Ausgabe 
24.7.1878
 
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der griechischen Versmaße an den Vorlesenden stellt, mit großem Geschick und aus- danernder Krast überwältigt. Der kaum weniger schweren Ausführung der begleitenden Musik untenoa sich Herr Scheld gleichfalls mit dankenswerthem Fleiße und ermöglichte es dadurch den Zuhörern einen Genuß zu ermitteln, der bis dahin in unserer Stadt noch nicht geboten wurde. Daß es nur darauf ankommt dem Publikum Würdiges zu bringen, um seine Empfänglichkeit heroorzulockcn, dies bewies die erregte Spannung, mit der Jedermann dem Vorträge folgte, und es war eine Freude in den Zügen der zahlreich vertretenen weiblichen Jugend zu lesen, wie das wahrhaft Schone, gehöre es auch noch so entfernten Zeiten an, den unbefangenen Sinn jederzeit zu fesseln weiß.

Vermischte

(Durstige Staatsmänner.) Die prominenten Staatsmänner, acht an der >tabl, welche auf Veranlassung von Präsident Hayes s. Z nach New-Orleans reisten, um das Resultat der Gouverneurs-Wahl in jenem Staate festzustellen, haben auf der Reise nach dort weder Hunger noch Durst gelitten. Die dem Congreß oorgelegte Rech­nung für die Beköstigung der achtHonorables" auf der Hinreise belief sich auf D. 196.43, darunter

2 Körbe Champagner.......D. 48

1 Dutzend Flaschen 1830er Brandy ... 38 1/3 r Sherry...... 12

1 , extra alter Whiskey 15

300 importirte Cigarren ...... , 48 Und all das wurde von acht Männern in drei Tagen vertilgt (I). Jedenfalls können sich die achtProminenten" eines ausgepichten Magens rühmen.

Rom. (Der Stapellauf desDandolo") Am 10. Juli waren die sechs Monate abgelaufen, während welcher das officielle Italien Trauer um den ver­storbenen König trug. Eine stille Seelenmesse, von einem der Hofcapläne im Pantheon gelesen, woselbst Victor Emanuel seine letzte Ruhestätte angewiesen wurde, und nur von den Majestäten und deren nächstem Gefolge besucht, bildete den Abschluß dieser trüben Zeit. Am Abend desselben Tages noch, brachten die glänzenden Hofcarrossen die Majestäten auf den Bahnhof. An Chiusi, Siena, Empoli, Pisa, Viareggio und fünfzig anderen Stationen flog der Zug vorüber, der am nächsten Morgen, wenige Minuten nach 8 Uhr, in Spezia, dem Reiseziele eintraf. Ueberall, längs der durchlaufenen Linie, war das königliche Paar mit Jubel begrüßt worden; der großartigste Empfang sollte den Majestäten, bei denen sich der kleine Kconvrinz befand, und in deren Gefolge die Minister des Innern, des Krieges und der öffentlichen Arbeiten reisten, während der Martneminster, der Festgeber, bereits einen Tag früher etngetroffen war, indessen in Spezia zu Theil werden. Hier hatte man noch die ganze verflossene Nacht hindurch gebaut, gezimmert und gehämmert, dafür befand sich aber auch schon am frühen Morgen des Festtags Alles in bester Ordnung und dies war eine weise Vorsicht, denn bereits um 5 Uhr Morgens zählte die Menge, welche die Straßen durchwogte, nach Tausenden. Am Bahnhof wurde das königliche Paar von dem Herzog von Aosta, dem Prinzen von Carignan und dem Herzog von Genua empfangen. Eine von dem Torpedo-Schul­schiffeCaracciolo" beigestellte Ehrencompagnie leistete die militärischen Honneurs. Bürgermeister Bruscht begrüßte die hohen Gäste im Namen der Stadt und überreichte der Königin einen prachtvollen Blumenstrauß. Vom stürmischen Beifallsrufe der tausendköpftnen Volksmenge, die zum Empfang erschienen war, begleitet, bestiegen die Majestäten die bereitgehaltenen Wagen und im Triumphzuge ging es nach dem Gast­hofe zum Malteserkreuz. Die Musikbanden spielten den Königsmarsch und die tm Hafen ankernden Schiffe donnerten ihren ehernen Gruß. Um H Uhr begaben sich die Majestäten ins Arsenal, woselbst sich der Hauptact deS Festprogramms, der Stapellauf desDandolo", vollziehen sollte, und ihrer bereits tm Pontificialgewand und von einem zahlreichen Klerus umgeben der Bischof von Sarzana harrte. Es erfolgte die Einsegnung des Schiffes, nach welcher der Bischof die heiligen Gewänder ablegte und dann den Majestäten seine besondere Huldigung darbrachte. Der König sowohl als die Königin reichten dem Prälaten die Hand. Hierauf bestiegen die Majestäten das Schiff selber, der König in Generalsuniform und die Königin in Weiß gekleidet. Ihre Majestät vollzog in der üblichen Weise die Schiffstaufe, eine Flasche Champagner auf dem Decke zertrümmernd. Auf's Neue erscholl tausendstimmiger Beifallsruf der Menge und wieder donnerten die Geschütze. Nachdem diese Ceremonie vorüber war, wurden allmältg die Stützen beseitigt, welche denDandolo" bisher an's Land gebannt hatten. Um 11 Uhr 30 Minuten setzte sich der Etsenkoloß in Bewegung und begann langsam und majestätisch seinen Lauf. Stürmische Eooivas begleiten denselben; da plötzlich ver­stummt der Jubel: das Schiff sitzt fest! Bange Erwartungen bemächtigt sich aller, man gibt sich den ärgsten Befürchtungen hin, aber dieselben sind unbegründet, denn wenige Stunden später hat sich derDandolo", von zwei Schiffen in's Schlepptau genommen, thatsächlich dem Meere vermählt. Inzwischen besteigen die Majestäten die YachtValena", um das im Hafen liegende Geschwader, aus den SchiffenRoma,"

