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Freitag, den 15. Februar

1»78.

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AnMk- uni Amtsblatt für bk, Attis Gjchn

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

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a» die Stelle Grivards ernannt.

England.

Mußland.

1.

, Paris, 11. Februar. Schon vor einigen Tagen war die Rede davon, daß England die französische Regierung ersucht habe, sie möge ihre Flotte an Unbgefcung vor Konstantinopel Theil nehmen lasten, Frankreich aber habe nicht darauf eingehen wollen. Dieses Gerücht wird jetzt bestätigt, und Herr

sondern nur eine Disciplinar-Strafgewalt über die Studtrenden, welche Anwendung findet auf die eigentlichen akademischen Vergehen, auf Belet- dlgungen und leichte Mißhandlungen unter den Studenten, auf Duelle auf Hiebwaffen, sofern erhebliche Körperverletzungen nicht vorliegen, auf alle Hand­lungen welche sich nach dem Strafgesetzbuche als Uebertretungen darstellen.

Stuttgart, 12. Februar. Bischof Hefele hat für den nächsten Mon­tag in allen katholischen Pfarrkirchen des Landes ein Traueramt für die See- lenruhe des verstorbenen Papstes, ferner vom gleichen Tage an drei Tage lang «r" ^stündiges Glockengeläute und bis zur Beendigung der

Papstwahl Gebete für dieselbe angeordnet.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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Redactionsbureaur Gartenstraße L. 165.

Expeditionsbureaur Schulstraße B. 18.

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rrv Mvvtyvyui.ytd, bki deNkll stk General Soutzo hat seine Demission zurückgezogen.

Hestcrreich.

.. 11. Februar. In hiesigen Regierungskreisen zeigt man sich über

die Waffenstillstandsbedingungen nicht wenig beunruhigt. Bis jetzt wurde das Publikum mit der Versicherung getröstet, daß, wenn es zu einem Kriege gegen Rußland kommen sollte, derselbe unter weit günstigern Verhältnissen geführt werden könnte als früher, da stch di- russischen Elite-Truppen in der Bulgarei befinden, und es genügen würde, mit 200,000 Mann von Siebenbürgen nach Rumänien zu marschiren, um die Verbindungen der Rusien mit ihrem Lande abzuschneiden. Nun ist dieser Trost sehr fadenscheinig geworden, den.-.inzwischen haben sich die Russen durch die Donausestungen und durch die Nutzung de« Meeresufers eine zweite Rückzugslinie gesichert, wodurch es ihnen ermöglicht rd, die Drohung, daß Oesterreich in Rumänien einmarschtren werde, mit Ruhe über sich ergehen zu lassen. Dieser Umstand hat hier die treuesten Anhänger der Politik des Grafen Andraffy außer Fassung gebracht.

Arankreich.

feigen.

ZKE t!n?^prchten, auch iS tmoa<n sich «Mtigtrn *

Jttlt sich zu te. > in unb aufeer bem bi^stadt D. 154 im

Legion mag umsomehr mit sein« Ablehnung zufLn : Bozuks G^us^: :7Znwoh.i r'v"n L ;Ln ''b-^nge?'^

'^ Trmonstration wieder zu nichts zu werden scheint Zum Eonferenzprojeki Viele Albanesen sind zu den griechischen Truppen Überaegang-Ü ~

fitiben wir in einigen hiesigen Blättern eigenthumliche Bemerkungen; sie sagen, Aufnahme finden. - -----1 r --

B TLgeharnischten Artikel läßt dieNowoje Wremja" gegen die E r8' ,aaVlefC einfallen lassen sollten, Rußland nur als Mau- da ar alias Executor Europas ansehen unb demgemäß abfinden zu wollen, -da

Europa , so schließt dieses Blatt,uns im vorigen Jahre aufgehalten das bei» bald ?n*5re SMg-fühl wäre gekränkt gewesen, aber das heilt bald. Aber die Fruchte des Sieges aus der Hand reißen, jetzt, nach «s n,1fl-mfM<) krn'<nna* 8tekn Strömen von Blut hieße nicht nur das

; B=Ieii,iflcn- Das heißt Rußland zermalmen, das

letzte Hemd von den Schultern des Schelms reißen und sich überdies über ihn lustig machen. O, dieser Schelm kann außer sich gerathen und diesem Europa zeigen daß es gefährlich ist, seiner zu spotten, daß in ihm noch viel unerschöpfte Kraft ist welche sich so furchtbar entwickeln kann, daß Europa es bitter bereuen konnte, diese Kraft zu einem verzweifelten Kampf herausgefordert zu haben . . "

Telegraphische Depeschen.

Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Bureau.

Wien, 13. Februar. DiePolit. Corresp." meldet aus Pola: Der Eommandant des österreichischen Levante-Geschwaders, Contre-Admiral Barry ist mit dem Flaggenschiff, der PanzerfregatteHabsburg" heute Nachmittag »ekannt önent ^^egangen. Von wetteren Schiffsausrüstungen ist nichts

Deutschland.

Februar. Das heute ausgegebene Großh. Reaie- ^"Ssblatt Nr. 1 enthält die Bekanntmachung Großh. Gesammt-Mtnisteriums, für ?ennä96etineffen®:9 5UnS Schifffahrts-Polizei- und Floß-Ordnung k. In dem Ausführungsgesetze zur Gerichtsverfassung ist auch

I niÄ^bung d°r Un.versitätsgenchte ausgesprochen, doch scheint man ,n Unterrichts-Ministerium die sogenannte akademische Diseiplin beibehaltcn >u wollen , da in diesem Sinne Gutachten von den Rectoren, Senaten rc der Landes-Universitaten eingefordert worden sind. Ob und wie sich die Ange­legenheit gestaltet und ob sie abgesondert von dem Unterrichtsgesetze zu erledi- gen sein wird, ist allerdings eine andere Frage. Auf die ehrwürdige Antiquität »2f Ve "Magdeb. 3tg." folgenden Scheideblick: Die Universitätsgericht in Göttingen, dessen Ge- rlchtsbarkeit nicht allem die Studirenden, sondern auch deren Hofmeister, ferner d,e Lehrer und Angestellten der Universität und die Ehefrauen, Wit,wen und n £^TLOncn un,toDtfcn sind. Die Gerichtsbarkeit erstreckt sich aus alle Disciplinarsachen Ml, Einschluß aller Polizeivergehen der Studenten, au d,e Polizeistrafsachen, auf die bürgerlichen Proceß- und Mahnsache», so weit r« Competenz des Amtsgerichtes gehören, und auf Sachen der freiwilligen Gerichtsbarttit. Das Universitätsgericht nimmt die Stellung eines dem Ober- genchte zu Göttingen untergeordneten Amtsgerichtes ein. In einigen bestimmten Fallen wird zedoch die Gerichtsbarkeit theils von einemRechtspflege-Ausschuß" theils von dem akademischen Senate ausgeübt. So weit gehende Befugnisse haben die Unwersitätsgerichte in Berlin, Breslau, Greifswalde, Halle, Königs­berg und das akademische Gericht in Münster nicht. Ihre Wirksamkeit erstreckt sich nur auf die Studirenden, und zwar in Straffachen auf Vergehen und Uebertretungen, di- sich auf den Stand und Beruf der Studirenden und auf ihr Verhältniß zu den Universitätslehrern beziehen; aus wörtliche Beleidigungen und geringe Thätlichkeiten der Studenten unter sich,' wenn dem Rector der Suhneversuch nicht gelingt, oder nach seiner Ansicht eine härtere Strafe als ein Verweis emtreten muß; auf Duelle unter den Studenten, sofern keine Todtung, Verstümmelung oder erhebliche Verwundung erfolgte; auf alle Ver­gehen, welche im Höchstbeirage mit einer Woche Gefängniß bedroht sind. Auch Jnzurienklagen müssen zunächst beim Universitätsgericht angebracht werden, doch hat der Klager binnen acht Tagen den Recurs an die ordentlichen Gerichte. In Civilfachen erstreckt sich die Gerichtsbarkeit auf die gesetzmäßigen Schulden der Studirenden und auf Schadenersatz In Folg- von V-rgehen. Außerdem hat das Gericht auch gesetzlich zulässige Schuldverträge der Studenten aufzu- iipnmpn (Tito k____t i '.o.

. Ä3 8ebruor- DieProv.-Corresp." meldet: Beim Empfang

des Reichstags - Präsidiums habe Se. Majestät der Kaiser im Hinblick auf die augenblickliche ernste Lage der äußeren Verhältniffe die bestimmte Hoff­nung ausgesprochen, daß es trotzdem gelingen werde, den Frieden Europas zu erhalten. ° F

Paris, 13. Februar. DieAgence Havas" meldet aus Konstantino- Heutigen: Die englische Flotte hat die Dardanellen passirt und ist

in das Marmara-Meer eingefahren.

