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vembers, wo die Antwort des Emirs Lrchir Ali eintreffen muß, eine Unter, redung zu bewilligen.

Telegraphische Depeschen.

®&*gncr< telegr. Torresponde«; - Brrre««.

Darmstadt, 17. November. Ein Extrablatt derDarmst. Ztg." bringt folgendes Bulletin von heute früh 9 Uhr: Der Großherzog ist fortwährend fieberfrei; die diphteritischen Membranen haben sich bi« jetzt erst theilweise ab­gestoßen, die entschiedene Besserung schreitet jedoch fort. Bei dem Erbgroß. Herzog ist entschieden eine Wendung zur Besserung eingetreten.

Rom, 17. November, früh. Die Tiber ist in fortwährendem Steigen begriffen und verursacht bedeutenden Schaden, da weite Strecken des Userlandeö unter Wasser gesetzt find; auch sind bereits einige Leichen vom Strome ange« schwemmt. An vielen Orten haben sich Unterstützungs-Comit^s gebildet.

Lemberg, 17. November. Anläßlich des erlassenen Verbotes eines Fackelzuges zu Ehren des Abgeordneten Hausner sanden gestern Abend bedeutende Excesse statt; ein Polizei-Commissär und einige Polizeimänner wurden mißhandelt, worauf die Polizei zu den Waffen griff. Mehrere Excedenten wurden verwundet und verhaftet. In der Nacht war das Militär consignirt.

Rom, 17. November. Trotz nächtlichen Regens ist der Tiber bedeutend gefallen und jede Gefahr scheint beseitigt. Das gestern verkündete Urtheil des Appellhofes in der Angelegenheit Lambertini-Antonelli verwirft das Erkennt, niß erster Instanz, läßt die von der Gräfin Lambertini verlangten Zeugende, weise nicht zu und verurtheilt die Gräfin in die Kosten.

Paris, 17. November. Schuwaloff ist hier eingetroffen, ferner die englischen Minister der Marine und des Krieges; letztere kamen von Marseille.

Abends. DerAgence Havas" wird aus Rom von heute telegra« phirt: Es geht das Gerücht, der König sei in Neapel, als er auS dem Bahn. Hof trat, durch einen Messerstich leicht verwundet worden. Der Mörder sei verhaftet.

Madrid, 17. November. Der öffentliche Ankläger beim Appellgericht hat gegen Olivia y Moncasi die Todesstrafe beantragt.

Bukarest, 17. November. Die Kammern sind zum 27. d. einberufen; zur Eröffnung wird der Fürst eine Thronrede verlesen.

Portugal.

Lissabon, 15. November. Der Justizminister hat seine Entlassung gr, nommen und ist der Marinewinister mit der einstweiligen Leitung des Justiz. Ministeriums beauftragt worden.

Demnächst wies Tisza an der Hand der Ereignisse nach, daß keine andere Politik befolgt worden sei, als die von ihm wiederholt im Hause dargelegte, nämlich zu verhüten, was mit unseren Existenzinteressen im Widerspruch stehe, daß irgend eine Macht die Gestaltung des Orients in den Kreis ihrer Omni- potenz ziehe. Tisza sprach die bestimmte Hoffnung aus, daß der Berliner Vertrag von allen Mächten pünktlich eingehalten werde ohne Störung des europäischen Friedens. Wenn jedoch irgend eine Macht die Bestimmungen und die Durchführung des Berliner Vertrages aufheben werde, sowerden wir, die wir unsere Interessen mit den Interessen Europas in Einklang zu bringen ver- standen, im eventuellen Kampfe nicht allein stehen." Es handele sich darum, daß in den orientalischen Kleinstaaten und im Herzen der dort wohnenden Stämme der Glaube Wurzel fasse, daß, wenn einmal die Orientwirren unauf­haltbar seien, diejenige Macht, welche auf ihr Schicksal den größten Einfluß zu nehmen vermöge, nicht eine andere Macht, sondern daß dies Oesterreich-Ungarn fei. Die Rede wurde von häufigen Beifalls-Kundgebungen seitens der Rechten unterbrochen.

