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- von dem Klon- ?mburg, 9. Au- einberufen wird, eldet: Dis freu fiund des § 130 ctionellen Appell- berprocurator ist i worden, ßiwi uzniß verurthck i heute auch In

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Emil Fischbach.

Th. Brück^

Schloßgaffe B. 1.

Jung und Alt aus dem Dorfe hatte sich gleichfalls eingesunden, als plötzlich ein Rudel von sechs prachtvollen Hirschen, aufgestört durch Knaben, die nach trockenem Holz suchten, aus dem Unterholz Hervorbrack und gerade auf den Wagen stieß, der von der Tochter des Hauses gelenkt über eine lichte Schonung fuhr. Trotzdem an beiden Seiten hin­reichend Gelegenheit zum Ausweichen war, müssen die Thier- durch den Anblick der zahlreichen Gesellschaft, die sich etwa dreißig Schritt entfernt vom Wagen befand, so er­schreckt worden sein, daß sie an eine Flucht gar nicht dachten, sondern in wildem Sprunge zwei über die Pferde und drei über den Wagen weg setzten, während einer nebenher einen Ausweg suchte. Leider sollte dieser kühne Sprung nicht ohne üble Folgen bleiben; der eine Hirsch strauchelte und traf, wie er sich ausraffte, die Lenkerin des Wagens mit dem Hufe so heftig im Gesicht, daß eine längere ärztliche Behandlung nothwendig sein wird. Ein kleiner Dorfjunge, der von dem einem Hirsche mit dem Geweih eine Strecke fortgeschleudert wurde, kam besser davon, schon nach einigen Minuten erholte er sich und sprang später ganz munter umher- Der Anblick der prachtvollen Thiere wird als ein ganz grandioser geschildert, es bleibt nur zu bedauern, daß dies wahrscheinlich einzig dastehende Ereigniß nicht ohne Unglücksfall abgegangen ist.

(Ein originelles Dorf.) Das Dorf Strihow in Ungarn zählt blos 70 Nummern. In der verflossenen Woche hielten nun daselbst die Förster der benach­barten Reviere eine Monstre-Hausdurchsuchung, da in den angrenzenden Wäldern fortgesetzt Holzdiebstähle vorgekommen waren. Das Resultat der Hausdurchsuchung war ein überraschend günstiges und wurden in Folge der behördlichen Anzeige 68 Par­teien des Dorfes wegen Holzdiebstahls und Baumfrevels vor das Bezirksgericht in Königstadtl geladen. Bon diesen 68 wurden 65 für schuldig befunden und zu Freiheits­strafen von 24 Stunden bis 10 Tagen verurtheilt. Die zwei auS dem ganzen Dorfe vor das Gericht nicht citirten Insassen waren der Lehrer und der Jude.

liegt folgertet besetzt und du mdr vMnndiz und 160 Mm August.

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Vermischtes.

Darmstadt, 10. August. (Postpersonalnachrichten.) 1) Angenommen sind: in Postagenten der Hausbesitzer Haberkorn in Ehringshausen und der Landbrteftrazer ZSger in Nteder-GeLünden; 2) Versetzt sind: der Postsecretair Le ster von Lauterbach im Großh. Hessen nach Bad-Nauheim und der Postasfistent Schmidt von Bad-Nauheim nach Lauterbach im Großh. Hessen; 3) Freiwillig ausgeschieden ist der Postagent Kreß in Nieder-Gemünden; 4) Gestorben ist der Postsecretair Z'mmermann in Darmstadt

Bremen, 9. August. Laut Kabeltelegramm aus Newyork ist der Postdampfer Les Norddeutschen Lloyd Main" gestern Nachmittag 3 Uhr in Newyork angekommen. DerMain" ging am Sonntag, den 28. Juki 5 Uhr Nachmittags von hier in See unb hat also die Reise von hier bis Newyorck einschließlich eines 18ftündigen Aufent- balts in Southampton in weniger als 11 Tagen zurückgelegt, (g verdient bemerkt 1 werden, daß ein solches Resultat bisher von keinem deutschen Dampfer erreicht ist unb daß diese Reise sich den schnellsten Reisen englischer Dampfer, von denen uns dann Unb wann Zeitungen melden, ebenbürtig erweist. Bet der Bevorzugung, die seitens des reisende:. Publikums den schnellsten Schiffen erwiesen wird, können wir dem Norddeutschen Lloyd zu diesem Erfolge nur Glück wünschen. Es ist zu erwarten, daß die DampferRhein" undDonau", welche ebenso wie derMain unlängst neue und gleich kräftige Maschinen erhalten haben, diesem letzteren nicht nachstehen werden.

