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6. Bauwesen des Kaminfegers Zweich.
7. Gesuch des Maurers H. Capeller um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung.
8. Die Frtedhofsordnung.
S. Gesuch um unentgeldliche Abgabe von Kies aus der städtischen Grube.
10. Die Benutzung der öffentlichen Straßen mit schwerem Fuhrwerk.
11. Die hiesige Reichsbankaebenstelle betreffend.
12. Kostendecreturen-
Gießen, 19. Febr. Unsere Leser wissen bereits, daß die sog. „Jubiläumssang er" auch hier eine Aufführung veranstalten werden. Es wird vielleicht nicht Ohne Interesse sein, hier die Stelle aus einem Berliner Blatte wiederzufinden, welches die Etgenthümttchkeit dieser Aufführungen hervorhebt. „Das Programm", schreibt die „B. Ztg.", „ist zusammengesetzt aus Originalweisen, die theils schon afrikanischen Ursprungs, thetls aber auch aus der Kultur entnommen und von Sklaven für den eigenen Gebrauch zurechtgemacht sind, mit denen sich noch vor zwölf Jahren die armen Schwarzen ihr hartes Loos zu versüßen suchten, wenn die Arbeit vorüber war und die Peitsche be6 Aufsehers nicht mehr über ihnen schwebte. Es sind seltsame Gesänge; so seltsam, wie sie hierorts wohl noch niemals gehört worden sind. Meist athmen sie eine ganz etsi-nlhümliche Schwermuth, die sich aus der Natur der Sache wohl leicht erklärt. Die Einzelstimmen freilich können die Eiqenthümlichkett des Negerorgans nicht verleugnen; das Ensemble aber ist vorzüglich. Besonders anerkennen muß man die genaue Abwägung der dynamischen Schatttrungen, vom stärksten Forte bis zum leisesten Piano; besonders gelingen die Schlüffe, ein allmähltges Verhauchen des Tons bis zum leisesten Verschwinden. In den Unisonos, die in allen diesen Gesängen übrigens eine große Rolle spielen, singen Alle wie mit nur einer Stimme, was Alles das genaueste und sorgfältigste Studium ooraussetzt." Da diese Concerte den Zweck haben, die Mittel herbeischaffen zu helfen, um für die Farbigen in Amerika Unterrichtsanstalten errichten zu können, in denen ihre Lehrer, Prediger und Missionäre aus ihrer eigenen Mitte aus- geirildet werden können, so verfehlen wir nicht, unsere Leser hiermit auf das Concert ganz besonders aufmerksam zu machen.
Gießen, 19 Febr. Ein Dienstmädchen wurde gestern wegen Verdacht des Kindesmords verhaftet. Das Kind fand man in ihrem Koffer vor und wird die heutige Leqalsection constatiren ob dasselbe lebend zur Welt gekommen.
--Die Spaziergänger auf den Schooren um die Stadt beklagen sich über den daselbst angesammelten Schlamm. Und mit Recht. Nicht allein Spaziergänger, sondern auch Kinder, welche zur Schule müssen und Andere, denen ihr Weg über eine Schoor führt, haben das Recht, daß ihnen ein besserer Fußpfad geboten wird. An wem die Schuld liegen mag, wollen wir vorerst noch nicht untersuchen, sondern hoffen, daß durch diese Notiz Anregung zur Besserung gegeben wird.
Handel und Verkehr.
Gießen, 19. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 90 Hühnereier, per Stück 8 Gänseeier per Stück - H, Enteneier, per Stück 8—9^, Käse, p. Stück 5—12^, Käsematte, p. St. 3 X Erbsen, 1 Liter 22 a Linsen 1 Liter 25 Tauben, das Paar X 1.20, Hübner, per Stück X 1.80, Hahnen, per St. X 1.80, Enten, per Stück X 3.—, Kartoffeln, 100 Kilo 7 x 60 X Ochsen- fleisch 64 u. 70 H per Pfd., Kuhfleisch 50 u. 60 Rindfleisch 50 u. 56 X Schweinefleisch 60—64 H Kalbfleisch 50, 54, 56 u. 60 H, Hammelfleisch 60 H.
Frankfurt, 16. Febr. Der heutige Heu- u. Stroh-Markt war ziemlich gut be- sahren. Heu kostete je nach Qualität p. Ctr. X 2.50—3.50, Stroh p. Etr. X 2—2.30 Hutter im Großen das Pfund 1. Qualität 75 H, 2. Qualität 70 X im Detail 1. Oual. X 1, 2. Qual. 90 H. Eier, dos Hundert X 7—8.40, Kartoffeln X 6.50—7 per 1OO Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 H, Kuh-u. Rindfleisch 55 bis 64^, Kalbfleisch 60—75^, Hammelfleisch 50—63 H, Schweinefleisch 70—75 X Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 28—33 x, ganze Erbsen 24-28 x, Bohnen 25-28 X, Linsen 30—38 x Tannäpfel per Hectol. 50 H. Buchenscheitholz per Quadrat-Meter X 10.40—12 55, Tannenscheitholz «X 6.50—8.50.
