Ausgabe 
18.8.1878 Zweites Blatt
 
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Kirchliche Anzeigen

der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

Gottesdienst.

Sonntag den 18. August:

Morgens: Pfarrer Schlosser. (Frier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Mttprediger Dr. Buch hold.

(Die Pfarrgeschafte für die Wocke vom 18. bis 23. August besorgt Pfarrer Schosser.)

Zustand des Verwundeten jedoch ein bedenklicher. Auf der Messe zu Nisch- ninowgorod ist eine große Feuersbrunst ausgebrochen.

Paris, 16. August. H^ute hat die erste Sitzung der internationalen Münzconferenz stattgefunden. Alle Delsgirte der beigetietenen Staaten waren anwesend. Der amerikanische Delegirte unterbreitete ein Programm für die Berathungen. Die Conferenz beschloß, Deutschland einzuladen, an ihren Ar­beiten theilzunehmen. Frankreich wird diese Einladung an Deutschland gelangen lasten. Nächste Sitzung Montag.

Bad Nauheim, 16. August. Generalarzt Geheimrath Dr. Wilms, der mit Familie zur Kur hier weilt, wurde telegraphisch nach Teplitz zum Kaiser berufen.

Petersburg, 16. August, Abends. General Mesenzow ist kurz nach Nachmittags seiner Wunde erlegen.

London, 16. August. Das Parlament ist heute vertagt worden. In der Thronrede der Königin heißt es: Als in kritischer Lage der öffentlichen Angelegenheiten das Parlament zusammentrat, kündigte Ich an, daß im Jntereste des Reiches Vorsichtsmaßregeln nothwendig werden könnten, wofür Ich Ihre Freigebigkeit in Anspruch nehmen würde. Gleichzeitig versicherte Ich Meine un» ausgesetzten Friedensbemühungen. Ihre unzweideutige Antwort trug wesentlich zu der friedlichen Lösung bei. Zwischen Rußland und der Pforte ist in allen Punkten, die die bestehenden Verträge berührten, nachdem dieselben durch den Kongreß dtscutirt wurden, Einvernehmen hergestellt worden. Die Rathschläge der Mächte führten zu dem Frieden, den ich Ich Mich glücklich schätze, für einen dauernden zu halten. Das türkische Reich ging aus dem unglücklichen Kriege nicht ohne schwere Verluste hervor: aber die getroffenen Vereinbarungen kommen nicht nur den Untertanen der Pforte in günstigster Weise zu Gute, sie sichern auch die unabhängige Lage der Pforte, die gegen einen Angriff wird behauptet werden können.

Ich habe mit dem Sultan eine Defenstv-Allianz abgeschlossen, die bezüg­lich des astatischen Reiches denjenigen Engagements, die ich mit den anderen Mächten im Jahre 1656 accepttrte und deren Form in der Praxis sich un­wirksam erwies, einen viel deutlicheren Ausdruck gießt. Der Sultan verpflich­tete sich seinerseits zur Annahme und Ausführung von Maßregeln, die noth­wendig sind, um eine gute Regierung in diesen Provinzen zu sichern. Um für die Gegenstände dieser Vereinbarung eine Erleichterung herbeizuführen, über­nehme Ich die Occupation und Administration der Insel Cypern. Für Erzie­lung aller abgeschloffenen Vereinbarungen waren Mir die ausgezeichnete Disciplin Meiner Streitkräfte zu Waffer und zu Lande, der in ihnen herrschende Geist, sowie der gute Wille, womit die Reserven Meiner Aufforderung entsprachen, das patriotische Angebot militärischer Hülfe aus Meinen Colonien und der stolze Wunsch der indischen Armee, unter die Vertheidiger des Reiches gezählt zu werden, eine wesentliche Unterstützung. Meine Beziehungen zu allen aus­wärtigen Mächten sind fortdauernd freundschaftliche. Der übrige Inhalt der Thronrede betrifft Gegenstände der inneren Verwaltung.

Gültige Privat Banknoten.

Die beschränkenden Bestimmungen des S 43 des Reichs-Bankgesetzetz vom 14. März 1875 sind (nach den im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Noienbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb des­jenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe erthetlt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. 2. Bayerische Noten­bank in München. 3. Bremerbank in Bremen. 4 Breslauer Bank in Breslau 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. 6. Cölnische Privatbank in Cöln. 7. Danziger Privatbank in Danzig. 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main. - 9. Hannoversche Bank in Hannover. 10. Leipziger Cassenveretn in Leipzig. 11 Lübecker Commerzbank in Lübeck. 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. 13. Posener Privatbank in Posen. 14. Sächsische Bank in Dresden. 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. Die Verwendung der Noten anderer deutscher Prtoat-Notenbanken oder (Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft.

