Ausgabe 
18.4.1878
 
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dem er in San Stefano durch General Tottleben ersetzt worden sei. Dieser Wechsel werde als eine Maßregel der Versöhnung aufgefaßt.

Unterhaus. Northcote antwortete auf die Interpellation Forster's: Es habe sich durchaus nichts ereignet, um die Besorgnisse zu vermehren, nichts um die Hoffnung einer befriedigenden Lösung der Orientfrage zu vermindern. Das Rundschreiben der Pforte werde bald erwartet. Dank der guten Dienste Englands, sei große Hoffnung auf das Zustandekommen eines Abkommens zwt. schen der Pforte und Griechenland vorhanden, um die Unruhen in Thessalien und Epirus zu beendigen. Es berechtige nichts zu der Annahme, daß England isolirt sei.

Wien, 16. April. Nach Mittheilungen aus bester Quelle hat der österreichische Botschafter Graf Zichy mit der Pforte Unterhandlungen einge­leitet, welche die Repatricirung der tu Oesterreich weilenden und dem Lande zur Last fallenden bosnischen Flüchtlinge bezwecken.

DiePoltt. Corresp." meldet aus Bukarest: Die Arbeiten zur Be­seitigung der Hindernisse der Schifffahrt auf der Donau sind vollendet. Zahl­reiche Schiffe befahren bereits den Strom an allen Stellen. Bratiano ist gestern in Bukarest eingetroffen. Derselben Correspondenz wird aus Copen- hagen gerüchtweise und unter Vorbehalt mitgethetlt: England hätte in Stockholm Schritte gethan, um Schweden zu bestimmen, auf der Insel Faroe in der Ostsee die Errichtung eines Stattons- und Depoisplatzes für die britische Marine eventuell zu gestatten.

Petersburg, 16. April. Nach Prtvat-Telegrammen aus Moskau ist es daselbst zwischen Studenten, die eine Manifestation zu Gunsten politischer Gefangenen machen wollten und einer zahlreichen Volksmenge zu einem Zusam­menstöße gekommen, wobei die Studenten gezwungen wurden, sich zurückzuziehen. DieAgence Russe" bezeichnet die Situation als unverändert.

Petersburg, 16. April. DasJournal de St. P6tersbourg" theilt mit, daß nicht nur mit England, sondern auch mit Oesterreich Pourparlers stattfinden. Zu der Nachricht desObserver", wonach die russische Regie­rung die Pforte habe wissen lassen, daß, wenn sie England Beistand leiste, dies den völligen Umsturz des türkischen Reiches in Europa zur Folge haben würde, bemerkt das genannte Journal: Es sei ersichtlich, daß, wenn Krieg zwischen Rußland und England ausbreche, die Türkei nicht intakt aus demselben hervor­gehen würde. Was die Occupatio» Rumäniens anlange, so sei es natürlich, daß die kaiserliche Regierung Angesichts der Haltung Rumäniens bedacht sei, ihre Communicationen durch Rumänien zu sichern. Uebrigens könne die mit Rumänien für die Dauer des Krieges abgeschlossene Convention erst nach dem definitiven Frieden als erloschen betrachtet werden.

London, 16. April, Abends. Salisbury, theilte im Oberhause mit: Beust machte heute Nachmittag Vorstellungen wegen der jüngsten Aeußerung Derby's über Oesterreich, wodurch dortige amtliche Personen, besonders Offi- ciere, schmerzlich berührt seien. Er (Salisbury) erinnere sich nicht, daß Derby gesagt habe, man würde sich auf den slavischen Theil der östereichischen Armee im Kampfe gegen Rußland nicht verlassen können; allein was auch immer Derby über Oesterreich oder dessen Armee gesagt, so habe er das auf eigene Verantwortung gethan; im auswärtigen Amte befinde sich nichts, worauf seine Aeußerungen sich stützen könnten. Das Nämliche sei mit den Bemerkungen Derby's über Frankreich der Fall. Das Oberhaus vertagte sich bis zum 13. Mai

Der bisherige Präsident des Handelsamts, Adderley, ist mit dem Titel Baron Norton in das Oberhaus berufen worden.

