Ausgabe 
18.1.1878
 
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gelangt, daß zu diesem Zweck vorzugsweise höhere Einuahmen vom Verbrauche des Tabaks in Aussicht zu nehmen sind.

Washington, 16. Januar. Schatzsecretär Sberman benachrichtigte ßie Finanzcommission, daß die Regierung den Vertrag mit dem Syndikat für die 4proc. Anleihe aufgehoben und beschlosien habe, die Anleihe allgemein dem Publikum zugänglich zu machen. Zugleich legte Sherman einen darauf bezüg­lichen Gesetzentwurf vor. Der Senat von Louisiana nahm cm Vertrauens­votum für den Präsidenten Hayes an. Der Eisenbahnzug, welcher die Thetlnchmer an einer Versammlung in Harfort (Eonnecticut) nach ihrer Hei- math zurückführen sollte, zertrümmerte die Brücke bei Farmington und stürzte in den Fluß hinein. Eine große Anzahl von Personen wurde getödtet und verwundet.

London, 16- J-uiuar. DieLiberale Vereinigung" in Worcester ließ Salisbury eine Adresie überreichen, worin sie sich für Erkaltung des Friedens ausspricht. In der von Salisbury durch seinen Secretär gegebenen Antwort läßt er erklären, es liege kein Grund zu der Befürchtung vor, daß die Regie­rung sich von ihrer im Mai präcisirten Politik entfernen werde. Die Regie­rung bekenne sich vielmehr noch immer zu dieser Politik.

Rom, 16. Januar. Im Senat gaben der Präsident und Depretis der Trauer um das Italien betroffene Unglück lebhaften Ausdruck. Der einzige Trost, bemerkte Letzterer, liege in der Fortsetzung der weisen Politik Victor Emanuels. Depretis theilte ferner dem Senate mit, daß die Minister vom Könige bestätigt sind. Der Senat suspendirte seine Sitzungen darauf bis zum L Februar.

In der Kammer gab der Minister des Aeußern die von der ungarischen Kammer eingegangene Beileidsadreffe zur Kenntniß. Vicepräsident Desanctts übernahm es, der ungarischen Volksvertretung den Dank der Kammer zu über­mitteln. Ministerpräsident Depretis thetlt mit, daß der König das Ministerium bestätigt habe und am Samstag den Eid leisten werde. Depretis hielt Victor Emanuel einen warmen Nachruf. Nachdem der Vicepräsident Desanctes dem Schmerze der Kammer über den Tod Victor Emanuels Ausdruck gegeben, ver­tagte sich die Kammer als Zeichen der Trauer bis zum Februar.

Petersburg, 16. Januar. Bis jetzt liegt hier noch Nichts als das Ersuchen der Türkei um Einleitung von Waffenstillstandsverhandlungen vor. Heber die Gesinnungen der Pforte selbst ist noch Nichts bekannt. Die dies­seitigen Instructionen werden in den resp. Hauptquartieren etngetroffen sein. Das Ersuchen der Pforte ist eine begreifliche Folge der letzten Niederlagen. Selbstverständlich ist man nach den großen Opfern unserer braven Armee der­selben schuldig, die Resultate ihrer Hingebung sicher zu stellen und nicht eher «inen Waffenstillstand einzugehen, als bis unser hartnäckiger Gegner alle er­forderlichen militärischen Garantien gegeben hat und bis die Sicherheit erlangt Ist, daß der Waffenstillstand unseren Erfolg nicht gefährden kann. Im Publi­kum herrscht hierüber nur eine Stimme: Die Türkei wird offen, aufzugeben haben, in den Kreis ihrer Berechnungen zu ziehen, daß ihr von England, wo die Parlaments-Eröffnung bevorsteht, Unterstützung werden könne.

