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Da der Verein diese Anstalt nicht zum Erwerbe, sondern allein zur Forderun g eines gemeinnützigen Zweckes gegründet hat, so sehen wir uns veranlaßt, die Aufmerk samkett der hiesigen Damen auf dieselbe mit der Bitte zu lenken, die Bestrebungen des dortigen Vereines durch den Besuch der Anstalt zu unterstützen.
Soviel wir vernommen haben, sind die Direktrice, sowie die anwesenden Dam.n des Comttä's aucb gerne bereit, über lokale Verhältnisse Mrskunft^z^erthetlem^^^^
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Vermischte-.
Wetzlar, 9. August. Wie wir hören, wurde vor einigen Tagen ein Hochofen der Sophienhütte ausgeblasen. Es ist dies im Interesse der Arbeiter hiesiger Gegend und der Geschäftsleute unserer Stadt in hohem Grade zu bedauern, denn die Summen, welche dadurch in Wetzlar weniger in den Verkehr gelangen, ftnb nicht unbedeutend. Wir glauben nicht fehl zu gehn, wenn wir in Anbetracht der Groß; und ^eistungs fähtgkeit der Hochöfen des genannten Werkes den Ausfall an Arbeits- u^ Fuhrlöhn-n, welcher durch das Ausblasen dieses einen Ofens entsteht, auf 37—38000 Mark p.a Monat veranschlagen. Wir meinen damit nur diejenigen Summen, welch: b red a n hiesigen Platze zur Auslohnung gelangen; außerdem aber wird die Minder etnncchme der Eisenbahnen an Kokes- und Rohetsenfrachten pro Monat etwa 18-19000 Mark I unb diejenigen der Kokeslteferanten ungefähr 15000 Mark pro Monat betragen Da die letzteren bet der andauernden schlechten Geschäftslage genothigt sind, zu den Selbste kosten zu verkaufen, so bedeutet die genannte Summe ebenfalls einen Ausfall an Arbeitslobnen in den Kohlenrevieren.
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Stimmung
fleflan0l)‘9tobßcn 10 jl 30 H. 2) Bellersheim 17 JL 60 3) Ullendorf an der
Lumda 43 JL 45 4) Lollar 22 jl 90 5) Dorf'Gill 14 40 6) Harbach
JL 7) Bersrod 4 JL 47 8) Nonnenrod 7 je. 20 9) Reinhardshain 2 JL
S?rftebenbe3fflaben roabcn bankenb mit bem Bemerken bescheinigt, baß bteselben bte Casse bes Landes-HülfSvereins in Darmstadt abgeltefert worben sind.
Gießen, den 8. August 1878. Der Vorstanb bes Zwetg-HülfSvereins.
Haberkorn.
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London, 8. August. Im Unterhause antwortete Generalpostmeifter Manners auf Anfrage Withwells, der internationale Telegraphen-Congreß finde im Juni nächsten Jahres in London statt. Die Regierung verhandele mit den auswärtigen Regierungen wegen Assimiltrung des Tarifs für 5e^nu^bc^e^ef" nach London mit denjenigen nach der Provinz. Die Einführung des Worttarifs seilens Englands sei erwogen worden; aber die Ausführung sei schwierig.
