Ausgabe 
7.12.1878
 
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Vermischte-.

(Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 8. bis 19. December besorgt Pfarrer Schlosser.

Kirchliche Anzeigen, der evangelischen Gemeinde zn Gießen. Gottesdienst.

Sonntag den 8. December Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner

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t, sprach der Kaiser: auch wunde Stellen tn lassen, welche nur m neuerdings aufge­ht, so will Ich gern i doch schon so Bielen :en. Ich sage daher leimig dieser Erkennt­uch die ausfihrenden Mm mögen, Wcht wird gewiß eine hing zu pflegen.

Mm. «W bu bezchnirn hur- hnhofe durch die tabt; Se- Maje- em Trabe bewegt. 12 Uhr 45 M. Publikums btjliwn welche vm Balkon von welcher selbst )nu$ ausgeschlossen Wahlen electrische iZhrenb die Küster ielen Häusern fit» isensiern W mit W* ®r: ,betn butt ®ott,i [tt di- Sei*««

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Handel und Verkehr.

Frankfurt, 5. December. (Fruchtbcricht.) Diese Woche hatten wir wiederum bei gelinder Temperatur fast beständigen, zum Theil heftigen Regen. Unser Montags- markt war ruhig, die Sp-culatton gibt kein Lebenszeichen von fich, auch sonst ist kein Lichtblick vorhanden, dessen Erwähnung geschehen und an dem sich die gedrückte Haltung etwas aufrechten könnte. Es ist die Meinung vorherrschend, daß wir im Frühlayr niedrigere Preise sehen werden, fall« etwaiger strenger Frost nicht eine andere Wendung bringen wird. Roggen verharrte in der nämlichen Ru-e, welche auch in dec Vorwocye he'rsckte; Preise neigen zum Rückgang, doch war das Angebot weder groß noch dringend, weil Producenten und Händler zu den heutigen Coursen sich nicht ängstlich zeigen. Gerste ohne Handel. Unsere Brauer beklagen sich, es fehlten leistungsfähige Bter- tr'mfrr. (?I) Hafer sehr still und hält die Speculation sich nach wie vor gänzlich zurück. Für Mehl bat sich die Stimmung im Ganzen kaum oeranderr und das Geschäft drehte ick fast ausschließlich um die Ausführung von Bedarfdordres der Bäckereien. Roggen- mehl o/ ab Berlin anhaltend dringend angeboten. Futterstoffe ohne Nehmer. Roggen­kleie M. 5, feine Weizenkleie M. 4 übrig. Mais (Welschkorn) M. 133/4.

Mehl Nr. 1 JL 39.-, Nr. 2 JL 35, Nr. 3 X 31.-, Nr- 4 27 -, Nr. 5

JL 21.-. Rogpenmehl % (Berliner Marke) JL 22.-, do. n. (BerlinerMarkes^ - Weizen, effect. hiesiger ab Bahnhof hier JL. 19.5020, ab unserer Umgegend ^ 50-19, bo. fremder je nach Qualität^ 19-20.50, Roggen je nach Qualität ^^0-16.25, Gerste JL 1319., Hafer JL 12.50-14., Kohlsamen JL 2728, Erbsen JL 1923 Wicken Jt 1516, Linsen JL 1723, Rüböl, detail, 68. Stimmung, matt- Dringend offerirt: Getreide und Mehl- (Die Preise verstehen stch sämmtlich pe, 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo)

OelTcntfidje Danksagung.

Das entsetzliche Brandunglück, welches das arme Nhönstädtchen Stadt Lengs, feld betroffen bat, veranlaßte das unterzeichnete Hilfscomite zu einem Hülfrufe an seine deutschen Mitbrüder. Mit einer unerwarteten und wahrhaft rührenden Liebe ward dem Rufe von vielen hohen, höchsten und allerhöchsten Seiten ent- sprochen. ^edaction des Gießener Anzeigers und ihre verehrlichen Leser haben in glänzender Weise ihr Mitgefühl an den Tag gelegt und uns, sowie unsere trostbedürftigen Empfänger zu dauerndem Danke verpflichtet. Wir sprechen denselben hiermit von ganzem Herzen aus und wünschen, daß der Allgütigr unsere edlen Wohlthäter vor allem Unglück bewahre.

