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Handel und Verkehr.
Limburg, 20. März. (Fruchtbericht) Rolher Weizen X 20.10—19.30, Korn X 13 50—13.30, Gerste X 12.50-12 —, Hafer X 7.30-7.20. (DurchschntttS-Preis pro Malter.)
Frankfurt, 20. März. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war ziemlich be- fahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner X 2—3, Stroh per tkentr. X 2—2.40. Butter im Großen das Pfund 1. Qual. X 1, 2. Qualität 90 H, im Detail 1. Qualität X 1.15, 2. Qual. X 1 05—10. Eier, das Hundert X 5.10—6.50, Kartoffeln X 7 per 100 Kilo. Fleischpretse: Ochsenfleisch per Pfd. 65—75 Kuh- u. Rindfleisch 55 bis 64^, Kalbfleisch 60-70^, Hammelfleisch 50—63 Schweinefleisch 70-75 Erbsm, geschälte (per 100 Ktlogr.) 28—33 x, ganze Erbsen 24—28 X, Bohnen 25—28 X, Linsen 28—36 x
Frankfurt, 21. März. (Fruchtbericht) An unserem Montagsmarkte hatten wir einen recht beschränkten Verkehr und krankt das Geschäft offenbar an dem Mangel an feinem Weizen, während das starke Angebot unseres hiesigen unbeliebten geringen Landwelzens auf dem Markt lostet. Die von auswärts gemeldeten besseren Berichte wurden hier ignorirt. Unsere Müller klaaen über schwierigen Mehl-Absatz und sind zum Kaufen nicht disponirt. Es bleiben Prima-Weizen X 24-25, mittel X 23 bis 23.25, ab der Umgegend X 22 50—23. Roggen ab auswärts in mäßigem Angebot, wodurch der GeschSftsumfang dem bisherigen nachstand; französischer Roggen nur aus zweiter Hand mit X 17.60, norddeutscher X 17.25—50, hiesiger X 16.75—17 zu notiren. In Gerste wurde nichts gethan Hafer ohne Handel, die ordinären Sorte.r thun dem Geschält Schaden, je nach Qualität X 13—16. Hülsenfrüchte ruhig, nur Bohnen flau X 22 übrig. Am Mehlmarkt sehr lustlos. Futterstoffe fester. Wir notiren:
Mehl Nr. 1 41, Nr. 2 37, Nr. 3 X 33, Nr. 4 x 29, Nr. 5 X 23, Roggen
mehl % (Berliner Marke) X 24. do. II. (Berliner Marke) X 21, Weizen, effect. htes. X —, ab Bahnhof hier X 23—24, ab unserer Umgegend X 22.50—22.75, do. fremder je nach Qualität X 23—24, Roggen je nach Qualität X 16—17.25, Gerste X 19—23, Hafer X 13—16.25, Kohlsamen X —, Erbsen X 19—23, Wicken 17.—, Linsen X 19—23, Rüböl, detail, X 76. Stimmung ruhig. Hauptsächlich gefragt war nichts; dringend offerirt: sämmtltche Getreidesorten. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Lokal-Notiz.
Gießen, 22. März. Die Theater-Aufführungen von Mitgliedern des „Bürger- club" am Mittwoch Abend in Wenzels Saalbau waren außerordentlich besucht und gefielen die Leistungen der Dilletanten sowie auch der Capelle sehr. Die Einnahme zu Gunsten des Frauenveretns hatte den schönen Erfolg von 474 x 75 brutto. Dank den Mitwlrkenden für ihre Arbeit zum Besten der Armen und Bedürftigen!
Gießen, 22. März. Am nächsten Sonntag den 24. März wird Herr Emil PalleSke in der großen Aula der Universität eine Vorlesung halten. Das Programm verheißt Hauptscenen aus Schillers Wallenstein, den dritten Akt aus Shakespeares Julius Caesar und Fritz Reuter'sche Dichtungen.
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Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinolsiecatis, zum Einölen, Oelfarben, r^sch und hart trocknend, sowie alle sonstige Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt (1668
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Irischbäcker in Gießen.
Sonntag, den 24. März. LouiS Keil in den Neuenbäuen. Emil Sauer am Seltersweg. Wilhelm Lang in der Neustadt.
Kirchliche Anzeigen
evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Gottesdienst.
Sonntag den 24. März.
Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Nachmittags: Pfarrer Schlosser.
Mittwoch den 27. März.
Passionsgottesdienft in der Hospitalktrche.