Darmstadt, 9. August. Aus einem Orte des Odenwaldes wird berichtet, daß, als das Wahlresultat, wonach Liebknecht ebenso viele Stimmen erhalten habe wie Dernburg, dort bekannt wurde, eine furchtbare Schlägerei entstand, welche der Bürger­meister nur dadurch zu beendigen vermochte, daß er die Feuerspritze auffahren und nun gewaltige Wassermengen auf die Kämpfenden schleudern ließ. Bei dieser Gelegen beit erinnern wir uns, daß ein Bürgermeister im ehemals hessischenHinterlande eine heftige Keilerei vor seinem Hause dadurch beendigte, daß er denBrummelochsen losließ, worauf denn Freund und Feind das Weite suchte.

Bekanntlich ist die wehr als zweiundsiebzig Jahre alte Königin Christina von Spanten, die Mutter der Königin Isabella und die Großmutter des jetzt regieren­den Königs Alfonso, dieselbe Christine, von deren Existenz man jetzt so wenig weiß u; b um Derentwillen einst doch so unendlich blutige Kämpfe auf der Hiberischen Halb­insel stattfanden, dem Tode nahe. Das hat sie indeß nicht verhindert, sich dieser Tage, wenngleich ihr Zustand ein ganz verzweifelter ist, begleitet von einem ziemlich starken Gefolge, trotz der Warnung der Aerzte von ihrem Hotel in der Avenue de Neuilly in Paris, wo sie gewöhnlich lebt, nach dem Seebade Havre zu begeben. Sie wünschte an dem Jahrestage deS Todes ihres Gatten, der in Havre begraben liegt, sich dort zu blfinden. Sie bat denn auch die Reise ohne eine merkliche Verschlimmerung ihres il rigens ziemlich aussichtslosen Zustandes zurücklegt.

(Geschenke.) Als bleibende Erinnerung an die in Heidelberg verlebte Studienzeit hat der Erbgroßherzog von Baden am letzten Samstag drei silberoergoldete prachtvolle Humpen als Geschenk an die drei Studentencorps in HeidelbergSaxo Borussia,Suevia undRupertia abgehen lassen. Die Humpen sind aus purem Eilber und vergoldet, im Renaissancestyl von Herrn Director Kachel in bekannter künstlerischer und geschmackvoller Weise entworfen, von Herrn Hofjuwelier L. Paar anaefertigt und die überaus hübsche Gravirung von Herrn Hofgraveur Maier in ge­diegener Weise ausgeführt. Die sowohl einen hohen künstlerischen, wie auch materiellen Werth repräsentirenden Humpen werden als wahrhaft fürstliches Geschenk von den betreffenden Corps sickerlich hoch in Ehren gehalten werden.

Von einem Gute in der Nähe von Züssow berichtet dasGreifsw. Tageblatt Folgendes: Die Gutsherrschaft hatte am Sonntag in dem zum Gute gehörigen Walde tfn Fest arrangirt, ein Theil der Angehörigen war bereits auf dem Festplatz versammelt.

AeUgeöotenes.

4879) Mehrere gute Einmachfässer und zwei große Waschbütten zu verkaufen.

Afterweg Lit A. 110.

Jagdverpachtung.

4876) Die mit dem 20. August d. I. leihfällig werdende Jagd, in der Ge-

N verhandelte 'n der Schwebe- ^'chberathen. Nb zu stoßen,

Straßburger Kaffee-Essenz von Kessler & Co.,

das Vorzüglichste und Feinste als Zusatz zum Kaffee, ist in frischer Füllung angekommen und per Glas a 30 H zu haben bei

4753) f"!h Wilk« Weidig.

