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8 Paris, 20. August. Der „Agence Haoas" wird aus Ragusa gemelb-t: Die Insurgenten sind vor Stolac concentrirt. Der Anführer der Insurgenten Ademosukow ist, wie versichert wird, gefallen.
Bern, 20. August. Der Ständerath hat den Zusatzvertrag zum Gott- hardbahnvertrag ratificirt und den Suboentionsbeschluß des Nattonalraths mit 35 Stimmen als Gesetz angenommen. Es wurde keine Stimme dagegen ab. gegeben. Vier Mitglieder waren abwesend Und vier enthielten sich der
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Paris,
Schweiz.
Bern, 19. August. Der Ständerath hat mit 31 gegen 9 Stimmen beschlosien, auf der Grundlage des Nationalraths-Beschlusies in die Berathung der Gotthardt-Frage einzutreten.
Rußland.
Petersburg, 17. August. Die russischen Behörden unterdrücken jetzt
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Alexandrien, 20. August. Der englische Finanz-Delegrrte Wi ton hat dem Khedive einen vorläufigen Bericht der Enquete-Commission überreicht.
Wien, 20. August. Der „Pröffe" wird gemeldet: Aus Blaschnj vom 18. d.: Nach einem 12stündtgen Marsche haben die Oesterreicher bet großer Hitze gestern hier Biooüac bezogen. Die Bevölkerung von Kiselzak begrüßte den Commandirenden durch eine Deputation. " Aus Brood, vom . d Das erste Bataillon des 70. Infanterie-Regiments, welches die Garnt on in Gradatschatz bildete, begab sich nach dem Rückzüge des Grafen Szaparu hierher, wurde südlich Schamatz von 3000 Insurgenten angegriffen, schlug dieselben, nahm ihritU eine Kanone und 12 Gefangene ab. Das Bataillon verlor 14 Manu nn Todten und Verwundeten. Mit dem Bataillon kam hierher Mehemed Beg, der reichst- Grundbesitzer von Tuzla. Tuzla joH durch das SBom6atbtm.nl Szapary's ganz eingeäschert sein. ’ ' , , tc ■ «
5 Wien, 20. August. Die „Polit. Corresp." meldet in einem officiellrn Telegramm aus Konstantinopel vom 20. ds.: Die Pforte verlangte von Hast; Pascha Aufklärung über die an den F.-Z.-M. Phllippooic entsendete Deputation ans Serajewo. Gleichzeitig erneuerte die Pforte ihre Befehle, jeden Widerstand einzusttllen und die österreichischen Truppen als Freunde zu empfangen. Br« dauerlicher Weise lauten aber die der Pforte aus Serajewo zugehenden Nachrichten ungünstig und beweisen, daß ihre Autorität von dem provisorischen Comite gar nicht mehr anerkannt wird. Kein Telegramm der Pforte darf ohne Bewilligung eines der 60 Jnsurgentenchefs der Bevölkerung kundgegeben werde--. Hadschi Loja, der sich zufällig selbst verwundete, befahl, jeden in die Hände der 1 Insurgenten fallenden österreichischen Commandanten aufzuhängen. 2 ^.urrei j und 2 Christen, welche die Zahlung der Contributton verweigerten, wurden au* gehängt. Gleichzeitig wurde ein tendenziöses Gerücht verbreitet, daß die kro- tischen Truppen der östetreichtschen Occupattons-Armee den Gehorsam verweizeri und maffenhaft desertirten. Die Jnsurgentenchefs sollen beabsichtigen, Serajew in Brand zu stecken, ehe sie es den österreichischen Truppen überlassen. Auf br Pforte selbst hat der österreichische Botschafter Zweifel darüber ausgedruckt, c» die Befehle der Pforte den geeigneten Eindruck hervorbringen werden.