Abends 6 Uhr: Gymnasiallehrer Stamm.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 24. bis 30. März besorgt Pfarrvicar Schöner
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kehrt; nur Widhin und Belgradschik bleiben vorerst von rumänischen Truppen besetzt.
Berlin, 21. März. Die gestern signalistrte Vorlage belr. organische Änderungen tm preußischen Ministerium ist dem Landtage bereits in der Form eines Nachtragsetats zug-gangen, wonach der Etat der Centralverwaltung der Domänen und Forsten unter den Etat des landwirthschastlichen Ministeriums eingestellt, ein eigenes Eisenbahn-Ministerium mit den aus dem Etat des Handelsministers darauf bezüglichen Positionen gebildet, der für den Ministerpräsidenten bisher ersparte Gehalt von 36000 M. für einen als möglich in Aus- llckt au nehmenden Miniller-Licepräsidenten verfügbar gemacht ist.
Konstantinopel, 20. März. Die russischen Schiffe, welche von Ruvukoere abgegangen sind, ankern bei San Stefano. Nachdem Savfet Pascha abaelehnt glaube man, V-fik Pascha oder Musurus Pascha werde die Pforte aus dem Congreffe vertreten. Sadullah Bey kehrt auf seinen Posten in Berlin
$ — Osman Pascha wird in Begleitung Reuf Paschas am Montag hier
erwartet. Derselbe wird mit großen Ehren empfangen werden. — Der italienische Gesandte, Corti, ist nach Rom berufen worden und reist heute dahin ab —- In Folge der Weigerung der Pforte, die Einschiffung der Ruffen in Buyukdere zu gestalten, bewerkstelligen die Letzteren die nothwendigen Arbeiten behufs der Einschiffung in San Stefano.
London, 20. März. Die „Times" veröffentlicht eine Analyse des offi- eiellen Textes des russisch-türkischen Vertrags, der im Wesentlichen mit der h„xjtß bekannten Version übereinstimmt. Die „Times" hebt hervor, Montenegro erhält einen Gebietszuwachs, zweimal so groß als die Montenegriner auf der Basis des „ut possidetis“ beanspruchen konnten. Dieser Gebietszuwachs liegt hauptsächlich in nordöstlicher Richtung. Serbien wird beträchtlich im Süden in der Richtung von Novibazar und Pristina vergrößert. Die bulga- rische Grenze läuft weiter westlich als zuerst angegeben, wird durch den Struma- Fluß gebildet und geht näher an Salonichi heran, nur wenige Meilen davon. Rußland macht die Concesston, daß nach einem Jahre nach Einführung der neuen Regierung in der Bulgarei Delegirte der Pforte unb der europäischen Mächte daran theilnehmen können. Der Vertrag schließt: Nach Auswechselung der Ratifikationen werden Zeit und Ort für den formellen Friedensschluß vereinbart; aber die Präliminarien sind nach der Ratifikation bindend.
London, 21. März. Unterhaus. Der erste Lord der Admiralität, Smith, bestätigte den Ankauf des brafiliauischen Panzerschiffes „Jndependenzia". Schatzkanzler Nothcote antwortet Copbell: Die Regierung werde das Mögliche thun die Pforte zu veranlaffen, daß sie den Krieg in den griechischen Provinzen beendige oder den civtlisirten Gebräuchen gemäß führe. Die Regierung warte auf ein- günstig- Gelegenheit, den jetzigen Zuständen ein Ende zu machen, könne in dieser Beziehung jedoch keine positive Zusage machen. Auf die Anfrage von Williams antwortet Northeote: 4 Panzerschiffe seien in der Bai von Jsmid, zwe, vor Gallipoli, 7 klein- Kriegsschiffe in verschiedenen Theilen beä Marmara-Meeres und au der Sulina-Mündung. Die Umstände, unter denen die britischen Schiffe die Dardanellen passirten, seien bekannt. Die Regierung sehe keinen Grund, der gegen die Zurückhaltung der Schiffe im Marmara-Meere spreche.
Eourteney kündigt für Montag eine Frage dahm an, ob Rußland den Unterzeichnern des Pariser Vertrags den Friedensvertrag mitgetheilt und ob es zugestanden habe, daß jede Macht eine Debatte über irgend eine Stipulation in deren Beziehung zum Pariser Vertrage herb-isühr-n könne; ob England verlange, daß der Vertrag den Mächten guf d-m Congreffe eollectiv zugehe und worin der praktische Unterschied zwischen jener individuellen und dieser collectiven Mittheilung bestehe?__________________________ ___
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