II.
* >-> „
•F£:-
1 ^kmeindehach.
Director
' in der kleinem
M., Nachmittags I
ider “~8
n bei
lin,
^chen auf Wort oe- Mcenstraße E. 97.
ilbige Herrs, können
Flügeltzgüsfe A. 92.1 nrcinigliilg i Zahl Häuser and oeranschl. zu 950 X rgeben. Uebernehmer
Hause, Frankfurter i, melden. (3533
> l uhigc Familie sucht Zimmer nebst Zubehör, am 15. August, in der oder Mbe derselben. W Offerten letztere Angabe nimmt die
n, _
-cabsicktize die t benutzte Wod" -m Hause au der Straße, bestehend > bäumen, Suche utung, 2pe.se- w, Bügelstuiwer,
Gemüsegarten itzu verpachten, chendew Gebet b das ganze 21«- JwoBcn sich b"
Thorn« _
< • • 16
Stücke 9
I*
20-24 20-24
32-;
66'» 52-57 17-2»
W- 16 16 20 16
WH«, b(ffl ,,, b.ionheti d'M Reiskirchen, wM
8» Ä
Mo. 139.
Samstag, den 8. Juni
1878.
Meßmer WKiW
Anzeige- nnd AmtsbiaU für iien Kreis Gießen.
Sartenstraße B. 165. r Schmlstraße B. 18.
' I.IMmilMWiiU.i iUI. uh lli IWWMBWBIBPM
Erscheint ILglich mit Ausnahme des MonlagA.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Aolitischer Hheik.
* Zur allgemeinen politischen Lage.
Es steht jetzt fest, daß der Congreß zum 13. Juni nach Berlin einberufen und die Einladung zu demselben von allen Mächten angenommen ist. Daß die Hindernisse, welche seinem Zusammentritt bisher im Wege standen, hinweggeräumt worden sind, ist hauptsächlich das Verdienst der deutschen Reichs- regierung, welche die Einladungen zum Congreß erlasien hat. Letztere hat
Gießen, 8. Juni. In der vorgestrigen Stadtverordneten-Ver- sammlung wurde beschlossen die unserer gestrigen Nr. beigegebene Adresse auflegen und von der Bewohnerschaft unterzeichnen zu lassen. Ein Stadtverordneter meinte unter Anderem: Möge die Untere zeichnung der Adresse derPrüfstein für die Gesinnung der Stadt Gießen sein, möge unser Kaiser ersehen wer für ihn, für Recht und Gerechtigkeit ist und sich abwendet von den Bestrebungen die nicht zumHeile des Vaterlandes dienen. Auf denn Ihr Bewohner von Gießen! benutzet den heutigen Tag, wer gestern nicht konnte, zur Unterzeichnung der Adresse an unseren Kaiser, damit unsere Stadt glänzen möge durch den Patriotismus seiner Einwohner und Zeugniß gebe, daß die Bürgerschaft nicht einverstanden ist auch mit den hier schon erlebten Vorgängen einer anderen vaterlandslosen Partei und damit durch die Unterzeichnung documentirt wird, daß sie diese Bestrebungen verdammt.
Deutschland.
Berlin, 5. Juni. Die socialdemokrattsche „Berl. Fr. Pr." bespricht schon ganz offen die socialdemokratische Propaganda in der Armee. Das Blatt erhält von einem Unterosficier einen Brief, worin er u. A. mittheilt, daß unter den ihm unterstellten 14 Mann sich 11 Socialisten befinden; das Verhältniß in seinem ganzen Bataillon stelle sich so, daß drei Viertel deffelben aus überzeugungstreuen Socialdemokraten bestehe. In einer ironischen Redewendung auf das Eulenburgffche Wort: „Die Flinte schießt, der Säbel haut", spricht er die weitere Ansicht aus, daß in wenigen Jahren vielleicht in einer großen Anzahl von Regimentern das Verhältniß sich ähnlich gestalten werde. Namentlich die Landwehr sei jetzt schon vom „socialistischen Gifte" durchtränkt.