Wien, 20. August. Ein Bericht des F.-Z.-M. Philippovic aus Ser? iewo vom 19. besagt: F.-M.-L. Tegethoff bestand bet Kakant am 15. d. ea Gefecht gegen dte Insurgenten und besetzte, nachdem er die Insurgenten nah langem erbittertem Kampfe zurückgeworfen hatte, am Disoka, woselbst , große Mafien Munition und Waffen vorfand. Seine Verluste sind: 2 Ost- ciere, 80 Mann verwundet, 4 Mann tobt. - Nach einer am 18. d., Naä- mittags, vorgenommeven Recognoscirung gegen Serajewo wurde am 19. k-. Morgens, von drei Colonnen ein Angriff auf Serajewo unternommen, W dichter Nebel begünstigte den Anmarsch der Colonnen, welche ohne Verlu" die ihnen angewiesenen Punkte erreichten. Nach einem mehrstündigen Geschu-' kämpfe gegen das Castell und nachdem die Insurgenten bei KratMseo gänzlich zurückgeworfen worden waren, und um halb H Uhr Dormittaz durch Auffahren von Gebirgs-Geschützen auf den Hohen von Debelo Brdo ii Citadelle zum Schweigen gebracht worden war, ging die Infantes Schwärmen gegen die Stadt vor, wo sich der denkbar gräßlichste Kanp entspann. Aus jedem Hause, jeder Fenster- und Thürspalte wurden unser Truppen beschaffen. Selbst Werber und Verwundete nahmen an dem Kams Theii, welcher bis 1V3 Uhr Nachmittags währte. Unglaubliche Scenen wild- Fanatismus spielten sich ab; nur der Gutmüthigkeit und der Dtscrplin un ete Truppen ist es zu verdanken, daß dte Stadt nicht wesentlicher geschädigt wU d Einige Häuser wurden indeß ein Raub der Flammen. Die Verluste sind le. nicht unbebeutenb. Nach beenbetem Kamps- unb gLvzlich-r B-f-tzung
Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Torrespondear-v«rea«.
Wien, 20. August. Nach einer aus Doboj eingelangten Meldung wur- b-n bibTr Upp-N b-s ©rufen Izapary (20. Dtviflen) gestern Abenb angegriffen. Nach -it«m längeren G-s-chl- würbe b-t Angriff zutückg-schlag-n. F-lbmat. »-"LI3,TS*’ÄS=««-• -»b-
rssr k »SwtsSÄ Weitere Jnsurgentenschaaren sind unter mehreren Abtheilungsführern in Zuzu- 9C5UT Konstantinopels Die Vertreter Enzlands Fra^
und Deutschlands sind von ihren Regierungen tnstrurrt worden, die Pfort n entschiedener Form zur stricten und rückhaltslosen Durchführung des BeUtner Vertrages zu rnähneü. Die Exemplare des Berliner Vertrages mit der Rati- fication des Sultans sind gestern der Pfyrte zugeMen.
Belarad, 20. August. Nachrichten aus Jdanica zufolge sind mehrere Tausende reguläre türkische Truppen aus Bosnien ohne Ofstciere durch Sienitza durchmarschtrt. Unter den bosnischen Ttuppen un Sandschak Novibazar fei eine starke Desertion eingerifien. Die Deserteurs begäben sich nach H^se. Die Arnauten in Prisrend sollen aus Konstantinopel telegraphische Weisung erhalten haben, gegen die österreichischen Occupatwnstruppen Nichts )» unternehmen. Die Vorbereitungen zürn Widerstande in Sienica sollen demnach auch allmälig laüer betrieben werden. ._ , ,
Wien, 20. August, Abends 5 Uhr 55 Mtn. Serajewo ist nach heftigem Kampfe von den österreichischen Truppen am 19. d. genommen. Details
zu entscheiden hatten und in der Superrevision ihrer , lungen ausscheidet. beutiaen Morgenblättern entnehmen wir noch folgende
in welcher auch Louis Grothe-diei Ile&ten teoen \ ßu(f, Stattgerichtsrath Hollmann, Einlieferung war«nzu^gen Ob.rstaatsa w ftraut§, Prediger Heinicke, der
Director und J^pector- der AMrmr, , ", G^ichtsboten Dtetze, Ackermann und Commissionsrath Dilter, Castellan Kroy TOhe§uttbeil voraelesen und Oberftaats- Schmidt. Nochmals wurde ihm sodanudaedem Todescandidaten anwalt v. Luck in Begleitung des D.rec ors oet■ reunrütblöe^ Bekenntniß seiner Schuld cTletd)tcrn. 21^ 0« o ,0 , , öeiübt zu haben, antwortete Hodel
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WNZZWLIßckVM mit hem (Sdftltoen -^a wenn Ich in anderer Luft aufgewachsen wäre, wäre es vtel- S n Smorben- nuu muß es wohl aus sein. Wäre ich anders erzogen worden,
