Ausgabe 
6.8.1878
 
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Khrri Bataillone der Garnison sollen mit den Aufständischen fraternisiren, drei Mildere dagegen sich sammt ihren Commandanten gegen den Aufstand erklärt ,iid beschlossen haben, sich den einrückenden österreichischen Truppen anzuschließen, ^selben sollen thatsächlich gegen Metcovtc aufgebrochen sein, um sich nöthigen- alls auf österreichisches Gebiet zu flüchten.

Lokal-Notiz.

Gießen, 5. August. Heute Morgen in der Frühe ließ sich ein älterer Mann, Korbmacher von auswärts, am Viaduct der Main-Weser-Bahn vor der Neustadt, Jon einem Zug überfahren. Neben der Leiche fand man einen Pfennig liegen. Das Motiv des Selbstmords dürfte Noth gewesen sein.

Vermischtes.

Frankfurt, 31. Juli. Die neuen prächtigen Räume der biesizen Effecten- focietät sind heute unter entsprechender Feierlichkeit durch deren Präsidenten Wtsloch »nn Gebrauche übergeben worden.

Salzschlirf 4. August. Unser sonst ländlich stiller Badeort wurde heute Nach­mittag durch einen Act leichtfertigen Gebrauchs von Schießwaffen in einige Aufregung onsetzt. Ein junger Mann, der als Schreiner in dem nahe gelegenen Lauterbach in .Arbeit ist, vergnügte sich von einer Bank aus, die am Ufer der nahe an den Kuran­ten oorbeifließenden Schlitz steht, indem er mit einem Revolver angeblich nach Fischen schoß- Er mutz wohl ein schlechter Schütze sein, denn eine Kugel verirrte sich so sehr, tnß sie die Frau des Reichstagsabgeordneien und derzeitigen hiesigen Badearztes Herrn Dr. Löwe traf, die auf der Beran a des Kurhauses saß. Die Kugel hatte das Kleid ter Same durchschlagen, aber glücklicher Weise so viel an Kraft verloren, daß die Haut in der Brustnähe nur leicht geprellt und anzunehmen ist, daß der Fall keine weiteren chiimmen Folgen für Frau Dr. Löwe haben wird.

Der junge Mann wurde alsbald ermittelt und nach dem Amtsgericht Großen- Oer abgeführt, wo er der weiteren Behandlung seiner Leichtfertigkeit entgegen sieht.

Marburg, 3. August. Der akademische Senat hiesiger Universität hat in snner jüngsten Sitzung am Sonnabend, den 27. d. M., den Herrn Professor Dr. med. Pannkopff zum Rektor für das bevorstehende Amtsjahr gewählt.

Marburg, 30. Juli. Der wegen Einbruchs-Diebstahl verhaffete rc. Voß Ms Ostpreußen ist heute früh aus dem hiesigen Kreisgerichtsgefängntß entwichen.

(M- T.)

Mainz, 1. August. DerMainzer Anzeiger" berichtet folgendes nette Stückchen: fn Schulmädchen, das noch lange nicht zu denBackfischen- zählt, sagte vor einigen lagen zum Papa, daß sie 2 50 für eine neueGeographie" brauche. Sie erhielt

das Geld und gestern Früh, als das Mädchen in der Kirche war, fiel dem Papa ein, in der Schulmappe des Töchterchens nach der neuen Geographie zu suchen. Aber keine kpur war davon zu entdecken! Dagegen fand er einen nagelneuenBriefsteller für Eitbenbe!" Bei dem Kaffee gab es nun eine Lection, welche keines Commentars bedarf.

Rockenberg, 3 August. Der zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigte Itnibnwrber Koch von Uffhofen, welcher bet der vorletzten Asstsenfesston zum Tode wrurtbeilt wurde, versuchte dieser Tage in Gemeinschaft mit einem andern Sträfling vis dem Zuchthaufe Marienfchloß auszubrechen. Die Beiden hatten des Nachts die zwischen ihren Kerkern befindliche Mauer durchbrochen und die Angeln der Thüren aus Steinen zu heben versucht. Durch das dadurch entstandene Geräusch kam jedoch bk Wache herbei, so daß der Fluchtversuch vereitelt wurde. Bet dem Erbrechen der Mauer bedienten sich die beiden Verbrecher eines fingerdicken Eisens.

