mehr ab.
k Uhr 10 Min. (Extrozug).
Grafen Lehndorff, einen langen Ritt. .
Berlin, 17. Septbr. Der sog. Seniorenconvet des Reichstags enngtr
treten, mit welcher sich bereits die Gerichte beschäftigen.
New.Rork, 17. Septbr. In Masiachus-tt» org-nistrt-n di-Anhäi> ger Butler's eine besondere Convention und stellten Butler für den Gouver« neurposten^a Orleans und Vtcksburg nimmt das gelbe Fieber mehr url
um 12 Uhr.
Wien, 17. September. (Officiell.) Am 14. d. wurde der Saveuber- gang unter dem Commando des Feldmarschall-Lieutenants Dienert begonnen; d e Offensivoperationen nahmen bisher einen ungestörten Verlauf. Die Truppen brtten am 15. d. Abends die Linie von der Save über Sakowa und Gradat- schatz gegen die Bosna hin bereits besetzt. Das wichtige Gradatschatz wurde fast ohne Kampf genommen und sofort die Entwaffnung eingeleitet. In dem dortigen Castell fanden sich 2 Geschütze vor. Die christlichen Gemeinden empfingen allerorten die Truppen mit Versicherungen ihrer Ergebenheit. — Szapary
Schwaiger wird vermißt. u .
Nom, 17. Septbr. Alle Punkte betreffs der Concessionen, welche der Vatican gegenüber Rußland zu machen geneigt ist, sollen zwischen dem Papst und den Cardinälen Nina und Jacobtni festgestellt sein. Letzterer wurdi: mit den Verhandlungen, falls diese nothwendig, betraut werden und sich deSfM von Wien nach Petersburg begeben; die Hauptverhandlungen wurden jedoch event. in Wien stattstnden. , , a
Kassel, 17. Septbr. Se. Maj. der Kaiser.bestieg gestern zum ersten- male wieder daS Pferd und machte in Begleitung des Generaladjutanten,
des Kanzlers mit den Socialdemokraten gesagt. ~ t
Redner führte sodann Beispiele an, daß er praktisch thätig >m Kampfe gegen die Social, demokratm gewesen sei. Bebel bielt die Richtigkeit seiner Behauptung m Betreff Eichler» ausrecht. Seine Quelle über die Beziehungen des Fürsten Bismarck zu Lassalle sei die «rafin Hatzfeldt. Den Namen des Prinzen, welcher dabei genannt sei, kenne er nicht. ixt werde aber veranlaßen, daß derselbe dem Reichskanzler bekannt werde. Es folgten hieraus weitere persönliche Bemerkungen von Fritzsche, Bamberger, Liebknecht, v. Kleist-Retzow un Hanel. Alsdann wurde vie Überweisung der Vorlage an eine Commission von 21 MttgUevern beschloßen. Dagegen stimmten die Polen und Socialdemokraten. Nächste Sitzung Mittwoch
M'OJ den Jo, I M-rgms 9 Uhr < V ba8 ®emtinbe>DB
Äwetschen £*“nb Stelle ta ft*«*, d,ß d teten&i W »itb.
„LBiVMeAel!
I O untf.i.a1”11*8 9 '*2*3«' werden.
bi-tserweit-rungen zustimm.. Damit hätte aber die Affaire nach immer nicht ibren bedrohlichen Charakter verloren, nachdem die albanesische Liga jede Ge bietsabiretun« an Griechenland perhorrescirl und die Psorte, wie dies die Er- etgniste der letzten Tag- bewiesen, all- Autorität in Albanien verloren hat.
Italien.
Rom, 16. Septbr., Abends. Ministerpräsident Cairoli, dessen Gesundheit noch nicht wiederhergestellt ist, hat stch nach Belara!- begeben — J e> re schreibt i Das von einem Correspondenten des „Temps gelegentlich s-mer Durchreise durch Rom mit den Ministern Cairoli und Zanard-llt »»st»»«"' Gespräch ist in vielen Punkten unrichtig wiedergegrben. „Dlritto erklärt das. selbe unb bemerkt, daß Zanardellt bei dieser Besprechung gar nicht zugegen gewesen sei. — Der König und di- Königin wohnten heute der Enthüllung des Monuments für Victor Emanuel in Monza bei. .