MM-WÄZMMMZ ^w^gestr^gen^Morgtn^gebtent^hat,'^auö^^deve Nch^MSttifch-n °P»°U>-!^Mu!eunt. einem hiesigen Äugfchmied, Großmann, die Anfertigung eines neuen Richtbdls für csö iel’icfaen ^?all übertragen worden. Das Beil konnte jedoch wegen technischer wOchem sich kä >»•“ uff £S»»« Mad-MMck w-IL-S von d-r Form -Ines groben SchlLchttrb-ttS, mit gerader Schneide mrleben und vomüalich oerftähtt ist, übergab d-r Dirigent des Mttseum- auf ergangene Reoui iiion am Donnerstag Mittag dem Scharfrichter KraMS, nachdem-s mit einem besonderen StempU versehen worden war. Am Nachmittage ließ der Scharfrich^ter das Nl scharfen Ä wie es Sitte ist, des besseren Aussehens wegen poliren ;^umi 6 Uhr in der ^rübe tbat das Beil seine Schuldigkeit. Gegenwärtig hangt es wieder friedlich an seinem alten Platze unter den Rechtsalterthümern über dem B ock, auf welchmr der »Rninflninr’ er Ereck' binacrichtet und unter der breiten Lederbinde, mit welcher Czech s (' ef fkit wurde Unter dem Beil hat die Directlon folgende Inschrift anbrinaen lofi ? AM 11 Mai 1878 schaß d-r 'm-mpn-rg-f-ll- Höd-I in B-rlin “unter ben «Kn-mit einem R-nola-r auf ®e. Majestät, den Deutfch-n K-i -r nnd tixnin 0Dn mreufun Wilhelm; am 10. Juli wurde Hoiel duich das königlichv Kammeraer.cht zu Berlin zum Tode verurtheilt, am 8. August dies Urtel Allerhöchsten . bdtätißt unb ööbel am 16. besselben Monats im Hofe des Abllenbefangnisscs zu Moabit in BerUn durch den Scharfrichter Krauts mit diefem Beil enthauptet." Utber ] bie nnrapoßnaene Reouisition und die Ablieferung des Beils <st amtlich die strengst' Verschwiegenheit beobachtet worden und obwohl am Donnerstag Besuchstag im Mar- kischen Museum, auch daselbst ziemlich viel Publicum anwesend.war, von letzterem da. , fehlen des Richtbeils anscheinend nicht bemerkt worden. Der ülotz, auf welchem Hodel , binoerichtet ist, ist besonders angefertigt worden, hellroth angesttichen und genau von der ^Beschaffenheit der drei Blöcke im Museum; eben so ist diei bei Hodel benutzte, auf jeder SUte mit drei Knopflöchern versehene lederne Kopfbinde gleich der Czech schen ausgestatiet. Tas neue Richtbeil, welches der genannteZeugschmted fertigt,dürfte am Ende auch bald zur Verwendung kommen. Es heißt auch, das Todesurtheil des Raubmörders Thürolf sei bestätigt- m rM
Düsseldorf, 14. August. Das Allgemeine Deutsche BundeLschießm hat den allseitig gehegten Erwartungen keineswegs entsprochen. So prächtig der Aufzug am ersten Tage verlief und so sehr die Stadt alle Kräfte aufg^ boten hatte, um das Fest zu einem großartigen zu gestalten, so stellte es sich doch bald heraus, daß es an der Hauptsache, nämlich an Schutzen fehlte. Statt der erwarteten 3 bis 4000 fremden Schützen stieg die Zahl kaum über 500. In Folge dessen werden diejenigen Bürger, welche zu dem Garantiefonde gezeichnet haben, ziemlich tief in die Tasche greisen muffen, um das sehr erhebliche Deficit (160,000 JL) zu decken. Dte großartig angelegten Gebäude auf dem geräumigen Schützenplatze hofft man im nächsten Jahre für eine Ausstellung zu verwer- tben. Daß das Fest den gehegten Erwartungen nicht entsprochiN^liegt einmal n den schlechten Zeitverhältniffen, sodann aber meint man, sei dte Schützensache tn Norddeutschland überhaupt nicht so populär, wie in Süddeutschland und vollends in der Schweiz. Außerdem ist nicht zu vergeffen, daß die Begeisterung für die Schützensache überhaupt nicht mehr auf der Höhe steht, wie im Anfänge der sechziger Jahre, wo mancher den deutschen Kaiser noch in der -Lchützen-Joppe suchte. Das nächste Schützenfest soll in Straßburg gefeiert werden.
Entsch-tbung-n bukch bi- mit größerer ®tlen9e “’LL’un" iebe in'Rußland T^l-Mmm- werter «n. ~ Wir mbtlen bis über bebeullattee ft,ctdifhf<bi-sbejügUch- SWr-?nte,em°D^Zchk der in Petersburg unb Moskau B-rh-s' teten ist sehr groß. ________________ _


