England
zum Ünterstaatssccretär des Innern, Talbot zum Secretäc des HandelSamtes
„Times" meldet aus San Stefano: Die erste Cavallerte-Division und
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zufolge bat der wenn die Türkei
langer Debatte das Unterhaus
1. Qual. X 66-68, 2. Qual. X 62—64, Kühe und Rinder Qualität X 54—58, Kälber 1. Qualität X 60—64, 3. Qual 1. Qual. X 60-65, 2. Qual. X 55—57.
8. April. (Fruchtbericht) Am heutigen Markte waltete wieder Die Getreide-Preise waren nicht niedriger, jedoch machte sich ein«
dem Jnter-ste Europas und Englands vereinbar fei, daß es Rußland gestattet werde, ein fo vollständiges Uebergewicht in Ost-Europa und im schwarten Meere zu erwerben, wie durch den Vertrag von San Stefano hergestellt werde. Sei diefe Frage erst durch die Stimme des Parlaments zur Entscheidung gebracht, so werde das von der Regierung einzuschlagende Verfahren einfach, die Atmosphäre, rooiin sich die orientalische Frage bewege, vielleicht reiner sein.
— Eine Petition an die Königin wird vorbereitet, unterzeichnet von Westmil ster, Shaftesbury, Camoys und vielen Gelehrten, in weicher Bedauern über die Einberufung der Reserven ausgedrückt und an die Kön'gin die Bitte
„Standard" meldet aus Konstantinopel: (Suter Quelle Khedive hier iiotificirt, daß er sich unabhängig erklären werde, eine anti-englische Allianz schließe.
London, 9. April, 2 Uhr 10 Min. früh. Nach über die an die Königin zu richtende Adresie vertagte sic- auf heute.
gerichtet wird, ihien Einfluß zur Förderung des Congresfes aufzubieten. — Stanhope ist zum Uuterstaatssecretär des ostindischen Departements, Ridley
Die Handweikerzeichnen-Schule betreffend.
Die Fortbildungs-Schule betreffend.
Die Realschul-Abritte.
Die Abtritte tn der St^dl Mädchen-Schule.
Gesuch des Schreinermeisters Georg Franz um Bauerlaubntß.
Gesuch des Metzgermeisters Friedrich Möhl um Genehmigung der Abänderung eines Bauplans.
Gesuch des K a r l P o r t um Erlaubnis zur Vornahme von Bauvrränderungen.
Gesuch des Oeconomen Friedrich Heß um Erlaubniß zum Bauen eines Rtnderstalles.
Gesuch deS Weißbindermeisters Jacob Reiber um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung.
Frage verweigert habe; Rußland bestreite nicht, daß letztere das europäische Interesse berühre, habe dies aber noch nicht ausdrücklich zugestanden.
18. Straßenanlagen in der Schwarzlach.
19. Die Holzversteigerung vom 1. April b. I.
20. Anschaffung von Brennmaterial für die städtischen Schulen.
21. Die Nirderlegunq des Plankischen Stalles am Tiefenweg.
22. Baugesuch des Carl Zwesch und Christoph Hoffmann.
23 Feststellung des Pachtgeldes für freigewsrdene Bürger-Triebviertel.
24. Kostendecreturen.
25. Gesuch des Schwimmlehrers Rübsamen um Ueberlassung von städtischem Gelände.
26. Die Erbauung eines Schlachthauses.
Gießen, 9. April. Gestern Abend gegen 10 Uhr brannte ein Theil der Badeanstalt des Herrn Rübsamen ab. Durch energische Hülfe gelang es, das Feuer, welches himmelhohe Flammen schlug, zu bewältigen, ehe es die ganzen Gebäude zerstörte. Ein schaurig schönes Panorama bildete der Anblick von der Lahnbrücke aus-
--Nach dem uns vorliegenden Jahresberichte des städtischen Oktrot-Contro- leurS pro 1877 war das Oktroi-Einkommen her Stadt Gießen tn 1876 für Schlachtvieh, Wildpret, Fleisch, Brennmaterialen, Mehl, Früchte und Getränke 81,744 x 91 in 1877 dagegen 85,580 X 11 also 3635 X 20 mehr al« tm Vorjahre. Nach Abzug von 9169 X 62 \ für Rückvergütungen für Lieferungen an das Militär, sowie ausgefübrte Getränke rc. verbleibt ein Rein-Einkommen von 76,210 49 H tn 1877;
3,494 X 68 $ mehr als in 1876.