3U Crll®ie#en, 9. August. Die Stabt Frankfurt a. M. ist seit Kurzem um eia Etablissement reicher geworben, welches namentlich für die dort zahlreich verkehrenden fremden Damen von großer Annehmlichkeit sein dürfte. „
’ Es hat nämlich der dortige Frauenbildungsoerein neben der seit 1/r Jahren bestehenden^ und überaus schnell zu hoher Blütbe gelangten Fortblldunqs-und Gewerbeschule für Damen noch eine Kochschule für bürgerliche und feine Küche errichtet und damit eine Restauration für Damen verbunden, welche den ganjen Tag über geöffnet ist und worin Speisen und Getränke zu billigstem Preise^ (Mittagessen von 70 A an) verabreicht werden. Das Lokal, bestehend aus zwei geräumigen schon eingerichteten Restaurationssälen mit großem schattigem Garten, bietet durch s-ine voc- züglicke Lage mitten in der Stadt (Eingang Tongesgasse 40 unb Holz graben 11, mit ber Seil durch die Passage vis-fc-vis dem russischen Hofe verbunden) nicht allein den die Sehenswürdigkeiten Frankfurts besichtigenden, sondern vornehmlich den zu geschäftlichen Zwecken Frankfurt besuchenden Damen vorzügliche Gelegenheit zur Ausruhe
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Vorhut traf um 4V2 Uhr Nachmittags vor Maglaj ein. Der Commaudant ] tzer linken Flugelcolonne war zum Zwecke einer Umfaffung früher emgetroffen und batte die Aufständischen durch einige Kanonenschüffe im Lager am Unken Vosna-Ufer aufgeschreckt. Als sie später den Rückzug gegen Zepce versuchten, wurden sie bei Ceiskopolje von der rechten Fiüzelcolonne des Obersten Kinnart in blanke und Rücken genommen. Es entspann sich ein halbstündiges Gefecht, wobei den Aufständischen zwei Fahnen, viele Waffen, Munition und Lebensmittel er sten wurden. Viele derselben, durch Geschütz- und Gewehrfeuer niederge- streck lagen in Haufen beisammen. Eine Abtheilung von ewigen zwanzig Mann streckt, wge v I ’ roaT Abends und die Truppe erschöpft. Die^Verfolgung unterblieb wegen Grundlosigkeit der Wege und auch weil General Philippovic die Kavallerie allein in das Defilöe von Zepce nicht vo. senden wollte. Die Haltung der Truppen im Gefecht war musterhaft. Die
R v ä 7 ^-nsanterie-Regiments sind: 1 Mann todt, 3 verwundet,
4?‘» U?SÄ’ 1 Ä tobt UN» 7 verwund.. Di-E.schöpfun» d r Tiuvven durch den beschwerlichen Marsch und di- Unmvzüchkett «„es rech'- ... ^nr1Phen8 der Verpflegungscolonne in Folge der schlechten Lttratze ver- Sn ^Ä^commTbo8 den Truppen für den 6. August R-st.-g zu aeßJ Maqlaj ist bis auf sehr wenige christliche Fimilien von den Emwoh- ® norinnpn Eine ^üchtiauna der leeren Stadt wäre zwecklos gewesen ; Non der 5^ Husaren-Escadron sind mehrere Husaren, welche sich in die Walder , APrdtet batte? äußerst erschöpft eingetroffen. Die Zahl der zuruckgekeyrten betragt 25 daher sich der gemeldete Verlust der Husaren-Escadron von 70 auf 453Tebucirt. Einige tobte Husaren würben schrecklich verstümmelt aufgefunden, weshalb mehrere mit ben Waffen in der Hand ergriffene t
welchen Habseligkeiten der Gefallenen vorgefunden worden, standrechtlich er- schoffen wurden. Das Gros der 7. Division hatte bis zum 7. August auf dem Vormarsche keinen Widerstand gefunden.
Nerlin, 8. August. Der Ministerial-Director Dr. Forster im Cultus- ministe^um ist gestorben - Der „Reichs-Anz." enthält eine vom Kronprinzen ün Auftrage des Kaisers erlaffene. aus Homburg, den 5. August bahrte, vom Grafen Stolberg contrasignirte Verorbnung, durch welche der Bundesrath zum 14. August nach Berlin einberufen wird.
Bern, 8. August. Der Nationalrath bat soeben die beantragte Subvention von 6V2 Mill. Frcs. für die Gotthard-Bahn beschlossen.
— Der Nationalrath beschloß heute nach achttägiger Discussion mit 87 gegen 41 Stimmen auf die Vorlage des Bundesrathes, betr die Convention für die Gotthard-Bahn einzngehen. Ein Gleiches ist vomStanderathe z - warten, indeß werden die bezüglichen Beschluffe voraussichtlich noch der Volks- abstim^ng ^ilitterstellt^ Aßends. Stichwahl im Wahlkreise Darms^dt-
Großgerau. Soweit bis jetzt bekannt, erhielt Büchner (Fortschr.) 7275 Kuchner (nat-lib.) 6396 Stimmen und ist die Wahl Büchners Nicht zweifelhaft. In Darmstadt erhielt Küchler 2099, Büchner 3223 Stimmen.
