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Deutschconservative Deutsche Retchspartet Ältliberale u. s. w. Nattonalltberale Gruppe Löwe rc. Fortschrittspartei Volkspartei Socialdemokraten Centrum
Welfische Particularisten Polen
Dänen
Elsässer Klerikale Protestpartei Autonomisten
ecretär nach Rom berufen.
Wien, 7. August. Die „Polit. Correfp." meldet aus Konstantinopel vom 7. d.: Die Pforte, von ihren auswärtigen diplomatischen Agenten benachrichtigt, daß in einzelnen Ländern sich Neigung zur Ausrüstung von Freischaaren verrathe, befahl der Eskadre an der Küste Albaniens kreuzen zu lasten. — Wie es heißt, hätten die russisch türkischen Räumungsverhandlungen zu einer vorläufigen Verständigung geführt. Die Rusten würden nach 8 Tagen die im Berliner Vertrage vorgesehene allgemeine Räumung beginnen. In der Zwtschmzen müsten Datum und Varna den Rusten übergeben sein, worauf erst in der Zeit zwischen dem 31. August und dem 5. September die Räumung der Umgebung Konstantinopels von den Rusten bewerkstelligt würde. — ßn Folge der Ueber- gäbe Schumlas an die Rusten bereiten 5000 mohamedantsche Einwohner desselben ihre Auswanderung vor. — In Folge von Differenzen im Schooße der russisch.türkischen Commission zur Pacification der Rhodope-Jnsurrectton ver- handeln die Rusten nunmehr allein mit den Insurgenten.
Washington, 7. August. Im gestrigen Cabinetsrathe brachte der Kriegsminister zur Sprache, daß von Setten Mexikos Truppen organisirt würden , um die fernere Verfolgung mexikanischer Marodeurs zurückzuwetsen. Die hiesigen politischen Kreise sehen die Lage als eine ernste an, weil sie annehmen, daß die amerikanischen Grenzbewohner die Verfolgung mexikanischer Marodeur-
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Die öit6 Stiftung findet
Kesternich.
Wien. Folgendes ist nach dem Wiener „Vaterland" der wirkliche Wortlaut des Notifications-Schreibens, welches der Herzog von Cumberland
England.
London, 4. August. Dem Grafen Beaconsfield und dem Marquis of Salisbury find gestern Nachmittag die Ehrenbürger-Briefe der Stadt London feierlich überreicht worden. Bet dem am Abend zu Ehren der Minister im Manston-House vom Lord-Mayor veranstalteten Banket hielt Graf Beaconsfield eine längere Ansprache, in welcher er eine geschichtliche Darstellung der Ereigniste gab, welche schließlich zu dem allgemeinen Frieden geführt haben. Graf Beaconsfield hob hervor, er glaube, daß dieser Friede ein dauernder (permanent) sein werde, da derselbe sämmtliche Mächte zufriedengestellt habe und da auch die Kriegspartei in Rußland nicht in der Mehrheit sei und Italien und Frankreich sich überzeugt hätten, daß das politische Gleichgewicht im Mittelländischen Meere nicht bedroht sei. Schließlich betonte Beaconsfield, daß die Beziehungen der englischen Regierung zu den auswärtigen Mächten zu keiner Zeit herzlicher als gegenwärtig gewesen, namentlich zu Rußland und Frankreich.
Italien.
Rom, 6. August. In Folge des Ablebens des Cardinals Franchi sind gegenwärtig elf rothe Hüte vacant. Das heilige Collegium ist jetzt aus 5 Cardinal- Bischöfen, 46 Cardinal.Priestern und 8 Cardinal-Dtaconen zusammengesetzt.
Rußland.
Petersburg. Ueber den Austritt des russischen Commistars aus der nach dem Rhodopegebirge gesandten internationalen Untersuchungs-Commission wird nunmehr mitgetheilt, daß sich der russische Commistar der Fortsetzung der Untersuchung über den Rhodope-Aufstand widersetzt habe, weil die Aufständischen über ein zwischen ihnen und den russischen Befehlshabern getroffenes Ueberein- kommen Enthüllungen gemacht haben, welches die erste Veranlaffung zu dem Aufstande gewesen ist. Der russische Commiffar drohte, sich zurückzuziehen, wenn die Untersuchung in dieser Richtung weiter geführt würde. Sir A. H. Layard, Mr. Fournier, Graf Zichy und Baron Galvagna, welche von dem Zwischenfall unterrichtet wurden, erwiderten auf telegraphischem Wege, daß die Untersuchung fortgeführt werden soll, worauf sich der russische Commiffar zurückzog und sich in der Commission durch seinen Dragoman vertreten ließ.
— Die „Kreuz-Ztg."
sicherlich fortsetzen werden.
