Ausgabe 
6.9.1878
 
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Freitag, den 6. September

1878

Nr. 207

Erscheint täglich mit Ausnahme de- Montag-.

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Preis vierterjährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlah«.

Durch die Poft b-zogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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Uedaetton-dnreanr Tartenftraße B. 165.

Gxpedttton-dirreairr Schulstraße B. 18.

Baumwollenspinnerei,

Leinen- und Jutespinnerei,

Baumwollenzwirnerei,

Leinenzwtrnerei,

Bleicherei und Färberei von Garnen und Zwirnen,

Weberei, Wirkerei und Posamentfabrikation,

Bleicherei, Färberei, Druckerei und Appretur von gewebten und gewirkten Fabrikaten,

Mer. Mini.

wischen

Lore.

Hartmann. Wagner.

Gießen, am 4. September 1878.

Betreffend: Die Veranstaltung einer Untersuchung über die Lage der deutschen Leinen- und Baumwollen-Jndustrie.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Sie wollen berichten:

I. Wer in Ihren Gemeinden betreibt:

Gießener Anzeiger

iti A«tÄlatt fit den Km« Gießt».

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Deutschland.

Darmstadt, 3. Septbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beil. Nr. 23) enthält:

1. Bekanntmachung, die von den stimmberechtigten adeligen Grundbesitzern vorzunehmende Wahl zweier Mitglieder der ersten Kammer der Stände betreffend.

2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Er- gebnifle der Verwaltung der Wittwen- und Waisenkaffe der Volksschullehrer vom Jahre 1876 betreffend.

3. Ordensverleihungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 15. August dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Haffen- roch, Johannes Blitz II., am 17. August dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Trais-Münzenberg, Wilhelm Gorr, das allgemeine Ehrenzeichen mit der In­schrift :Für langjährige treue Dienste" zu verleihen.

4. Dienstnachrichten.

der von dem Bedürfniffe abhängig mache. Der neue Finanzmtntster scheint nun der Meinung Derer sich zuzuneigen, welche mit einer stärkeren Besteuerung der Consumtion des Branntweins in Gestalt einer sog. Schanksteuer den dop­pelten Zweck zu erreichen hoffen, sowohl den öffentlichen Einnahmen eine neue Hülssquelle zu eröffnen, als auch die Branntwetnschänken zu vermindern. Um ermeffen zu können, welchen Einfluß die Steuer, die im ganzen deutschen Reiche von sämmtlichen Branntwetn-Schankstätten in Abstufungen von 40, 60, 80, 100 und 120 Mk. erhoben werden soll, zunächst auf die in Preußen vorhandenen Schänken ausüben wird, ob insbesondere eine Verminderung der letzteren erwar­tet werden kann, sind, wie dieVofl. Ztg." erfährt, die Behörden zu einer gutachtlichen Aeußerung über diese Fragen aufgesordert.

In national-liberalen Kreisen fürchtet man, die Berliner Wahlvor­gänge, die zu einer offenkundigen Spaltung der Partei, wenigstens bei dieser einzelnen Gelegenheit, geführt haben, möchten ihre Nachwirkung aus die Zusam- setzung der Fraktion im Reichstage ausüben, insofern als der äußerste rechte Flügel, als deffen Führer der Abg. v. Treitschke betrachtet zu werden pflegt, sein thatsächlich bereits erfolgtes Ausscheiden aus dem Frakttons-Verbande nun­mehr auch formell vollziehen werde. Es wird dies nach den zahlreichen wäh­rend der Wahlbewegung zu Tage getretenen Gegensätzen als eine nicht mehr zu vermeidende Thalsache betrachtet und es sollen auch die in Rede stehenden Ab­geordneten bereits vertraulich die Bildung einer neuen selbständigen, zwischen Freiconservativen und NationabLiberalen vermittelnden Gruppe in Berathung gezogen baben. Welche Stärke diese Gruppe, der vorläufig nur etwa ein Dutzend Mitglieder gefichert wären, gewinnen wird, läßt sich noch nicht vor­hersehen, da die politische Richtung vieler neuen Abgeordneten nicht bis in die genauen Nüancen bekannt ist, manche auch mit etwas modificirten Anschauun­gen zurückkehren dürften.

Die Dauer der Reichstags-Session läßt sich natürlich genau jetzt noch nicht berechnen, da sich noch nicht übersehen läßt, weder welche Zeit die Con- stituirungsgeschäfte in Anspruch nehmen werden, noch welchen Gang die Bera­thung des Socialistengesetzes nimmt. Immerhin aber wird, da officiös bestimmt versichert worden, außer dem Socialistengesetz sollten dem Reichstag keine wei­teren Vorlagen zugehen, die Dauer der Reichstags-Session eine ungewöhnlich beschränkte sein. Die allgemeine Schätzung, daß darüber etwa der Monat September zu Ende gehen würde, mag wohl zutreffend sein.

