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Belgrad, 20. Septbr. In Folge der von den österreichischen Truppen i wiederaufgenommenen concentrtschen Action stnden bereits zahlreiche Uebenritte . von einzelnen kleineren Jnsurgenten-Ablheilungen über die serbische Grenze statt; ( dieselben werden sogleich an der Grenze entwaffnet und d:e dazu gehörigen - Mannschaften internirt- Die serbische Regierung beschloß nötigenfalls ihre Truppenlinie längs der Grenze zu verstärken.

Wien, 20. Septbr. DiePolit. Corresp." meldet aus Athen von , heute: Die von Achmed Mukhtar Pascha mit den Kretensern eingelöteten - Pacifications-Verhandlungen find in's Stocken gerathen. D-e Kretenser ver­langten die Wählbarkeit der Beamten und Richter, sollten die von Mukhtar hierüber ans Konstantinopel eingeholten Instructionen negativ ausfallen, so sollen die Kretenser entschloffen sein, alle Vorschläge Mukhtar's zurückzuwelsen.

Kassel, 20. Septbr. Die heutige Parade Hal bei prächtigem Wetter den glänzendsten Verlauf genommen. Se. Majestät der Kaiser fuhr im vier­spännigen Wagen bis zur Parade-Ausstellung, stieg hier zu Pferde und litt die Front ab; der Kaiser trug den rechten Arm in der Binde. Die Kaisenn folgte im sechsspännigen Wagen. Das zahlreich versammelte Publikum begrüßte den Kaiser enthusiastisch.

Berlin, 20. Septbr. Fürst Bismarck erkrankte nach seiner Rede am Dienstag am Neffelfieber; befindet sich jedoch wieder aus dem Bett. Der heutige Ministerrath erledigte die laufenden Geschäfte.

Rom, 20. Septbr. Anläßlich des Jahrestages des Einmarsches der italienischen Truppen in Rom legten der Syndikus und die Municipal-Junta Lorbeerkränze aus das Grab Victor Emanuel's und an der Porta Pia sür die damals Gefallenen nieder. Der Syndicus richtete bezügliche Telegramme an den König und an Garibaldi.

Wien, 20. Septbr. DiePolit. Corr." meldet aus Serajewo vom Heutigen: Durch die Erhebungen in der Angelegenheit- der Ermordung des italienischen Consuls Perrod wurde constatirt, daß am 2. August zwei Personen, auf welche das Signalement Pcrrod's und seines Begleiters, eines angeblichen Holzhändlers Lechner, paßt, bet Maglaj die Bosna überschritten und über Zepce gegen Wranduk fuhren. Bei der Mühle Omer Beg's wurden sie von 5 Tür­ken überfallen. Während der eine von beiden erschossen wurde, rettete sich der andere mittelst Durchschwtmmung der Bosna und fand Nachts Unterkunft in Kovane Cselo, von wo er am nächsten Tage gegen Zepce aufbrach. Auf dem Wege dahin wurde er abermals von 5 Türken, wahrscheinlich den nämlichen, überfallen, gebunden und geköpft- Die in die Bosna geworfenen Leichen der Ermordeten konnten trotz sorgfältigster Nachforschungen wegen des hohen Waffer- standes bisher nicht aufgesunden werden. Ebensowenig konnte etwas von den Effekten der Ermordeten ausfindig gemacht werden. Drei von den Mördern sind der That überwiesen, während zwei der Mitschuld verdächtige Türken sich in Gewahrsam befinden. Andere in gleichem Verdacht stehende Türken befinden sich in den Reihen der Insurgenten. Ferner wurde ein türkischer Kutscher aus Brcka verhaftet, auf welchem starker Verdacht ruht, den Mördern den Geld- befitz des Ermordeten verrathen zu haben. Weitere Erhebungen sind noch