Petersburg, 16. Januar. DieAgence Ruffe" meldet: Der Sultan machte hierher directe Mtttheilung von der Entsendung Server und Namyk Paschas in das russische Hauptquartier und bemerkte dazu: Diese friedlichen Dispositionen seien mit der Versicherung entgegengenommen worden, daß die Suspension der Feindseligkeiten erfolgen werde, sobald die durch den Ober- commandanten mitzutheilenden Präliminarien angenommen seien.

Lokal-Stott,.

Gießen, 17. Jan. Vergangenen Samstag batten wir das Vergnügen, das be­rühmte Florentiner Quartett in dem 3. Concerte des Gießener Concertveretns zu hören Das Programm war ein ausgezeichnetes und es wurden die einzelnen Nummern des selben mit bekannter Meisterschaft vorgetragen und fanden reichen, wohlverdienten Bei­fall. Diejenig en, welche diesem Concerte arwohnten, haben gewiß von Neuem die lieber- zeugung mit nach Hause gebracht, daß die Concerte des Florentiner Quartetts das Beste und Vollkommenste darstellen, was dem hiesigen Publikum in musikalischer Beziehung überhaupt geboten werden kann. Leider war das Concert vergleichsweise wenig besucht

Wie sehr man übrigens an anderen Orten die Leistungen dieses Quartetts zu würdigen weiß, ergibt sich unter Anderem aus einem Artikel, welcher derNeuen Frank­furter Presse" aus Darmstadt zugegangen ist. Dieser Artikel beginnt mit folgendem Worten:

Darmstadt, 10. Jan Der gestrige Abend ist in den musikalischen Annalen unserer Stadl als ein bedeutender, ganz besonders genußreicher, als ein Festtag zu ver zeichnen, dmch das Concert des Florentiner Quartettoereins der Herren Jean Becker, E Masi L- Chtostri und L. Hegyesie, im Saale des Gasthofs zurTraube". Der Ruf der auch bei uns schon ost gehörten Herrn und das gesteigerte Interesse unsrer Musikfreunde für klassische Kammermusik, hatte ein zahlreiches Publikum herbeige zaubert, so daß der Saal fast zu klein erschien. Das Quartett des Herrn Jean Becker hat sich ein Zusammenspiel angeeignet, wie man es nur wünschen kann; badet ist em seltener Wohlklang der vier Instrumente, wie er wohl schöner kaum gedacht wird und eine das Veiftändntß auch der schwierigsten Parthten erleichternde Deutlichkeit im Vor trag, ein richtiges Heroortret'en und Zurücktretenlassen von Haupt- und Nebenideen, eine kühne Ausführung schwungvoller Gedanken, ein feiner Humor in den heiteren Stücken, ein entzückendes ruhiges Sich-Wiegen in den einfachen, dem Melodischen mehr iu gern endeten Stellen. Kurz, es wird schwer sein, ein Quartett zu finden, welches das Bccker'sche in den genannten musikalischen Tugenden übertrifft.

Gießen, 16. Jan. Rechenschaftsbericht des Herrn Bürgermeisters Bramm für 1876. (Fortsetzung aus No. 12.)

Ferner wurde der Stadtoorstand durch die Mittheilung erfreut, daß nach einem Beschluß des Comites für die Errichtung eines Liebig-Denkmals tn München von den über 130,000 betragenden Beiträgen eine Summe von mindestens 25,000 JL abge- zweiat werden soll, um dem großen Gelehrten, der während der glänzenden Periode fernes genialen Wirkens als ein Stern an unserer Hochschule leuchtete, dessen Glanz den Namen unserer Stadt in allen Ländern der Erde bekannt gemacht hat, ein gleiches Denkmal wie in München auch hier zu errichten. Außer Herrn Professor Dr Hoff wann in Berlin, einem Gießener Kinde, dessen taftiofe Bemühungen hauptsächlich diesen Beschluß herbetgeführt haben, sind wir Herrn Professor Dr. Will und Herrn Buchbändler Ricker für ihr wirksames Handeln zur Ausführung des gefaßten Be fchlusses zu besonderem Danke verpflichtet.

