiten für die Armee.

Konstantinopel, 23. April. Großfürst Nikolaus schlug dem SeraS- kierat vor, eine aus russischen und türkischen Osficieren bestehende gemischte Commission nach dem Schauplatze der Kämpfe zwischen Muselmännern und en4.?r entsenden, um die Insurgenten zu pacificiren. Das Seraskierat ^esen Vorschlag an. Die Pforte erklärte übrigens, sie kenne den eigent­lichen Charakter der Jnsurrection nicht. Wie es heißt, bestehen die Insurgenten aus drei Bataillonen der früheren Garnison von Nlsch, die sich den Ueberresten von Suleiman Paschas Armee angeschlossen haben und seitdem durch Musel­männer der benachbarten Dörfer verstärkt wurden. Der Schauplatz der Jnsur- rectton ist zwischen dem Maritza-Thal und San Stefano.

, . 22. April. Einige Blätter melden, die italienische Regierung

habe die Einladung zur Conserenz erhalten und sich zur Theilnahmc an der­selben bereit erklärt. Der britische Botschafter. Paget, und der deutsche Botschafter, v. Keudell, hatten längere Besprechungen mit dem Minister des Aeußern, Corti. Der Papst hat den Abgesandten des Schahs von Persien in Privataudienz empfangen. Die griechische Regierung hat eine Persönlich­keit mit dem Auftrage hierher gesandt, um die italienische Regierung zu be­stimmen, daß sie sich verbindlich mache, die Zulassung Griechenlands zum Congresse aus gleichem Fuße mit den Pariser Signatarmächten zu erwirken. Morgen Abend ist bei dem österreichischen Botschafter beim päpstlichen Stuhle, v. Hay- merle, anläßlich der Ueberreichung seiner neuen Accreditioe, großer Empfang.

London, 23. April. DieTimes" meldet aus Petersburg von gestern: Die Discussion betreffend die Ausführung des Vorschlages eines gleichzeitigen Rückzuges der britischen Flotte und der russischen Truppen aus der Nähe von Konstantinopel hat bisher kein Resultat ergeben, wird aber in freundlichem Sinne fortgesetzt. Dieselbe dürfte sich überdies in die Länge ziehen, weil, tote es hecht, die Entscheidung der Streitpunkte technische Erörterungen durch Special- commissare an Ort und -stelle erheische. Wenn die Cabinete von London u iv Petersburg sich einigten, werde es nöthig sein, von der Porte Garantien dafür zu verlangen, daß sie für den Fall des Scheiterns der weiteren Verhandlungen der Wiederherstellung des Status quo fein Hinderniß in den Wege lege. Ruß­land werde in diesem Punkte wahrscheinlich etwas strenge sein, weil es sich überzeugt halte, daß die Pforte, im Falle die Feindseligkeiten ausbrächen, nicht für Rußland Partei ergreifen würde.

Petersburg, 23. April. DasJournal de St. Pötersbo.irg" er­wartet den baldigen Zusammentritt des Congreffes, meint aber, der bloße Zn sammentritt sei noch keine Garantie des Friedens. Es sei nothwendig, daß dem Congresse ein umfangreicher und offenherziger Meinungsaustausch zwischen den (Minetten vorhergehe. Wenn das Londoner Cabinet zwar den Frieden wirklich wünsche, aber größere Vortheile mittelst Einschüchterung Rußlands zu erreichen glaube, so sei dies ein gefährliches Spiel, welches nicht zum Frieden sondern znm Kriege führen dürfte. Wenn aber Lord Beaconsfields Demonstra- tionen den Krieg bezweckten, müsse auf ihn die Verantwortlichkeit dafür gegen- über England und Europa fallen.

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H o'®cn' 23- April. Die ..Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom 22. d.: Trotz wiederholter Einsprache des Großfürsten Nikolaus haben die o Befestigungsarbeiten eifrigst wieder ausgenommen. Das verschanzte türkische Lager von Bnjukdere erhält fortwährend Verstärkungen.

y at5cn h)irD berPolit. Corresp " heute gemeldet: Der türkische Gesandte machte der hiesigen Regierung neue ernste Vorstellungen wegen der Unterstützung der Jnsurrection und drohte mit Abbruch der diplomatischen Re- P fJ1,9!?' üerroic8 dagegen abermals auf die Greuelthaten der

Baschl-Boznks. Der von den fremden Consuln in Volo vermittelte Waffen- stillstand wurde von den Insurgenten abgelehnt. "

1?ie "Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht ein Cabi- Kaisers an den Geh. Oberregierungsrath Hahn, worin dem- Leben ,n.d M^ "^chung des Buches:Fürst Bismarck und sein politisches

h g. ®irfn » das der Kaiser mit vieler Genugthuung empfangen, unum» m>.-.^^^bnnung und Dank ausgesprochen wird. Es entspreche durchaus '

Rumänien.

. . Bukarest, 20. April. Der Fürst hat anläßlich seines Geburtsfestes und des Jahrestages seiner Erwählung die gesetzgebenden Körper empfangen. Das rumänische Parlament wird wegen der ernsten Lage nicht definitiv vertagt sondern in nothwendigem Falle neuerdings zusammenberufen.

Türkei.