London, 16. April, Abends. Im Unterhause erklärte der Colonial­minister, die Nachrichten vom Cap und dem Transvaal-Lande seien nicht beun­ruhigend. Schatzkanzler Northcote bemerkte auf eine Anfrage Pim's: die Angelegenheit Batum's sei eine Frage, die der Congreß zu erwägen habe. Die Nachricht betreffs Rußlands Absicht, Kreuzer auszurüsten, gleichwie andere alarmirende Nachrichten habe er gelesen, jedoch diesbezügliche officielle Informa­tionen nicht erhalten. Wenn erwogen werde, daß Rußland Theilnehmer der Pariser Declaration sei, so könne man derartige Maßregeln nicht erwarten. Auf Veranlassung Lefevre's theilte Unterstaatssecretär Bourke mit: er glaube, die Waffenruhe zwischen Türken und Insurgenten auf Kreta sei gebrochen, hoffe aber, Reschid Pascha werde die Ruhe bald Herstellen und Ausschreitungen verhindern.

Auf Befragen Forsters erklärte, Northcote: Nichts in den Zuständen Konstantinopels erhöht unsere Besorgnisse. (Beifall.) Derselbe beantragte da­rauf Vertagung des Hauses bis zum 6. Mat. Fawcett stellte ein Amendement auf Vertagung nur bis zum 29. April. Northcote bekämpfte das Amendement, welches die schlimmste Wirkung wie nur möglich haben würde, nämlich die Lage so kritisch erscheinen zu laffen, daß eine Abkürzung der Osterferien nöthig wäre. Erstes Ziel der Regierung sei eine friedliche befriedigende Lösung der schwebenden Fragen. Forster unterstützte Northcote, indem er bemerkte: Die Regierung trage die Verantwortung. Hätten er und seine Freunde geglaubt, daß die Politik des Cabinets eine Kriegspolitik sei, so würde er anders ge­handelt haben. Fawcetts Amendement wurde mit 168 gegen 10 Stimmen abgelehnt und die Vertagung des Hauses bis zum 6. Mai angenommen.

Lokal-Notiz.

Gießen, 17. April. Die Berathungen der am 10. April stattgehabten Ausschuß- fitzung des hiesigen Volksbtldungsoereins sind von so ollgemeinem Interesse, daß es für viele unserer Leser interessant sein wird, einiges darüber zu berichten.

Seit seiner Entstehung im Jahre 1872 verfolgt der Verein in erster Linie den Zweck für die Weiterbildung der Heranwachsenden Jugend zu sorgen und hat demgemäß tn früheren Jahren dahier eine freiwillige Fortbildungsschule für Knaben unterhalten. Als diese Einrichtung durch die obligatorische Fortbildungsschule übe,flüssig ge­worden war, suchte der Verein durch die Errichtung von fretwilligenLeseabenden und Gründung einer Bibliothek für seine Zwecke zu wirken. Obgleich die Erfahrungen, welche im ersten Winter (1877) gemacht wurden, keineswegs ermutigten, so wurde doch im verflossenen Herbst die Weiterführung des begonnenen Werkes beschlossen und wurden die Leseabende am 8. December eröffnet.

Der Vorsitzende, Herr Haustein, erstattete nun tn der letzten Ausschußsitzung Bericht und wies auf die erfreulichen Resultate hin, welche der Verein durch diese Ein­richtung im letzten Winter erzielte. Etwa 30 Schüler nahmen regelmäßig Antheil und das Verlangen, aus der Bibliothek Bücher zu entleihen, um diese zu Haus lesen zu können, bekundete den Eifer der jungen Leute, an ihrer Fortbildung zu arbeiten. Der Ausschuß beschloß hierauf, für den nächsten Sommer wieder eine freiwillige Fortbildungsschule für Knaben zu errichten, da in der bestehenden obligatorischen Schule nur an den Winterabenden unterrichtet wird. Es wurde hierbei geltend gemacht daß sich in hiesiger Stadt gewiß viele junge Leute finden würden, welche Zeit und Luft hätten, das im Winter Gelernte im Sommer zu befestigen und zu vervollständigen.