Wien, 7. August. Die „Wiener Ztg." veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, wodurch im Anschluffe an die Verordnung vom 29. Juli auch eine zeitweilige Verwendung der dalmatinischen Landwehr-Schützenbataillone Nr. 79 und 80 außerhalb des Reichsgebiets gestattet wird.
Berlin, 7. August. Ein längerer, die „Bedeutung der Wahlen" betitelter Artikel der „Prov.-Corr." gelangt zu folgender Ausführung: durch die gejammten Wahlen, soweit die Bevölkerung von Gesichtspunkten der allgemeinen Politik und nicht von kirchlichen oder besonderen politischen Zwecken bestimmt worden, gehe klar erkennbar die Thatsache hindurch, daß das staatserhaltende Bewußtsein gegenüber kritisch oppositionellen Bestrebungen zu durchschlagender Geltung gelangt sei, daß fast nirgends eine Veränderung nach links, überall nur Veränderungen im Sinne eines engeren Anschluffes an die Regierung stattgefunden habe. Es sei hiernach bestimmt zu erwarten, daß die Lösung der Aufgabe, welche die erste kurze Reichstagssesston fast ausschließlich ausfüllen werde, die Feststellung außerordentlicher Maßregeln gegen die auf Untergrabung der bestehenden Staats- oder Gesellschaftsordnung gerichteten socialdemokratischen oder communistischen Bestrebungen in voller Gemeinschaft mit der Mehrheit aus den conservativen und gemäßigt liberalen Elementen erfolgen werde. Die Gemeinsamkeit in Lösung dieser Aufgabe werde auch dm Boden für ein weiteres ersprießliches Zusammenwirken befestigen. Die wichtigsten Grundlagen der Gesetze gebung im Norddeutschen Bunde und im Deutschen Reiche seien unter ähnlichen Parteiverhältniffen zwischen Conservativen und National-Liberalen vereinbart worden. Warum solle ein gleich erfolgreiches Zusammenwirken jetzt nicht mög- lich sein? Angesichts zumal der Nothwendigkeit, daß alle auf dem Boden der jetzigen socialen Ordnung stehenden Parteien fester aneinanderschließen und mit Der Regierung Zusammenwirken, um Staat und Gesellschaft vor weiterem Anwachsen der drohenden Gefahren zu schützen. — Die „Prov.-Corr." bestätigt, daß der Kronprinz und die Kronprinzessin bei der Vermählung der Prinzessin Marte am 24. August den Kaiser und die Kaiserin vertreten werden. Der Kronprinz werde mit Rücksicht auf die am 9. September beginnende Reichstags session einen Thetl des Monats September in Potsdam verbleiben.
London, 7. August. Im Unterhause erklärte Unterstaatssecretär Bourke auf die Anftage Whitwells, er könne nicht versprechen, daß bk, Chefoo-Cow vention noch vor dem Schluffe des Parlaments bestätigt werden würde; es soll« indeß kein unnöthiger Verzug stattfinden. — O'Gorman bat wegen des gestriger. . Vorfalls das Haus um Verzeihung. Schatzkanzler Northcote zog darauf unter - dem Beifall des Hauses seinen Antrag, daß Major O'Gorman sich aus dem Hause zurückzuziehen habe, zurück.
ertasten hat:
„Mit tief betrübtem Herzen erfülle ich die traurige Pflicht, Eurer die Anzeige zu machen, daß es Gott in seinem unerforschlichen Rathschluste ge- ! fallen hat, meinen vielgeliebten Vater, Se. Majestät Georg V., König von Hannover, königlichen Prinzen von Großbritannien und Irland, Herzog von, Cumberland, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg rc., zu Paris am 12. Juni d. I., nach längerem Leiden aus diesem Leben abzuberufen. Die freundschaftlichen Gesinnungen, welche Eure... meinem verstorbenen Vater jederzeit gewidmet haben, lasten mich hoffen, daß dieselben an meinem ebenso großen als gerechten Schmerz Antheil nehmen werden. In Folge dieses mich und mein Haus tief erschütternden Todesfalles sind alle Rechte, Prärogative und Titel, welche dem Könige, meinem Vater, überhaupt und insbesondere in Beziehung auf das Königreich Hannover zustanden, kraft der in meinem Hause bestehenden Erbfolge-Ordnung auf mich übergegangen. Alle diese Rechte, Prärogative und Titel halte ich voll und ganz aufrecht. Da jedoch der Ausübung derselben in Beziehung auf das Königreich Hannover thatsächliche, für mich selbstverständlich nicht rechtsverbindliche Htnderniste entgegenstehen, so habe ich beschloffen, für die Dauer dieser Hinderniste den Titel „Herzog von Cumberland und zu Braunschweig- Lüneburg" mit dem Prädtcate „königliche Hoheit" zu führen. Daß meine und meines in voller Selbständigkeit verharrenden Hauses Gesammtrechte durch den zeitweiligen Nichtgebrauch der dieselben bezeichnenden Titel und Würden in keinerlei Weise aufgehoben oder eingeschränkt werden können, werden Eure. .. mit mir als zweifellos erachten. Angelegentlich bitte ich, daß Eure... die meinem verstorbenen Vater stets bewiesenen freundschaftlichen Gesinnungen auf mich gütigst übertragen wollen und verbinde ich mit diesem Wunsche die Versicherung der unwandelbaren Freundschaft und der vollkommensten Hochachtung, womit ich verbleibe Euer... Gmunden, 11. Juli 1878."
