Ocffenttiäie Ladung. Oberhessische Eisenbahnen.
Mit dem 1. December b. I. gelangt de
Miaiiiitmadjiuifl.
Altvater.
7440)
1879,
Januar
den
Samstag
aufge-
daher
Lavdg-Assessor.
Erdmann, Landrichter.
Oessentliche Ladung.
7277) Ueber das Vermögen des Kaufmanns Karl Schmitz dahier, Inhaber der Firma C. Schmitz & Co. hat GroßherzogUches Hofgertcht der Provinz Oberheffen den Concursproceß erkannt. Es werden daher alle, welche vermögensrechtliche Ansprüche an den Genannten beziehungsweise die Firma C. Schmitz & Co. zu bilden haben, auf- gefordert, solche bei Meldung Aus« schluffes von der Masse unter Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte im
I. Nachtrag zuw Hessisch-Rheinisch-West- fälischm Verbandsgüteitarif vom 1. September d. I. zur Etnführuna.
Derselbe enthält unter Anderem Sätze des Ausnabmeta. if« B (Roheisen rc.) Zwischen den Belgisch Märkischen Stationen Menden und Nehhetm Hüsten einer- und Gelnhausen, Grünberg, Hungen und
Gegen den Hutmacher Emil Gail (in Firma Louis Gail) zu Gießen ist der förmliche Concursproceß erkannt worden. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, hiermit anfgesordert, solche in dem
Montag den 16. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr ab, werden im Schneider'schen Wirths- hause zu Roßberg aus den Districten: Eisenberg, Lichtenberg, Rödderburg, SaUplatz und Ktrchhainerschlag der Oberförstern Roßberg — 2 Nm. Eichen- Scheite, 8 Rm. dergleichen Stockholz, 35 Rm. Buchen-Nutzscheitholz II. Classe,
Donnerstag d«n «. ©ecembet,
Nachmittags 2 Uhr,
sollen in der Wohnung deS Herrn Hofge- richtSrath Becker, Garlenstratze, 1 ©opöa, 6 Stühle, 1 Kleiderschrank, ein verschließ- bares R.genfatz, 3 8cttlab<m «artte Stein-
kohlen und sonstige Gegenstände versteigert werden. ä t
Gießen, den 3. December 1878.
7424) Müller.
Oessentliche Aufforderung.
7093) Nachdem Großh. Hofgericht der Provinz Oberbessen gegen den
Christian Schäfer von Ruttershausen den förmlichen Concursproceß erkannt hat, werden dessen Gläubiger anfge- ordert, im Termin
Dienstag den 14. Januar 1879, Nachmittags 3 Uhr, ihre Forderungen nebst Vorzugsrechten bet Meldung Ausschlußes von der Masse geltend zu machen. Im genannten Termin soll zugleich die Güte versucht, Masse- curator und Gläubiger-Ausschuß erwählt und wegen Versilberung der Maste Beschluß gefaßt werden. Von den nicht erscheinenden oder nicht vertretenen Gläubigern wird angenommen, daß sie den Beschlüffen der Majorität der erschei-
Freitag den 6* d. Mts.,
Vormittags 11 Uhr, oll auf dem städtischen Baubureau für 51 Mark Schreinerarbeit versteigert werden. (7451
Gießen, den 4. December 1878.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießem A. B r am m.
AseUgeöotenes.
Prima geräuch. Speck, garantirt trichinenfrei, per Pfund 44 Pfennig, empfiehlt (7455
J. Gretsch, Wetzlar, am Etsenmarkt.
taufe ich nun einmal kein Ätnb.* <- „Herr Predtger-.entgegneteL. bescheiden ver Erzpriester Herr W- hat mir soeben erst die 2 Tblr. geschenkt, damit mein Kind von Jhnm getauft werden sollte. Er wollte nicht Kinder evangelischer Eltern katholisch taufen, wenn nur die Armuth sie zu thm triebe! - »Nun sagte Herr G.,, der die Farbe etwas verloren, »was der Herr Pfarrer W. thut, kann ich auch! 34 werde das Kind umsonst taufen, aber geben Sie ja die 2 Thaler zurück und sagen Sie, daß ich aus Mitleid mit Ihrer Armuth Ihr Kind gebührenfrei getauft habe! — Der Erz- prtester W- verweigerte aber die Annahme der 6 und ließ sie der armen Wöchnerin
Die Messe von Niscknei-Nowgorod war diesmal großartiger als in anderen Jahren^ Eq wurde ^W^nren im Wertbe van ü'er 200 MMwnen Rubeln verkauft.
