Attentat eiten
Rückkehr ilfs
den Kaiser
30 Schcot-
Keine der an heftigen
Das All-
R-rlin 2. ^uni, 8 Uhr 40 Min. Das hi-r verbreitete Gerücht, daß Nobilina Beamter des Landwirthschnstlichen Ministeriums fei, ist durch R-c°g- nition wibertegt. Der Attentäter hat socialdemokratische Secfammlimgen und
Augusta hier eintreffen. , , . ,, t1.,
Berlin, 3. Juni, 2 Uhr 40 Min. Morgens. Bet spaterer gerichtlicher Vernehmung hat Nobtling bekannt, daß er socialdemokratischen Tendenzen huldige, daß er auch wiederholt hier socialdemokratischen Versammlungen beigewohnt und daß er schon seit 8 Tagen die Absicht gehabt, den Kaiser zu erschießen, weil er es für das Staatswohl ersprießlich gehalten, das Staatsoberhaupt zu beseitigen.
Berlin, 3. Juni, Morgens 9 Uhr. Bulletin. Kaiser Wilhelm brachte die Nacht ruhig zu. Die Schmerzen haben etwas nachgelaffen. Die Aerzte finden den Zustand befriedigend.
stelle zu Gernsheim, am 29. April wurde dem Schullehrer Friedrich Karl Mülle zu Höllerbach die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Wersau übertragen; am 3. Mi wurde der von dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Wächersbach auf die Gemeinde-Schulstelle zu Michelau präsentirte Schullehrer Karl keiser zu Oberau für diese Stelle bestätigt; an dems. Tage wurde dem Schm nts-Aspicanten Heinr. Burk aus Ober-Mörlen die neuerrichtete Gemeinde» Schnelle zu Klein-Steinheim, dem Schulamts-Aspiranten Karl August Weber aus Vascheubach die Gemeiude - Schulstelle zu Rodenbach übertragen^ am 7. M wurde der Schulamts-Aspirant Traugott Franz Oppel aus Gellers» haut für die dritte Gemeinde-Schulstelle zu Gcünberg bestätigt; am 9. Mai wur deM-Lehrec an der Gemeindeschule zu Höckersdorf, Theodor Weitz, die Gennde-Schulstelle zu Bobeahauseu II, am 10. Mai wurde dem Schulamts» Aszanten Wilhelm Guyot aus Rohrbach die erledigte Lehrerstelle an der
' Geindeschule zu Nieder-J igelheim übertragen.
6. Charakterertheilung.
\ 7. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die Gemeinde-Schulstelle zu
lichen Kenntniß gebracht.
2. Zusammenstellung der Ergebnisse dec Staatsschulden - Tilgungskasse- Rechnung für 1875. (WX, ,
3. Übersicht der für das Jahr 1878 von Großherzogltchem Ministerium des Jnitern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Heppenheim.
4. Namensoeränderungen. v u .
□. ^ll.n,lliacyrtcyren. AM April wurde dem Lehrer an der Gemeinde- chule zu Albig, Dominik Schad, dem Lehrer an der Gemeindeschule zu Klein- Vinternheim, Franz Kanz, und dem Schulamts-Aspiranten Adolf Heiß aus Frechenhausen, Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz, am 25. April wurde dem Schulamts Aspiranten G.wrg Karl Sehrt aus Quotshausen die Gemeinde- Schulstelle zu Erbenhausen, dem Lehrer an der Gemeindeschule zu Dalheim, Philip» Jrcob Schönemann, die Stelle eines Lehrers an der kath. Schule zu Dingel, der Lehrerin Katharina Gros aus Ockenheim die erste Mävchen-Schul-
Deutschlaud.
Darmstadt, 31. Mai. Die erste Kammer der Stände wird am 12. Juni d. I. zur Erledigung des ihr vorliegenden sehr umfangreichen Materials zusammentreten. Am Mittwoch hielt der Gesetzgebungs-Ausschuß der» elben eine Sitzung ab, welcher heute eine solche des Finanz - Ausschusses
Darmstadt, 1. Juni. Das Großherzozliche Regierungsblatt, Beil. Rr. 16, enthält:
1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 3. Januar l. I. gerieten die Insassen eines von dem Fischthor zu Mainz in der Richtung nach Gnstavsburg abgefahrenen Nachens, die Wiltwe des Philipp Kirschner, der Schreiner Georg Kirschner und der Taglöhner Jacob Heun, sämmtlich aus Ginsham, durch Umschlagen des NachenS an dem Vordertheile eines vor Anker liegenden Schiffes in Gefahr zu ertrinken. Auf den Hülserus derselben^sprangen der Schiffer Heinrich Schmitz aus Mülheim a. d. Ruhr und die ^chiffs- knechte Ferdinand Kiesendahl aus Mülheim a. d. Ruhr und Wilhelm Voßwinkel aus Eppinghofen, beide Orte im Königreich Preußen, in den kleinen Nachen ihres Schiffes, ruderten mit großer Anstrengung aus die im Strome treibenden Personen zu und brachten dieselben, welche bereits im Begriff waren, unterzu» sinken, glücklich in den Nachen und an das Ufer.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben für diese muthvolle und ent- schloffene, mit Gefahr für die Retter selbst verbundene That, dem Schiffer Heinrich Schmitz das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" zu verleihen und den Schiffsknechten Ferdinand Kiesendahl und Wilhelm Voßwinkel angemessene Geldprämien zu bewilligen geruht.