15 früh stärkere Recognoscirunzsdelachements gegen di- feindlich- Aufstellung, ar» einem bis 8 Uhr früh dauernden Plänklerzesechte wurde Lieutenant Manz vom 4. azäaerbataillon nebst 20 Mann verwundet. Eine am 16. d. mit Tagesanbruch gegen Gracanica vorgeschobene Äbtheilung sand diesen Ort oon Insurgenten °-rlafl-n, welche sich th-ils nördlich, theils gegen Dolni-Tuzla zuruckzogen. Sm Bereiche von Banjaluka wird die Entwaffnung in immer größeren llmcreqtn ohne Störung fortgesetzt. Das Vorrücken gegen Bihac ist nut v-rstarkten Streitkräften wieder ausgenommen. Eine Colonne griff den Ort Jiactc und dann die Häufergruppen Gala, Vikic und Musinovac an; diese Ortschaften wurden in Brand geschosien, und die Insurgenten nach längerem Gefechte zer. sprengt. Hierbei wurden Hauptmann Honig und Lieutenant Nernes vom 76. Reserve-Regiment verwundet; an Mannschaften blieben 3 tobt, 42 wurden verwundet und 8 vermißt. Eine andere Colonne demonstrirte von Zavalje aus zur Fchhaliung des Feindes und nahm eine von demselben vertheidigte Position beim Pfarrhofe von Zegar ein; hierbei wurden 3 Officiere, 2 Cadetten und 103 Mann verwundet. Gleichzeitig demonstrirten Abtheilungen des 88. ungar. Landwehrbataillons bei Prosicenikamern und Ljeskovac behufs Festhaltung des Gegners. Von Tribüne aus wurde ein Bataillon mit einer Gebirgsbatterie auf der Straße gegen Biles vorgeschoben, um die von den Insurgenten theil veise zerstörte Communication auszubeffern. Beim Rückmärsche nach Beendigung der - Herstellungsarbeiten wurde eine Compagnie, welche das Gefecht nicht rechtzeitig : abg-broch-a hatte, von der, Jnsurg-nt-n im Rücken beschossen und verlor ao . Todten und Verwundeten 3 Osficiäe und 80 Mann. G-neralstabsvfficl-r
e*S'8i
“» 17. (
Vermischte-. ._ urr
Bremen, 13. September. Die Capelle de« 22 Newyorker RegimnUS u Leitung des MusikdirettorS Gilmore nimmt in 3 Concerten vomdeutsche. Bovm schied. Die Triumph-, welche die Gilmore'sche Capelle auf ihrer Kunstretse। o Frankreich und Deutschland gefeiert hat und die »nerkeiwun«, welche ihre Lüfiu besonders dadurch gefunden haben, daß die Berliner Ärittf fic ohne Rü Bilseconcerten zur Seite stellte, erklären vollkommen das Interesie, welche» Abichiedtzconcerten hier entgegenkommt. Morgen findet da« letzte Concert ilan Sonntag tritt die Capelle per Lloyddamvfer ^Mosel" die Rückcttse von hier Newyoik an und wird es den zahlreichen CajütSpafiagieren diese« Dampfers an nehmer Unterhaltung also nicht fehlen. Kutmüttt'
fingen allerorten Vie gruppen mu ciunytu lyici y-igrvcnycu. — Zur Nachachtung für alle Herrschaften, lvelche geneigt fi, bien*
nahm ebenfalls die combinirte Action von Doboj aus auf und entsendete am I kett schlechten Dienstboten gute Zeugnisse zu ertheilen, dürfte der nachstehende Fau
Lokal-Nottz. M
Gießen, 1« September. Programm für die Anwesenheit Seiner Majestät M ÄatfergreitaOclnr20.‘ September^Don Wilhelmshöhe Morgen« » Uhr 30 ^ Wabern 10 Uhr (Extrozug). — Große Parade des 11. Armee-Corp«. — Bon La Mittag« 12 Uhr 15 Min., in Wilhelmshähe 12 Uhr 45 Min. (Sxtrazug). — Laro 5)mer ©^nna^cnb den 21. September: Bon WikhelmShöhe Morgm« 9 Uhr 15 Mi> in Wabrrn 9 Uhr 45 Min. (Exttazug). — Zu Wagen nach der Wabern ch^mSp Besinn de« CorpS-Mavöoer« um 10 Uhr. Zurück von Großen-Engli« zu Wag Von Wabern Nachmittag« *1 Uhr, in WilhAmShöhe 1 Uhr 30 Min.
Diner mit den Cioil-Behörden um 5 Uhr.
Sonntag den 22. September: Gottesdienst in WilhelmShShe. .
Montag den 23. September: Von WilhelmSböhe Morgen« 10 Uhr, in Waver 10 Uhr 30 Min. (Extrazug). - Zu Wagen üb« Nteder^Möllrtch und Cappel djS^ die Westlisiere des Obersten Hol»eS. Beginn deS Fe dmanöoer« um 11 nuh*r,30^t von Gudensberg zu Wagen nach Grifte. — Von Grifte Nachmittags 1 Uhr In Wllh-lmShöh- 1 Uhr 45 Min. (Srtiajug).