Gießen, 9. April. Der SchwurgerichtSbof verurtheilte gestern die Elisabeth« Jndertbal aus Hartenrod, Königlich Preußischen Amtsgerichts Gladenbach, wegen KindeSmoids, zu einer Zuchthausstrafe von 4 Jahren.
alten Realschulgebäude folgen:
1. Die Straßenbeleuchtung insbesondere Aufstellung neuer GaSlaternen betreffend.
2. Bedürfnisse für bte städtischen Schulen.
3. Die Anlegung einer Kehrichtgrube für die alte Realschule.
4. Die Reichensand-Babnhofsstraße
5. Gesuch wegen Eröffnung der Bleichstraße.
6. Gesuch wegen Pflasterung der Wetzsteinstraße.
7. Pflasterung chaussttter Straßenstrecken.
8. Die Bildung der Ersatzcommifsion deS Aushebungsbezirks Gießen.
steuer herangezogen, betragen 230,000 Mk.
stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 60, 2 X 56—58, Hämmel Frankfurt, die alte Lustlosigkeit.
London. Der Mobilisirungs-Entwnrf der englifchen Armee nimmt die Aufstellung von acht aus regulären und Miliztrlippen zusammengesetzten Armee- Corps in Aussicht. Die Corps werden in Colchester, Aldershott, Croydon, Tiiblin, Salisbury, Bork und Edinburgh concentrirt. Das erste Armee Corps ist ausschließlich aus drei Linien-Dioisionen zusammengesetzt, das zweite Corps ans zwei Linien- und einer Miliz-Division, das vierte und fünfte Corps ist aus je einer Linien- und zwei Miliz-Divisionen und das sechste, siebente und achte Corps je aus einer halben Linien- und aus 2V2 Miliz-Divisionen. Das erste Corps hat 15 vollkommen bespannte Batterien, das zweite Corps hat 14 das dritte Corps 13 und das vierte Corps 12 Batterien. Die übrigen Corps haben bisher nur je eine bespannte Batterie. Die Operations-Armee wird ernannt, daher mindestens drei bis vier Corps mit 100,000 bis 120,000 Mann zählen, „Times" meldet aus San Stefano: Die erste Kavallerie-Division und unter denen sich 40,000 Reservisten oder Milizen befinden. Zum Ober-Com- die erste Division der Donischen Kosaken sind über Braila und Tultscha nach Mandanten ist bekanntlich General-Lieutenant Lord Napier und zum General- Rußland zurückgekehrt; 3 Kosakenregimenter, 2 Batterien und das 11. Corps st^bs-Chef Generalmajor Wolseley bestimmt. unter Schachoffskoi haben den Rückmarsch über Rustschuk angetreten. — Aus
' . _____। r-------------------------- Petersburg wird der „Times" berichtet: Ähika müsse Gortsch ckoff mißverstanden
haben, da letzterer niemals die Zulaffung der Discussion der beffarabischen
Telegraphische Depeschen.
Wagner'- telegr. Eorrespvndenz-Bureau»
Lokal-Notiz.
Gießen, 9. April. Wir lassen nachstehend die Tagesordnung für btc Sta^t oerordneten-Sitzung am Donnerstag den 11. April 1878, Nachmittags 4 Uhr,
Handel und Verkehr.
Gießen, 9. April. Auf dem heutigen Wochenmartt kostete: Butter, per Pfd X 1.5—1.8, Hühnereier, per Stück 5 H, Gänseeier per St. 10 Enteneier, per St- 5^, Käse, per Stück 5—11 H, Käsematie. per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 4, Linsen, 1 Liter 25 Tauben, da« Paar 90 H, Hühner, per Stück X 1.60, Hahnen, per 5t. X 1.70 Enten, p. Stück X 3.60 Kartoffeln, 100 Kilo 7 x 50 Ochsenfletsch 70 4 per Psd., Kuh- u. Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 50 bi« 56 H.