— Mit tiefer Betrübniß haben wir zu melden, daß am Montag Abend die Zahl der wegen Unfugs und unehrerbietiger Aeußerungett in der Stadr- voigtei eingelteferlen Personen die hohe Zahl von 37 erreicht hat, deren Jn- hafthaltung durch die Rathskammer des Stadtgerichts auf Grund der §§ ,95, 113 und 185 des Strafgesetzbuches beschlossen wurde. § 95 verhängt Gefäng- niß nicht unter 2 Monaten oder Festungshaft von 2 Monaten bis zu 5 Jahren für Majestätsbeleidigung. § 113 handelt vom Widerstande gegen Beamte im Dienst (Gesängniß von 14 Tagen bis zu 2 Jahren). § 185 handelt von der Beleidigung (Geldstrafe bis zu 600 Mk., Haft oder Gefängniß bis zu 1 Jahre. Bet damit verbundenen Thätlichketten Geldbuße bis zu 1500 Mk. oder Gefäng- niß bis zu 2 Jahren). Fast alle am Sonntag und Montag wegen obiger Vergehen verhaftete Personen gehören dem Janhagel an. Zum Theil bekannt, n sie sich mit einem gewissen „Stolze" als Socialdemokraten. Am Dienstag Abend war die ganze Criminalpolizei „Unter den Linden" conccntriit um Wiederholungen solcher scandalösen Vorkommniffe zu unterdrücken. (Berl. Tgbl.)
-*«-*'«**» v- Nvvtlina fccfhtbtfc stch __
Zustande. Derselbe yarre im tnvp WHVMB1T eneuer Mireyr' mit einem
Polen, der fett Freitag nicht mehr daselbst erschien. Mittwoch war Nobiling ebenda von einem ziemlich gut deutsch sprechenden Engländer aufgesucht, aber nicht angetroffen worden. — Gestern Abend sind wieder verschiedene Personen wegen Majestätsbeleidigung in öffentlichen Localen verhaftet worden.
Stuttgart, 5. Juni. Die Kundgebungen württembergischer Städte mehren sich. Die vereinigten Arbeiter mehrerer Gewerbe in UInt sprachen dem Kaiser gegenüber aus: Wir kennen die gegenwärtig Noth der arbeitenden Klaffen, verabscheuen aber alle die Mittel, welche auf anderem Wege, als dem der Arbeit und der Ordnung Abhülfe bezwecken. — In Stuttgart und an anderen Orten finden vollbesuchte Gottesdienste statt.
Kaiserslautern, 5. Juni. Der socialdemokratsche Agitator Drees- bach aus Mannheim hatte auf heute Abend eine Volksversammlung ausgeschrieben mit der Tagesordnung: „Attentat auf den Kaffer und das „Hödel- Gesetz." In Folge deffen erschien ein von 70 Bürgern unterzechneter Aufruf an alle ordnungsliebenden Bürger, diese Versammlung zu besuchen tnb den Soctal- demokraten entgegenzutreten. Daraufhin wurde die Versarnwung von den Veranstaltern abbestellt.
Wilhelmshaven, 5. Juni. „Preußen" ist heute Mit^g mit der geretteten Mannschaft angekommen.
Oesterreich.
nämlich, indem fte vte unrerzeiryncr v« V.—' Discussion der Bestimmungen des von ihr vorzulegenden Vertrages von San ? Stefano auffotberte und sich juflleid) für eine freie Diskussion des gesummten , Vertrages verbürgte, die Einladung so gefaßt, daß weder Rußland noch Eng ] land daran Anstoß nehmen konnten. Noch wichtiger aber als diese Ueberwm- ( düng der formellen Schwierigkeiten ist es, daß die Vermittlungs Bemühungen der deutschen Regierung zugleich eine sachliche Verständigung über dw Grund- , lagen der Congreßberathungen zwischen Rußland und England herbeigefuhrt haben. Dazu kommt endlich, daß Rußland jetzt auch die Verhandlungen mit; Oesterreich wieder ausgenommen hat: ist daber auch bisher, wie es scheint, noch kein definitives Resultat erzielt worden, so lassen doch die jüngsten Aeußerungen des Grafen Andraffy in den Delegationen über die von ihm verfolgten Ziele erwarten, daß die beiden Mächte, welche bisher durch das Drer-Kaffer Bundntß so eng verbunden waren und deren Einverständniß allein die bisherige Entwickelung der orientalischen Frage ermöglicht hat, nicht zu guter Letzt feindlich aneinander gerathen werden. Man steht denn auch der Eröffnung des Con- greffes allgemein mit der zuversichtlichen Hoffnung entgegen, daß der Friede aus seinen Berathungen hervorgehen werde.