Berlin, 2. September. Der heutigeReichs-Anzeiger" bringt folgende

5. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Psarrstelle zu König, flöt Dotationsmäßiger Gehalt 4136 JL Das Präsentationsrecht zu dieser Stelle er(31tgE_h> sieht dem Herrn Grasen zu Erbach-Schönberg zu; die Gemetnde-Schulstelle zu 'HHtkocht wt Rimbach, im Kreise Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalt von 685 71

' sucht _ ffl, Dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, steht das Präsentation^ ' 19' zu.

! Neuenweg. iermit ergebens n auf jede fct

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wng einen Betrag von 3000 Mk. zur Abordnung von Lehrern größerer Hand- toerkerschulen zum Studium der Pariser Weltausstellung aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke bewilligt hat. Es ist hierdurch 12 Lehrern bei Besuch der Ausstellung ermöglicht. Von der Handwerkerschule in Mainz sind es 4 Lehrer, von der Handwerkerschule in Darmstadt und von der ver­einigten Handwerker- und Kunstindustrieschule zu Offenbach je 2, von den Hand­werker- und Kunstindustrieschulen in Worms und Gießen, der Handwerkerschule -u Langen und der Landesbaugewerbschule zu Darmstadt je 1 Lehrer, welche sich nach Parts begeben. (Heff- Ldsztg.)

Berlin. Im preuß. Landtage ist während der letzten Jahre die Vermehrung ier Schankstätten, vornehmlich der Branntweinschänken, oft besprochen und beklagt Wörden, tndeß war die Mehrheit des Abgeordnetenhauses nicht der Ansicht, daß sich dem Uebelstande wirksam entgegentreten lass« Erthetlung der Concesston zum Betriebe der Schank- und ®(

6. Sterbefälle. Gestorben sind: am 24. Juli der Forstwart i. P. Franz Adam zu Darmstadt; am 10. August der evang. Pfarrer Wilhelm Lyncker zu Osthosen.

Das Präsentationsrecht zu der evang. Pfarrstelle zu Affenhetm, im Deca- nate Friedberg, welche in Beilage Nr. 22 des Großh. Regierungsblattes zur Concurrenz ausgeschrieben wurde, steht nicht dem Herrn Grafen zu Solms- Rödelheim, sondern dem Herrn Grafen zu Letningen-Westerburg in Ilbenstadt zu.

Darmstadt, 3. Septbr. Seitens der Vorstände der betr. Handwerker­schulen ist es mit großem Dank ausgenommen worden, daß die Großh. Regie-

Bekanntmachung" : W HM

Mit Bezugnahme auf die in Nr. 29 des Reichsgesetzblattes verkündete kaiserliche Verordnung vom 9. August, durch welche der Reichstag berufen ist, am 9. September d. I. in Berlin zusammenzutreten, wird hiedurch bekannt gemacht, daß die Eröffnung des Reichstages an diesem Tage um 2 Uhr Nach­mittags im Weißen Saale des königlichen Schloffes stattfinden wird. Die wetteren Miitheilungen über die Eröffnungssitzung erfolgen in dem Bureau des se, wenn man die Reichstages, Leipzigerstraße Nr. 4, am 8. September in den Stunden von »astwtrthschaft wie->9 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends, und am 9. September Morgens von

sowie Wie viele Personen in diesen Geschäften verwendet werden.

II. Bezüglich Nr. 6, insofern weniger wie zehn Stühle beschäftigt werden:

1) Mit wie viel Webstühlen die Inhaber zu Hause und anderwärts arbeiten;

2) Wer von denselben für eigne Rechnung und wer für Fabrikanten oder sonstige Personen gegen Lohn arbeitet;

3) Wieviel Kilogramm leinen, baumwollen oder Jute-Garn nach Nummern und in welchem Werthe die für eigne Rechnung Arbeiten­den verwendet haben:

a) im Jahre 1877,

b) im ersten Halbjahr 1878.

III. Welche Fabriken der unter I, 17 genannten Art seit dem Jahre 1867 den Betrieb eingestellt, welchen Umfang etwa, nach Maßgabe der vorstehend angegebenen Fragen, die Fabrikation in dem Jahre vor der Einstellung gehabt, und welche Gründe zu der letzteren geführt haben.

Wir erwarten von sämmtlichen Bürgermeistereien des Kreises längstens binnen drei Tagen entsprechenden Bericht.

Dr. Boekmann.

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