In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wird dieses hiermit zur off ent«
Hirchen mit einem Gehalt von 6S5 JL 71 H; das Präsentationsrecht steht dl Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birstein zu; eine Lehrer- st: an der Gemeindeschule zu Watzenborn (Steinberg) mit einem Gehalt v 685 c^L 71 ; die Gemeinde-Schulstelle zu Ernsthofen mit einem Gehalt
r 685 71^.
8. Sterbefälle. Gestorben sind: am 10. Mai der Handelsgerichtssecretär . Gg. Michael Sieglitz zu Mainz; am 16. Mai der Landrichter i. P. Karl )wig Winheim zu Gießen.
Berlin, 1. Juni. Der „ReichS-Anz." publicirt die Ernennung des Botschas»
ein einziges Schrotkorn entfernt worden. Die Wunden sind an sich nicht ge- ährlich, aber der Blutverlust, die Aufregung, das zu erwartende Wundfi.-ber und das hohe Alter des Kaisers erregen Besorg usse. Schmerz und E ttrustunz ind allgemein und unbeschreiblich. Morgen früh 5 Uhr wird die Kaiserin
$ bÄiitfere Erschütterung als Lmcoln's Tod würde auf dem ganzen cwillsirten ffunbe <erweAaben, daß der durch Gerechtigkeitssinn, durch Edelmutb durch Tapferkeit und Seibstaufopfeiung, kurz, durch alle Tugenden, welche bett Mann fchmücken können, so hoch ausgezeichnet-greise Kaiser Wilhe m das Ende feiner ruhmvollen Laufbahn durch di- Hand des> Mörders gesund n Lztf.« strdm fragt man mit gespannter Erwartung, welche Triebfedern elenden Menschen geleitet haben, der des Kaisers Haupt zum Ziele seiner Kuge nahm und chon bringen die Telegramme aus Berlin eimge wenn auch immer. b?n unklltre Andeutungen zur Beantwortung dieser Frage. Aber überwiegend bestürmen unsere Brust neben dem Abscheu vor dem gräßlichen Verbrechen noch die heißen Empfindungen der Freude und des Dankes, baj auch diesmal das theure Leben aus der größten Gefahr errettet worben ist. Denn die Ausspruche ber kundigsten Aerzte geben uns bie beruhigenbe Zuversicht, daß der verwundete Monarch bie Krisis glücklich überstehen wirb. Mit ängstlicher Sorge aber wirb gleichsam die ganze Nation an dem Krankenlager ihres geliebten Oberhauptes wachen. Mögen seine treuen Unterthanen den hohen Herrn recht bald wieder als Genesenen begrüßen können! Das ist der mmgfte Wunsch, den aut h-nte auszusprechen vermögen. ________
Griffen hat Die scheußliche Ermordung dieses großen und guten Mannes an ^ein-m augenfälligen Beispiel, daß es ein Wahn ist zu glauben, nur monarchische Staaten eien vorzüglich der Boden für diese besondere Art von
$erein$ernn‘ 2. Juni, 10 Uhr 40 Mi». Abends. Laut B-k mntmahunz des Polizeipräsidiums ist der Thät-r Dr. phtl. Landwirth Kirl Touard Nobiling, geb \>m 10. April 1848 zu Kollno bei Birnbaum. S-tt 2 J^ren m B.rlin, wohnt er seit Ansang Januar unter den Linden 18. B-lde Schliff- wurden aus xjnem Fenster des zweiten Stockes aus einem mit ^rot gelaoene Doppelgewehr abgegeben. Nobiling brachte sich mittelst eines R-ooloers ^»zre Nerwunduna am Kopfe bei. Derselbe ist der That geständig, schweigt ab r hartnäckig über die Motive des Attentates. Bei Nobiling befinden sich äuge - b!ldll%eVnnT 2te3uMb H U^t 10 Min. Abends. Der Kaiser hat g-sch!af->i,
Wiederholtes Attentat auf Kaiser Wilhelm.