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Denselben- Dem kn 23. Juni-

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jut Ecclesia, zur Kirche oder Gemeinde; es kann weder die ganze Fülle seines Lichtes an bett Einzelnen offenbaren, noch die volle Schönheit seines Cultus und seines Slttengesctzts, tote seiner göttlichen Ordnung überhaupt, verwirklichen ohne öle Gemeinschaft. Nun ist es einer Gemeinschaft von Menschen zu existiren unmöglich, es sei Denn, daß sie in bestimmten, ihrem Wesen cigeathümlichen Formen sichtbar und faßbar werde. In dem Reiche Gottes, oder der Kirche, gewinnt die Gemeinschaft Gestalt durch Formen der Lehre (Symbole), des GottesdienfteS (Ritus), des Sittengesetzes (Gebote), der gefellfchaitlichen Crbnung (Verfassung), der Diöciplill (Gesetze). In allen diesen Formen soll der Geist Gottes walten, und seine Kraft zur Eittsündi, gung und Heiligung der Menschen und zum Frieden der Völker wirksam sein, aber weder Jesus Christus selbst, noch einer seiner Apostel, hat sie fertig hingestellt und in unabänderlicher Gestalt den nachfolgenden Generationen überliefert: sie entwickeln sich unter menschlichem 6influn und mit menschlichem Einschlag. Daher giebt cS im Laufe der Zeit an dem Baume der Kircke dürre Aeste, und setzen sich Schmarotzerpflanzen an, und stellen sich Verkümmerungen und Hinderniffe des gesunden Wachsthums ein. Die Befreiung hiervon ist Die Reform Diejenigen, welche glauben, daß alle Formen, Die in und an der Kirche im Laufe der Zeit einmal geworden sind, bleiben muffen, habe keine Ahnung von bem Geiste und Leben derselben.

Die Symbole (der Lehre) sollenGeist unb Leben" athmen, der Ritus darstellenbie Anbetung im Geiste unb in btr Wahrheit", die Gebote zur Ausprägung bringen bie Macht her Liebe ober Den Geist des neuen Menschen, die Verfassung bie Erscheinung bes Geistes sein in Der Form ber persönlichen Freiheit unb btr Einheit ber Vielen und bie Gesetze der Ausdruck bes Geistes ber Crbnung, wie sie ben verschiedenen Ständen im Reiche Gottes entspricht.

Wir Alrkatholiken haben nun erklärt, baß die Symbole unb bie Sittengebote Durchaus ökumenischer Natur seien, unb daher jede Aenderung an dem wahrhaft Oekumenischen ihrerseits unstatthaft'sei. Wir nehmen düs Oekumenische an und unterwerfen es keiner Devatte, schließen aber die modernen Dogmen der römischen Curie, welche weder die Apostolieität noch die Autorität der Universal-Kirche für sich haben, von unserm Glauben aus.

Unsere Reform in ber Verfassung ist jeboch, freilich nachbem bie Revolution von Oben auf dem Vatikanischen Coneil die alte Ktrchenverfaffung in dem Cap. III Der Constitution Pastor äternus völlig über den Haufen geworfen, so gründlich gewesen, daß hierbei zuerst die Frage nach der Competenz hätte schwierig werden können. Allein der Unterschied der Competenz ter Synoden, von Der kleinsten bis zur ökumenischen, bezieht sich nur auf die Gegenstände, deren Competenz materiell überhaupt bei bet Kirche ist. Die Grundzüge der apostolischen Derfaffung zeigen überall die Kirche selbst, d. i. die Gemeinde, bie Vorsteher in Verbindung mit den Laien, als Träger alles Rechts. Diese Verfassung konnte entwickelt werden; sie aber zu vernichten, da­zu ist auch nicht einmal eine ökumenische Synode kompetent. Die ganze Ausbildung das Papal- Systems in Rom zum Universal-Episkopat ist daher eine Usurpation, die, trotz des faktischen Besitzes, von jeder einzelnen Gemeinde vor Gott unb ber Kirche rechtlich zurückgewiesen werden darf, ja soll. So war unsere Synobe allerbings zu der Zurückführung des reinen Gcmeinde-

: princips, der Synodal- unb Gemeinbe-Ordnung im apostolischen Geiste, befugt.

Sehnlich verhält es sich mit ben Reformen hinsichtlich bes Ritus (nicht bes Lullus an sich, ber wesentlich ist, fonbem ber äußern Form desselben) und der Disciplin. Wer von einer beantragten Reform behauptet, daß sie nicht zur Competenz unserer Synode gehöre, der hat ju- erst zu beweisen, daß Dasjenige, dessen Beseitigung oder Abänderung bezweckt wird, auf kompetente , Weise in bie Praxis gekommen ist. Unb bas kann nur geschehen an ber Hanb des Tradition»' . Principes nach seiner vollen katholischen Bedeutung, in welcher es von der heiligen Schrift und der apostolischen Kirche nicht getrennt werden darf.