Stockheim andererseits.
Näheres kann bet den Verbands-Expeditionen erfahren werden, woselbst auch Exemplare des Nachtrgs ä 15 Pfg. käuflich zu ei halten sind.
Gießen, den 29. November 1878.
Großherzogliche Direktion.
I. V.
Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Somstag Dienstag Samstag Dienstag sowie:
Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag
frankfurter Bratwürste,
sowie feine geräucherte (7450
Gothaer Leberwurst,
empfehlen J. A. Busch Söhne.
7.
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nenden Gläubiger beitreten.
Gießen, am 11. November 1878.
Großherzogliches Landgericht Gießen. Dr. Trapp,
Bekanntmachung.
74381 Die Berichtigung der im Monat October d. I. erkannten Forst' und Feld strafen hat in den ersten 25 Tagen dieses Monats und zwar mit Ausschluß des 12., 13. und 14. an den gewöhnlichen Zahltagen Dienstag und Samstag bei Grobherzoglicher Districts-Einnehmerei Gießen I bei Meidung der Beitreibung zu erfolgen.
Gießen, den 2. December 1878.
Großherzogliche Bürgermeistern Gießen.
A. Bramm. .
y. Ditstlli sK ä
SO»
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875 Rm. dergleichen Brennholzschette und 408,5 Rm. dergleichen Stockholz, bei Bestimmung einer Zahlungsfrist bis zum 1. März 1878, öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.
Forsthaus b. Roßberg, am 2. Dec. 1878. 7438) Der Oberförster: Schulz.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar« und Leihkasie angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine rstgrsetzt und zwar:
Donnerstag den &• December 1878,
Kovats : ° TodesL r W erften t ner ßungen,
V6 Nonen INhtischrr
b“ ttn< durch Ein Kind ÖOtt
W 27 Sterb- i^re befanden
G.
®tknbabn, drückt und an X verbracht W Neukirchen W 6ii N«w 5 Logement und it fehl.
liktikapelle wie» SeHiften Herrn nn Fantasie des Cella seien
tittags 9 Uhr, Vorsitz des zam igerichts-Rathz Möglichen Hgs- 1 demzufolge in fgerichtS dieser iung auSgeloosi
Handel und Verkehr.
Die Einnahmen der deutschen StaatL-Bahnen exclusive Bayerns während der ersten »ebn Monate dieses Jahres betrugen 262,220,447 J4, d. i. ein Aückgang um 4 508 208 JL gegen die entsprechende Periode des vorigen JabreS. Der bi^^ang im October allein betrug 1,128,725 JL Die Privatbahnen unter Staatsverwaltung trugen 105 932 900 JL oder 1,276,775 weniger als in dem entsprechenden Zeitraum d^ Jahres 1877 ein, während die Mindereinnahme per October allein sich W9.267 belief. Endlich brachten die Prtvatbahnen unter Privatverwaltung, 239,202 523 b. i. 436,356 JL mehr als in dem Zeiträume vom Januar bis October 18 , doch betrug die Mindereinnahme im Octoder allein 3,525,762
Die diesiäbriae Ernte Schwedens ist eine fast gute zu nennen und entschädigte so einigermaßen für die Verluste des Handels und der Industrie. Nach den jetzigen „ ... ® .____l-1. vi. <1 inen totptrtmmtnifrth nnn 540 Millionen Kronen.
7394) Zwei neue Kochherde mit «rat- sfen und eine neue Decimalwaage, 3 Ett. wiegend, find billig zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. BlatteS.
Termin:
Montag den 20. Januar 1879, Vormittags 9t/2 Uhr, bei Meidung des stillschweigends erfolgenden Ausschluffes von der Waffe, dahier anzumelden und etwaige Vorzugsrechte bei Meidung des Verzichts aus dieselben zu begründen.
Auch soll in diesem Termine die Güte versucht und eventuell ein Maffencurator und Gläubigerausschuß erwählt, sowie deren Besugniffe sestgestellt werden.
Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüffen der Mehrheit der erschienenen beitretend angesehen.