Pesth, 16. November. DerPesther Lloyd" nennt die Rede Tisza's eine polttsche That, welche die Ueberzeugung wachrufen werde, daß Oesterreich. Ungarn sich seiner wahren Interessen im Oriente und seiner Machtstellung be­wußt sei.Nemzeti Htrlap" steht den Schwerpunkt in der Erklärung, daß nicht eine einzelne Macht die Gestaltung des Orients in den Bereich ihrer Omnipoten; ziehen dürfe.Ellenör" bezeichnet die Rede weniger als eine Ent- hülluig, denn als eine von den bekannten Thatsachen ausgehende mächtige Argumentation. Die oppositionellen Blätter sind unzufrieden und erblicken in der Politik der Regierung ein Pactiren mit der russischen Machtausbreitunz.

Dänemark.

Kopenhagen, 16. November. Der Herzog von Cumberland ist gestern Abend hier angekommen; am Bahnhof waren zum Empfang der König, der Kronprinz und Prinz Waldemar anwesend, mit welchen der Herzog sich als­bald nach dem Restdenzschloß Fredensborg begab.

England.

London, 16. November. DieMorning Post" will wissen, die von der britischen Regierung beabsichtigte Rectificirung der indischen Nordwestgrenze werde die permanente Besetzung von Quettah und Djellalabad umfassen und die Anstellung britischer Residenten in Kabul, Kandahar und Herat im Gefolge haben.

DaS Comitö der die Politik der Regierung in der afghanischen Frage mißbilligenden Partei hat Lord Beaconsfield ersucht, ihm im Laufe des 20. No-

Pesth, 14. November. Der Kaiser empfing heute Mittag die Depu- i tation aus der Herzegowina. Aus die Ansprache des die Adresse überreichenden i Mitgliedes der Deputation erwiderte der Kaiser etwa Folgendes: Er werde für das Wohlergehen und den Fortschritt des herzegowinischen Volkes Alles thun, fordere aber auch, daß dasselbe seinen Befehlen und den Anordnungen der Behörden Folge leiste. Die Deputation könne seiner wärmsten Gefühle sicher i sein; doch werde der Kaiser jede Ausschreitung nach Gebühr ahnden. Alle Eon- ' sessionen des Landes, die gewohnten und begründeten Rechte wurden Schutz bei dem Kaiser finden. Der Kaiser schloß seine Erwiderung mit folgenden Worten: Wenn Sie heimkehren, sagen Sie Ihren Mitbürgern, daß der Kaiser ausricht gst Ihr Wohlergehen wünscht und sein gegebenes Wort hält." Die Erwiderung des Kaisers wurde von der Deputation mit begeistertem Zivio beantwortet.

Die Deputation begab sich sodann zum Grafen Andrassy, welcher derselben erklärte die Freiheit für alle Religion sei die Devise des Kaisers.Sie können Ihren Mitbürgern versichern, daß ihre Interessen in vollem Matze gewahrt werden, und ihnen sagen, daß wir hoffen, Christen und Türken werden fried­lich neben einander leben. Die Zukunft wird hierfür den Beweis erbringen." Ein Mitglied der Deputation ersuchte den Minister, die in der Proclamatton festgesetzte Frist für die Rückkehr in die occupirten Länder zu verlängern. Graf Andrassy versprach, sich hierfür bet dem Kaiser zu verwenden und drückte die Ueberzeugung aus, daß der Kaiser dies berettwtlligst gewähren werde. So­dann begab sich die Deputation zu dem Minister-Präsidenten Tisza, der dle Hoffnung aussprach, daß, nachdem nun der Friede hergestellt sei, man die Wohl- thaten des Friedens in Ruhe genießen und von den Leiden des Krieges werde erholen können. Minister-Präsident Fürst Auersperg versicherte der Depu­tation, daß die Regierung ihr Wohlergehen wünsche und daß er hoffe, die Deputation werde den besten Eindruck von Oesterreich-Ungarn mitnehmen.

Der Retchskriegsmtnister hoffte, die Deputation werde den Eindruck er­halten, daß mit uns gut auszukommen sei; er glaube dies umsomehr, als unter dem Scepter des Kaisers viele Völker glücklich leben, welche dieselbe Sprache sprechen, wie sie. Er, der Minister, werde, sobald es ihm nur Halbwegs möglich sei, ihr Land besuchen.

Schließlich sprach die Deputation bei dem Reichs-Ftnanzminister vor, welcher sagte, der Umstand, daß die Deputation sowohl was den Stand, als die Religion betreffe, aus heterogenen Elementen bestehe, eine Bürgschaft sei, daß das in der Herzegowina begonnene Werk gelingen werde.