Zur Berathung kam ferner eine Bitte de« in der Bildung begriffenen Vereins! für Frauenbildung um Bewilligung einer Geldunterstützung. Fraglicher Verein'

beabsichtigt nämlich in hiesiger Stadt nach dem Vorbilde des Darmstädter Alicen- Vereins in Gießen eine Industrieschule zur Ausbildung von Lehre-innen für Hand­arbeiten 411 errichten. Die Schülerinnen sollen aber auch im Zeichnen, Rechnen, deutschen Aufsatz und in der Buchführung Unterricht erhalten. Der Ausschuß des Volksbildungs­vereins begrüßte dieses Proj ct mit Freuden, da hierdurch einem längst gefüllten Be- dürfniß abgeholfen roerbe. Doch trat insofern Meinungsverschiedrnheit zu Tage, als ein Theil der anwesen en Mitglieder der Ansicht war, man möge, um von vornherein Differenzen zwischen beiden Vereinen, welche ja einen und denselben Zweck verfolgen, vorzubeugen, an diese Gabe die Bedingung knüpfen, daß der Volksbildungsverein durch ein Mitglied im Ausschuß des zu gründenden Vereins vertreten sein möchte, um da­durch einen Einfluß auf die Art und Weise der Beschaffung von Mitteln, sowie deren Verwenduna zu erlangen. Rach langer Debatte einigte man sich schließlich auf Vor­schlag des Vorsitzenden dahin, die Summe von JL 300 bedingungslos zu bewilligen und dem Vorstand des neuen Vereins die Initiative zur Herstellung einer allenfallstgen Verbindung zwischen beiden Vereinen zu Überlossen.

Vermischtes.

Darmstadt, 15. April. Ostern und Weltuntergang. Gegen das Vorjahr, wo Ostern schon am 1. April gefeiert wurde, fällt Heuer dieses Fest spät, da es erst am 21. d. begangen wird. Am spätesten wird es aber 1886 begangen werden, da es in diesem Jahre auf den 25. April, den Tag des Evangelisten Markus, fällt. DaN Traurige an dieser Sache ist nur, daß der berühmte französische Astrvlvg Notredame (Michael Nostradamus) für das Jahr, an welchem Ostern auf den 25. April fällt, den Untergang der Welt ganz sicher in Aussicht stellt. Ob es sich nun wohl für England und Rußland der Mühe lohnt, für die acht Jahre, die die Welt noch stehen wird, so viel Lärm wegen des kleinen Bulgarien zu machen? (H. Ldsztg.)