Frankfurt, 18. Febr. Der heutige Viehmarkt war schlecht befahren. Angk- trieben waren circa 3OO Ochsen, 160 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 200 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 73-75, 2. Qual. X 68—70 Kühe und Rinder 1. Qual. «X 60—63, 2. Qualität X 52—54, Kälber 1. Qual. X 70-72 2. Qual. X 60—62, Hämmel 1. Qual. X 60—63, 2. Qual. X 50—54.
Frankfurt, 18. Febr. lFruchtbericht.) Die alte Lustlosigkeit machte sich auch am heutigen Markte geltend und die Umsätze waren ohne Belang. Weizen ab Umgegend X 22.25—22.50, fremder wenig gethan, X 23—24 übrig. Roggen trotz festerer Berichte von Frankreich vernachlässigt, X 17.50, russischer X 16 50, Hafer und Gerste ohne Handel. Mehl sehr ruhig. Futterstoffe fest. Wir nottren heute:
Mehl Nr. 1 X 41, Nr. 2 X 37, Nr. 3 X 33, Nr. 4 x 29 Nr. 5 X 23, Roggen mehl % (Berliner Marke) X 24, do. II. (Berliner Marke) X 22, Weizen, effect. hies., X —, ab Bahnhof hier X 23.—, ab unserer Umgegend X 22—22.50, do. fremder je nach Qualität X 23—24, Roggen je nach Qualität X 16—17.50, Gerste X 19—23, Hafer X 13—16—, Kohlsamen X —, Erbsen X 19—23, Wicken X 17.—, Linsen X 19—23, Rüböl, detail, X 80. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war nichts; dringend offerirt: sämmtliche Getreidesorten. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht = 100 Kilo.)
Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 18. Februar. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 441 Ochsen, 215 Kühe und Rinder, 680 Schweine. Der nächste Markt ist am 14. März l. Js., zugleich Pferdemarkt.
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrath von Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsraths Dr. Karl von Krug.
1054) Anmeldungen zu dem Bezüge von Zinsen aus den oben bezeichneten Stiftungen, welche nach Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 16. September 1875 an 30 Stadtarme, deren Auswahl dem Stadtvorstande zusteht, ausbezahlt werden sollen, sind bis zum 1. März schriftlich oder mündlich bei der unterzeichneten Stelle einzubringen.
Gießen, am 18. Februar 1878.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm.
Bekanntmachung.
Handwerker - Zeichneufchule
1051) Um dem Bedürfnisse der hiesigen Handwerker-Schüler zu entsprechen, ist nunmehr außer dem täglich offenen Zeichnensaale, unter der Leitung des Herrn Architect Hug auch eine Zeichnenschule Abends von 7 bis 9 Uhr, 2- bis 4mal wöchentlich eröffnet worden, in dem Locale des Gewerbvereins in der Weidgaffe. Anmeldungen dazu können daselbst bei Herrn Architect Hug
geschehen.
Gießen, den 18. Februar 1878.
Der Vorstand des Localgewerbvereins in Gießen Dr. H. v. Ritgen.
Jagdverpachtung.
Indem Hindernisse halber die heutige Verpachtung der Gemeindejagd nicht statt fand, so wird auf
Donnerstag den 21. d. MtS., Nachmittags 31/2 Uhr, anderweitiger Termin anberaumt.
Alten Buseck, den 18. Februar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei AltemBuseck. 1046)__Wagenbach._________
Jagdverpachtung der
Stadt Allendors a. d. Lda.
Die Jagdoerpachtung vom 13. l. Mts. ist in Hinsicht der zweiten Abtheilung und zwar derjenige« jenseits der Lumda, welche von den Gemarkungen Treis a. d. Lda., Beuern, Climbach, Allertshausen und Lon darf begrenzt wird, nicht genehmigt worden, Deshalb genannte Abtheilung
Donnerstag den 21. Februar 1878,
Nachmittags 1 Uhr, auf hiesigem Rathhause nochmals verpachtet werden soll. , ___
Allendors a. d. Lda., am 15. Februar 1878. Grotzh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. 980) Siebe r.
Versteigerungen.
Holzversteigerung.