Mainz, 8. August. Stichwahl. In der Stadt Mainz erhielten. Weiileaur 3281 Monfang 5596 Stimmen. Moufang's Sieg unzweifelhaft.
Mainz, 9 August, Morgens. Stichwahl. Monfang 11,283, Reuleaux
Gießen, 9. August. Dekanatssynode zu Gieycn. Am 5 August wurde dre Synode deS Dekanats Gießen in ver Stadtkirche zu Gießen abgchalten und zwar 'U Gegenwart des Präsidenten des Oberconsistoriums Herrn Gebeimerath Dr. Goldmann und be? ©upedntenbenten Habicht. Pfr. He nkelmann vonGroßcn-Linven hieltdre Eroffnungspredigt über I.Cor. 15. 58. Cr wies Dabei auf die Verhältnisse hin, unter welchen Paulus den Brief geschrieben habe,^ und Zeigte, wie auch die kirchlichen Verhaltnisie der Gegenwart viel BedcnNiches darboten Hierauf gründete er sein Thema -. Was die Synoden in der Gegenwart zu beobachten hatten, um fegens' «ick M wirken? Er gab mit dem Terte die Antwort: Sie müßten 1) fest se.n und unbeweglich im Werke des Herrn und 2) sie müßten immer zunehmen in diesem Werke, 3) dann könnten sie gewiß sein daß ihre Arbeit nicht vergeblich sei in dem Herrn. Es hatten sich alle Mitglieder der Synode' einqefunden bis auf 3, welche durch Krankheit verhindert waren. Der hierauf vom Borsikenden Dekan Strack, vorgetragene Rechenschaftsbericht des Dekanatsausschusses bot tm Ganzen kein unerfreuliches Bild von den kirchlichen Verhältnisien des-Dekanats dar. Die tm vorigen Jahre virgenommenen Ersatzwahlen für die Gememdevertretung und Kirchenvorstande fint>9 durchschnittlich in kirchlichem Sinne ausgefallen. Es wurde nur das Bedauern ausgesprochen daß die Theilnahme an Den Wahlen eine äußerst geringe gewesen fei, cS ja ten nur tn wenigen Fällen 2 o/o der Berölkerung gewählt, in manchen Gemcinden nur vte Mitglieder deS Kirchenvorstandes, oder auch nur die der Wahlcommtsston. - Diese Thetlnahmslosigkeltkonn^ aber übelc Folgen haben, indem dadurch die Femde der Kirche veranlaßt werden konnten sich zu vereinbaren, daß sie chre Gesinnung an's Ruder brachten. Bei den Erganzungswahlcn der Abgeordneten und deren Stellvertretern für die Dekanatssynoden sind ^'t Aus^nahme von d ' Fällen die früheren Personen wieder gewählt ivorden, dock wurde daS Wahlverfahren in einzelnen Gemeinden bei den Verhandlungen der Dekanatssynode über die^Wahlen1 selbst beanstandet. Es waren nämlich in einigen Pfarreien der Abgeordnete und der Stellvertreter in einem Akt und auf einem Zettel gewählt worden. Es wurde darauf hingewie en, wie dies Wahlverfahren unter Umständen das Resultat, namentlich bei der Wahl des Stellvertreters ganz und, «ar alterircn könne. In einem vorliegenden Falle hatte der bisherige Abgeordnete von 36 abgegebenen Stimmen 17, sein Gegner 18 erhalten. Als Stellvertreter batte ersterer keine einzige Stimme; natürlich, da seine Freunde ihn nicht alS Abgeordneten und Stellvertreter zugleich auf^ schreiben konnten. So fei die Möglichkeit, ja mitunter die Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß bei aaualiter unixten Pfarreien, wenn der Abgeordnete aus der einen Gemeinde genommen, Anstand und Billigkeit die Wähler bestimmen, den Stellvertreter aus der andern zu entnehmen. Wurden aber beide Wahlen in inem Akte vollzogen, so könnten die Wähler-Gemeinde Bedenken tragen, den Stellvertreter aus der andern zu wählen. Es wurde darum beschlossen, daß in Zukunft beide Wahlhandlungen getrennt vollzogen werden müßten.