Die Traditionsregel ist das Formalprincip für alle kirchlichen Reformen, auch da, wo ein nach dem Geiste des Evangeliums unb ber Kirche rechtskräftiges Gesetz, in welchem der darin enthaltenen sittlichen oder sittlich religösen Wahrheit durch die menschliche Schwäche Irr- thum sich beigemischt, durch die Reform von diesem Irrthum befreit wird. Jede Gesetzgebung, auch die reformatorische, muß ein Ideal vor Augen unb zum Ziele haben, und dieses Ideal kann 1 bei der kirchlichen Gesetzgebung nur der göttliche Gedanke vom Reiche Gottes in seinen mannig-

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Handel und Verkehr.

Gießen, 21. Sept- Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per P'» X 11.10, Hühnereier, per Stück 56 4, Käse, per Stück 59 H. Käsewatte. vc Stück 3 ^1, Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Ltter 20 Tauben, Dad Paar 50 Hühner, per Stück X.70, Hahnen, per St. X 50, Enten, per Stück X 1> Kartoffeln, 100 Kilo X 5.40. Ochsen fletsch 70 72 4 per Psd.. Kuh- und Rtndfleiltz 5262 Schweinefleisch 6668 4, Kalbfleisch 56-60 4, Hammelfleisch 6070 ±

Auszug a. d. Standesamtsregiktern des Standesamts Gießer.

Vom 14. btS 20. September 1878.

Geb-rene. Ä ,

7. Sept. Anna Marte, Tochter des Bremsers bei der Main-Weser-Bahn Kal Bachmann. 12. Wilhelm. Sohn des Zugführer- bet der Cöln-Gteßcner Bahn Konrs> Freitag. 10. Marte Katharine, ein außereheliches Kind von auswärts. 13 Mar« Louise, Tochter des Fabrikarbeiters Johannes Keller. 10. Dem Hautboisten im II- Grog- Hessischen Infanterie-Regiment Rr-116 Karl Medebach, ein Sohn, noch ohne Vornamen

im Zuge.

London, 20. September.Standard" meldet: England und Deutsch­land ertheilten den Befehlshabern ihrer Flotten in den chinesischen Gewässern identische Weisungen behufs Vorgehens gegen die Piraten.

Bukarest, 20. Septbr. Ein (Kommuniques imMonitorul" wider- spricht der Behauptung desJourn- de St- Pvtersbourg", wonach in Bessara­bien große Unordnung herrsche. Polizei, Gerichte und Armee verbleiben (dem Communtquö zufolge) auf ihrem Posten und werden biS zum Eintreffen der russtschen Bebörden zu sunctioniren fortfahren.

London, 21. Septbr. Nach einer bei dem Kriegsamte eingeganqenen Depesche ist der Gesundheitszustand der Truppen auf Cypern ein unbefriedi­gender. Von 2622 Mann erkrankten seit ihrer Ankunft 400, von welchen 21 starben. .

Hamburg, 21. Septbr. Gestern Abend 6i/2 Uhr fand in der am Grasbrook gelegenen Theerstederei eine Explosion statt. Die Theersiederei brannte vollständig nieder. Zwei Personen kamen um's Leben; eine dritte Person ist lebensgefährlich verletzt.

Wien, 20. Septbr.Daily Telegr." meldet aus London: Der Sul­tan versagte plötzlich die Genehmigung der von Oesterreich vorgeschlagenen und von den türkischen Ministern bereits für annehmbar erklärten Convention; die kaiserliche Jrade darüber ist stündlich zu erwarten.__

Da ber Beschluß ber fünften Synode ber Altkatholikenbaß bas nach bem kanonischen Rechte für die römisch-katholische Geistlichkeit bestehenbe Cölibat-Zwang-Gesetz für Geistliche, bie bet altkatholischen Gemeinschaft angehören, nicht verbinblich sei" vielfach irrige Auffassungs- Weisen über bas Wesen unb die »ebeutung ber altkatholischen Bewegung erzeugt hat, so erlaube ich mir folgenbcn Hirtenbrief bes Hochwürbigsten Herrn Bischof Reinke ns, ber sich an ber Spitze Des amtlichen altkatholischen Kirchenblatts beffnbet. hiermit zur allgemeinen Kenntniß der­jenigen zu bringen, die sich für die altkatholische Bewegung interessiren.

