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frfjiefe Erd wand eine Höhle eingegraben. Die Wände bestehen also aus @rb* 1 »«km in imeWe fetn^enfter anaebroit ift. Das Dach besteht aus einigen Stangen, weL- au ? v^n?iner Erdwand zur'ande?n liegen, mit etwas Stroh bedeckt, au welchem 2!»?/ Gtanaen und Steine ruhen, damit der Wind das Dach nicht entführt. Durch hMrö ttövtt der Regm> m solcher Höhle wohnt der Schnetder mit Welb und Kmd c. tnnnrhyn fttürfen bat eine Eskimohütte von dieser Schneidershöhle noch Vorzüge ^auS Jst ^ne über die^Erde gebaut, umgeben von Licht und Luft, so tft diese in örhp einnearabcn Hat erstere noch Fenster von Etngewetden der Seehunde, <° -bat^eAere ke n Fmsterchen, denn die Erdwände lassen teinä anbringen Sind die Mtlmo büt en mit M°°d überall ausgesiopfi, so daß st- warm stnd und keine Feuchiig^ frtt Vtobrinaen lassen, so bringt in diese Schneidershohle Don unten »"d oben Feuchtigkeit unh » ei Hat der Eskimo ein weiches Mooslager, so sttzt der Schneider in seiner mm, auf feuibtem, hartem Lehmboden. Wie die onftigen Haushaltuogsutenstlten S ul ^^e d^siamilie beschaffen sein mögen, kann man sich leicht vorstellen. Der Schneider ist 63 Jahre alt uns es hielt ihm schwer im rosigsten Lichte seine Familie ^nähren am allerwenigsten kann er fein Geschäft in einer dunklen Erdhütte betreiben-

PMC dieser Familie ist höchst beklagenswerth und welch traurigen Folgen und S fabren Nnd die Kinder ausgesetzt, von welchen das älteste 7 Jahre und das jüngste kBraliit?-D°° Anwori hierauf ist mit wenigen Worten die:Die Kinder * ft!* rdbltd) und geistig zu Grunde und der Gemeinde wachst ein Zuwachs von NaÄommenschast he^ran, der ihr dann wie ein Pfahl ins Fleisch gegeben ift." Der G?mein^erath weigert sich nämlich, der Schnetdersfamtlte für eine Wohnung zu sorg J Ein Armenhaus ist nicht da und so müssen Menschen in Erdhohlen wohnen, Üblich und aeistia verkrüppeln und dann später der ganzen Gemeinde zur Last fallen. Vieles Unleidliche wird diese an einer solchen Familie noch erfahren, was man jetz: be. einer mehr menschlichen Behandlungsweise zum Thetl vermeiden würde. Konnte die Behörde nicht hier helfend und ichützend ins Mittel treten?

- (Gegen die Schleppe.) AuS Prag wird unterm 27 Juni geschrieben: Unsere czechischen Stadtverordneten befanden sich heute bet Beginn der Sitzung in nicht aerinaer Aufregung. Es handelte sich diesmal um keinepolitische Action. Das Lo^ungswort war diesmal auf einen anderen Gegenstand gefallen, der darum nicht minder viel Staub aufwtrbelte- Diesmal ging der Antrag von dem sonst schweigsamen Amerika-Reisenden Vojta Naprstek (Avalbert FmgerhM), bem ® r ün ber be3 «am ertränt- idben Damen Clubs", welcher in ber Spenbung von Kränzen für kleine Cz.chengroßen lu ercAliren pflegt, auö. Die Spitze des Antrages war aber diesmal gegen bte weib-> lieben Schützlinge des genannten Protectors selbst gerichtet. In einer schwungvollen, mitunter etwas malttiösen Rebe führte Abalbert Fingerhut sanitären Nachtheile, welche bad Tragen ber Schleppe im Gefolge hat, aus unb »latdirte für einen Macht­spruch ber Stabtverorbneten gegen ben stark etngerissenenUnfug . Sonst HM

blos Königinnen getragen und bas nur bei festlichen Gelegenheiten, dtefe kätte7 jeb°ch bas Geib gehabt, zum Tragen Pagen zu halten. Jetzt verrichte,: Hefen Dienst eine einfache Sch mr, jeboch blos bei schlechtem Wetter. Im Prager Stadtpark werbe bie Luft vom Rauche ber Locomotive und bem aufwtrbelnden Staube mit einem förmlichen Nebel verkleidet und der Besuch Jedermann vergällt. In England sei die Journalistik scharf ins Zeug gegangen, so daß bte Schleppe blos noch von ber vorQi- monde actraatn wirb. In Triest habe bteUnmobe- einen Aufstand provocirt, so baß Militär^ausrücken mußte: bas Municipium wählte ben rechten Weg und belegte die Kcklevve mit einer Steuer. In Tabor habe sich ein Anti-Schleppenoerein gebildet und §?F°la°sti, baß ^vri Niemand in ber untteibfamen Tracht weiter erldbeine. 3n Disek verbiete die Localbehörde das Betreten des Parkes mit ber Schleppe. Er beam traat allen Ernstes, Namensaller Dulder", den Gegenstand der Samt^s-Section ruzuweisen, damit diese an dasHumanitätsgefüdl" ber schleppentragenben Damenwelt appelltre und, falls bies nichts fruchtet, jebe Schleppe nut ^ner Steuer von 20 fl zu belegen Das Collegium trat be*n Anträge unter großer Heiterkeit einstimmig b .

