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Donnerstag, den 24. Januar

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AusBukarest kam die Mittheilung, daß die rumänischen Kam­mern an den Fürsten Karl eine Adresse richten wollten, in welcher derselbe aufgefordert wird, den Königstitel anzunehmen und Rumänien als ein unabhängiges Königreich zu proclamiren. Diese Umwandlung in Rumänien kann ohne die Zustimmung der Großmächte aber schwerlich vor sich gehen, denn gerade Oesterreich und Rußland werden ein rumänisches Königreich nicht son- derlich fördern, weil ihnen die Bestrebungen aus Gebietserweiterungen einer solchen Macht nicht besonders angenehm sein können. Die rumänische Königs- krone^ wird daher vorläufig nur in den Köpfen der ruhmsüchtig gewordenen Rumänen extstiren.

r Gartenstraße B. 165. Schnlstraße B. 18.

bie Debatte zog und in einer für die ultramontane Partei sehr niederschlagenden Weise zur Erledigung brachte.

Der orientalisch- Krieg stellt an Oesterreich-Ungarn eine starke Zumuthung, die bisher wenig gewürdigt worden ist. Nach den neuesten Mit­thellungen von den österreichischen Südgrenzen beherbergt Oesterreich-Unqarn in der Militärgrenze und in Croatien weit über 100,000 Flüchtlinge, welche auf Staatskosten ernährt werden. Die türkische Mißwirthschaft legt also offenbar Oesterreich-Ungarn ein schweres Opfer auf, doch Oesterreich denkt jedenfalls, daß es besser ist, 100,000 Flüchtlinge zu ernähren, als 100,000 Soldaten mobil zu machen. Beim Abschlüsse des orientalischen Friedens wird Oesterreich schon seine Ansprüche geltend machen und eine Entschädigung an Geld oder Land durfte für dasselbe nicht ausbleiben.

Wie schon wochenlang vorher angezeigt wurde, ist am 17. «Januar das englische Parlament eröffnet worden. Die bei dieser Gelegenheit gehaltene Thronrede der Königin Victoria hat nicht gerade überrascht, da man nach den ^dgebungen der englischen Regierung schon darauf gefaßt war, daß dieselbe beabsichtige, Maßregeln gegen gewisse Eventualitäten im Orient zu ergreifen. In der Thronrede fordert die englische Regierung einfach vom Parlament die ? C an C Vorbereitungen in Scene setzen zu können. Was England durch $ '°Prc9e^n im Orient erreichen will, bleibt aber gewissermaßen in ein

5Lcf Halbdunkel gehüllt, und England verräth offenbar dadurch eine ge- wrsse Schwäche. Denn wenn dasselbe mehr Zuversicht auf seine Kraft und mehr Hoffnung auf seine Ziele im Orient hätte, so würde es jedenfalls mit seinen Absichten offen und stärker hervortreten. Bedauernswerth wäre nur, wenn die Türkei aus der englischen Thronrede die Hoffnung schöpfte, daß Eng­land ihr noch beistehen würde; denn in dieser Beziehung wird dann die Türkei vergeblich hoffen.

Deutschland.

Darmstadt, 21. Januar. Bekanntlich hat das Ministerium des In­nern durch ein Ausschreiben verordnet, daß den Lehrern, welche die in der Kreisstadt abgehalten werdenden Lehrerconserenzen, Bezirks- und Kreisconferenzen besuchen, Seitens der betreffenden Gemetndekaflen Diäten für diesen Besuch bewilligt werden sollen. Der Abg. Büchner hat in Bezug auf diese Anord­nung eine Interpellation eingebracht, in welcher es am Schluffe heißt:Ohne mich gegen eine eventuelle Zweckmäßigkeit solcher Diäten hiermit auszusprechen, erachte ich eine solche Verordnung als eine, die die Selbstständigkeit der Ge­meinde verletzt. Ich erlaube mir deshalb die Anfrage, ob beabsichtigt wird, eine Form zu finden, durch die derselbe Zweck erreicht wird, ohne den Art. 36 der Landgemeindeordnung zu verletzend

Irankreich.

Versailles, 21. Januar. In der Depurirtenkammer beantragte Ad­miral Touchard im Namen der Rechten, daß künftig zur Vernichtung einer Wahl eine Majorität von 2/s der Abstimmenden erforderlich sein sollte, und forderte gleichzeitig die Dringlichkeit für die Berathung des Antrages. Gam- betta widersprach der Dringlichkeit und beantragte die Vorfrage. Nachdem Caffagnac hieraus erwidert hatte, wurde die Vorfrage mit 312 gegen 186 Stimmen angenommen.

England.

London, 21. Januar, Abends. Im Unterhause erklärte Unterstaats- secretär Bourke auf Anfrage Stewart's: Die Ratificirung der Convention von

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

_____ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

««k ,^n0ele0cn6et der Friedensvermittilung zwischen Rußland und der Türkei hat die Haltung Deutschlands, wie man aus den Mitthetlun- ^^r knglischen Diplomatie ersährt, den Ausschlag gegeben; die übrigen Großmächte sind bereit gewesen, gemeinschaftlich zu interveniren, Deutschland hatte eine Intervention rundweg abgelehnt. Eine authentische Aufklärung über diese Weigerung Deutschlands liegt von keiner Seite vor, wir glauben jedoch annehmen zu müssen, daß das deutsche Reich auf diese Weise am besten den europäischen Frieden gewahrt hat. Denn wenn die Intervention fruchtlos aus- ge allen wäre dann hätten einige Großmächte jedenfalls Lust gezeigt, für die orientalische Frage das Schwert zu ziehen und Deutschland hätte schließlich nicht neutral bleiben können. Durch die Weigerung jedoch, sich an einer allge­meinen Intervention zu betheiligen, hat Deutschland als die erste Continental-

l rl ?) anderen Großstaaten außer England, welches auf seine Vorherrschaft zur See pocht, von einer Intervention abgeschreckt. Im £icfe H^ug Deutschlands zu würdigen wissen, n der russischeRegterungsbote" brachte vor wenigen Tagen eine Note, in .Her hervorgehoben wurde, daß das russische, Volk in seinen Siegen die ^tkn^ienste des Rußland befreundeten mächtigen deutschen Reiches für die russische Sache nicht vergessen möge.

