Cansu*, hatte den Contrakt mit unterzeichnet und der katholische Bischof Caralt! den Ehebund emgesegnet- Ader der Kaiser wollte später nichts von der Ehe wissen und Dt. bot sogar der Patterson, nach Europa zu kommen. Als sie aber trotzdem am Bord des Dampfers „Elin" in A msterdam anlangte, wurde sie mit den strengsten Maßregeln bedroht und mußte nach England flüchten, wo sie am 7. Juli 1805 mit einem Sohne utederkam, der in der Taufe den Namen Hieronymus Napoleon erhielt- Zwei Jahre später heirathete Hieronymus Bonaparte, der Vater, die Prinzessin Friederike von Württemberg und wurde König von Westfalen, die Patterson aber kehrte mit ihrem Sohne nach Baltimore zurück. Nach dem Tode des Königs „Morgen wieder lustik" versuchte es sein Erstgeborner, gegen den Prinzen Louis Napoleon, den Mann vom 2. December einen Proceß anzustrengen und die Gültigkeit der ersten Ehe festzustellen- Aber die Frage wurde nie entschieden und so ist Madame Bonaparte im Alter von 90 Jahren als Miß Patterson gestorben-
— In Rüsselsheim verlor die Frau eines jungen Geschäftsmannes, Namens Levi, vor einiger Zeit ihren Ehering und wurde durch öffentliche Bekanntmachung dem Wiederbrtnger eine namhafte Belohnung zugestchert- Die Betreffenden hielten den Ring für verloren, jedoch am 27. Dec- v- I erhielt ein Einwohner von Rüsselsheim einen Brief von Bingen, in welchem ihm von einem Geschäftsfreund mitgetheilt wurde, dieser habe den, mit der Inschrift I. Levy versehenen Ring, dort gefunden. Und wie kam der Ring nach Bingen? Eine einfältige Gans, welche von der Frau Levi gestopft und nach Bingen verkauft wurde, trug den Ring im Magen nach Bingen. Gegenwärtig ist Frau Levy wieder im Besitz ihres Ringes.
— Die städtische Verwaltung in Antwerpen hat für die oberen Classen der Mädchenschulen den Unterricht auf der Nähmaschine eingeführt und zu dem Zweck diese Schulen mit einigen Nähmaschinen versehen-
Stuttgart, 3. Jan- Die Untersuchung gegen die Erben des Schriftfteller's Hackländer wegen Einkommenssteuer-Defraudation hat mit der Verurteilung bet ersteren zur Bezahlung von 106,000 JL Strafe und Ersatz der defraudirten Steuer ihr Ende erreicht. Von anderer Seite wird behauptet, die Strafsumme belaufe sich auf mehr als 140,000 Jt. Die Erben beabsichtigen, den Gnadenweg zu betreten und es ist,
Handel und Verkehr.
Gießen, 8. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd Hühnereier, per Stück 8 H, Käse, p. Stück 4-8 Käsematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 20 H, Tauben, das Paar 60 Hühre per Stück JL 1, Hahnen, per Stück 1,25, Enten, per Stück 2,20, Gänse, per Md 60-64 Kartoffeln, 100 Kilo 7 jl ' ' p
«n^al?'8,ron\9ranuar^ per Er 22.35, Roggen per März 15.60, Hafer per Marz 15, Rübol per Mai 37.70.
nach Vorgängen zu urtheilen, nicht unwahrscheinlich, daß wenigstens ein Theil der Strafsumme nachgelassen robb. y
Aus Thüringen, 29. Dec. Ein überaus erschütternbes Ereignitz Hot sich iU Woltershausen am 28. d- zugetrogen. Ein dort wohnender armer Handarbeiter Familienvater von 7 unerzogenen Kindern (die Frau wurde erst vor sechs Wochen er-t- bunden und starb im Krankenhause), ertränkte sich in der genannten Nacht mit seinen drei jüngsten Kindern- Er hat die Kinder (vier und zwei Jahre und sechs Wochen all) an sich feftgebunden und ist mit ihnen in den bei der Stadt belegenen Teich gesprunacn. . , ^z, 31. Dec- Der "dNzr. Azgr." schreibt: Ein doppelt trauriger Fall ci-
eignete sich heute in der Langgasse. Ein Mädchen spielte mit einem kleinen Kinde um warf dasselbe wiederholt in die Luft, um es dann aufzufangen. Einmal ging das Fangen fehl; das arme Würmchen fiel auf den Boden und brach beide Arme.