Man darf freilich nicht glauben, daß man schon jetzt ganz über den Berg hinüber wäre. Recht bedauerlich ist es, daß die Unterhandlungen über bte gleichzeitige Zurückziehung der rufsischen und engltschen Stretikrafte aus der Umgegend von Konstantinopel keinen günstigen Erfolg gehabt haben, die beiden Gegner sich also noch immer gerüstet Auge in Auge einander S^enuberstehen. Auch beweist das fortgesetzte Drängen des Generals Totleben auf Rmamung der türkischen Festungen, daß das Mißtrauen auf russischer Seite noch nicht geschwunden ist. Arn bedenklichsten ist aber die Lage der Dmge in Konstantinopel selbst. Ta die Pforte nämlich fürchtet, daß die zwischen Ruß and un England erfolgte Verständigung eine Aenderung der bisherigen Verhältnisse des osmanischen Reichs in's Auge gefaßt Hat, welche vielleicht n°ch «°llständiger mit der Unabhängigkeit der Türket aufräumt, als es der Vertrag von San Stefano beabsichtigte, so arbeitet die Kriegspartei in Konstantinopel unablässig blrauf hin, die europäischen Mächte aufeinander zu Hetzen und die Arbeit des Congrestes durch irgend einen unvorhergesehenen Zwischenfall zu stören.
Nachdem der Congreß lndeß durch die Bemühungen des „ehrlichen Maklers" einmal zu Stande gekommen ist, wird dieser: es wohl auch nickt der nöthlgen Klugheit und Energie fehlen lasten, um die Sache des Fried selbst gegen den Willen der Pforte in den sicheren Hafen zu fuhren. Die Nä des auf seinem Schmerzenslager liegenden ehrwürdigen Kaisers, der das Ops einer alle Staaten gleichmäßig in ihren Grundfesten bedrohenden revolutionären Bewegung geworden und desten letzte Handlung vor dem Attentat in der Ordr znm Erlaß der Congreß-Einladungen bestand, wird zugleich aller Voraussicht nach den Geist der Versöhnlichkeit und Nachgiebigkeit unter die Bera hm n bringen und sie zu dem Entschluß veranlassen, die Kräfte ihrer Völker, nicht z gegenseitigen Zerfleischung und Schwächung, sondern zum Wettkampf aus dem Gebiet friedlicher Arbeit und zur Heilung d°r inneren Schäden ihrer Staat zu verwenden. Die Hoffnungen auf einen glücklichen Ausgang des Congrestes scheinen daher auch uns wohlbegründet.
Wien 5. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstanjnopel vom'S. Juni: Die neuesten Mintsterveränderungen sind als ein, rusischiu und englischen Einflüsten gegenüber eingegangener Kompromiß aniusehen, dem die Ernennung Mehemed Ruschdi Paschas zum Großvezier rusflschersttS, jene Mahmud Damat Paschas zum Kriegsminister britffcherseits angefochtn worden war. Neuerlich wird wegen des gleichzeitig mit der^Räumung vo. Schumla und Varna zu erfolgenden Rückzuges der Ruffen nach Tschorlu und der britischen Flotte von Jsmid bis nach Galllpoli noch vor der Eröffnung des Conareffes, jedoch mit wenig Aussicht auf Erfolg verhandelt.
Dtt insurgirten Pomaken südlich von Tatar-Basardschik lmtrven^von den Ruffen am 30. Mai angegriffen und gefangen genommen. — Dieselbe Corre- ^ondenz Erfährt aus Bukarest: Das russische Obercommando ha wegen angeblicher Gefährdung der russischen Verbindungslinien durch dte Ausstellung der rumänischen Armee die C nC^{e3nKl
' Kavallerie-Regiment, sowie einer Batterie beschloffen. — Die „Pollt. Corresp. ' veröffentlicht den vollständigen Text des von der Pforte für den Congreß vor- i bereiteten Memorandums über die Geschichte der Präliminar-Verhandlungen 'von San Stefano. ___——.
t , .......
1 Telegraphische Pepeschen.
Wagner's telegr. Correspondenz-Bureau.
I Berlin, 6. Juni. Bulletin von 4V3 Uhr Nachm. Se. Maj. haben 5 mit 4‘mWtit gegesten; im Uebrigen feit W«®»*
(Unterz.) v. Lauer, v. Langenvea. lusutn».