Konstantinopel, 20. April. Mnkhtar Pascha wurde zum Artillerie- Minister ernannt. Reuf Pascha und Osman Pascha sollen zu Gouverneuren entfernter asiatischer Provinzen ernannt werden. Die Journale betrachten d^s neue Ministerium als ein der Erhaltung der Neutralität günstiges - Gestern fanden hier heftige Erdstöße statt. - Layard ist hierher zurückgekehrt. Der russische Gesandte in Athen ist hier angekommen. » g y

Petersburg, 20. April. DerRegierungsbote" veröffentlicht einen Befehl des Großfürsten Constantin, wonach in Gemäßheit einer kaiserlichen Ordre vom 27. März aus der Marine-Reserve die nöthige Zahl von Soldaten zum Zweck der Formirung von drei Flottenequipagen berufen werden soll, von denen zwei in Kronstadt und eine in Nikolajeff zu ftationiren sind.

Hiesige Journale äußern sich dahin: Man müsse die Vorconferenz acceptiren als Mittel, die wahren Intentionen Englands kennen zu lernen. DieNeue Zeit" bringt ein Telegramm aus Berlin, worin es heißt, Deutschland'habe England und Rußland den Vorschlag gemacht, ersteres solle seine Flotte und letzteres seine Truppen gleichzeitig aus der Nähe von Konstantinopel zurückziehen.

Petersburg, 20. April. DieAgence Russe" erwähnt der Nachricht hiesiger Zeitungen, wonach Deutschland den gleichzeitigen Rückzug der russischen Truppen und der englischen Flotte aus der Nähe von Konstantinopel vorge- scylagen habe und bemerkt dazu, diese Nachricht beweise den ernstlichen Charakter gegenwärtigen Vermittlungs-Verhandlungen, welche unter dem machtvollen Einflüsse Deutschlands geführt würden.

Petersburg, 22. April. Gegenüber in der Presse verbreiteten irrigen Commentaren über die obschwebenden Verhandlungen hebt dieAgence Russe" hervor, daß, nachdem das Berliner Cabinet seine guten Dienste angeboten, kein Zweifel an den loyalen, praktischen und logischen Bedingungen seiner Vermitt­lung gestattet sei. Es bestätige sich, daß das Princip der gleichzeitigen Räu­mung der Umgebung Konstantinopels durch die englische Flotte und die russischen Tcuppen angenommen, ebenso daß die Rothwendtgkeit anerkannt sei, die Räu­mung derart zu vollziehen, daß sich die gleiche Entfernung für die englische Flotte und die russische Armee ergebe, indem man die Zeit berücksichtige, welche erforderlich sei, um die geräumten Positionen wieder einzunehmen. Die Pour­parlers über die Räumung dauerten fort. Nach der hierüber erzielten Einigung werde die Vorkonferenz zusammentreten können, um das Programm für den 1 Ingreß festzustellen. Der Zusammentritt des Congresses wiederum würde ab­hängen von dem Resultate ocs Meinungsaustausches zwischen den Mächten über die Frage der Verträge.

Odessa, 19. April. Die DampferLazareff" undCäsarewitsch" sind ' gestern, und der DampferResp" heute mit für die Truppen bestimmten Ladun- , gen nach Konstantinopel und San Stefano abgegangen.

Handel und^BerFehr.

.2° Apttl. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war sehr gut be» kostete je nach Qualität per Gentner JL 2.603.30, Stroh per Centr. JL 2.10

bis 2.30, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. JL 1.20, 2. Qual, 1.10, im Detail 1. Qual. Ji. 1.4050, 2. Qual. JL 1.30, Eier das Hundert JL 4.806. Äartoffdn 6.80-7 per 100 Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per i^fb. 70-75 A, 5Ui?lUr,A9tinbfI»eif^.55 bis 64 Kalbfleisch 60-70 Hammelfleisch 55-68 Schweine- s fleisch 70-75Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 28-33 jl, ganze Erbsen 24-28 ! Bohnen 25-28 Linsen 28-36

f.x, $rankfurt,20. April. (Ledermesse.) Die Zufuhren in Sohl-Leder waren flarrer als sonst, bestanden ledoch vielfach aus untergeordneten Sortimenten, theilweise von geringer Trocknung. Der schon seit Anfang b. I erwartete Preisrückgang ist nunmehr Thatsache geworden, unb so entwickelte sich ein lebhaftes Geschäft. Prima und effectiv starke Wild-Sohlleder stellten sich ca. 58 pCt-, mittel unb leichtere Sortimente ca. 1020 pCt. billiger gegen die Herbst-Preise. In qahm - Sohlleder wurde bis heute noch nichts gehandelt, weil Verkäufer dieses Artikels sich bis jetzt noch nicht entschließen konnten, zu den ihnen gemachten Geboten abzugeben. Am 22. b. be­ginnt die Oberleder-Messe. In Saffian wird in Folge des Aufschlages seit einiaen Wochen von den Fabrikanten 8-10 pEt. per Dutzend mehr verlangt 0

.Frankfurt, 23 April. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. An- SCmebcnr^WQr^r340 180 Kühe, 150 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JC. 66-68, 2. Qual. JL 6365, Kühe und Rinder . Oual. ^L 6062, 2. Qualität JL 5254, Kälber 1. Qualität 66-68, 2. Qual.

5860, Hammel 1. Qual. JL 6366, 2. Qual. 5456.________

_ Mttgethetlt von dem Ägentm dcS Norbbeulschcu Lloyd

C. W. Dietz in G i e ß e n. *

- ^pril. (Per transatlantischen Telegraph.) DaS Postdampfschiff

Oder, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 7. gipril DOn

VFb c?1 9 von Southampton abgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten bier angekommen.