Pesth, 15. November, Abends. Bei der Generaldebatte über den Adreß- entwurf im Unterhause erklärte Ministerpräsident v. Tisza: er finde die laut werdenden Besorgnisse natürlich bet den die Monarchie so nahe berührenden weltgeschichtlichen unaufhaltbaren Ereignissen, die sich nur soweit modificiren ließen, daß sie die Existenz des Staates nicht gefährden. Die einzige Politik Oesterreich-Ungarns seit dem Beginn der Orientwirren habe nur daraus gerichtet fein können, daß die Integrität der Türkei soweit möglich erhalten bleibe, und wenn dies unmöglich, daß die Türket nicht zur Beute Rußlands werde. Die Begebenheiten der letzten Jahre resumirend, legte der Minister dar, daß Oester- reich-Ungarn gegen den russisch-türkischen Krieg hätte protesttren können, dann aber bet der damaligen Jsolirtheit der Monarchie ein österreichisch-russischer Krieg entstanden wäre; ein solcher hätte, wenn er auch sür uns siegreich aus­gefallen wäre, uns hundertfache Blutopfer und mindestens zwanztgfach Geld­opfer im Vergleich zu der Occupatton gekostet. Tisza kam dann auf den Berliner Congreß zu sprechen und wies die tiefgreifenden Unterschiede zwischen dem Vertrage von San Stefano und dem Berliner Vertrage nach. Gegenüber dem Vorwurf, daß die Legislativen nicht zuvor von der Occupatton Bosniens benachrichtigt worden seien, erinnerte Redner daran, daß die britische Regierung sogar die Garantie des ketnasiatischen Besitzes der Türket übernommen habe, ohne daß das Parlament hiervon eine Ahnung hatte.

Gtugefandt.

In ihrer letzten Nummer im -weiten Blatte berührten Sie In beni «JW btt lebten Stadtverordneten Versammlung den Pafsug detr Ueberlaflung deS RE-w»^ «aale? nur ganz kur,. Wie Einsender diese, durch Zusall erfahren, wurde derlei' auch dem Sonntagsverein (foS wohl richtiger herein zur H-"igh-ltu->< beß Sonntags heißen) zur Abhaltung von Versammlungen von den Stavlvrr

Be rur t s ch t e s.

** DieKöln. Zeitung" wies dieser Tage wiederholt mit Belegen auß amerika­nischen Verhältnissen und Worten de« englischen Philosophen MaculayS auf die Be­deutung des Jnserirms hin. Zur Zeit der alten Postkutsche mögen allerdings die Geschäfte ohne die Annoncen geblüht haben, wird darin u. A. auSgeführt, daß ist fttzl aber anders geworden. AuS jenen Zeiten ist nun auch die Jvee helübergekommen, daß solide Häuser der Welt von selbst bekannt sein müßten und daß ein Jeder gewisser- maßen die Pflicht habe, von der Existenz eine« solchen HauseS Kenntniß zu besitzen. DerMainzer Anzeiger" behandelt gleichfalls dieses Thema und knüpft hieran folgende beachtenswerthe Bemerkungen:Wenn Jemand dieser Pflicht aber ntch: nachkommt, so ist das schlimm für ja für wen eigentlich? Bedarf der Käufer eine gute Waare und erhält er von einem weniger soliden Hause etwas schlechtere, so ist das allerdings für ihn ein Schaden; aber das solide Haus hat noch mehr Schade», das Geld des Käufers geht ihm verloren. Es ist nicht Jedermann« Sache, wenn n etwas bedarf, in der Welt herumzuschretben und anzufragen, woher er eS beziehen Erinnert er sich diesen oder jenen Artikel in den Blättern angeboten gesehen zu haben, so wird er an den Interessenten sich zuerst wenden. Man muß sehen, was die grotztm Häuser in Amerika, England und Frankreich aufwenden, um das Publikum fortwährend an ihre Existenz zu erinnern. . rr ,a