Den im Glauben der Väter verharrenden Katholiken des Deutschen Reiches.

Gruß in bem Herrn!

Unsere 5. Synobe hat beschlossen, baß ein nicht auf ökumenischer Disciplin beruhendes kanonisches Gesetz ber römischen Kirche, welches auch kein Kenner bes Evangeliums unb ber Kirchengeschichte als zum Wesen der katholischen Kirche gehörig zu bezeichnen wagte, auf ben altkatholischen Cletus nickt mehr angewenbet werben solle. Dieser Beschluß ist einigen um un­sere Gemeinschaft verbienstvollen Männern zum Anlaß geworben, uns fortan ihre Mitwirkung bei der Rettung ber Gewissen dem Vatikanum gegenüber zu versagen. Sie hatten sich beim Eintritt in unsere Bewegung keineswegs grundsätzlich gegen bie Vornahme von Reformen erklärt, im Gegentheil principiell beren Ndthwenvigkeit ausbrücklich anerkannt, auch im Laufe ber Zeit einzelnen, sehr wichtigen, zugestimmt. Rur bie materielle Beschaffenheit ber jüngsten Reform, bie Art, wie sie verlangt unb wie dieses Verlangen von Einigen populär zu machen versucht worden ist, und die ihnen auftauchenbe Frage, wie weit etwa bie Competenz unserer SynoDe sich erstreckte, war es, woburck sie bestimmt würben, die Arbeit für unsere Gläubigen einzustellen unb benselben ihre hülfreiche Hand zu entziehen. Eines läßt sich babei nicht läugnen: baß nämlich burch bie Art bet Behanblung jener Reformfrage in einzelnen Fällen, unb auf verschobenen Seiten, Grund zum Tadel gegeben worben ist.

Um ähnlichen Vorkommnissen für bie Zukunft vorzubeugen, ist es burchaus nothwenbig, daß allerseits Klarheit über Begriff und Ziel ber Reformen innerhalb der katholisckcn Kircke gewonnen werbe, damit sowohl Besonnenheit in ber Beantragung einzelner Reformen, als Würbe in der Behandlung derselben, herrsche, unb anberseitS kein Zweifel über bie Competenz entstehe.

Die folgenden Gedanken sollen dazu beitragen.

Das Christentum will jeden einzelnen Menschen erleuchten, heiligen unb in Gott beseligen, die Wahrheit des Evangeliums macht ihn frei, indem sie ihm seine Würde (Gottebenbildlichkeit) offenbart, und Dadurch daS Bewußtsein seiner Selbständigkeit im Reiche Gottes erzeugt, ihm zeigt, daß er ein Ganzes für sich ist, mit selbstständiger Ausgabe unb Verantwortlichkeit, berufen iur Freiheit ber Kinber Gottes, bie ber Sünbe gestorben, Christo leben, Eins mit seinem Geiste. Iber Dieselbe Wahrheit will auch jeben Einzelnen belehren, baß er nicht das Ganze ist, daß sein Erkennen unb Wollen nicht bas Maß für alle ist, daß Demuth ihn zieren soll, baß Hin­gebung an bie Gemeinschaft ber Brüder zur Pflicht werde. Das Christenthum führt nothwenbig

altigen Strahlen sein.