Vor einiger Zeit lasen wir in der Zeitung, daß das populär-medicinische Weck: „vr A i ry's Naturheilmethode" bereits 100 Auflagen erlebt habe, und eine gew tz entschuldbare Neugier veranlaßte uns, dasselbe kommen zu lassen. In der That waren wir erstaunt, zu sehen, «ie viele glückliche Erfolge dieses Buch aufzuweisen hat W>r können deshalb nur jedem Kranken rathen, das 544 Seiten starke Werk, welches trotz der reichen Ausstattung durch Illustrationen nur 1 kostet, anzuschaffen. Dasselbe ist zu haben in Richters Verlags-Anstalt zu Leipzig und kann der Betrag dafür in Briefmarken eingesendet werden.
Allgemeiner
X nuiaer.
Besondere Bekanntmachungen Oberhessische Eisenbahnen.
Zn dem Ausnahmetarif vom 25. Juni 1877 für die Beförderung von Steinkohlen, Kokes rc. von den Zechen und Kokereien des Ruhr- und Wurmgebietes nach Stationen der Oberhessischen Bahn rc. ist am 1. d. M- der Nachtrag II, welcher unter Anderem neue bejro. anderweite ermäßigte Frachtsätze für Kokestransporte von Barmen, Barmen-Rittershausen, Düsseldorf und Elberfeld enthält, zur Einführung gelangt.
Näheres hierüber kann bei unseren sämmt- lichen Stationen erfahren werden.
Gießen, den 3. Januar 1878.
Großherzogliche Direction. 195) Mohn.
Aeilgebotenes.
187) Ein vollständiges Schmiedewerkzeug zu verkaufen bei __________Wwe. Schwalb in Wieseck.
Giinsc-Kberwurst
empfiehlt (173
Gg. Willi, Wohlig.
Zwei Wiesen
in der Gemarkung Wieseck, a 160 und 282 Klftr. groß, sind aus freier Hand zu verkaufen bei (181
______________Frd. Stooß.
Frische Schellfische
Bekanntmachung.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar:
Mittwoch den 9. Januar 1878,
Donnerstag „ 10.
Samstag „ 12. „ „
Dienstag „ 15. ,, ,
Mittwoch „ 16.
Donnerstag „ 17. „
Samstag „ 19. „ „
Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen bk übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 29. November 1877.
Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr.
117) Zu verpachten sind im Ganzen oder getheilt:
21/* Morgen Ackerland im Wallpförterfeld,
2 „ „ „ Selterspförter
feld
7/s „ Neustädter Feld
mit Schäfereiberechtigung durch
L Labroisse, Hofg.-Advokat.
treffen beute ein. (188
J. A. Busch Söhne.
Die Erzeugnisse der Kaiserlichen Hof - Chocoladen - Fabrik Gehr Stoilwerck in C6I11 empfingen mit dem Jury-Urtheil „für höchste Vollkommenheitder Fabrikation, vorzügliche Qualität und Wohlgeschmack“ in Philadelphia die auf Deutschland entfallene einzige Medaille.
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Das Schleifen geschieht Mittwoch unb Samstag.
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Emil Fischbach.
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Die Gartenlaube
1 Mark 60 Pf.
tritt mit dem 1. Januar 1878 in ihren sechsundzwanzigsten Jahrgang, welchen drei Lieblinge der deutschen Leser weit mit neuen brillanten Erzählungen zieren werden. Es erscheinen darin:
E. Marlitt,
Verf. von „Goldelfe", „Geheimniß der alten Mamsell" rc.,
„Im Schillingshof",
E. Werner,
Verf. von „Glück auf!", „Vineta"rc.
„Um hohen Preis",
W. Heimburg, Verf. des vielgclesencn „Aus dem Leben meiner alten Freundin", „Luulpenmüllers Lieschen", eine Schloß cschichle.
Zu diesem Jahrgang werden an weiteren Erzählungen E. Wichert (Verf. von „Schuster Lange") „Gebunden" — K. E. Franzos „Doctor Ludmilla" — J. D. H. Temme und Hans Blum Crl- minalnovellen liefern, so daß wir denselben wohl mit Recht als ein literarisches Ereigniß für den deutschen Familientisch bezeichnen durften.
Die Verlagshandlung von Grnst Keil in Leipzig.
Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an.
A fi" den „Gießener Anzeiger" werden nur von der Expedition, Schulstrasse B. 18,
•*- ö entgegengenommen.