Dienstag den 26. und Donnerstag den 28. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Reiskircber Gemeinde-Wald, District Wilshäuierwald nachverzeichmtes H«lz versteigert werden, ols:
Dienstag den 26. b. Mts. kommen zur Versteigerung:
38 Etcheu-Baustämme von 15—38 Centi- meter mittlerem Durchmesser, von 2—10 Meter Länge — 8,63 Festmeter enthaltend,
1 Buchen-Stamm 0,23 Festmeter enthaltend,
228 Nadel-Baustämme von 15—48 Centi- meter mittlerem Durchmesser und von 8 — 18 Meter Länge — 97,04 Festmeter enthaltend,
25 Eichen - Derbstangen 1,20 Festmeter enthaltend,
535 Nadel - Derbholzstangen von 8—14 Meter Länge — 42,39 Festmeter enthaltend.
3239 Nadel-Reisig-Stangen = 66,20 Festmeter enthaltend,
Donnerstag den 28. d. Mts.,
150,5 Rmtr. Buchen-Scheit,
14 „ Nadel-Scheit,
45 „ Buchen-Knüppelholz,
10 „ Eichen- „
38 „ Nadel-Knüppelholz,
58 „ Buchen-Stöcke,
2 „ Eichen- „
60 „ Nadel- „
2775 Wellen Buchen-Reisholz,
200 „ Eichen-
1875 „ Nadel-
Die Zusammenkunft ist am Walpersberg am Wege nach Bersrod zunächst an der Waldgrenze.
Reiskirchen, am 18. Februar 1878.
Grotzh. Bürgermeisterei Reiskirchen. 1040) Jünger.
340) An- und 23 er räufln) iF getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem (Selbe, alten Oelgemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren Werg, Möbeln rc. bei
LouiS Rothenberger,
Neuenweg 193,
neben dem „Gasthaus zum Löwen".
Holzverfteigerung
im Wiesecker Gemeindewald.
In dem Wiesecker Gemeinoewatd, District Badenburger Wäldchen kommen zur Versteigerung :
I. Donnerstag den 28 Februar d. I.,
von Vormittags 9 Uhr an,
230 Rmtr. Buchen-Scheitholz,
56 „ Eichen- „
108 „ Buchen-Prügelholz,
54 „ Eichen- „
109 „ Buchen-Stockholz,
62 „ Eichen- „
4130 Stück Buchen-Wellen,
1280 „ Eichen- „
II Freitag den 1. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an,
190 Eichen-Stämme bis zu 87 Centimtr.
Durchmesser und 14 Meter Länge, 18 Nadel-Stangen.
Wteseck, den 18 Februar 1878.
Großherzogi. Bürgermeisterei Wieseck. 1038)___________Lang._______________
Holzverfteigerung.
Freitag den 22. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr,
soll im Leihgesterner Gemeindewald, District Hang nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
1) 200 Raummeter Nadel-Scheit.
2) 248 „ „ Knüppel.
3) 149 „ „ Stock.
4) 2600 Nadel-Wellen.
5) 38 „ Stämme mit 13.61 Festm.
6) 71 „ Derbstanqen mit 3.63 „ '
Leihgestern, am 18. Februar 1878.
Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. 1025) Heß.
Bau und Werkholz- Bersteigerung
in den Staufenberger Gemeinbewalbungen. Dienstag den 26. Februar, von Morgens 9 Uhr an,
sollen in den hiesigen Waldungen, Diftric ten Eichwald, Eicheheeg und Maistrauch nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden:
57 Eichenstämme mit 8,49 cm,
1340 Nadel- und Fichtenstämme bis zu 31 em Durchmesser und 19 m Länge mit 408,66 cbm.
1464 Fichtenstangen bis zu 15 m Länge, mit 75,99 cbm.
Die Zusammenkunft und der Anfang ist im District Eichwald.
Staufenberg, am 18. Februar 1878.
Großherzogl. Bürgermeisterei Staufenberg. 1037)___________Vogel.________________
Holzverfteigerung
in der Frstl. Obersörsterei Hohensolms. Montag den 23 d. M., Morgens 9 Ubr
anfangend, soll in rem District .Fuchslöcher" zunächst Oberlemp, nachstehendes Gehölz versteigert werden:
9 Rmtr. Kiefern-Prügelholz,
206 „ „ Stockholz,
730 Wellen „ Reisholz,
80 Kiefern-Stämme mit 22,26 Festmtr., 236 „ Stangen I. und II. Classe.
Hohensolms, am 16. Februar 1878.
Fürstliche Oberförsterei Hohensolms.
D ö r m e r, 1016) Revierförster.
Meusversicherungsbank für Deutschland in Gotha.
Gegründet 1827. Eröffnet am I. Januar 1829.
Versicherungsanträge werden durch unterzeichneten Agenten entgegen»
A. Ricker
genommen und vermittelt. 741)
Stand am I. Januar 1878.
Versichert 50640 Personen mit ......
Banksonds.............
Ausgezahlte Sterbsälle seit 1829 ......
Durchschnitt der Dividende der letzten 10 Jahre
Dividende in den fahren 1877 und 1878 je . .
328,000,000 Mark
78,830,000 „
106,550,000 „
37,3 Prozent.
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861) Offerire alle Sorten Steinkohlen, Hessenbrücker Braunkohlen in bekannter Güte zu billigem Preise.
Georg Unverzagt II., Kaptansgaffe 197.
Warme Bäder.
Erlaube mir, meine Bade Anstalt in empfehlende Erinnerung zu bringen. Die Zellen sind geheizt.
Atulr. Eitler.