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schreibt: Es läßt sich allerdings annehmen, daß das Centrum, wenn "gewisse schwebende Verhandlungen befriedigend enden, aufhören wird, eine bloße Oppositionspartei zu sein und daß ein Thetl dieser Partei mit der conservativen gehen wird, aber es würde sich auch daraus noch keine Majorität ergeben; es bliebe also Immer der Recurs auf den rechten Flügel der nationalliberalen Partei, die etwa 30 bis 35 ihrer Mitglieder stellen müßte und diese würden sich als linker Flügel der Majorität wohl finden. Von besonderer Bedeutung für diesen Fall ist, Daß die Mitwirkung der national- liberalen Partei zur Beilegung des Culturkampfes, soweit die Reichsgesetzgebung in Frage steht, nicht mehr erforderlich ist. In diesem Gebiet könnte, falls ein Ausgleich zu Stande kommt, eine Übereinstimmung der beiden conservativen Parteien und des Centrums, also eine ziemlich starke Majorität, auch ohne den Recurs an den rechten Flügel der Nationalliberalen, zu erzielen sein. Das ist von wesentlicher Bedeutung für die weitere Entwickelung auf dem Gebiete der Reichsgesetzgebung; in diesem Falle aber steht soviel fest, daß die National- liberalen nicht mehr die herrschende Partei im deutschen Reichstage sein werden. Sie haben aufgehört der Mittelpunkt zu sein."
Telegraphische Depeschen.
Wagner's telegr. Korrespondenz-v»reai>.
Petersburg, 7. August. Das „Journal de St. Mersbourg" erklärt das gestern von dem „Golos" veröffentlichte Circular Savfet Paschas an die Vertreter der Pforte im Auslande wegen der Unmöglichkeit der Ausführungen der Bestimmungen des Berliner Vertrags Seitens der Türkei hinsichtlich der territorialen Abtretungen für apokryph, indem es sich auf das Versprechen Karatheodori Paschas stützt, daß alle Bestimmungen des Congreffes ausgeführt würden. — Der „RegterungSbote" veröffentlicht einen allerhöchsten Befehl, nach welchem die angekauften Kreuzer „Rußland", „Moskau" und „Peters- bürg" aus den Listen der Kriegsmarine auszuschließen seien.
Berlin, 7. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die über die Kissinger Verhandlungen von den Zeitungen gebrachten verschiedenen Nachrichten dürften um so weniger Glauben beanspruchen, je bestimmter sie formullrt seien. Die höchste Wahrscheinlichkeit spreche dagegen, daß die von den Zeitungen behaupteten Concessionen überhaupt gemacht werden könnten. Die Behauptungen, welche die Kissinger Verhandlungen mit der Reichstagswahl in Verbindung brächten, beruhten auf grundloser Combination. Die Absicht der Kissinger Zu- sammenkunft in Anknüpfung an den bekannten Schriftwechsel zwischen dem Kronprinzen und dem Papste bestand schon lange, ehe an Auflösung des Reichs, tages gedacht wurde.
Rom, 7. August. Wie aus sicherer Quelle verlautet, wurde der päpstliche Nuntius in Wim, Msgr. Jacobini, behufs seiner Ernennung zum Staats-
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scher Beziehung; 3) gegen Vermehrung der Steuern und Lasten zu stimmen. Daß es uns unter diesen Verhältniffen nicht möglich ist, für Herrn Reuleaux zu stimmen, werden Sie ersehen, wenn Sie das Wahlprogramm, welches derselbe entwickelte, durchgelesen, und darin gerade unfern Forderungen entschicoen entgegentreten wird. Dann fällt noch ferner in die Wagschale, daß jede Stimme, die wir in unserem Wahlkreise für Dr. Moufang abgeben, für Wilhelm Liebknecht in Offenbach ist, da die dortigen Ultramontanen bei der Stichwahl daselbst ihre Stimmen für Liebknecht abgeben, ebenfalls in den Wahlkreisen Barmen-Elberfeld, Solingen u. s. w." Wir haben hierzu kaum etwas hinzuzusetzen.
Berlin, 6. August.
des Tableau aufstellen:
Bezüglich der
Reichstagswahlen
läßt sich f
Voriger
Gegenwärtiger
In engerer
Reichstag:
Reichstag:
Wahl:
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