Unseren Lesern in der Stadt konnten wir zum Theil am Sonntag Nachmittag die erste Nachricht, sodann noch weiter in 2 Extrablättern am Moüag früh 9Bon einem wiederholten verruchten Attentat auf das Leben unseres H-l>en- kaisers melden. Im Nachstehenden lassen wir nun nochmals alle Depesqen, "^ch°B^/in>?2.N'Juni^Nachm. 2 Uhr 45 Min. Bei der heutigen Spaser. fahrt Nachmittags 2 Uhr wurde abermals auf den Kaiser geschoffen. Der Kater, von der Kugel getroffen, ist sofort tn's Palais zuruckzekehrt und in arstliyer Behandlung. Die Schüsse fielen anscheinend aus eineat Hause unter den Lin^n.
9 3 uhr 25 Min Der Kaiser ist am Arm und am Backen verwuniet. Die Verwundungen rühren von Rehposten und Schrot her.
4 Uhr 17 Min. Der Mörder soll ein Dr. Nobeling sein, der ich unter den Linden eingemiethet habe. Derselbe hat nach dem Attentat eiten
Berit», 2. Jun>, 9 ’ . . ’ ,. bcn «eHten in gewohnter s Grafen zu Stolberg-Wernigerode zum Staatsministet und Viceptäfidenten
später Waffer, Bouillon und Wein verlangt, sowte mit den »erzten z-w 9 } S^^sMinisteriums. - Dem Vernehmen nach kehrt der Chef der Admiralität,
Leutselchkest^gesprochem »i^ Quelle können wir über den V-r.-n-ral Stofch, in Folge des Schiffsunzlücksfalles aus seinem Udauie
de'r Sobn eimsbDomä^npächUrs 'in °der Näh?von Birnbaum Berlin, 1. Juii, 3 Uhr 40 Mm. Ntchm. Admiral Bätsch telegra. n1ll°i?n" Är bat stuÄ ist da^n aber velbnmmelt und unter die Soctahirte soeben aus Portsmouth i „Köuz Wilhelm" und „Preußen" In Pocts- in Posen. Er hat studtrt, Oktober v. Js. in Berlin awouth aigekomnen; hoffe „Köniz W.lhelm" zu docken i beabsichtige, die geret-
^0^hlnetnMhrl iS er aeb^gt ^aber bemerkt, dieser hätte seinen Anschli-ten Minnschaften morgen mit „Preußen" nach Wilhelmshaven zu sch cke». Die That. des Hödel hat er gebill gt av-r v-m- . , 9 Berlin, 2. J mt. Die Admiralität wird morgen früh in der 8aäe
" >^h^nnaellM^°balei-b^der Verbrecher sich selbst gefährlich verwu idet hat->n, die Ninen der bei der Schiffs^Ertnstrophe Verunglückten veröffentlichen Mit ihm angest llt obgleich. btr Se bre^»t »fl» '7'^J/a,^a6eiI gb-r bieW körnen. E ne frühere Namenanzabe konnte nicht strttstnden, weil bea „König Wnhllina1 ft“^autb nHfTPünb swd die vielfachen, dan'tber umlaufenden N Wilhelm" zunächst seine stch-re U-berfährunz nach Portsmouth zu b-werkst-lli- tu b richtlam Kurt vor 7 Uhr wurde Personen, die gen hitte. — Aus Portsmouth von g-ster i Abend wird gemeldet: „Kö lig
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Selbstmordversuch gemacht. , s
4 Uhr 54 Min. Se. Maz. der Kaiser wurde nach der
Nilais in Bette gebracht und brfindet sich in Behandlung der Dvctorlli k Lauer L ng-nb ck und Wilms. Ein-Anzahl Skhro.törner wu^ -n^
rluit Ifl stark Der Mörder verwundet-, als man tu feine W>h.
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Wagen und * allen Stadtthälen strömt -s maffenw-is- mch
den Anden.^'Heute Abend 7 Uhr findet eine Sitzung des Staatsministeriumi statt.
6 Uhr 8 Min. Der Zustand des Kaisers ist zur Zeit zu ernsten Beicrg^ mffen keL Anlaß ge^nd.^Die Wunden sind ungefährlich. Bei dem Verbrecher sind zahlreiche Waffen aufgefunden.
Rerlin, 2. Juni. Bulletin. Bei dem auf L>e. Maj. verübten Attentate sind zwei Schrotschüffe abgefenert worden. Gegen körner sind in Gesicht, Kopf, beide Arme und Rucken -tngedrungen. Wunden deutet auf unmittelbare Lebensgefahr. S-. Mas. l-> Schmerzen, haben aber das Bewußtsein keinen Augenblick verloren, gemeinbefinden hat sich wieder in -rse-ul'ch-r W^s- gehoben. 8 Berlin, königl. PalaiS, 2. Juni 1878, Nachm. 4>A UJ»-