(Die Feuerwerks-Ratte.) In derJlluftrirten Sportzeitung" wird in gar lustiger Weise erzählt, wie Graf Sch. seine Jäger in Pommern lehrte, die Füchse nach afrikanischer Methode aus dem Bau zu treiben. In Nordafrika, wo Graf Sch. die« lernte, jagt man wohl keine Füchse, aber Stachelschweine, und Graf Sch. wendet die afrikanische Jagdmetbode einfach auf Füchse an. Um seinen Leuten die neue Jagd zu zeigen, wurde eine Partie im Februar veranstaltet- Als Rendezvousplatz war ein alter, sehr tiefer Fuchsbau bestimmt, der so stark befahren war, daß man annehmen konnte, es wären mehrere Füchse ouf einer Hochzeitsvisite bei einer rollenden Fee im Bau. Der junge Graf reoidirte mit Sachkenntnis sämmtliche Röhren und poflirte dem entsprechend die Förster bei den verschiedenen Ausgängen. Der alte Oberförster, der vergeblich nach Dachshunden gesucht hatte, schüttelte den Kopf.Aber, junger Herr, wie wollen Sie denn den Voß runter kriegen?"Das werden Sie gleich schen, Onkel ...." sagen wirBräsig" denn die Geschichte spielt nicht weit von dem kla'stschen, durch Fritz Reuter verherrlichten Boden.Das werden Sie gleich sehen," wiederholte der junge Nimrod,in der Kabylie fenut man keine Dachshunde. Ich werde Ihnen jetzt zeigen, wie man dort das Stachelschwein und den Raton (ein Ver­wandter des Jgneumon) herausbekommt, und wo man Stachelschweine herausbekommt, wird man doch wohl auch einen Fuchs herauskrtegen." Während dessen hatte d.r Graf eine Drahtfalle mit einer lebendigen Ratte herausgeholt. Der Diener reichte ihm eine kleine Röhre von Pappe, aus deren Oeffnungen starke Bindfäden heraushingen. Nach sorgfältiger Prüfung der beiden Enden ergriff er den aus dem Gitter der Falle hervorlugenden Schwanz der Ratte und befestigte mit einem starken Faden das eine Ende des Röhrchens an demselben. Der alte Oberförster schüttelte immer toller den Kopf.Junger Herr, bat wird Düwelsspuk (Teufelsspuk)!Nur abwarten, Onk-l Bräsig!" DiePiocedur war fertig.Achtung, aufPosten!" commanbfrte der Jagd­leiter den Förstern zu, die sich sämmtlich die sonderbare Operation in der Nahe ang- sehen hatten. Als Alles auf Posten stand, näherte'er sich der Hauptröhre und berührte mit der brennenden Cigarre das Ende des herunterhängenden Bindfadens, der sofort Feuer fing und luntenartig fortglimmte. Aufmerksam folgte er der sich aümälig ver­zehrenden Lunte. Jetzt hielt er die Falle dicht an die Röhre und öffnete die vordere Thüre. Die geängstigte Ratte huschte schnell hinaus und lief in die Röhre, blieb aber >m Anfänge derselben stehen, ängstlich umherirrend. Onkel Bräsig hatte sich niederge- kniet, um dem Thiere zu folgen. Da mit einemmale sprühte mit einem Knalle ein Feuerstrahl aus ihrem Schwänze, daß der alte Herr erschreckt zurück, die Ratte aber wie teil in den Bau hineinfuhr. Puff! knallte es noch einmal aus der Tiefe. Onkck Bräsig hatte sich auf den Bauch geworfen, um mit lautem Lachen dem Drama unt r der Erde zu folgen. Paff! knallte es nochmals aber im nächsten Momente fuhr ein Fuchs dem alten Herrn gerade ins Gesicht und hinaus. Piff! paff! knallte es aber auch auf der andern Seite. Die Förster, aufmerksamer, hatten besser gezielt und zwei rothe Gesellen wälzten sich am Boden. Der alte Herr brummte und schimpfte über denDüwelsspuk" und befühlte fein zerkratztes Gesicht. Folgen wir demRat artifleier, wie man die Feuerwerksratte in Algier nennt, in das Innere des Berges. Auf den Feuerstrahl, der ihrem Appendix entfahren, hatte sich das Vieh wie toll in die Tiefe gestürzt und war mitten zwischen ein Triumvirat Rothröcke gerathen. Nun knallten auch kleine Raketen los und heraus fuhren die edlen drei Könige des Malepartus, als ob ihnen der höllische Geist selbst im Nacken säße. Der Eine, welcher Onkel Bräfig gerade in§ Gesicht gesprungen war, entkam, weil der Graf das Gewehr nicht fertig hatte und zu rasch schießen mußte. Die anderen Beiden trugen aber ihren Bala zu Markte.