Dl-nst-g ben 24. September: Von Wllhelmshöhe Morgen« S Uhr, in J® hau,en 9 Uhr 15 Min. (Extrozug). - Zu Wagen nach H°lib°u,-n. Beginn de, manöver« um S</, Uhr. Zurück von Dillen M Wagen.nach Sttst-^V--V Mittag« 12 Uhr, in WUHelm«höde 12 Uhr 15 Min. (Elttazug). - D^"°a.r^U1t um !•/, Uhr. - Von WilhelmSböhe Nachmittag« 3Uhr SoMin., in Gtetz-n S U^ 50 Min., in Oberlahnstein Abend« 7 Uhr 50 Min, in ®,blenj am S* »8,
Lllbrni^ 562°).
; U »“C Uung«. U-b-rlchl^ U ch" A-n- yjfii
LH-H« BizirlSi-tiatis
An-eig-rui zreitag den 20. sorgens 9 [eil M Oöst. beyehml jaetjdjen, zum Kreitz Tut bei i Lieber aehörig, in Abti !i- versteizert wetben. Echmitte, ben 17 hbstverstc bei btr Stabt 5626) Di- Aepf vm btn Winnen am$ krger--, zttMjtr> uni in ter Anlage vor dem boi Lutherberg und i ic ehemals Ebel'jchen
Aepsel von 2Bäi Virburger Chaussee u 'n ben Bäumen am . jreitag den 20. S
Nachmittags von. «Ort und Stelle ve: ^ftng am Krosdorsk T'eßen, den 18. § «ivßherzogliche Bürgen * Bram
Telegraphische Depeschen.
W«guer'S telegr. Torrespo^de«,.
Berlin, 17. September. Der Reichstag setzte heute die echt^Lesuvg M Gesetzes ftrt. Hänel, welcher gegen die Vorlage das Dort nahm, kntisirte die gärige Deba und beklagte, durch dieselbe nicht aufgeklärt worden zu sein. Er wolle nur auf dem Gebiete des gemeinen Rechtes Abhülfe gegen die soeialistischen Umtriebe finden. Verbrechen undÄttentate wie ^7 jüngst beg°ng-m« I-i-n auch vuich ein solches G-jetz nicht zu verhintzern Der Entwur sei ein Partetaesetz, noch mehr: er sei ein Lendenzgesetz. Er halte den Entwurf für »nan b 1 nnh»rh(>t'fptHfß • für diese Behauptung übernehme Redner die volle Verantwortllchkeit.
nt»urf »o’n Prelle uni*«*»“** auÄ toenn sie sich in den Grenzen des Gesetzes halten wolle. Die gesetzgeberischen Mo 'v reichten auch über die Socialdemokratie hinaus. Der Gesetzentwurf vertrage gar keine rlchterüche
Ä:,n^nT«tU8unM6a,6nefn^i1ite Absicht, mich an der ersten --jung zu betheiligen und bin nur genöthigt zu sprechen, um den Anfuhrungen Bebel 8 von Astern und ^ichter's bei dem ftüheren Soctalistengesetz entgegenzutreten, wobei mir Vorwucke gemacht worden sind daß ich mit der Socialdemokratie pactirt hätte. Wenn man meine Bestrebungen, das Loo der arbeitenden Klaffen zu verbeffern, so bezeichnen will, so schüttet man eben das Kmd mtt dem Bade aus. Ich stelle meine Beziehungen z. B. mit Rodbertus mcht in Abrede den man ent- schieden nicht mit dem in Zusammenhang bringen will, was uns jetzt beschäftigt. Rich 9 mir gleichfalls vorgeworfen, ich entzöge mich mehr als ^ sollte den parlamentarischen fetten. c>ch thue dies nicht nach meinem Wunsche, fonben! 98110^191 1)111(^1116111611 ®efu”b^e' ,, ................