Besondere Bekanntmachungen öffentliche Bekanntmachung.

4889) Conrad Schmandt zu Leihgestern ist wegen verschwenderischer Lebensweise unter Curatel gestellt worden. Rechtsgeschäfte mit ihm können gültig nur durch Vermittlung seines Curators Georg Kaspar Philipp II. von Watzen­born abgeschlossen werben.

Gießen, den 12. August 1878. Eroßherzogllches Stadtgericht Gießen.

Bötticher, Stammler,

Stadtrichter. Stadtg.-Assessor.

Versteigerung.

Montag den 19. d. Mts.,

Vormittags 9 Uhr, sollen zu Nieder-Ohmen, 127 Meter Pflastersteine versteigert werden.

Zuschlag erfolgt bei annehmbarem Gebot alsbald.

Grünoerg, den 12. August 1878.

4877) Chr. Schäfer, Curator.

morgen Wald, soll

Mittwoch den 21. August d. I.,

Nachmittags 2y2 Uhr, auf hiesigem Rathhaus anderweit ver­achtet werden, wozu Jagdliebhaber ein- adaben werden.

Langd, am 10. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Langd. 4876) Rontbaler.

Versteigerungen.

Bekanntmachung.

Samstag den 17. d. Monats,

Nachmittags 5Vs Uhr, werden im Hofe der hiesigen Entbindungs- Anstalt 34 ausrangirte hölzerne Bett­stellen meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert.

Die Bettstellen können am Tage der Versteigerung von Mittags 12 Uhr ab angesehen werden.

Gießen, den 9. August 1878.

Der Rechner der Entbindungs-Anstalt: 1828)Döring.

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Handel und Verkehr.

Gießen, 13. August. Auf dem heutigen Wochrnmarkt kostete: Butter, per Pfd. AL 11.5, Hühnereier, per Stück 56 Käse, per Stück 57 H, Käsematte, per Stück 3 X Erbsen, 1 Liter H, Linsen, 1 Liter H, Tauben, das Paar 60 Hühner, per Stück «AL 1 50, Hahnen, per St. «AL.50, Enten, per Stück AL 1.40, Kartoffeln, 100 Kilo AL 5.50. Ochsenfleisch 70 72 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 5860 X Schweinefleisch 64 H, Kalbfleisch 5660 Hammelfleisch 6570

Frankfurt, 12. August. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. An­getrieben waren ca. 390 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. AL 70-72, 2. Qual. AL 66-68, Kühe und Rinder 1. Qual. AL 6163, 2. Qual. AL 5456, Kälber 1. Qual. AL 62-64, 2. Qual. AL 5860, Hämmel 1. Qual. «AL 6264, 2. Qual. «AL 5658.

Frankfurt, 12.August. (Fruchtbericht.) An unserem heutigen Markte wurde ausschlteßlick neuer Weizen ab unserer Umgegend zu^L21 gehandelt. Ab Bahnstationen ber Route Frankfurt-Gießen JA 21.50. Roggen sehr wenig gethan. Gerste ohne Um­satz. Hafer ruhig. Rapps still. Am Mehlmarkt matte Tendenz. Futterstoffe flau.

Mehl Nr. 1 «AL 39.50, Nr. 2 «AL 35.50, Nr. 3 «AL 31.50, Nr. 4 «AL 27.50, Nr. 5 AL 21.50. Roggenmehl (Berliner Marke) AL 21.50, do. II. (Berliner Marke) AL 18.50, Weizen, effect hiesiger ab Bahnhof hier AL 22., ab unserer Umgegend AL 21., do. fremder je nach Qualität «AL, Roggen je nach Qualität AL 14.0016 00, Gerste AL 14-17.50, Hafer «AL 14.5016, Kohlsamen AL 31., Erbsen «AL 1923, Wicken AL 1516, Linsen «AL 1723, Rüböl, detail, AL 74. Stimmung sehr flau. Dringend offerirt: Getreide und Mehl. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo.)

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