Nidda, 30. Juli. Gestern Nachmittag um 4Uhr brach in der unteren Papier- ^brik (Wilh. Schneider in Unter-Schmitten) Feuer aus, das in kurzer Zeit und ehe

Allgemeine

man es bemerkte schon beträchtliche Ausdehnung gewann. Die herbeigeeilten Feuer­wehren mußten ihre ganze Kraft darauf wenden, zu retten was zu retten möglich war. Ihrer zweckmäßigen und angestrengten Thätigkeit gelang es denn auch, das Wohnhaus zu schützen. Die Fabrikgebäude dagegen waren nicht zu retten und sind vollständig niedergebrannt, die Maschinen, soweit deren Theile nicht verbrennen konnten, unbrauch­bar. Es war ein furchtbares Feuer, die stockdunkle Nacht wir hatten gerade Neu­mond wurde durch den Feuerschein auf weite Entfernung erhellt. ES steht nur noch das Wohnhaus und ein an der Straße gelegenes Nebengebäude. Ein Menschenleben ist glücklicherweise nicht zu beklagen, obgleich Einzelne mit anerkennenswerthem Muthe sich großer Gefahr ausfetzten. Der Schaden ist um so größer, als durch bauliche Ver­änderungen und Anschaffung der besten Maschinen in den letzten Jahren die Fabrik sehr leistungsfähig wurde und sich eines großen Absatzes zu erfreuen hatte.

lieber das Entstehen des Feuers ist nichts bekannt. Absichtliche böswillige Brandstiftung ist höchst unwahrscheinlich, da das gute Einvernehmen der Arbeiter mit ihrem Arbeitgeber und ihren Vorgesetzten nichts zu wünschen übrig läßt. Leider ist noch zu erwähnen, daß die durch den Brand entstandene Verwirrung zu Diebstählen benutzt wurde. So ist u. A. aus einem Zimmer des Wohnhauses eine goldne Uhr verschwunden.

Leipzig, 29. Juli. Ein wahrhaft entsetzlicher Unglücksfall hat sich gestern Nachmittag in der Ulrichsgasse hier zugetragen. Dort hatte man eine Wafferleitungs- Röhrenspülung vorgenommen und ließ dabei aus einem geöffneten Wasserposten den Strahl hoch in die Luft gehen, zum Ergötzen eines zahlreichen Publikums, namentlich einer Menge Kinder. Plötzlich kam ein zweispänniges Kutschgeschirr, dessen Pferde durchgingen und wahrscheinlich vor dem rauschenden Wasserstrahle scheu geworden waren, mitten in die Menschenmenge hineingejagt. Zwar gelang es dem Kutscher, nach einer kurzen Strecke die Werde wieder zum Stehen zu bringen, aber das gräßlichste Unglück war geschehen. Niedergeworfen und von dem Geschirr überfahren lagen mehrere Erwachsene und zahlreiche Kinder blutend am Boden. Eine Buchdruckerswittwe war sofort getöbtet, eine andere Frau verletzt und ein 5jähriges Mädchen tödtlich verwundet. Außerdem befanden sich unter den Betroffenen ein 3jähriges, zwei 4jährige, ein 6jähriges und ein 8 Jahre altes Mädchen, sowie zwei Knaben von 7 und 12 Jahren, endlich ein 16 Jahre alter Laufbursche und ein 17jähriger Schriftsetzerlehrling, die insgesammt mehr oder weniger schwer beschädigt wurden.

Bern. (Ein weiblicher Doctor juris.) Fräulein Fanny Berlio aus Petersburg bestand am 20. d. vor der juristischen Fakultät Bern das Doktorexamen mit ausge­zeichnetem Erfolge, sie erlangte die erste Note. Es ist dies die erste juristische Promotion einer Dame an der Berner Hochschule.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 3. August. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut be­fahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner 1.802.20, Stroh per Gentner 2, altes Heu JL 3. Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 8590 2. Qual. 80 H, im

Detail 1. Qual. 1.1015, 2. Qual. ^L l. Eier das Hundert JL 4.605.60. Fleisch- preife: Ochsenfleifch per Pfd. 7075 H, Kuh- u. Rindfleisch 5568 H, Kalbfleisch 60 bis 70 Hammelfleisch 5568 H, Schweinefleisch 7075 Speck JL, Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 20-33 JL, ganze Erbsen 2426 Bohnen 25-28 jl, Linsen 2836 Kartoffeln, 5.50. Bohnen der Gentner M 56. Gurken das Hundert 80 $ bis JL 1.20.

SetiirfBberlelit. Mitgetheilt von dem Agenten beB Norddeutschen Lloyd W. Dietz in Gießen.

Newyork, 3. August. (Per transatlantischen Telegraph.) DatzPostdampfschiff Neckar, Gapt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 21. Juli von Bremen und am 24. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.

r Anzeiger.

ntM 467 die 3. März 1877 >er bulgarischen velche conflatiit,

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Bekanntmachung.

4723) Die Berichtigung der im Monat Juni d. I. erkannten Forst - nd Feldstrafen hat in den ersten 25 Tagen dieses Monats und zwar mit Ausschluß des 12., 13., und 14. an den gewöhnlichen Zahltagen Dienstag nd Samstag an Großherzogliche Districts-Einnehmerei Gießen I bei Ver­leidung der Beitreibung zu erfolgen.

Gießen, den 3. August 1878.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

___A. Bramm.__________________________

Bekanntmachung.

4700) Die bis icfct fällig gewesenen Communalfieuern önnen innerhalb 8 Tagen an den Zahltagen Dienfiag, )onnerfiag und Samfiag noch ohne Kofien bezahlt »erden.