Den Betheiligten ist Acteneinsicht gestattet. (^$6
Gießen, am 30 November 1878. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
I. V. d. D.
Oppermann, Stammler,
Stadtg.'Affeffor. Stadtg.-Affeffor.
Termin
Freitag den 24. Januar 1879,
Vormittags 9 Uhr, j
anzumel'oen und zu begründen. Im Termin soll zugleich die Güte versucht auch wegen weiterer Fortführung des Con- curses (Wahl eines Maffecurarors, Gläu- bigerausschuffes rc.) verhandelt und Beschluß gefaßt werden In diesen Beziehungen werden die nicht anwesenden Gläubiger als mit den Beschlüffen der Mehrheit der anwesenden einverstanden angesehen. „ , _ _o
Gießen, am 18. November 1878. Großher-ogliches Stadtgericht Gießen.
I. V. d. D.: Oppermann, Stadtg.-Affesior. 7437) Das Aufräumen von Gräben auf den städtischen Wiesen am Altentisch. Deranschlagt zu 108 Mark, soll
Samstag den 7. d. MtS.,
Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Raihhauses ver steigert werden.
Gießen, den 3. December 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bramm.
zu Gute kommen".
(Schädlichkeit der Bierapparate.) Von einer Sachverständigen-Commission in Würzburg war die Frage angeregt worden, ob es nicht angemessen sei, der in letzter Seit dort überhand nehmenden Einrichtungen von Bierpressionen entgegenzutreten, da durch dieselben schlechte verdorbene Lust massenhaft ins Bier eingepumpt werde, die Presswns- rohre großen Unrath ansetzen, sehr schwer, oft nur durch Einströmen von Dampf ju reinigen seien und durch die Pressionen ekelerregende Bestandtheile zugefuhrt wurden. Eine vom Magistrate Würzburgs in den großen bayerischen Städten gehaltene Anfrage hat nun ergeben, daß in München und Nürnberg Pressionseinrichtungen nur ganz vereinzelt, in Augsburg nur in einem Wirthshause im Winter und iu Regensburg gar nicht vorkommen In der Stadt Würzburg dagegen sind Anfangs dieses Jahres 37 Pressionen der ver^iedensten Systeme in Betrieb gewesen, welche ihre Luft meistens aus Kellern, auch aus Kuchen, Haus- qängen und vereinzelt von der Straße oder aus Hofen bezogen, insbesondere ist al^ be- denttich noch hervorgehobon worden, daß im Winter zu kalte Luft ms Bier emgepumpt während im Sommer das in Bleirohrcn stehende Bier mit Eis ■ ^erfee, ree rfje
beide Manipulationen Ursache zu häufigen Amgenkatarrhen leien Auf Grund dresee Er- wägungsn hat sich die in Rede stehende Eommisfion einstimmig für Abschaffung der Pressionen ausgesprochen, der Stadtmagistrat Würzburg diesem Comissions-Gutachten 8u9eftunmt und auf Grund des bayerischen Polizeistrafgesetzbuches folgende ortspolizeiliche AorschiifL erlaffen: „Der Gebrauch der sog. Pressionen zum Bierausschank ist verboten. Destehmde Pre ions-Einrichtungen können noch 3 Monate vom Tage der Bekanntmachung dieser Vorschrift au benutzt werden, sind aber dann außer Gebrauch zu Hetzen. _____
in alle Schüler des Großherzogthums wurden die sog. Thierschutztafeln vertheilt und eine Be- 1 rtuna über Hundswuth in mehreren Tausend im Lande verbreitet. An Nistkasten wurden ca. i 265 Stück an Dereinsmttglieder abgegeben. An Geschenken sind Vie Beiträge der Sparkaffen : gangen, Groß Gerau, Lorsch, Höchst i. O. und Heppenheim a. d B., des Verschönerungs- ' lttin8 und des Vogel und Geflügelzüchterverrins zu Darmstadt, sowie der Frau von Schwarz
"vf Kreta, besonders hervorzuheben. Hieran schloß sich ein summarischer Bericht über den inter- ' iittenalcn Kongreß in Paris Nach einer viertelstündigen Pause hielt Herr Lehrer Ltnck von , üick in Rhcinheffen einen längeren Vortrag über das Thema: „In welcher Beziehung steht der ; Tierschutz zur Obstbaumzucht?" Wir enthalten uns einer Analyse vieles höchst intereffanten, , «it vielem Beifall aufgenommenen Vortrage hier zu geben, da derselbe im Dereinsblatt auf Wunsch der Versammlung veröffentlicht werden soll. Hierauf wurden 118 Gendarmen, Polizei- ^ener, Schutzmänner, Feldschützen und andere Personen mit Diplomen und Geldprämien von 3-20 Mk. bedacht, 9 Personen das Ehrendiplom verliehen und außerdem 6 Manner, welche sicy um den Thierschutz besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ves Vereins rmannt Nach Erledigung einer Anzahl Statutenänderungen, der Berathung des Voranschlags $T0 1879 und sonstiger geschäftlicher Dinge, schloß der Vorsitzende die von regem Eifer und Jntereffe der Anwesenden für die Thterschutzsache Zeugniß ablegende Versammlung erst zu spater stunde.
