Ausgabe 
25.4.1878
 
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Donnerstag, den 25 April

1878.

Hreßener Wyerger

AiM. iti Amtsblatt für den Krris Gieße«.

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Gartenstraße v. 165. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.

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PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Amtlicher HHeit.

Nr. 7 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 16. ;. M., enthalt:

1230.) Allerhöchster Erlaß, betreffend die Generalstabsstiftung. Vom 21. März 1878.

(Nr. 1231.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Bundesrath.

Gießen, den 20. April 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen,

vr. B o e k m a n n.

Vom 15. April 1878.

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Wien, 20. April. DasFremdenBlatt'" Betont, im Falle der Congreß scheitere, tonne Oesterreich nicht ruhig Zusehen, daß die Anarchie, «n feln Grenzen in Permanenz erklärt werde. DieDeutsche Ztg. steht kein anderes Mittel zur Behebung des russich-englischen Gegensatzes, als die Thei- der Türkei; dann wäre der Friede möglich.

Deutschland.

Darmstadt, 20. April. Das Großherzogliche Regierungsblatt, Beil.

Nr. 12, enthält: ,

1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 7. Novbr. v. I. be­fand sich das 1V2 Jahre alte Kind des Weichenstellers Kniese zu Lang-Gons ,n dem Geleise des um 4 Uhr 53 Min. Nachmittags in die Station Lang- Göns etnfahrenden Bahnzuges und würde sicher überfahren worden fein, wenn nicht der Bahnarbetter Heinrich Schneider aus Lang-Göns noch im letzten Augenblick die dem Kinde drohende Lebensgefahr bemerkt und dasielbe dicht vor der nur noch 3 bis 4 Schritte entfernten Maschine des Zuges weggerlsien und aus dem Geleise entfernt hätte.

In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wird diese muthvolle, mit eigener Lebensgefahr verbundene That des Heinrich Schneider, neben erfolgter Bewilli­gung einer Geldprämie, hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, datz Maaß- und Gewichtswesen betreffend. , , , ,

3. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial - Directwn Starkenburg, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Starkenburg für das Jahr 1879

Preise billigst.

, Sonnenßraße.

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^4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Darmstadt, die Erhebung einer Umlage zur Bestreitung der Gemeinde-Bedürfnisse in der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt betreffend. ,

5. Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israe­litischen Religions-Gemeinden des Kreises Büdingen.

6. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Dieburg, die Umlagen der israelitischen Religions-Gemeinde Babenhausen für 1877 betreffend.

7. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Worms, die Erhebung einer Umlage für die deutsch-katholische Gemeinde zu Osthofen betreffend.

8. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts gingen, bw Umlagen zur Bestreitung der Bedürfniffe der israelitischen Religions-Gemeinden Gensingen und Jugenheim, im Kreise Bingen, für 1878/80 betreffend.

9. Ordensverleihungen.

Hannes zu Darmstadt; am 28. März der Geheime Staatsrath i. P. He nrich Franck zu Darmstadt; am 29. März der Gensd'arm i. P. Philchp Christian Jaide zu Kostheim; am 1. April der Museumsdiener Hühner zu Darmstadt.

Berlin, 20. April. DerReichs-Anz." publicirt eine Kaiserliche Ver­ordnung, Betr. die Eröffnung außerordentlicher Bezirkstage für Ober-Elsaß, Unter-Elsaß und Lothringen am 29. d. Mts. Der Schluß derselben ist späte­stens auf den 3. Mat festgesetzt.

* München, 24. April. Mit Beginn des Winter-Semesters 1878/79 wird auch an unserer Universität eine forstwirthschastliche Lehranstalt in's Leben treten und sind dazu als Lehrkräfte bereits fünf Profefloreu berufen. Dem Vernehmen nach sind es die Profesioren Baur aus Hohenheim, Ebermeyer und Gayer aus Aschaffenburg, R. Hartig aus Neustadt-Eberswalde und Heyer aus Münden. Ersterer und Letzterer sollen geborne Hessen sein.

Hesterreich.

^r\mtbnunb bfe Pforte erhielten Nachricht von einem Angriff der Büt­tner aus acht muselmännische Dörfer in welchen Suleiman Pascha beisemem Rückmärsche e neu Truppentbeil nebst Geschützen unb Gewehren zuruckgelaffen katte Z sanben mehrere Gefechte statt. Russischerseits wurden die Kampsen- ben vergebens auf den Frieben von San Stesano verwiesen; rur Hechellnng bet Rübe verlangten bfe Ruffen Verstärkung von Abrianopel. In Konstan­tinopel ist bie Ansicht vorherrschend, durch die Einsetzung des neuen türkischen Ministeriums habe der englische Einfluß einen starken Stoß erlitten.