Schließlich möchte noch zu erwähnen sein, daß im Jahre 1876 die Oberhesstsche Eisenbahn in das Eigenthum des Staates übergegangen sind und daß mit dem Bau der Berlm-Wetzlarer Eisenbahn, welche leider in einer Entfernung von beinahe 1 Stunde au unserer Stadt vorüber geführt wird, begonnen wurde.

Indem ich nunmehr bezüglich der wirklichen Einnahmen und Ausgaben gegen über den Voranschlagssummen auf die nachstehende Verwaltungsrechenschaft, deren Ab­schluß ein sehr künftiger ist, zu verweisen mir erlaube, wobei ich anfüge, daß zu den erheblicheren Mehrausgaben gegen die Voranschläge überall die Genehmigung der Stadiverordneten-Versammlung eingeholt worden ist, glaube ich auch dstsrnal das Be­wußtsein ausfprechen zu dürfen, bafj die städtische Vertretung und Verwaltung bei ollen ihren Beschlüssen und Maßnahmen nur das Wohl der gesammten Gemeinde und die Förderung der Gesammtinteressen im Auge gehabt hat.

Summarische Ileberlicht der Einnahmen und Ausgaben der Stadt Gießen für 1876 nebst Nachweisung über die Abweichung gegen die Voranschläge bei beit bedeutenderen Posten.

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3 SS

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Einnahme.

Betrag nach

Mi bin gegen den Voranschlag

em Vor anschlag.

'er Rech nung.

Mehr.

Weniger.

Ji.

JL 1

JL

Ordentliche.

liu

1

Rest aus vorderen Jahren a) Kassevorrath

51191

82

88063

90

36872

08

d) Ausstände .

2227

33

5579

91

3352

58

2

Von Gebäuden.........

3789

43

4038

51

249

08

3

verliehenen Gütern......

4551

24

4619

03

67

79

4

Aus Gras und anderen Naturalien. -

10572

51

19560

96

8988

45

5

Von Waldungen........

87986

04

108604

27

20618

23

7

Jagden..........

1162

29

1162

29

8

Schäfereien Wetdgeldern ....

514

29

514

29

9

Zehnten, Grundrenten und anderen

Gefällen..........

3619

33

3624

11

4

78

10

Von verkauften Baumaterialien und

11

Mobilien.........

170

992

43

822

43

Kapitalzinsen..........

3387

86

2792

86

595

15

Einzugsgeld..........

300

50

*

250

16

Feuereimergeld.........

120

42

78

17

Pflaster-, Weg- und Brückengelder . .

685

71

685

71

18

Mtethe von Markt- und anderen öffent

lichen Plätzen........

2500

2969

30

469

30

19

Faßeich-, Meß- und Waage-Gebühren

1365

1745

58

380

58

.

21

Octrot............

58448

81929

34

23481

34

22

Schul- und Holzgeld und sonstige Set

44

80

trage zu den Schulkosten ....

42295

64

50393

8097

.

25

Hundesteuer..........

1933

33

2145

211

67

26

Ersatzposten........

240

21

240

21

28

Für Hülfsbedürftige.......

595

72

595

72

33

Einquartierungsgelder......

3000

5714

15

2714

15

-

34

Strafen wegen Schulversäumnissen . .

41

125

80

84

8(1

35

Forst-, Feld , Polizei- u. Defraudations

2490

strafen..........

3590

36

1100

36

36

Für Formularien......

30

40

10

37

Strafen gegen städtische Bedienstete er-

~ *

könnt .............

1

1

Summa

282976

54

389820

16

107766

63

923

Außerordentliche.

41

Zurückzuempfantzende Kapitalien . . .

60428

57

38428

57

22000

_

42

Neu aufzunehmende Kapitalien . . .

131473

138700

7227

43

Von verkauften Häusern und Gütern .

11089

45

15780

4690

91

46

Ersatz der von der Stadt bestrittenen

-

Kosten für Arbeiten auf dem Burg-

graben ..........