Venezia,"San-Martino,"Authion,"Maria Adelaide,"'Caraccialo,"Vittorio Emanuele" undAffondatore" bestehend, und die zahlreich versammelte Handelsflotte Revue zu passiven. Um 2 Uhr erfolgte sodann die Einweihung des dem General Chiodo auf dem Arsenalplatze gesetzten Monuments, ebenfalls wieder im Beisein der Majestäten. Um 7 Uhr fand eine Gala-Tafel statt, welcher der König und die Königin prästdtrten, und den Schluß der Festlichkeiten bildete die prachtvolle Beleuchtung des Golfes. Am späten Abend erfolgte dann die Weiterreise der Majestäten nach Turin, woselbst die­selben heute um 8 Uhr Morgens eintrafen und bis zum Sonntag verbleiben roerben, um sich sodann nach Mailand zu begeben.

Von dem Bildungsgrade eines Theiles der niederen russischen Geistlichkeit gibt nachstehende, von russischen Blättern gemachte Mitthetlung eigenthümltche Kunde. Ein Priester hatte in Gemeinschaft mit einigen Bauern eine Strecke im Don zum Aus­üben der Fischerei gepachtet. In einer Nacht nun schickte der Geistliche einen Bauer zum Strom, um zu sehen, ob in den Stellnetzen sich nicht einige Fische gefangen hätten. Der Bauer kam nacb kurzer Zeit bleich vor Aufregung zurück und erzählte zitternd dem Geistlichen, in den Netzen habe sich der leibhaftige Böse gefangen. Der Priester schalt den Bauer zuerst wegen seiner unsinnigen Erzählung, wurde aber, als dieser hoch und theuer versicherte, er habe deutlich die Hörner gefühlt, selbst etwas bedenklich und begab sich zum Strom. Vorsichtig bekreuzigte er sich zuerst und fuhr dann mit der Hand unter das Wasser. Entsetzt prallte er aber zurück und suchte das Weite, denn er hatte in der That einen mit Hörnern ausgestatteten Kopf gefühlt. Keiner wagte mehr in der Nacht den Stellnetzen sich zu nähern. Als aber nun am andern Morgen die tapfern Fischer die Netze mit großer Vorsicht untersuchten, da sahen sie zu ihrer großen Freude, daß sie den Kadaver eines verendeten Ochsen, welcher in den Netzen stecken geblieben war, in der Dunkelheit für den Teufel gehalten hatten.

Literarisches.

Unser Vaterland in Wort und Bild geschildert von einem Verein der bedeutend­sten Schriftsteller und Künstler Deutschlands und Oesterreichs. Von diesem hoch­interessanten, reichhaltig und prächtig illustrirten Werke, welches im Verlage von Gebr. Kröner in Stuttgart erschrint, liegt uns eben die 19. und 20. Lieferung vor. Wir haben schon öfters dieses Prachtwerkes lobend gedacht und wollen auch heute die Leser wiederum auf dieses Werk, als bildend und unterhaltend, aufmerksam machen. Mit der 20. Lieferung beginnend, werden uns durch die trefflichen Künstler Defregger, Gabl u. s. w. die Trachten und Volkstypen von Tyrol vorgeführt und ist es sehr interessant die verschiedenen Bekleidungen der Bewohner der einzelnen Thäler rc. können zu lernen.

Schiffs bericht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd 15. W. Dietz in Gießen.

Baltimore, 19. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Braunschweig, Capt. C. Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 3. Juli von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten hier angekommen.

Newyork, 20. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Donau, Capt. R. Bussins, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 7. Juli von Bremen und am 9. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 22. Juli. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Die Preise hielten sich auf früherer Höhe. Angetrieben waren ca. 380 Ochsen, 220 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 70-73, 2. Qual JL 6668, Kühe und Rinder 1. Qual. 63-65, 2. Qual. JL 5860, Kälber 1. Qual. X 6365, 2. Qual. 5860, Hämmel 1. dual. 6063, 2. Qual. 5456, Schweine 60 H per Pfd.

Frankfurt, 22. Juli. (Fruchtbericht.) Die uns heute vonLeipstg um!2Uhr zugekommene Depesche Über den dort stattfindenden Saatmarkt lautet wörtlich:Markt­besuch schwach, Umsätze in Getreide ohne Belang. Raps JC. 285295 per 2000 Pfd." An unserem heutigen Markt ließ sich keine Tendenz herausfinden, Käufer und Verkäufer sind reseroirt. Raps ruhiger.

Mehl Nr. 1 40, Nr. 2 36, Nr. 3 32, Nr. 4 28, Nr. 5 22, Roggen­mehl °/i (Berliner Marke) JL 22, do. II. (Berliner Marke) 19, Weizen, effect. hies. ab Bahnhof hier JL 23.00, ab unserer Umgegend 22.2522.50, do. fremder je nach Qualität Jt. 22.0524, Roggen je nach Qualität JL. 1516.75. Gerste JL. 1419, Hafer JL 14.5016, Kohlsamen 32. Erbsen 1923, Wicken JL. 1516, Linsen JL 1723, Rüböl, detail, JL. 74. Stimmung unsicher. Dringend offerirt: Getreide und Mehl. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo.)

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