ft6run±^ ^5-”" M bezüglich der Commission von 21 Mitglttd-'n für ba« S°-ialist-ngesitz
aeqeben °in^feinem Namen mit den Socialdemokraten zu verhandeln. Er habe überhaupt nie ba^n, haß die vereinigten Cvnservativen, die National-Liberalen und da« Leit- mtt Socialdemokraten verhandelt und auch jene Verhandlungen mtt Laffalle rechne er nicht zu . 6 Fortschritt 2 Mitglieder stellen. Die Übrigen Gruppen (Pro- denselben: alle Anführungen Bebel's seien unrichtig. .-M-r Demokraten und Volenl zusammen 28 Abgeordnete zählend, sollten ein
Lallalle^abe^r ^im^Gairze'n ^et-^ode"^vier>nal ^gesmochen Uebttgens habe L-sialle diese Unter- Miigtt-d b-ptttir-n, wozu Sonn-mann auSers-htn war. Keined-r großen Fr--, rcdüngen nachaesucht; dabet habe er (Redner) in ihm nationale Gesinnung, ja ^onar*^.c tioncn wollte zu Gunsten eines Socialdernokrateü auf einen Commissionssitz v r
ÄEU* » btt-b-n. Sonn-mnnn'hat aVnunSr"zu"Gunsten Bebel's auf den Sitz in 8Äe RmÄf Letzterer Ut nunmehr die Socialdemokralen in
wollen.^ich Ha7??s a"ceptirt mit Wwerstnben^als^e?ne'F t^dvouirt^werde"" Äß ^Wien^l7. Septbr. Die „Polit. Corr." meldet aus Konstantinopels
zuqebcn, daß das allgemeine Stimmrecht durch die i-tzigen Resultate desavouirt werde Daß .. russtscker Seite auf eine Anfrage die Auskunft erhalten,
s.£'S,ÄÄS,: 3 Äiw ÄS. yay.-A,
nZt ,u " D-ß d-r SoeMbemokat Fritzsche an Bi«marck irgendwie Berichte gesendet habe e, 6drag,n _ Au« Bukarest: Di- Dir-ttion der russischen Bahnstreckt
$-'S ä 4-*Ä“ i. -g 1". "S
rSÄ'BSÄSÄÄÄ'SS»S 2
5KÄ-Ä -r
Kleist-Retzow polemisirte gegen die Ausführungen Hanel« und betonte^. daß> da« ganze Land oder wenigstens weitaus der größte Theil der Bevölkerung energische Mügeln verlange Der Redner cha?aktcrisirte die socialistische Agitation als Schulz des unge-
bilveten Waffen und rechtfertigte daraus die Nothwendigkett äußerer Gewaltmittel zur Unter- drückung der Agitation. Haffelmann, welcher v. Kleist-Retzow bei der Aeußerung, die Socialdemokraten bereiteten den Hochverrath vor, das Wort: „Denunciant Lugerufcn ha e, vom Präsidenten zur Ordnung gerufen. Bebel forderte den Präsidenten zum Ordnungsruf gegen v. Kleist auf, der die Socialdcmokraten bn $orbeTcituiig 5o^^beTTQt^ bef^u\bt^e' u”b^ den Fürsten Bismarck, der Fritzsche als Lügner erklärt unv von denSocialdemokraten^«Danviten gesprochen. Präsident Forckenbeck: Bei einer anderen Gelegenheit wurde er eine so scharfe Sprache wie die v. Kleist's gerügt haben, doch handle es sich nicht um persönliche, sondern um matettell- Angriffe. Nach dem stenographischen Bericht, den der Präsident verliest, seien die ^eußerungen oes ReicbskanzlerS allgemeiner Natur. Bracke (Aocialdeinokrats sprach sich gegen die Vorlage im Sinne Bebels unter Angriffen auf Bamberger aus. Dollfus erklärte sich als Gegner des Gesetzes und empfahl Elsaß zum Vorbild bezüglich des Derhaltniffes Awischen Arb«tgebern und Arbeitnehmern. Kardorff sprach für den Entwurf und verwies auf die Thatsachen, welche lauter und überzeugender sprächen als alle Argumentationen, und auf die die socialistische Umsturzpartei, welche strenger als die Borlage sei. Der Redner verhttß t Namen seiner Partei die sorgfältige Berücksichtigung aller Abandernngsantrage und W ml einem Appell an das Zusammenwirken aller nationalgesinnten Parteien. Jardzewski (Po e) erklärte sich aegen die Vorlage, obwohl er die Verderblichkeit der socialdemokrattschen >Sllatron anerkennt. Damit fand Schluß der Debatte statt. Es folgten nunmehr persönliche Bemerkungtn Rickter erklärte, nicht den Krankhcitszustand des Reichskanzlers habe er diesem zum Dorwurf gemacht, auch sei bis zum Jahre 1875 eine derartige Bemerkung nicht von ihm gemacht worden Bei der Debatte über das Socialistengesetz im Mai habe er sich gegen die Einrichtungen gekehrt, die durch die Abwesenheit des Reichskanzlers geschädigt würden. Damals habe er nur von ver schlesischen Weberdeputatton gesprochen, nichts weiteres aber über den direkten Zusammenhang