— (Neues aus Kalau.) „Warum trägt Fürst Bismarck keine Perrücke?" „Weil er ktine falsche Behauptung leiden kann." — Herr Meier hat sich einen neuen Balkon gebaut und >cht in Folge deffen nicht mehr in's Wirthshaus.^ Von einem Freunde veßhalb zur Rede gestellt, sigte er: „Ich sitz' nirgends lieber als auf dem neuen Plafond und laß die Leut' an mir vor- M ^Jena*, 24. November. Am vergangenen Freitag hat im Rauhthale ein Pistolen- kuell zwischen zwei hiesigen Studenten, einem Hamburger und einem Russen, Statt oifunden. Die beiden Gegner müssen sehr erbittert gewesen sein, denn die vor und vabrend deS Duell« getroffenen Bestimmungen lassen auf den ernftl chsten Willen, den Gegner zu tobten, mit Bestimmtheit schließen. Da auf fünf Schritt Entfernung ge- iLossen wurde, ist eS als ein Wunder zu betrachten, daß dem einen Duellanten nur Arm, dem anderen der Schenkel nicht unerheblich verwundet wurde.
— Folgende Geschichte wird dem Berliner „B.-C." aus Frankfurt a. O. ge- fckrieben: „Die Ehefrau deS Zimmergesellen L. in F. lag mit dem vierten Kinde in Wochen und wünschte dringend, daß daffelbe, weil eS so schwach war, die Nothßaufe -'.hielte. L. ging zu dem zuständigen Prediger G. und bat ihn, diese dem kleinen Weltbürger zu ertheilen, unter dem Versprechen, die verlangten Taufgebühren im Betrage gon 6 Jm die er jetzt nicht habe, Ende der Woche bezahlen zu wollen. Der Prediger O. lehnte daS Gesuch ab: L. würde die Mittel schon austretb n, wenn die Mutter die 7 :ufe so sehnltchst wünsche; schon um seiner Amtsnachfolger willen könne: er kein K nv - Mhrenfret taufen. - Betrübt ging L. von dannen und begab sich au die Mttheilung einer seiner Freunde, der katholische Prediger taufe umsonst zum Erzpr ester W-, diesem s:ine Bitte anS Herz legend. „Aber lieber Mann , sagte W, «Sie find ja nicht katholisch! Wollen Sie Ihr Kind nicht lieber in Ihrer Kirche taufen lassen? — »Das uwhl, Herr Prediger-, entgegnete L., aber der Prediger verlangte dafür 2 Thlr und die habe ick nickt! — »Hier", antwortete W-, »mein lieber L., vaoen Die du .»niaermaßen für die Verluste ves ^anoeis unu uci **
i Thlr., geben Sie das Geld dem Prediger G ! Auf diese Weise will ich keine Prose- berechnet hat die Ernte einen Gesammtwerth von 540 Millionen Kronen^ loten macken! Ick wünsche dem Kinde und der Mutter gute Besserung!^ — ^kehrte * «t*nh mnr hifSmal aroßartiaer alS in ar
um Vrediaer G- zurück- „Sehen Sie wohl", empfing ihn dieser, .„da haben Sie ja doch noch die 2 Thlr. mein F«unb^Ja^J^!^Das^ht^stch^so^^Ohne^ebübren
Die Interessenten werden fordert die Zahlungen an diesen Tagm in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich iu legitimiren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. , .
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses tn ihren Gemeinden auf ortsüblich? Weise bekannt machm zu laffem
Gießen, den 28. November 1878.
Der Rechner der Spar- und Leihkaffe.
Ä e b r.