Wir quitttren mit Dank den Empfang von 144 M. 40

Lengsfeld, 5. December 1878.

Das Hülfscomitö: Cnyrim, Bürgermeister.

Beim Herannahen des Wechnc'chti.^stcs kommt wohl mancher Familienvater ! - Verlegenheit, durch welches Geschenk cr seine Angehörigen am meisten erfreuen könnte . nnb es ist in der That ouch zuweilen schwer, das Practische und zugleich das Ange- l mbme hecauSzufinden. Wtr erlauben uns daher, ein Geschenk in Vorschlag zu bringen, an das zwar Mancher nicht denkt, das aber dennoch wobl einer Beachtung werth er scheint und dies Geschenk ist eine LebenSverstcherungspoltce. Unter dem strahlenden Ehristbaum, umgeben von jubelnden Kindern, denkt wohl der Vater nicht an datz Sterben, aber wie? wenn bald nachher der Tod plötzlich an die Thüre klopft? Das Keiübl. für die Seinen nach dem Tode gesorgt zu haben, würde befriedigend noch in hfI1 letzten Lebensstunden wirken und am We.hnachtsseste sollte jeoe n Familienvater di:8 gegenwärtig sein und ihn an die Erfüllung der Pflicht mahnen, s.!n Leben zu ver- Wrn, ehe^eL ^u^??dem' die Versicherung heute mehr alS je an's Herz legen, machen mir unsere Leser auf ein Institut aufmerksam, das mit Recht einender hervorragendsten Llötze in der Lebensversicherung einnimmt: auf die Lebensversicherung-und Erspar- nißbank in Stuttgart. Auf reiner Gegenseitigkeit beruhend, gewahrt sie ihren Ver­werten aus jeder bezahltm Jahresprämie Dividende, denn der ganze Gewinn fl-eßl roll und unverkürzt den Mitgliedern zu und diese Dividende betrug seit dem Bestehen derBank also seit 1854 jedes Jahr durchschnittlich 376% der Prämie. Dadurch stellen D die Neltoprämien dieser Anstalt auf das möglich niedrigste Maß; ihre Verwaltungs- tosten betrage:! uur 5,42o/o der Jahteseinnahmen und sind im Vergleich zu andern, Sbnlichen Instituten äußerst niedrig, ihre Fonds erreichen die Summe von 26 Millionen Der Zugang in diesem Jahre ist jetzt schon größer als in irgend einem Jahre vorher, rtz wurden w den 10«/r Monaten dieses Jahres Anträge über ISVr Millronen Mark Versicherungssumme eingeretcht- Dieses günstige Resultat ist aber weientltch den ^nrkchtungen der Bank zu verdanken, welche den Versicherten große Vortheile gewähren. Lon denselben heben wir nur wenige heraus- Die Lebensv-rsicherungs- und Ersparniß- dovk in Stuttgart gewährt bet Alternütto-Versicherunqen d. h bet solchen, wo das SdUqI an einem vorher bestimmten Termine event. bet früher eintretendem Tode fällig Lb aus dem Zuschläge zur lebenslänglichen Prämie die Halste der gewöhnlichen lwid-nd-, während saft all- anderen Anstall-N Nichts daraus v-rgütin; wenn Jemand inne Pt ämie nicht mehr fortbezahlen kann oder will, so giebt sie dem Versicherten aus Wunsch eine prämienfreie reductrte Police und hier wird das volle Deckungtzkapttul mid die rückständige Dividende als einmalige Einzahlung betrachtet, eine Eiw tiditunc bei welcher der Versicherte seine Einzahlungen durchschnittlich doppelt zurück^ Stn0,auherbcm kann der Versicherte durch Ansammlung der Dividenden in späteren Äen von der Prämienzahlung sich nicht nur ganz frei machen, sondern seinen Htnter- Äebenen neben der Versicherungssumme noch btc angesammelten Dividenden beschaffen.