Wils. S?s S indem ch Altchen, 1 diesem Ge. freien i,e Ur seit fei "4e> und 7' -°b«°den

, und sich Achtle pen Tagen ?!rt w'irden, .elcnke nach ge Bei^pie]e ' dass die- * der Gicht K,jrpertheile reifen, den- te.r Frist zur die Hombur- iweh gezeigt. ' der Mittel

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een®0 tehr NUN auch das deutsche Reich in Bezug auf seine q7 , "9 Außen glänzende Erfolge aufzuweisen hat, so wollen die inneren Angelegenheiten desselben doch nicht vorwärts kommen. Freilich sind innere evinem Bundesstaate wie Deutschland nur unter den größten ^.chw.erigkeiten durchzuführen, denn da kann man fast noch immer das Sprüch. ,DIt ?.1,Se"6cn »Biele Köche verderben den Brei." Wir befinden uns nun aver glücklich unter einem Hute und unter einem Rocke, also müflen auch noch in anderer Rtchtung gleiche oder harmonische Verhältnisse hergestellt werden. Kommentare zu den schwebenden Reformen wollen wir weiter nicht geben, denn mit wenigen Ausnahmen bis zu der am 6. Februar zu erfolgen- aen nrh^!n?i9»et^,lun9 fa|t überflüssig. Erst dann werden authentische Anfra- gen und entsprechende Antworten aus berufenem Munde gegeben.

eine 'rc8/-!!'* Preußen hat dem Bundesrathe einen Antrag über

en/sneirUe nnN, ®tt,D^ln9 der Tabakssteuer zugehen laffen. Dieser Antrag ausae^-ee 1873 von den Bundesraths-Ausschüssen

näl8 bnr. m C" ^er eine erhöhte Tabakssteuer. Handelt es sich tyV an^de^. m m?'^^°ülich° Steigerung der eigenen Einnahmen des Reiches flicken be T-r(tan untl insbesondere desjenigen Verbrauchs zu

l dem Bedürfnisse der großen Masie der Bevölkerung dient, auf w bes F"3 "! °d"° Schädigung seiner Gesundheit oder seines Er! aeaenllnnd'"n *?'?* bct Tabak als derjenige Verbrauchs- E welcher zuerst ms Auge zu fasten sein wird. Demnach wird

. der Tabakssteuer wahrscheinlich die bedeutsamste Berathungsvor-

>?t in 9iei^8t09c fein- - Das preußische Abgeordnetenhaus

tresspnb b » ^,en. Woche eine Menge hauptsächlich die Volkswirthschaft be- unhrf*n6P!!t7fteCItbatCnSlnfek8en^ilen erledigt, deren Nutzen zwar nicht zu wär.*» 1°"? ^er ohne politische Bedeutung bleibt. Eiwähnenswerth

e höchstens, daß man die Marpinger Wunderangelegenheit noch einmal in

* Gießen, 23. Januar.

3" den vielen schwebenden Fragen der äußeren und inneren Angklkgenheiten ging es in der letzten Woche mit Schneckenlangsamkeit weiter. Die Friedtnssrage im Orient steht noch fast auf dem alten Standpunkte, indem bis jetzt noch kein vollständiger Gedankenaustausch zwischen dem russischen und türkischen Cabinet stattgcfunden hat, denn die türkischen UnteiHändler dürften kaum seit dem 19. Januar Im russischen Hauptquartiere anwesend sein und TOB 01,8 AükM h-rvorgkht, Rußland mit dem Abschlüße eines

Waffenstillstandes auch nicht gar so eilig. Wenn auch Rußland gern Frieden fließen mochte, so Hot es das Woffenglück doch jetzt so entschieden aus seiner Gute, daß es den Türken noch gern einige Schlappen beibringen möchte, um s77'',^77°"E°»handlunge die Türkei am liebsten wie einenabgestochenen Schöps behandeln zu können. Als europäischen Culturstaat müssen wir die Türkei unter allen Umständen aufgeben und da also aus der Türkei für den Erdtherl nichts Gutes kommen kai n, so mag nur recht bald etwas Besseres an die Stelle der Türkei gesetzt werden.

Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem Stadtvorstand zu Friedberg gestattet, bei Anlaß des im

^Ot,1Cn' ^nd Pfcrdemarktes eine Verloosung von Pferden und andern landwirthschaftlichcn Gegenständen^mittclst 50W Loosen ä l>/2 Mark zu veranstalten und die Loose im Großhcrzogthum abzuseßcn. J ' t00,en

Es wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

Gießen, 21. Januar 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

_______ Dr. B o e k m a n n.

zeigen.

nädchen, welches hat, auf Osten:

nbler Ricker.

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lach em einfach Mmit Kost, für m Preisangabe Crv. d. Sl. <^60 uf doi\ getragenen mden, er, außer Cours Idtmälbtn, Anti- Zinn, Roßhaaren

ithenberger, veg 193, Ms zum Löwen" : Rattenpinscher

Von wem faßt

nstmäkchan Tkm'Mren Stock.

F Mädchen vom Antritt gesucht

; Exped. d. Bt * 1 ,ner gesucht von br^der^oh^

l Quartals! bonnwf.