Ausgabe 
5.7.1878
 
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Freitag, den 5. Juli

1878

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5° Ffg>

Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS.

Vormittags 9 Uhr,

Vormittags 7 Uhr,

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Dienstag den 16. Juli, in dem Rathhanse zu «ich,

Mittwoch den 17. Juli, im alten Rathhause zu Gießen,

N'g- tpeüm'

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Betreffend: Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1878.

Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1878 wird im Kreise Gießen

Re-chetisn»-m»echt»r Gartenstraße B. 165.

GxpeöitionSbirreairr «chulstraße B. 18.

Aeutschkand.

3. 3ult. Die Schließung des 22. Landtages fand heute Vormittag 11 Uhr im Thronsaal des Großh. Residenzschloffes statt. Seine König!. Hoheit der Großherzog richteten nachstehende Thronrede an die ver- sammelten Stände:

Meine Herren Stände k

Ich habe es Mir nicht versagen wollen, die erste Gelegenheit wahrzuneh- men, die sich Mir nach Meinem Regierungsantritt dorbietet, um Ihnen per­sönlich Meine Anerkennung und Meinen Dank für die arbeitsvolle Hingebung auszusprechen, mit der Sie auch während des heute zu Ende gehenden Land­tages Ihre ständischen Pflichten erfüllt hoben.

Durch Ihr Zusammenwirkkn mit Meiner Regierung ist es möglich gewor­den, die Gesetzgebung und die Einrichtungen des Landes, insbesondere auch in Bezug auf den öffentlichen Unterricht, in zweckmäßiger Weise zu ergänzen und zu verbessern. Ich gebe Mich der Hoffnung hin, daß dies in noch weiterem Uwsang zu erreichen sein wird, wenn erst die durch den Krieg im Osten Europas hervorgerufene Beunruhigung durch einen allseitig anerkannten Frieden beseitigt sein wird und Handel und Gewerbe, von dem nun schon so lange darauf lastenden Drucke befreit, einer neuen Blüthe entgegengehen werden.

Im festen Anschluß an das Deutsche Reich und dessen ehrwürdiges Haupt, das kaum erst einer schweren Gefahr entgangen ist, im Vertrauen aus die Lei­tung des Reichs, durch gewissenhafte und eifrige Theilnahme der Staatsbürger an der Pflege des öffentlichen Wohls, wie sie die Gesetzgebung erwartet, und durch treue Erfüllung der Pflichten, durch welche jene Rechte bedingt sind, wird es auch uns gelingen, an unserem Theile dazu beizutragen, daß die so vielfach betrübenden Erscheinungen der Gegenwart überwunden und erfreulichere Zu stände zurückgeführt werden.

Ihre Theilnahme, meine Herren Stände, bei den schmerzlichen Todesfällen, welche im verflossenen Jahre Mein Haus hetmgesucht haben, hat Meinem Herzen wohlgethan. Ich vertraue, daß die Liebe Meines Volkes, die das schöne von Meinen Vätern übernommene Erbtheil ist, Mein eifriges Streben begleiten wird, für das Wohl Meines Volkes nach bester Ueberzc 3zu sorgen.

Meines landessürstlichen Wohlwollens wollen Sie stch versichert halten.

Aus dem Großherzogthum Hessen, 2. Juli. Das neueste Regierungsblatt enthält das Gesetz über die Besteuerung der Wanderlager, das mit dem 1. Juli d. I. in Kraft tritt. Personen, welche außer dem Meß- und Marktverkehr ausserhalb ihres Wohnsitzes vorübergehend Verkaufslocale zum Absatz von Maaren halten oder solche versteigern, müssen für jeden Ort des Betriebes und für jedes einzelne Verkaufslocal per Woche in den Städten Darmstadt und Mainz 40 Mk., in Offenbach, Gießen, Worms und Bingen 30 Mk., in ollen übrigen Orten 10 Mk. Gewerbesteuer entrichten, wovon ein Drittel in die Gemeindekasse des Betriebsorts fließt. Bet Trödlerwaaren kommt die Hälfte der Steuer in Ansatz; die Kretsämter ertheilen die Patente für den Betrieb der Wanderlager und erheben die Gewerbsteuer und Ausfertt- gungsgebühr mittelst Stempels. Defraudationen werden mit dem doppelten Ansätze der Steuer bestraft.

Berlin. Schulze-Delitzsch feiert am 29. August seinen 70. Geburtstag. Vermuthlich, damit er nicht gehindert sei, denselben in Zurückgezogenheit zu feiern, wird der allgemeine Veretnstag der deutschen Genossenschaften dieSmal etwas früher als sonst statlfinden. Wie man hört, sind die Tage vom 22. bis 25. August in Aussicht genommen. Eisenach ist der Versammlungsort.

Berlin, 1. Juli. Strousberg's Concurs schwebt jetzt vor dem Stadt­gerichte. Er hat seinen Gläubigern einen Vergleich angeboten, wonach er ihnen binnen 3 Jahren 3 pCt. ihrer Forderungen ouszuzahlen sich anheischig macht. Da seine Schulden sich auf 70 Mill. Mk. belaufen, so würde er immerhin über 2 Mill, auszuzahlen haben.

Berlin, 1. Juli. Das PanzerschiffKönig Wilhelm" hat, nachdem der Steven des Schiffes für die deutsche und englische Admiralität photogra- phirt worden ist, das Dock in Portsmouth verlassen; derfalsche" Bug soll eine der besten Arbeiten sein, die je dort ausgeführt worden sind. Die eng- lischen Behörden haben ihre volle Befriedigung über das Werk ausgesprochen und Capitän z. S. Kühn, der Befehlshaber des Schiffes, ist von der Vortreff- lichkeit und Haltbarkeit des Stevens so überzeugt, daß er zu empfehlen beab­sichtigen soll, so lange das Schiff in Dienst gestellt ist, keine Veränderung an dem Buge vornehmen zu lassen.

Berlin, 2. Juli. Die türkischen Delegirten waren in der gestrigen Congreßsitzung ohne Instruction bezüglich der bosnischen Occupationsfrage und

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Meßmer "Anzeiger

Ami-t- Bsii Amtsblatt für ök« Kreis Gieße«.

Der Eivilvorsitzende der Ersatzcommission des Kreises Gießen.

_________________________Dr. Hoffmann, Reg.-Rath.

/11?T m . . , 4 _ 19 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. Juni, enthält:

toTt' !e reM die Uebernahme bisher aus Landesfonds gezahlter Pensionen auf das Reich. Vom 17. Juni 1878.

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(9^. 1252.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrath. Vom 26. Juni 1878.

iocq-i m k M Reichs-Gesetzblatts, auSgegeben den 28. Juni, enthält:

(Vir 1253.) Verordnung, betreffend die vorübergehende Einführung der Paß-Pflichtigkeit für Berlin. Vom 26. Juni 1878.

®legen, den 2. Julr 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

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a. bie von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlaffenen Soldaten:

b. Die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen;

c. die zur Ersatz-Reserve I. Klaffe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen:

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gen rech,Afg1Ür°S^lle"Ad" haben bei dem Ober-Ersatzgeschäfte selbst anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die MMärpflichti.

Gießen, am 3. Juli 1878.

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