1348

56

1348

56

47

Beitrag zu den Kosten des landw. Festes

im Jahr 1875 ........

257

14

257

14

48

Kriegskosten, nachträgliche Vergütung .

429

44

429

44

Summa

204339

58

194944

07

12604

49

22000

Umlagen.

53

Auf das gesammte Communalsteuer-

kapital der Einwohner u. Forensen

113166

98

114006

27

839

29

54

Auf dasselbe zu den älteren Kriegs-

schulden ..........

14489

57

14598

11

108

54

55

Allgemeine evangelische Kirchensteuer .

8386

10

8386

10

Summe der Umlagen

127656

55

136990

48

9333

93

Wiederholung.

Ordentliche Einnahme......

282976

54

389820

16

107766

63

923

_

Außerordentliche Einnahme ....

204339

58

194944

07

12604

49

22000

Umlagen..........

127656

55

136990

48

9333

93

Hauptsumme aller Einnahmen

614972

67

721754

71

129705

05

22923

-

(Fortsetzung folgt)

Theater.

Dr. Schwettzer's geistreiches Lustspiel, Die Darwinianer, welches seiner Zeit den ersten Preis gewann, verdient eine ganz besonders warme Empfehlung. Das Stück, auf der Lehre des berühmten Darwin fußend, bringt unendlich viele durch jene Theorie herbetgeführte komische Situationen und Verwickelungen, daß man fast nicht aus dem Lachen herauskommt. Dabei ist es von einer Einfachheit der Handlung, Glätte der Diction und trefflicher Characterzeichnung, daß die Darwinianer wohl den ersten Preis verdient haben. Dazu gegeben wird das Erstlingswerk eines hiesige» Studenten, welches bereits vor ca. 3 Wochen in Marburg durch Herrn Dir. Kurde die Feuertaufe erhielt. Das Stück gefiel daselbst ausnehmend durch seine heiteren, flotten Situationen, durch die prächtigen Studentenschwänke, den heiteren Humor unb die allerliebste Verwickelung. Der Umstand, daß der Verfasser der falschen Bril­lanten ein hiesiger Musensohn ist, und selbst in studentischen und bürgerlichen Kreisen eine allgemeine Beliebtheit genießt, wird dem Stücke von vornherein einen günstigen Erfolg sichern, und so den Autor bewegen, nach der Vorstellung sein Inkognito abzulepen.

T h e a t p r.

Der Mittwoch Abend brachte uns »Orpheus in der Unterwelt", Operette von Jaques Offenbach, welche nur an größern Bühnen aufgeführt werden Fann. Es wun­dert uns genug, daß Herr Cur de, durch derartige unmögliche Aufführungen, einen Genuß verspricht, und sich selbst der Täuschung bingtbt ein besetztes Haus zu erzielen. Ueber die Aufführung selbst können wir uns nicht näher einlassen, da wir bet der Finale des 2. Aktes uns in den »Circus Renz" versetzt glaubten. Wir wollen daher nochmals die wohlgemeinte Warnung Herrn Dlrector Cur de zum Bedenken zurufen: Geben Sie gute Lustspiele und ausführbare kleine Operetten und Singspiele so wird sicherlich das Publikum Ihr Bestreben reichlich unterstützen.

Die öffentliche Meinung!

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 16. Jan. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war ziemlich be fahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner JL 23, Stroh per Centner «X 2, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 8085H, 2. Qual. 7580 H, im Detail 1. Qual. 1., 2. Qual. <X0.95. Eier, das Hunderts 68.80, Kartoffeln JL 67 per 100 Kilo. Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 2830 ganze Erbsen 2024 Jt, Boünen 30-32 x, Linsen 22-27 JL Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 K»h- u. Rindfleisch 5560H, Kalbfleisch 6570 H, Hammelfleisch 5563 Schweine­fleisch 7080 H. Buchenscheitholz per Quadrat-Meter JL 12.55, Tannenholz JL 8.55t Tannapfel per Hectol. 60 H. Eis per Centner 50