Gießen, den 3. Augufi 18*78.

Der Stadtrentmeister:

Enders.

Main-Weser-Bahn.

: 4726) Submission auf den Neubau eines 6nDfang§gebäube5 und Güterschuppens auf Llvtion Lang-Göns. Zeichnungen, Beding- tnjen, Massen- und Preisverzeichnisse liegen h tniserm Betriebs- und bautechnischen Süreau Hierselbst und im Büreau unserer lüriebs-Jnspection in Frankfurt a. M. zur Mcht offen und können die Zeichnungen p Preise von 4 JL, die Bedingungen rc. P Preise von 3,5 von den genannten Cl'llen bezogen werden.

Offerten sind an uns

bis zum 20. Augufi,

Vormittags 11 Uhr,

tdoiurekben.

Cassel, den 30. Juli 1878.

Königliche Direction der Main-Weser-Bahu-

Versteigerung.

Aeilgeöotenes.

4721) Ein kleines Pferd, 5 Jahr alt, zu verkaufen bei Konrad Kraus ch.

4724) Frische Butter.

Feine Tafel- n. Oberlandbutter wird tägl- frisch in vorziigl. Qualität zum billigsten Tages- pieis geliefert. Versandr auf Verlangen per Post- Joh. Conr. Reihlen, Stuttgart.

4333) Frisch gebr. Kaffee von «X 1,50, bis <X. 2, beste Auswahl in rohem Kaffee von «X 1,12 bis <X 1,70, vorzüglichen Limburger Käse per Pfd. 48 ganze und rein gem. Gewürze, alle Arten Suppensachen, Thee rc.

empfiehlt Heuser,

________vorm. Br. Bieler.

4742) Große Pflaumen werden sehr billig abgegeben bei E. Rahn.

Dienfiag den 6. August,

Nachmittags 2 Uhr,

Polen im Hause des Herrn Christian Dörr, Eit. A.. 48, in der Wetzsteinsgasse verschiedene Wbel, Weißzeug, sehr gut erhaltene grauem Btber u. bergl. versteigert werden- (4695 Flaschen zu verkaufen.

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Iommerunterhosen u. Unterjacken in Wolle und Baumwolle, in allen Größen und Wetten empfiehlt zu sehr billigen Preisen. (3092

_______Bi. Riibsauien.

Eine gut erhaltene Treppe zu verkaufen. Lindenplatz Ltt. A. Nr- 241.

4725) Den geehrten Einwohnern von Gießen und Umgegend zeige ich hiermit er- pebenft an, daß ich zum nächsten Gießener Markt, Mittwoch den 7. August, wieder mit einer großen Auswahl in

Sclnihwaaren

komme und auch diesmal eine große Partie in hochfeinen Damen- und Herrenzug- stiefelletten mitbringe und die Preise da­für, um einen recht bedeutenden Verkauf zu erzielen so billig, wie noch nie, stelle. Außerdem verkaufe sämmtliche Stoff­zugstiefel zum Fabrikpreise.

Mein Stand ist mit der Firma bezeichnet Schuh- und Stiefellager

von Philipp Schmidt, Schuhmacher, aus Bad-Ems.

la. Schweizerkäse per Psd. =X 1, la. Apselkraut per Psd. 26

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W. Heuser, vorm. F. Bieler.

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__________Zinß er & Schmidt.

Drei Paar Tauben (Baga- detten) zu verkaufen.

Wo? sagt d. Exped. d. Bl. (4718

4737) Laden-Real mit Kasten billigst ab­zugeben bei Fr. Josephine Kamp, __Neustadt 54.

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Butter und Mer empfiehlt zum Wochenmarktspreise, bei größeren Quantitäten billiger,

W. Heuser, vorm. Ir. Bieler.

4689) Ausgeschleuderten reinen 5Henen- honig, ä Pfd. 1 JL, zu haben bei

H. Lutz, Lehrer i. P., Gartfeld bei Herrn G. Unverzagt.

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(nach Vorschrift des Kgl. Preuß. Kriegs- Ministeriums angefertigt)

Carbolsäure, Eisenvitriol, Chlorkalk

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trocknet rasch mit schönem haltbarem Glanze. Eines vorherigen Anstriches des Bodens mit Oel bedarf es nicht.

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Frank in Offenbach bet (4463) 67. Ch. Spruch.

FEIVSTEA

lEinmacli - u. Speiseessig, aus der Fabrik des Herrn Eduard Silbereisen, in bekannter vorzüglicher Qualität, für deffen Haltbarkeit und Reinheit in jeder Beziehung garantirt wird, offerirt in Fäßchen von 100, 30 und 23 Liter Inhalt, frei in'S Haus geliefert. L. Möller,

4551)________________________________auf der Mäusburg.______

4130) Alle Sorten natürliche, sowie künstliche

Mineral Wasser

empfiehlt in stets frischer Füllung

<*g. Wilh. Weiilig. ,