Frankfurt, 8 April. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. An- getrieben waren 360 Ockfen, 200 Kühe, 193 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise
31 Mk 20 Pfg a« bte Stadt iu zahlen. — In Viersen mit 20,600 ($in. vorbereitet sein müssen. — Im Fortgänge der Sitzung genehmigte da« Hau« wohnern zahlen die acht obersten Stufen bei Classenst'Uerpflichtigen 450 M., eie «»'sie ohne Äbftrmmung, also so gut wie ernstrmm.g.
dre vier untersten finb mit 350 resx. 250, 150 und 100 p®t. zur Communai- London, 8 Äprii. „Times" autzert bte Meinung, bte heutige Debatte Die laufenden städtischen Äusgtben für das nächste Jahr int Patlamente werde wadrschet.ltch über Englands orientalische Politik end' gültig entscheiden. Das Parlament habe sich schlüssig zu machen, ob es mit
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anerkannt.
Konstantinopel, 7. April. Türkische Truppen haben Bujukdere wieder besetzt. — In Alemdagh, hinter Skutari, sind 12 000 Baracken für die Flüchtlinge errichtet worden. — Der russischen Officieren zum Besuche Konstantinopels eitheilte Urlaub ist zurückgenommen worden. Die Ruffen errichteten in Rodosto neue Befestigungen "und riffen die ihnen dabei im Wege stehenden Gebäude nieder.
— Großfürst Nikolaus bleibt noch morgen hier. Man spricht davon, daß Rußland in Voraussicht eines Krieges neue Begehren stellt. Alle egypti- schen Truppen werden nach Egypten zurückkehren. Einige Abtheilungen der kaiserlichen Garde sollen sich demnächst in San Stefano einschiffen, um nach Rußland zurückzukehren.
Berlin, 8. April. Der „Retchs-Änz." schreibt: Das am 6. Mai wie alljährlich in Dienst gestellte, aus den Panzerschiffen „König Wilhelm", „Preußen", „Friedrich der Große", „Großer Kurfürst" und dem Aviso „Falke" bestehende Uebungsgeschwader wird, falls eS nach dem Orient abgehen sollte, Ende Mai seine Fahrt dorthin antreten.
Athen, 8. April. Die griechische Regierung hat in einer an die Mächte gerichteten Note gegen die von den türkischen Truppen tu den an Griechenland grenzenden türkischen Provinzen verübten grausamen Acte protestirt.
Wien, 8. April. Eine Meldung der „Polit. Corresp." aus Petersburg widerspricht der angeblich bevorstehenden Aenderung Inder Leitung der auswärtigen Angelegenheiten Rußlands, mit dem Beifügen, daß. selbst wenn die Natur der glanzenden Laufbahn Gonschakoff's ein Ziel setzte, die in Londoner Meldungen genannte Persönlichkeit kaum zu seinem Nachfolger auserseheu sein würde. - L mt Berichte derselben Correspondenz aus Konstantinopel dauern die hartnäckigen Kämpfe zwischen den Emflüffen Rußlands und Englands bei der Pforte ungeschwächt fort. Dank den Einwirkungen Layard's soll der Ministerpräsident Achmed Vefik Pascha, von welchem es bereits hieß, er sei dem Einfluffe Rußlands zum Opfer gefallen, neuerdings in seiner Stellung befestigt sein. Die Rnflen arbeiten äußerst angestrengt an der Befestigung der Linie Tscharkiöi- Kadikiöi, namentlich wird Enikieoi als Schlüffelpunkt der Stellung formidabel befestigt.