Als die Ratte die Freunde, an deren Hilfe sie vergeblich appellirt hotte, so rasch datz Feld räumen sah, war sie einen Augenblick ratblos, allein abermals knallte es an ihrem Schweif, und weiter fuhr sie tn die Tiefe in den großen Kessel, wo sich eine Füchsin bineinreHrirt hatte. Mit einem Satze war sie hinein und fuhr gerade unter den Bauch der Füchsin, daß die Funken umherstoben. Daß diese durch die kecke Zu­dringlichkeit nicht gerade erbaut war, kann man sich leicht vorstellen, und als es aber­mals um sie herum knallte und sprühte, daß ihr herrlicher Balg zu sengen begann, da packte auch sie schrecklicher Graus. Wohl wußte sie die Erzfeinde vor den Thoren; sie hatte die bekannten Schüsse, die ihren Verehrern gegolten, nur zu gut gehört. WaS waren aber alle wirklichen Gefahren, denen sie oft getrotzt und glücklich entgangen, gegen dieses unheimliche, der Hölle entstiegene Gespenst, und hinaus flog sie, gerade unter die Flinte des jungen Grafen, der, den Pudel von vorhin gut machend, Dame Reinecke höchst ungalant umlegte, und so das Liebesdrama im Berge beendete. Die ganze Jagd dauerte vom Momente, wo die Falle geöffnet worden, kaum zehn Minuten, und drei Füchse waren das Resultat.

Bretzenheim, 6. April. Ein Unglücksfall der traurigsten Art setzte gestern Abend unfern Ort in höchste Aufregung und mehrere Familien in größte Betrübniß. Um 7 Uhr etwa benutzten 14 Personen, 6 hiesige Einwohner und 8 an dem Puricelli'- schm Neubau beschäftigte Maurer aus Planig und Ippesheim, den Nachen des Fähr­mannes Eibeck zum Uebersetzen auf das rechte Naheufer. Bei gewöhnlichem Wasser- ftande bedient sich der Fährmann zur Erleichterung seines Geschartes eines über den Fluß gespannten Drahtseiles; bei der augenblicklichen Höhe des Wassers liegt jenes theilweise unter dem Wasserspiegel und es mußte daher bet der verhängnißvollen Fahrt gerudert werden. Eib-ck beging die Unvorsichtigkeit, oberhalb deS Drahtseiles zu fahren. Jn der Mirte des Flusses war sein Rudern der Strömung nicht mehr gewachsen, bet Nachen trieb auf das Drahtseil, schlug ungeachtet der Bemühungen EibeckS, welcher dasselbe sofort ergriff, um, und begrub feine sämmtlichen Insassen im Wasser. Acht derselben vermochten sich durch Schwimmen, theilweise unter Unterstützung vom Ufer aus zu retten; die übrigen sechs: der Fährmann selbst nebst 2 Söhnen, der Taglöhner Peter Zimmermann, Ehefrau Valentin Deller, alle aus Bretzenheim, und trer Hand­langer Jakobi aus Planig, sind ertrunken. (Är. Tgbl )

*(Zur Schulbankfrage.) Reber die Anordnung von Schulbänken hat der ärztliche Bezirks- verein der Stadt Leipzig folgende beherzigenswerthe Grundsätze aufgestellt: 1) Die Entfernung der Sitzfläche des Stuhles oder der Bank von der Schreibfläche des Tisches sei so groß, daß der Oberkörper des Schreibenden sich vom oberen Ende der Magengrube an, oberhalb der Schreib­fläche befindet. 2) Die Sitzfläche sei so wett vorgerückt, daß ihr vorderer Rand 23 Cm. unter der Schreibfläche vorgeschoben ist; von oben gesehen darf-ahn kein Zwischenraum zwischen Tisch und Sitz wahrnehmbar sein. 3) Der Schreibende soll sich mit dem unteren Theile deS Rückens (d. h. der Gegend der Lendenwirbel) anlehnen können. Die Sitzfläche darf daher nicht breiter sein, a!S die Entfernung der Kniekehle vom Rücken des Kindes beträgt. 4) Die Füße müssen entweder den Fußboden erreichen, oder durch eine Fußbank unterstützt sein. Letztere darf aber nicht so hoch sein daß der vordere Theil des Oberschenkels von der Sitzfläche abgehoben wird. Die Forderung 2 erheischt entweder zweisitzige Schulbänke oder bewegliche Sitz­fläche, da sonst die Kinder nicht aufstehen und an einander vorüber gehen können. Estere An­ordnung ist unbedingt vorzuziehen.