SS* Seitens der Rattonalbank für das Großherzoathum Luxemburg find neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach § 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 ver boten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Ver­wendung daneben mit Gefänzniß bis zu einem Jahre bestraft.

Irischbäcker in Gießen.

Sonntag den 18. August. Daniel Rühl am Rathhaus. H. Kuhn am Kreuz. Karl Ockel, Lu'wigsplatz.

Vermischte-.

. . . (Die Verlobung.) Ein alterSchiffs-Capitän hatte zum eigenen Gebrauch in seiner Kajüte einen Korb mit feinem Wein stehen und fand, daß mehr daran fehlte als er getrunken hatte. Sein Verdacht fiel auf den Schiffsjungen, der am meisten i« der Kajüte zu thun hatte. Um nun hinter die Wahrheit zu kommen, verbarg er sich in der Nebenkammer zur Zett, da jener den Tisch decken mußte. Der Junge kam, ver­richtete seine Sache und ging dann über den Korb her, nahm eine Flasche heraus und sagte:Jan von Dorsten, gebürtig aus Rotterdam, ist gewillt, mit Jungfer Clairet, gebürtig aus Bourgogne, sich zu verehelichen, und wird hiermit zum ersten, zweiten uoh dritten Male aufgeboten, und wenn keine Einrede geschieht, soll die Trauung gleich hier vor sich gehen." Hiermit trank er die Flasche in einigen Zügen leer und warf sie zum Fenster hinaus. Der Capitän rief nach Tisch den Jungen auf das Verdeck, nachdem er sich mit einem tüchtigen Ende Schiffstau versehen hatte.Jan," sagte er,ich habe etwas Lustiges vor, ich will Dich verheirathen."So!" versetzte der Junge und machte große Augen, als er das Stück Tau sah.Ja," antwortete der Capitän,höre nur ganz fein zu." Nun fing er an:Gegenwärtiger, Jan von Dorsten, gebürtig aus Rotterdam, soll mit Jungfer Barbara Strips, gebürtig aus Rußland, copulirt werden, und wird deßhalb hiermit zum ersten, andern und dritten Male aufgeboten, und iver.n feine Stnrebe geschieht, soll die Trauung sogleich vor sich gehen." Hiermit hob er den Arm auf, um die Trauung zu vollziehen.Halt, Capitän," rief der Junge,ich thue Einspruch "Was Schurke," antwortete dieser,hast Du meinen Wein nicht gesoffen?"Ja," versetzte der Junge,wenn Sie aber das wissen, so müssen Sie auch wissen, daß Alles in gehöriger Ordnung geschehen ist. Warum haben Sie keinen Einspruch gethan, wie jetzt, so hätte die Trauung unterbleiben müssen." Der Capitän mußte über den Einfall lachen und sagte:Nun, dieses Mal mag es Dir geschenkt sein, aber ich sage Dir, nie wieder an die Jungfer Clairet zu denken, sonst wird deine Trauung mit der Jungfer Strips so feierlich vollzogen werden, daß Du zeitlebens an den Hochzeitstag denken sollst."

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Handel und Verkehr.

Gießen, 17. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Psd. 1.5, Hühnereier, per Stück 5y2 H, Käse, per Stück 59 Käfematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, das Paar 50 K Hühner, per Stück 90, Hahnen, per St. JL.50, Enten, per Stück JL 1.30, Kartoffeln, 100 Kilo 5.50. Ochsenfleisch 70 72 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 5060 Schweinefleisch 6468 H, Kalbfleisch 5060 H, Hammelfleisch 6670

Auszug a. d. Standesamtsregistern des Standesamts Gießen.

Vom 10. bis 16. August 1878.

Aufgebote.

_ ., 10. August. Gerichts-Accesstst Dr. Gustav Güngerich zu Gießen, mit Karoline Sophie Charlotte Wilhelmine Hedwig Pfannmüller, Tochter des Großherzoglichen Steuer-Comrnissärs Rudolf Friedrich Reinhard Pfannmüller zu Nidda. 15. August. Schornsteinfeger Johann Gottlieb Koch van Wittenberg mit Eltsabethe Damm, Tochter des verstorbenen Taglöhners Anton Damm zu Steinfurth.