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, 10. Namensveränderungen. f ff

11. Dienstnachrtchten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- auädiast geruht: am 23. März den Finanz-Aspiranten Georg Glock I. aus Schotten zum Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Grunberg zu ernennen.

An?26. März wurde dem Schullehrer Michael Trautmann Heppen­heim a. d. W die erledigte zweite Gemeinde-Schulstelle da,elbst, am 28. Marz wurde dem Schulamts-Aspiranten Konrad Dietz aus Inheiden dw erledigte au Lauterbach, am 1. April wurde dem Schullehrer an ^der^dr^ten ^Mhölffchen^Schulstelle^zu Wald-M.chelbach Karl Schmii. die Cr,Cbi^kiMeSO/»e5e6u®*Ul 2^Mär"wu?de' der Schullehrer > Hannes Greb zu Grebenhain auf sein Naidsuchen und unter Anerkennung seiner lfln0iT3%Xn4unT 'Am" 18"März wurdkder Schullehrer an der dritten Gemeinde-Schulstelle zu OberModen Johann BaptistRe,tz, z. Z. in Heidesheim, auf sein Nachsuchen aus d-m Schuldienste e itlaffen.

14. Cvneurrenzeröffnungen. Erledigt find -dieGememde ' savüsx «% i »

Waner Ernst Eduard Kehrer zu Sickenhofen; am 20. Frbr. der Schullehrer Adolf Kern zu Echzell; am 21. Febr. der sranzosisch- reformtrte Pfarrer Joseph Haunreiter zu Neu-Psenburg; am 28. Febr. d.r \ 91 Matbias Lenz zu Mainz; am 8. Marz der evang. Pfarrer Oübeim ' am W. März der Rentamtmann Johannes ^wr nm'l3 März der Schullehrer Jacob Krauß zu Himbach; am 21. Mär,"der charakterisirte Oberst a. D. KarlGottsrwt' ^an

"; Ä März der Hosiheater Hausbeschließer Nikolaus

London 22. April.Times" meldet aus Petersburg vvm 21. April, die Cabme.e VON London und Petersburg seien Willens das Princip zu aceep- tiren daß der Congreß zusammentreten solle, um die in den bestehenden Der- trägen nvtbwendigen Veränderungen zu prüfen; aber England bestehe aus klare förmliche Anerkennung des Princips, daß alle großen Veränderungen ,m Orient, wie solide der Vertrag von San Stefano vorschlägt, europäische unb Nicht russisch - türkische Fragen bilden. Rußlands Annahme des Princips hänge sehr [iruna desselben ab. Die Unterhandlungen zw, chen Rußland und Oesterreich nebinen"(bei "Times"-Meldung aus Petersburg zufolge) thäti- gen Fortgang- bie Gesichtspunkte nähern sich allmählig. Oesterreich wünsche keinen Gebietszuwachs, onbetn Ausdehnung der Sphäre seines politischem m,li- tärischen und "ömmerziellen Einflusies, insbesondere Erlangung der Eisenbahn von Salomchi nach Mtroviha. propvnirte militärische

Comvromiß nicht sehr günstig und weisen darauf hin, daß me$T

alsEugland.Times" äußert, sie würde ;edes nur lche Compromiß willkommen beißen.Daily Telegraph 9Ioub ; be * Differen» «wischen England und Rußland wurde unberührt bleiben, selbst wenn ®s propvnirte Arrangement »nr Zusriedenheit aller Parteien ausgefuhr werde^

London, 22. April, Abends. DasReuter'sche Bureau" meldet aus Konstant" op" vom Heutigen: Layard erhielt Berichte welche die Wahrsche.n- lichkeit eoiistatiren, daß ein Abkommen getroffen werde, wonach sich die britische i Flotte na» der Befika-Bai unb die russischen Truppen nach Adrmnopel zuruck-

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London 21. April, Abends.Reuters Bureau" meldet ans Bom- bau von heute: ' Die Vorbereitungen zum Transport VON indischen Truppen nach Malta sind im Gange; die erste Brigade des Expeditions-Corps wird am 29. April eingeschifft werden. , .

Abends. Beaconsfield besuchte heute Salisbury in Hatfield. Times" meldet aus Cacutta von heute: Es ist der Befehl »gangen, die s'ämmtlichen eingeborene» Regimenter unverzüglich auf volle Kriegsstarke zu bringen. In den Waffenfabriken wird Tag unb Nacht, selbst am Sonntag, gearbeitet. - Einem Berichte vonDaily News" aus Konstantinopel zu vlge hat Layard Schritte gethan, um die englischen Unterthanen unter amerikanischen Schutz zu stellen; der amerikanische Gesandte habe die Erlaubniß seiner Regie-