SBir alauben im Snter.ffe dne8 jeden vorlorgiichen Familienvaters zu handeln, wmn nur ihn auf die Versicherung de« Lebens Hinweisen.

f haft du ichvn regiert?-) So soll, wie den Lesern erinnerlich

,,in mh.h h,T Idifer Wilhelm auf seinem Krankenlager am zweiten Tage, nachdem nem^Sobne die Regierung übertragen worden, scherzweise den Kronprinzen gefragt einem Sohne Legierung u bQDon fönnen bfe Mtnistertalacten so manches Etück erzählen ^das .Deutsche Montagsblatt- giebt Folgendes zum Besten:Da will btück nzahl , beiliaen Kreuz eine Klrche auf dem sogenannten Johannistffch

z B. die Gemeinde zum yeurg» ^ , müfjen di- Projekte zur Allerhöchsten

Rath v. Wilmowskt erscheint also eines Tages t-fmwdnien-%teü»ertreter zum Vortrage und bringt auch diese Sache mtt. Der beim ^onprmzen-V »Zeichnung und decretirt kurz: »Lassen Sie mir

ronprin; wtrst eine^ Blick auf d >Ze.qn t Cultusminister d. ä. Pots,

ie Sache einmal hier! folßenber: Will man in Berlin her-

lam ^" /ronprimliches Schreib n, Inh f0 fünfn^er Weise geschehen. Das

vorragend Kelegene Platze oeo , . Aegentheil. Um den Bau nicht unnütz auf-

ick mir schleuniast einen neuen Entwurf, aber keinen definitiven, sondern zahalten, erbitte ich mir sckieuman mtr fortan hei Bauten, zu denen die

Alle^öckste Genehmigung nöthig ist, stets erst ein Vorproject vorgelegt wird. Friedrich SA so ein kleines Beisp'el, wie Fritz regiert.

Leser auf diesen Katalog, der in jeder Buchhandlung gratis zu haben ist, auch gratis und franco direct zugesandt wird, besonders aufmerksam zu machen, da die bevorstehende Festzeit vielfach Gelegenheit bieten wird, davon Gebrauch zu machen.

liebet Land und Meer", Allgemeine illustrirte Zeitung. Preis in Wochennummern vierteljährlich 3 JL, in 1 tägigen Heften das Heft 50^. Verlag von Eduard Hallberger in Stuttgart.

Inhalt deS neuesten Heftes:

Text: Zum Zeitvertreib. Erzählung von Fanny Lewald. Die Versammlung deutscher Natufforscher und Aerzte zu Kassel. - Kalabrien, Kalabreser und Kalabresinnen. Von Woldemar Kaden. - Notizblätter. Die Kriegsgefangenen in der Olmützer Festung. Von Gustav I. Schulz. Das Pfarrhaus von Ellernbrook Ein Roman von Wilhelm Jensen. Plaudereien am Kamin. Von Paul von Weilen. Zweite Serie. I. Der Beitrag zur "Philologischen Rundschau". Skizzenblatt aus dem Leben eines deutschen Professors. Von Ernst Eckstein. Das 50jähriae Jubiläum Prof. Rudolph Boettger's. Von Dr. St. Reiseplaudereien von Paris. Mit Bildern von H. LüberS. Prinz Heinrich's von Preußen Abfahrt. Von Emil Dominik. Neue Erfindungen und Kulturfortschritte. Von Max Wirth. Zweite Serie. III- Die Theilung des elektrischen Lichtstromes und die Gaspantk Aus der Berliner Kunstaus­stellung. Von Ludwig Pietsch. Astronomisches Tagebuch. November. Lotterieziehungen im Monat November. Schach. Bilderräthsel. Briefmappe.

Illustrationen: Dr. B. Sttlling, Geb. Sanitätsrath. - Thamar. Gemälde von Dubufe. Typen türkischer Gefangener und Insurgenten in Olmütz. Nach einer Skizze von G. I. Schulz. Aus den bosnischen Kämpfen. Umgchungsmarsch einer Gebirgsbrigade bei Belovac. Nach einer Originalskizze. Rückkehr vom Felde. Gemälde von I. A. Wstlker. Wienerisch- Bosnisches. Nach einer Skizze von G. Jmlauer. Dr. Rudolph Christian Boettger, Professor der Chemie zu Frankfurt a. M. Abfahrt des Prinzen Heinrich von Preußen von K,el Der Kronprinz und die Kronprinzessin auf der Schiffstreppe; Die kronprinzlicke Familie begibt stch zum Schiff. Nach Skizzen von Max Schäfer. Der ungarische Vollblutrenner Kmcsem. Verschanzung einer Batterie in der Gegend von Doboy. Nach einer Originalskizze. Ferkel­markt. Gemälde von Hugo Kaufmann. - Bilder zu: Reiseplaudereien von Paris. Von H. Lüders. Weiblicher Kondukteur; Reste zweier Kaiserreiche; Barmherzige Schwestern; Vor der Kaserne; Hundehändler; Im Boulogner Wäldchen; Der Sperlingspfleger im Park von Luxemburg.