Der Dekanatsausschuß hatte seit der letzten Synode (am 10. October v. I i 3 Sitzungen gehalten. Seine Thätigkeit erstreckte sich besonoers auf Prüfung der verschiedenen Wahlen; auch hatte er in Gemeinschaft mit dem Ausschuß des Dekanats Hungen eine Ansprache an die Gemeinden über die Sonntagsfeier in mehreren 1000 Eyemplaren verbreitet. Das kirchliche Leben in den Gemeinden hat sich seit vorigem Jahr wenig oder kaum geändert. Heber Abnahme beß Kirchenbesuchs wird aus keiner Gemeinde eine Klage geführt, vielmehr wird au8, einigen berichtet, daß der Ernst der Zeit wohlthälig auf den Kirchenbesuch gewirkt habe. Rur über die geringe Theilnahme am Nachmittagsgottesdienst wird in den meisten Berichten wie auch in früheren Jahren ernstliches Bedauern ausgesprochen- Die Theilnahme am heiligen Abendmahle hat in mehreren Gemeinden nicht unbedeutend zugenommen, so daß die Zahl der Abendmahlgäste jetzt in den meisten Gemeinden die Zahl der Einwohner übertrifft. Auch Über den Besuch der Catechismuslehre wird im Ganzen Erfreuliches mitgetheilt; in den meisten Gemeinden dauert der Besuck wenigstens 3 Jahren, in einigen 4 in einer sogar 5, nur in einer läßt sich der zweijährige Besuch kaum aufrecht erhalten- Wie wohlthätig die Theilnahme der Mitglieder des Kirchenvorstandes auf den Besuch wirkt, wird in einigen Berichten anerkannt; namentlich ist dies tn der, Gemeinde in welcher der 5jährige Besuch noch stattfindet, der Fall. Verweigerungen von
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firrfdirfier Eheschließung, von Taufen, Lonfirmationen und kixchlichex Beexdigung aus kirchen» “O-KSS aSftÄSWK
mnitens^twar^ering^u^^ J1Dfi Körperverletzungen mit Gdtlichem Erfolg, zu.^"vahnm, darunter sogar eine von Seiten eine« Ehemannes gegen seine ; ein zunger 4^nsch von 2 AaScn wurde wegen Vergehen gegen die Sittlichkeit destratt. Bestrafungen wegen Diebstahls wa«n 14 zu erwähnm, darunter war einer mittelst Einbruchs begangen worden- S stmoxde drei In einer Anzahl von Gemeinden, selbst von größeren, kam keine- uneheüche »«bur m- O,n Setreff ver Sonntagsfeier wird hauptsächlich nur über Entweihung veffelben durch Volksfeste kllerk Art wobe7die gesetzlich gezogenen Schranken vielfach nicht beobachtet wurden über zunehmenden 'W.rthshausbesuch u. dergl. geklagt. Von Sonntazsarbeitcn auf dem Felde weiß man nichts wohl aber wird in Werkstätten der Sonniagmorgen noch vielfach wie ein -W^Itag behandelt 'so daß Lehrlinge und Gesellen verhindert find, Den Gottesdienst zu befuchem Des Sonntaasvereins, der sich in Gießen gebildet hat, wurde lobend gedacht, mit bem Wunsche, baß cirielfae einen guten Fortgang haben möge. Schließlich würbe an den Ernst der Zeit erinnert, und wie biesc/ alle treuen Glieder der Kirche, besonders bie durch das Vertrauen ihrer Mitdurg ex mit einem kixcklichen Ehrenamte betraut worden seien, aufforbern, im Kampf mit ben negativen Mäckien ber steil nach Kräften zu wirken, um bereu verberblichen Einfluß zu nichte zu machen.