Eingesandt.

Nach vollenbetem Umzuge des Gewerbevereins in das neue Lokal am Asterweg, glaubt Einsender die Mitglieder desselben auf die vortheilhafte Veränderung aufmerksam machen zu sollen. Wir besitzen jetzt einen geräumigen Zeichnensaal mit vortrefflichem Licht, ein eigenes Bibliothek Zimmer und ein Zimmer für den Lehrer, welches zugleich als Berathungszimmer für die Besucher der Anstalt bient

Trotz des erfreulichen Besuchs des Zeichnenunterrichtes wird aber der große Vortheil dieser Schule im Allgemeinen noch zu wenig beachtet, weßhalb nicht nur die Aufmerksamkeit unserer Mitglieder, sondern auch sämmtlicher Handwerker auf die Nützlichkeit unserer Handwerkerschule gelenkt werden soll.

Der Meister kann in eigenem Zimmer seine Entwürfe und Wrrkzeichnungen mit Hülfe des Lehrers und der vorhandenen Musterzeichnuugen unentgeldltch verfertigen, erhält Anweisung und Bethülfe bei Aufstellung von Voranschlägen und findet in unserem Lehrer einen bereitwilligen Rathgeber für alle Vorkommnisse in seiner Bauthätigkeit. Die Gesellen und Lehrlinge können in dieser Schule einen gründlichen, technischen Unterricht erhalten, zu welchem Zwecke spectell eine Abendschule (von 79 Uhr) ein- geführt wurde. Es steht diesem auch die Benutzung der Fachschriften frei, fo daß auch her Gehilfe von den neuesten Erfindungen und Erzeugnissen unterrichtet wirb.

Es ist somit jedem Geschäftsmann Gelegenheit geboten seine Kenntnisse und Fertigkeiten zu erweitern, weßhalb biefc Schule, welche uns bte Großherzogl. Central- stelle für Gewerbe unb Hanbel in Verbindung mit unserem Vereine geschaffen hat, auch gehörig benutzt werben mochte, bamit unser Hanbwerkcrstanb sich auf jenen Punkt hinaufarbeite, welcher überall in Deutschlanb angeftrebt wirb.

Die Vereinsbibliothek bietet ben Bau- unb Maschinentechnikern, sowie den Bau- Handwerkern stets das Beste aus ber Fachlitteratur. Ein erfreulicher Fortschritt für die Benutzung unserer vorhandenen Werke wurde dadurch erzielt, daß die Bibliothek nicht nur an dem einen Abend Leseabend offen steht, sondern es soll dieselbe auch während den Unterrichtstagen zur Benutzung offen sein._____________________________

Literarisches.

** (WerthvolleS illuftrirtes Prachtwerk nationalen Charakters.) In der zweiten gänzlich umgearbeiteten, bis zum Jahre 1878 fortgesetzten Auflage liegt jetzt in zwei stattlichen Bänden vollendet vor: Kaiser Wilhelm, der Wiederbersteller des deutschen Reiches und seine Zeit. Ein Gedenkbuch für das deutsche Volk, von Ferdinand Schmidt und Franz Otto. (Leipzig, Verlag von Otto (Spanier.) Obwol ber Ausstattung nach, im Anschluß an das in demselben Verlage erschienene Buch von Fedor von KöppenFürst Bismarck" ein Prachtwerk, kann dieses Gedenkbuch in Bezug auf Darstellung unb Behanblung bes Stoffes boch ein Volksbuch im ebelsten Sinne des Wortes genannt werden. Den Werth des gedachten Werkes haben Se. Majestät der Kaiser Selbst anerkannt. Im Kaiser!. Kabtnetsfchreiben vom 31. Januar 1878, an Herrn Ferdinand Schmidt gerichtet, heißt es:Seine Majestät erkennen es Vergnügen an, daß Ihre schöne Gabe volksthümlicher Darstellung sich in diesem Buche von Neuem bewährt hat, und daß durch Ihre unb Ihres Herrn Mitarbeiters (Fra, z Otto) Hingebung an bie patriotische Aufgabe ber deutschen Nation ein Werk geschaffen worden ist, das ihr die Entwicklung der mit ber Wiedergeburt des beutschen Reich i zusammenhängenben Ereignisse in anregenber, lebensvoller Weise zur Anschauung oring Seine Majestät halten Sich überzeugt, baß sich in diesem Sinne dem Werk die Be- urtheilung der weitesten Kreise zuwenden wird." Gleichzeitig hat das K- Preußische Kultusministerium vom 23. Februar 1878 seine Befriedigung über die Ausführung des Werkes durch Anschaffung einer größeren Anzahl von Exemplaren ausgesprochen, wie denn auch der Vorstand ber Berliner Schulbeputation erklärt:Das Buch mit feinen reizenden Illustrationen ist ein wahres Familienbuch, das in keinem pattiotifdjen £aufe fehlen sollte." (Soeben gewichtigen Empfehlungen gegenüber bedarf es weiterer Worte nicht.

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