Athen, 13. Februar. Nachrichten aus Kreta zufolge sind von Baschi.

*

Frankreichs Jntereffe, zu einem europäischen Congreß mitzuwir- Üan?E..^/ k^s Wiener Congreffes die Aufgabe haben würde, den Zu- ®rnb bcr vollbrachten Thatsachen und für lange Jahre endgültig festzustellen; denn dann wurde Frankreich unter Anderm auch dazu helfen daß die Gebietsverluste, die es selbst erlitten, vom europäischen Rath rU?l9C a9u ber europäischen Gestaltung erklärt würden. Man sieht hieraus, daß der alte Geist, welcher die gegenwärtige Stellung Deutsch- ands und seinen Gebietsbestand nicht als endgültig anerkennen will, noch immer im Stillen lebt und bet paffenden Gelegenheiten auch laut wird.

Paris, 12. Februar. Der frühere Minister Christophle wurde zum Gouverneur des Cr6dit foncter an die Stelle Grivards ernannt.

'spondenzen für 'Ju adrefsirtn ün; PH. Größer Gießen.

:iseuse ew.pw üd> 6'isirm zu mätzigei!

im unteren Stock.

Kapital gepen dop- srhtit auszuleihm. ie Expe^. d. ^ltts.

Werg, Metall re. othenberger, tuenmea.____________

iu pachten pesucht, s^nftrahe g t D. 222, M

ienenr 18 i-S iU:

historifcher Roirün

ie. (Fortsttzung) - r Balkan-Haiduck. - inen aus den Jahren thetlung- 4 - Der Dr. W- Herbst. Mit > der Ansicht von- iunberf als Jllustro- : Stüdtewerk - Am Zterländisches Pracht- Etlichen B-Ide: Der Audienz beim Groß- aontGltnb«.

)tyen unb tilU' Beilage.

upstehlt sich» ssiv.-BuchhandlW,

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12. Februar. DieMorning Post" bezeichnet die Weigerung - des Sultans die Durchfahrt der engl. Flotte zu gestatten, als eine gewaltige De- s ^"S'ands und verlangt die Entlassung Derby's als desjenigen, der

> die Schuld an dieser Demüthigung trage.Daily News" tadelt di- Regie- : 3"«' toeiJle versäumt habe, sich die Erlaubniß vor der Entsendung der r"T,1k ftn^ Mangel an Würde in ihrem Verhalten.

"P1'? ' »Dmly Telegraph undStandard" mahnen zur Ruhe und Kalt- bhitigkelt. Erstere betont, daß die Nation der Regierung aufrichtige Uuter- ^ ^g-nbrm»en müsse. Es sei abzuwarten, ob Rußland, indem es die

1 Bc.ftLe' ben Interessen so nahe trete, daß eine

Abwehr sich noihig erweisen werde. Wenn die bezüglich der britischen Meiessen bezeichneten Grenzen überschritten würden, wenn russische Truppe» in bHfß-r Zahl sich in Konstantinopel, und zwar auf unbestimmte Zeit, festsetzen otzteu, so werde für die britische Regierung eine große Verantwortlichkeit ent- ^$enll.UQtr r» raschem und entschiedenem Handeln entschließen.

Da>ch Telegraph sagt die Sackgasse müsse mit fester Hand geöffnet werden; glrw ^fsen ^ne mehr oder minder befriedigende Lösung, namentlich da das Verbot auch andere Machte treffe. Rußland dürfe nicht gestattet werden, die Konstantinopel zu besetzen. Dies bedeute Krieg, Stand^-d'" ^U6R.a"b>, ai'Lber ®cnfeteni keine Opfer bringen wolle. Der i"^n6 b reb SQU6t' bJC U°"e verweigere die Erlaubniß aus eigenem Eut- broht"to® re80rClKn bka Dardanellen sei nicht räihlich, da der Rückweg be- s-i-, Englanh muffe di- W-,gerung der Türkei r-sp-ctiren, w-nn diese

Kretas , durch Besetzung Mitylenes und

Abschafflmg der türkischen L>uzeränetat über Egypten, Auslieferung

Vut vu» uuu) ge,kßlicy zuiaspge L-chulbvertrüge der Studenten aufru- Sverruna ^^ce^onten Griechenland und vollkommene

u-hm-n. Di- zweit- Instanz wird durch das competente Appellationsgericht ^ben würden $ danellen-Aussahrt gegen Türken und Russen, bis beide nach- geb, det. - Die akademischen Behörden in Kiel und Marburg haben gar keine 9