1 T)aÄ märe qerabe ber beste Segen bes synobalen Lebens, wenn die weltlichen Glieder sich immer I S S. Ulten, mit den «eistuchen Buf«mmen sich ,u daß d,e «trche
. Hufgabe lösen könne, dem Herrn ein Eigenthnmördik erziehen, da, fle.Big >sl in
gnlen eröffn,len ein weite» Feld sdr die gesegnete Thöti,kei, auch
vyeltli&en Mitglieder ber Kirchenvorstänbe. DaS Oberconsistorium hatte nämlich ben Dekanatssynoben die Aufgabe gestellt, über bie Frage zu verhanbeln: „WaS hat zu geschehen, UM die nach § 47, 3 der Kirchenverfassung den Kirchenvorstanden zur Pflicht gemachte “n m ÄÄ “’M" da» Resern, überndmmen und seine Ansicht in 10 Thesen ausgesprochen, welche gebrückt vorlagm unb
Nationen großencheils einstimmig angenommen wurden. Die von ihm munblich mit großer Grünblickkeit weiter ausgeführten Gedanken waren folgenve:
Die Hebung Der Barmherzigkeit unb brüderlicher Hülfeleistm^ ist von Anfang an als «ne ßediqe Pflicht ber Chnstengemeinbe betrachtet worben unb tm Wesen unseres Glaubens unb D r Kirclw unabweisbar begrünbet. Die kirchliche Armenpflege wirb burch b.e bürgerliche keineswegs überflüssig gemacht. Letztere geht über die Befriebigung ber brmgenbsten Bcburfmffe nick h'naus > , sie bringt hauptsächlich äußere Hülfe in ber Roth, kümmert sich aber weniger um moral ich-Besse- runa und aciftige Rettung; ja sie kann oft in sittlicher Beziehung verderblich wirken, indem sie ben Leichtsinn fordert, bie Menschen anmaßenb unb anspruchsvoll macht, das Gefühl der Dankbarkeit unterbrückt unb Unzufriebenheit erregt, wo sie bie stets wachsenben Ansprüche nicht befriebigen kann. Die kirchliche Armenpflege hat bie christliche L.ebe zu Grunbe, mcht die oft- unvull^e Beugung unter das Gesetz; sie hat zum Ziel ebensowohl bie geistige und geistliche als l ibliche gr-ttuna bet nothlridenben ©lieber ber Gemeinbe. Sie wartet nicht bis sie ausgesucht wirb, sic sticht selber neben ben in sittlicher Gefahr schwebenben Gliebern ber^Gemeinben auch b.e v^- schämten Armen auf. Sie hat überall da einzutreten, wo bie bürgerliche Armenpflege nicht aus- r?icht ober nach ben bestehenden Gesetzen nicht eintreten kann ; dabei ist es dringend> zuempfehlen, mit der büraerlichen Armenpflege stets Fühlung zu behalten unb mit allen nicht kirchlichen, aber christUchen^ od« humanen Vereinen zur LinberuLg menschlicher Roth in Verbinbung zu treten; namentlich gilt bies von ben Vereinen ber inneren Mission, boch soll ber Kirchenvorstanb mcht verabsäumen, seinerseits nach Kräften bieArmenpflege in bieHanb zu nehmen unb n.ackUmstanben 1 von besonders bestellten Helfern unb womöglich von Gemeinbebtakomsten sich unterstützen zulasten.
In bas Gebiet seiner Thätigkeit fällt zunächst bie Fürsorge für verwahrloste Kinder für entlassene Sträflinge, für Gesellen aller Art, unb ist diese Fürsorge unbedingt mit allem Ernst in ^"^^Hm"die^nöthigen Geldmittel zu verschaffen, wurde beschlosten, an Großh Oberconsistorium die Bitte zu richten, dastclbe möge dahtn zu wirken suchen, daß alle Klrchenopfer, sowie für die Waisenanstalt gesammelten kirchlichen Collecten und Büchsengelder verwendet werden konnten Die Vertreter des Kirchenregiments saaten ihre Mitwirkung zu. Es ist nun zu wünschen, daß man vom Rathen zu Thaten übergeht und daß die Kirchenvorstande sich eifrig bemühen, MC in 6erYrf"fiung iljncn in dieser Beziehung nuserlegi. Pslicht mit Hart und Etter
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1879 eijoi
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Kehlffeberlebt. Mitgetheilt von dem Agenten bet Norddeutschen Lloyd tham^/on^,August. Das Postdampfschlff Donau. Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 27. Juli von Newyork abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere Post und Ladung 5 Uhr Nachmittags die Reise nach Bremen fottgesetzt. Die Donau überbringt 208 Paffagiere und volle Ladung. _ —
2ln Beiträgen für die Hinterbliebenen der mit dem ^Großen Kurfürst^ verunglückten Seeleute sind weiter aus folgenden Gemeinden deü Kreises Gießen ein-