Eheschließungen.

13 August. Der Großherzogliche Professor Dr. Hubert Sattler von Salzburg, mit Mathilde Karoline Wilhelmine Will, Tochter des Großherzogltchen Profeffors Dr. Heinrich Will von Gießen.

Geborene.

6. August. Marie Auguste, Tochter des Weißbinders Georg Wagner. 11. August. Anna Katharine, Tochter des Schuhmachermetsters Johannes Moos. 7. August. Auguste, Tochter des Arbeiters Johann Wilhelm Peppel. 10. August. Leo, Sohn des Kappenmachers Julius Buch. 6. August. Ludwig Friedrich Karl, Sohn des Post- Secretärs Karl Weber. 13. August Karl Albert, Sohn des Bremsers bet der Cöln- Mindener Bahn Wilhelm Keiner. 12. August. Dem Klempnermeister Georg Ernst Wilhelm Orbig, ein Sohn, noch ohne Vornamen. 11. August. Lina, Tochter des Schäfers Johann Heinrich Winter. 13. August. Ludwig Wilhelm Justus, Sohn des Schreiners Justus Emil August Theodor Christian Philipp Bärrn. 11. August. Dem Schneider Christoph Liedmann, ein Sohn, noch ohne Vornamen. 10. Aug. Katharine, ein außereheliches Kind von auswärts. 13. August. Marte Susanne Anna, Tochter, des Schreiners Friedrich Rosenbaum. 12. August. Dina Anna Karoline Philipptne Tochter des Mechanikers Georg Karl Konrad Anton Best.

Gestorbene.

,10. August. Karl, 1 Jahr 8 Monate 15 Tage alt, ein außereheliches Kind von auswärts. 11. August. Lina, 1 Jahr 11 Monate 11 Tage alt, Tochter des Bezirks­strafgerichts-Dieners Friedrich Nicolai. 12. August. Louise Kinkel, geborene Nieß, 25 Jahre 5 Monate alt, Ehefrau des Conditors Heinrich Kinkel. 13. August. Lehrer Wilhelm Werkmüller, 31 Jahre alt, von Aßlar, Kreis Wetzlar. 16. August. Johanna Kühne, 29 Jahre 7 Monate 9 Tage alt.

Auszug ans den Kirchenbüchern der Stadt Gießen, Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 13. August. Dr. Hubert Sattler, Professor an hiesiger Universität, des akademischen Kunstmalers Hubert Sattler zu Wien, ehe!. Sohn, und Mathilde Karoline Wilhelmine Will, des Professors an hiesiger Universität Dr. Heinrich Will, ehel. Tochter.

Getaufte.

Den 10. August. Dem Zimmermann Friedrich Wagner, eine Tochter, Elisabeth Johanna, geb. den 1. August.

Den 11. August. Dem Schuhmacher Heinrich Orth, eine Tochter, Emilie Jo­hanna, geb. den 19. Juni.

Denselben. Dem Maschinenbauer Leopold Atzelhöfer, eine Tochter, Margarethe Elise Karoline Marie Natalie, geb. den 13. Juni.

Denselben. Dem Werkführer Kaspar Reuter, ein Sohn, Ludwig, geb. den 25. Juni.

Denselben. Dem Hülsswärter an der Oberhesstschen Bahn Johann Diehl, eine Tochter, Marie Wilhelmine Elise, geb. den 10. Juli.

15 I ^"selben. Dem Bäcker Georg Fay, eine Tochter, Elisabeth Susanne, geb. den

Denselben. Dem Gepäckträger Justus Horn, eine Tochter, Karoline, geb. den 28. Juli.

Denselben. Dem Handarbeiter Konrad Nau, ein Sohn, Ludwig Heinrich Johann, geb. den 11. Juli.

Den 13. August. Dem Fuhrmann Philipp Marx, eine Tochter, Wilhelmine Johannette, geb. den 24. Juli.

Den 15. August. Dem Gastwirth Ludwig Feidel, ein Sohn, Adolf Friedrich Heinrich Karl, geb. den 1. Juli.

Beerdigte.

Den 13. August. Louise Kinkel, geborene Nies, Ehefrau detz Conditors Heinrich Kinkel, alt 25 I. 6 M. 7 T., gest. den 12. August.

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