Sie wissen recht gut, wie bald bei unferm raschen Leben etwa« vergessen 1® Einzelne deutsche Häuser haben es ihnen nachgemacht und da sie noch fortfahren, mmsm sie doch ihre Rechnung dabei finden. Man zahlt auf diese Weise Tausende, um zehi- fache Summen ins Geschäft zu ziehen. Ja es gibt Maaren, Artikel, die nur durch dir Massen-Jnsertion möglich geworden und zu halten sind. DaS Annonctren ist zu themr. sagt der Eine oder Andere. Allerdings es ist theuer geworden, wie Alles seit di Milliardenepoche, Lebensmittel, Miethe, Kleidung u. s. w. Denn der Deutsche frae gewöhnlich erst nach dem Preise und ganz zuletzt nach dem Werthe oder der Qualm der Sache. Ist doch sogar in der Blüthezeit der Submissionen die Idee aufgetauctt, behördliche Inserate auf dem Submisstonswege zu vergeben! Selbstverständlich cam ein Blatt, das 100 Abonnenten zählt, die Inserate viel billiger übernehmen alß et» mit 10,000, braucht eS doch nur lOOmal weniger Papier und Druck. So kann m-v denn auch, neben anderen Umständen, dank schleuderhafter Concurrenz hören, daß dtel-4 oder jene« Blatt viel billiger insertrt. Das erklärt sich durch die geringere Anzahl om Exemplaren, in denen es erscheint. , .. ,AAAA_flr

ES muß doch einem Jeden einleuchten, daß eine Annonce, die 10,00001«! flöge druckt wird, nicht bloS mehr Arbeit verursacht, sondern auch größeren Werth 0» Denn waS bezweckt die Annonce? Soll sie dienen das Gewissen deS Inserenten I® entlasten, damit er sagen könne: Ich habe auch DaS versucht, oder soll sie in »M« Kreisen das Publikum aufmerksam machen, daß Diese» ober Jene« dort zu haben ir, oder dort gesucht wird. Das letztere ist doch das Wahrscheinlichere. Ein KaufmaM, der seine Waaren annoncirt, thut es doch nur, um einen raschem Verkauf zu bewirten Jedenfalls vermehrt er die Kundschaft, wenn er in ein Blatt einrücken läßt, welch«' 5-6000 Abnehmer und dreimal so viel Leser mehr hat al« ein andere«, welches fe» Annonce billiger einrückt. Wenn e« dabei bloS auf die Billigkeit ankommt, so ist » billigste Annonce die, wenn man seinem Nachbar erzählt, waS man verkaufen, vermieten hat. Eine solcheAnnonce" kostet gar nicht«, dürfte aber auch eineoi Erft S von gleichem Werth erzielen. Also: man werde sich klar, was man b^m JnserM bezweckt. Will man bloS sparen, so unterlasse man e«, will man aber Erfolg hao-v, so sebe man nicht auf den Prei«. sondern auf den Wertb der Annonce.______

Lokal-Rott z.

Gießen, 18. November. (Salon Böning.) Wir haben schon Gelegenheit ge- nommen, über die Vorstellungen deS Herrn Profesior Böning zu berichten. Für heute können wir das Publikum bmachrichttgen, daß die am Sonntag gegebene Vorstellunß höchst interesiant und dem gewannten Künstler alle Ehre machte. Hebet die Erscheinung und Vorführung der Stücke, welche er uns zeigte, erstarrt jede Kritik, denn nur Be. wunderung und Erstaunen tritt hier an die Stelle, und Worte sind rein unmögliche den zauberhaften Eindruck zu schildern, welche der sonderbare Seiltänzer, die wunder­bare Chatulle, oder: Böning's Zaubermacht und Befehl, Böning'« Retsemappe ober: die Vermehrung im engen Raume, auf uns machte, man weiß nicht, roa« man be­wundern soll: ist'« Natur, ist'« Kunst, ist's Talent, ist'« Wahrheit oder gar blol Traum, was man mit eigenen Augen gesehen hat; man muß nur staunen daß so viel Wunderkraft in die Hand eines Sterblichen gelegt ist. E« wird Jeder, der diesen Künstle: gesehen, rufen:Vivat! es lebe Böning, der Oder-H-x-nmeister!"r

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Defientlid 7093) Nac brr Provinz £

Chris' von i den förmlichen hat, werden d serdert, im Tn Tienstag bei Nachv ihre Forderung bkt Meldung A geltend zu mach soll zugleich di airator und Gl< und wegen Vei fchluß gefaßt t nfcheinenden od b'gttn wird an ^schlüffen der ümden Gläubig« Gießen, am 1 Großherzoglich, Erdmann, - Trichter.

löekan 13) D-S W& Weich ^«Quantum gi Mit in pari Miet gönn, Untoege zur '-hundertiechs *en Werder Bedingt» .^Ingenien ^Wochentag

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