gegeben vom k. Oberförster H- Nitzscke. v. Y g Rauchenegger- Waidmann'S

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unb Wftot.n nehmen jeberjeit Bestellungen m. »erloß»n t^5mlYd>an®üninÖehern®erlPa0ibu^&anbIunft von Gustav Hernpe'l

Goethe, Schiller Lcffing, Welanb Herber Klopstocl c , haben stch ben

ober einzelne Werke dnselben abgegeben, noch vollständiaen W^rke

1*« Att. -»

Sehirreberfteht. Mttgetheilt von dem Agentm bei Norddeutschen Llopd T. W. Dietz in G i e tz e n.

Southampton, 4. December. Das Postdampffchiff Oder, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 23. November von Newyork abge- yangen war, ist gestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommenund hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 8 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt- Die Oder überbringt 76 Passagiere und volle Ladung. x o m

Baltimore, 3. December. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Post- dnmpffchiff Baltimore, Capt. A. de Limon, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welckes am 16. November von Bremen abgegongen war, ist heute wohlbehalten hier angenommen. r x

Neworleans, 3. December. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Post­dampfschiff Nürnberg, Capt. A- Jäger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 6. November von Bremen und am 10. November von Havre abgegangen war, ist am Sonntag wohlbehalten hier angekommen.

Irischbäcker in Gießen.

Sonntag den 8. December. Heinrich Faß, am Kreuz, Chrißtiau Noll

Wtttwe, Neustadt.

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<l!izubringen, ohne den außerordentlichen Credit für den afghanischen Krieg zu Anständen. Das Tadelsvotum soll nicht von Hartington, sondern von einem ^abhängigen Mitgltede der Opposition eingebracht werden. DieTimes" znsährt, daß der außerordentliche Credit für die Operationen tn Afghanistan Ungefähr 1 Mill. Pf. St. betragen wird und fügt hinzu, wenn General Robert? rie Afghanen aus dem Khurum-Thale vertrieben hätte, wäre der Hauptzweck tis Mwisteriums gesickert.

London, 6. December. Das Unterhaus hat den Adreßentwurf ohn»- Mimmung angenommen. Auch im Oberhause wurde der Adreßentwurf nach Ablehnung des Amendements Grey genehmigt.

Madrid, 5. December. An der portugiesischen Grenze sind drei Jn- Mduen verhaftet worden, welche im Besitze vor. Schriftstücken waren, die von fein internationalistischen Centrum in New Dork ausgehen.

Lokal-Nottz.

Gießen, 6. December. Es wird uns berichtigend mitgetheilt, daß der in j>r. 284 unseres Blattes erwähnte verunglückte Schlosser Klein (nicht Wagner ;uf her Main-Weser und nichtOberhtsstschen Bohn von dem Unfall betroffen wurde.

--Daß auch lustige Sachen unter Mitwirkung der Schutzmannschaft passtien tonnen, wollen wir in Nachstehendem unseren Lesern kurz mittheilen. Ein junger Marn wollte gestern Abend in einem HauS tn der Mühlgaffe einen Besuch abstatten, gerieth aber an eine ur,reckte Thüre und wurde nun von dem Hausbesitzer abgefaßt und, da die Flucht ergriff, von demselben und mehreren anderen Herren verfolgt. In seiner perzensangst flüchtete der Herr tn daS alte Rathhaus am Marktplatz, wo er von zwei Schutzleuten im 3. Stock hinter einem Kamin versteckt aufgefunden wurde. Verrathen batten ihn hier die Hellen Hosen und langen Beine, welche nicht genug eingezogea waren.

--Zwei Dirnen, eine von Lich und die andere bet Marburg zu Hause, welche sich schon mehrere Tage obdachlos am Bahnhof umherttteben und Fremdenführer spielen vollttn, wurden abgefaßt und eingeheimst. , x

--Der verunglückte Fuhrmann, von welchem wir gestern berichteten, heißt nicht Kröcker sondern Stecker._______________________________