An bie Stelle der echten Trabitionsregel hat sich nun aber in ber römisch»katholische» Kirche, in Folge ihrer Veräußerlichung, unD ber Unwissenheit ber Massen in Betreff ber wahren Geschichte ber Kirche, an bie Stelle ber Traditionen die Gewohnheit von einigen Jahrhunderten, oft nur von einem ober einem halben Jahrhunbert, gesetzt. Schon nach zweihunbertjäbrigem Bestände ber Kirche richtete ein scharfblickender asketischer Mann bie Aufmerksamkeit auf biese Verwechselung, inbem er bemerkte, Christus habe nicht gesagt:Ich bin die Gewohnheit", sondern:Ich bin die Wahrheit". In der modernen Jesuitenkirche des Vatikans hat man cs versucht, bie kirchliche Tradition zu ersetzen durch die Schulmeinung. Man hat den Unterschied der wissenschaftlichen Schulen Durch Denunciation, Beschlüsse Der Index-Kongregation, und Unter­drückung der Wirksamkeit unabhängiger Gelehrten, beseitigt, und die scholastische Jesuitenschulr zur Alleinherrsckaft gebracht; sammelt nun die Stimmen der Theologen, wie wenn es noch Vielt wären, da doch alle zusammen nur das Echo ber Einen Jesuitenstimme sind, nennt das blt sententia communis (bie allgemeine Meinung) ober communissima (die am meisten allgemeine), unb verdrängt damit bie uralte Tradition. Um Die Sache ganz bequem zu haben, erklärt man Den Pabst von Rom für unfehlbar, und dieser sagt nun:Die Tradition bin ich " Doch das ist frevelhaft unb Verrath an bem katholischen Princip.

Das Concil von Trient hat noch ben rechten Begriff von der Tradition, wenn es Den­selben bei seinen Beschlüssen auch nicht überall, unb nicht konsequent, angewanbt hat. Dasselbt lehrt (8sss. IV.)Diese Traditionen haben bie Apostel aus dem Munbe Christi selbst empfangen ober als Diktat bes heiligen Geistes, von ben Aposteln sind sie bann gleichsam von Hand ]U Hand Überliefert auf uns gekommen." Unb ferner:Sie sind durch die ununterbrochene Sukcession in der katholischen Kirche bewahrt." Die Beweiskraft der Tradition beruht also auf der Eontinuität von den Aposteln her.

Aus diesen Erörterungen ergiebt sich Folgendes: Wer eine Reform in Bezug auf om Ritus ober hinsichtlich ber Disciplin beantragt, muß erstens erfüllt fein von der Anbetung in Geiste unb in ber Wahrheit, beziehungsweise von dem Geiste der Ordnung im Reiche (Bottfi, unb zweitens von bem Trabittonsprincip geleitet werben, was nur möglich ist, wenn er tc8 betreffend Objekt der Reform in seiner ganzen historischen Entwicklung vor seiner Anschauurz hat. Dieselben beiden Forderungen sind auch an Denjenigen zu stellen, welcher eine beantrag! Reform bekämpft, oder durch Bestreitung der Competenz sie abweisen will.

Der Friede und die Einheit werden nicht gestört, wenn außerdem keiner höher von ii? denkt, als sich geziemt, keiner die Brüder gering achtet oder Uebeles von ihnen redet, unb Jev« Dem Anbern in Ehrerbietung zuvorkommt. Und wenn wir schließlich die Jüngerschaft des Herir stets dadurch darthun, daß wir einander lieben, wie der Herr uns geliebt hat und bis an's Eule liebt, so wird der Segen Gottes des Allmächtigen auf uns unb auf unfern Arbeiten ruhen

Joseph Hubert Reinkens, katholischer Bisckof.

Zugleich füge ich hinzu, daß sich die amtliche Ausgabe ber Sammlung von kirchlich» und staatlichen Vorschriften für bie altkatholischen Kirchengemeinschaften, unb auch bie amtlicte Ausgabe ber Verhanblungen sämmtlicher Synoden der Altkatholiken, sowie das amtliche al- katholische Kirchenblatt in meinen Händen befinden, unb von allen bie sich für bie altkatholisäe Bewegung interessiren, eingcsehen werben können._____________Professor Dr. Wi l brand

Hehlffiberlehi. Mflgethetlt von dem AgeMen des Norudeuttchen Noch U. W. Dietz in G t e ß e n.

Southampton, 18. September. DasPostdampffchiffDonau, Capt. R.Busstui, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 7. September von Newyork abg» gangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und b» nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 5 Ute Nachmittag« die Reife nach Bremen fortgesetzt. Die Donau überbringt 150 Passagier rind volle Ladung.______________________________________________________________

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