London, 8. April, Abds. Bei der Adreßdebatte im Oberhause führte Beaconsfield aus, daß die Politik der englischen Regierung in Ansehung der orientalischen Frage auf den Verträgen von 1856 und 1871 basire. Die Regierung habe bei Beginn des Krieges Rußland davon verständigt, daß die Zustimmung der Signatarmächte zu jeder Modification der Verträge noth wendig sei. Nachdem Rußland sich geweigert habe, gemäß der Forderung Englands den ganzen Frledensvertrag dem Congreffe zu unterbreiten, und jede Hoffnung auf das Zustandekommen des Congreffes verschwunden sei, habe England gegenüber der Haltung Rußlands auf entsprechende Mittel sinnen müssen; da alle Welt unter den Waffen, habe auch England für den Nothfall
Berlin, 8. April. Der Reichstag nahm heute den Gesetzentwurf betreffend Eisenbahnbauten tn Lothringen in dritter Berathung ohne Debatte an. Bei der die- rauf folgenden ersten Berathung des Nachtragsetats betr. das Reichsftnavzamt recht fertigte Präsident Hofmann, der wiederholt daS Wort nahm, die Vorlage, indem er die Nothwendigkeit deS Ausscheidens der Finanzverwaltung aus dem Ressort des Reichs kanzleramtes hervorhob, welche unerläßlich sei schon aus rein geschäftlichen Rücksichten wenn der Chef des Ressorts mit den übrigen, eigentlichen Aufgaben des Reichekanzleramtes sich so eingehend, alS dies wünschenswerth sei, befaffen solle. Andererseits sei die gesonderte Behandlung derjenigen Materien, welche aus dem Re'chskanzlerawte ausgeschieden werden solle«, in deren eigenem Interesse geboten. Die eingehende Ab- arrnzung der Competenzen zwischen dem Reichsschatzamt und dem nunmehr beschrankten Reichskanzleramte, das künftighin wahrscheinlich Reichsoerwaltungsamt heißen werde, sei noch nicht festgestellt.
Lasker befürwortete die Vorlage, wünschte aber weitere Informationen über die Competenz deS Schatzamtes und deshalb Vertagung der zweiten Berathung. An der weiteren Debatte betheiligten sich noch v. Kleist-Retzow, v. Kardorff, v. Schorlemer und Richter (Hagen), worauf zur Discussion der weiteren Forderungen des Nachtrags- Etats betr das Misstonsgebäude in Tokia und Vergütung an die Stadt Leipzig für die bauliche Einrichtung des Reichsgerichts Gebäudes, übergegangen wurde. Staats ftcretär v Bülow vertrat in eingehender Rede die Regierungsanträge gegenüber Bemängelungen von Reichensperger. Nachdem sich noch v. Kardorff, Richter (Hagen), p. Maltzahn und Windthorst (Meppen) zur Sache geäußert hatten, wurde die Discus sion geschlossen und die zweite Berathung vertagt. Es folgte nunmehr die zweite Lesung des Gesetzentwurfs über Zuwiderhandlungen gegen die zur Abwehr der Rinderpest erlaffenen Ausfuhrverbote. Bei der Abstimmung über ein zum $ 2 gestelltes Amendement stellte sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses heraus, so daß die Vertagung erfolgen mußte. — Nächste Sitzung morgen 11 Uhr.
Petersburg, 8. April. Die „Ageuce Ruffe" meldet: Die letzten Nachrichten ließen Oie Wiederaufnahme des Congreßprojectes als möglich an- itebmen. — Ferner ist die „Agence Ruffe" autorisirt, die Nachricht, daß die kaiserliche Regierung dem Vertreter Rumäniens gegenüber erklärt habe, sie würde die Discussion der beffarabischen Frage auf dem Congreffe ablehnen, als gänzlich unbegründet zu bezeichnen. Die russische Regierung habe die absolute Freiheit der „Appreciation" und Action für jede Macht auf dem Congreffe
matte Tendenz geltend. Weizen ab Auswärts sehr wenig gethan, ab unserer Umgegend wurde derselbe mit X 24 gehandelt. Roggen, französischer auS zweiter Hand mit X 18.50 zu notiren. Prima norddeutscher 18.25 EourS. Gerste ohne Leben. Hafer rubia und schwer verkäuflich. Am Mehlmarkt mattere Tendenz, jedoch ohne Preis Aenderung Futterstoffe fest. Wir notiren heute:
Mebl Nr. 1 X 42, Nr. 2 x 38, Nr. 3 x 34, Nr. 4 x 30 ftr. 5 x 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 25, do. II. (Berliner Marke) X 21, Weizen, effect. hies X—, ab Bahnhof hier X 24.50—25, ab unserer Umgegend X 23.75—24, do. fremder je nach Qualität X 23.50—25.—, Roaaen je nach Qualität X 17—18.50, Gerste X lg bis 23 —, Hafer X 14—16.50, Koblsamen X —, Erbsen X 19—23, Wicken X 15 bis 17.—, Linsen X 19—23, Rüböl, detail, X 78. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: 1. Qual. Weizen; dringend offerirt-' — (Die Preise verstehen sich fämmV lich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo )


