Abwesenheitserklärung.
5.
Ordensverleihungen.
8.
vorhanden. ,, , , ,, .
Nach den neuesten Depeschen aus Hmterasien haben Die Chinesen ihre drohende Haltung gegen den ränkevollen Staat Kaschgar in einen Krieg mit diesem Staate verwandelt und demselben mehrere Niederlagen zugefügt.
Darmstadt, 31. December. Das Großh. Regierungsblatt Nr- 50 e,,tbäir ^^anntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Arz- neimitteltaxe für das Großherzogthum Hessen betreffend.
2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz, bte Verordnung vom 16. Ocrober 1876 über die Vorbereitung zum Staatsdienste ttn Justiz- und Verwaltnngsfache betreffend.
3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Verwaltung der Districtseinnehmerei Bensheim betreffend.
4 Bekanntmachung desselben Ministeriums, den Ausschlag der direkten Steuern und der Beiträge zu den Kosten der Staatsstraßen für sdas Jahr 1878 betreffend.
Guntersblum, dem Schulamts-Aspiranten Philipp Joseph Schöppler aus Abenheim die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Verdersheim. dem Schulamts-Aspiranten Heinrich Geck aus Friedberg die erste Gemeinde-Schulstelle zu Ooernheim, dem Schulamts-Aspiranten Jacob Kopp aus Obernheim die vierte Gemeinde- Schulstelle zu Odernheim, am 6. Decbr. wurde dem Lrchullchrer Phil. Ferber zu Wörrstadt die zweite Gemeinde Schulstelle daselbst, dem Schullehrer Johann Ludwig Albert zu Wörrstadt die dritte Gemeinde-Schulstelle daselbst übertragen; am 7. Decbr. wurde der Landgestütsbeiknecht Simon Kaltenttzaler auS Herrnsheim zum Landgestütsdiener bei dem Landgestüt ernannt; am 8. Decbr. wurde dem Schullehrer Johann Wiesel zu Ober-Roven bte zweite Gememde- Schulstelle zu Heidesheim, dem Schullehrer Johann Baptist Reitz zu Heides- Heim die dritte Gemeinde-Schulstelle zu Ober-Roden übertragen; am 10. Decbr. wurde der von dem Fürsten zu Isenburg Birstein aus die erste Gemeinde-Schul- stelle zu Götzenhain präsentirte Schullehrer Karl Eschbach zu Mcktel-Semen für diese Stelle bestätigt; am 11. Decbr. wurde dem Schulamts-Aspiranten Franz Rüdinger aus Erbes-Büdesheim die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Spiesheim übertragen.
10. Charakter- und Titelertheilungen.
fl ch Auch Spanien hat es für nöthlg erachtet, bezüglich seiner aus- wärtiaen Politik die Erklärung abzugeben, daß es in der »rtenlalljchen Frage vollkommene Neutralität bewahren werde. Daß dies sich bei der polttüchen Schwäch- Spaniens von selbst versteht, sieht Jedermann -in ' dah-r wohl bester gethan, wenn cs sich - - . „
aenb hinweggesetzt und seine Ansmerksamkeit anderen Dingen zugewandt hätte. Die Jntriguen gegen die spanische Regierung scheinen überhaupt nie zu ruhen, denn di« Exkönigin Isabella hat neuerdings häufige Zusammenkünfte mit dem berüchtigten Don Carlos in französischen Städten gehabt. Daraufhin hat die spanische Regierung von der französischen die Ausweisung de« Don Carlos aus Frankreich verlangt, woraus die französische Regierung auch wirklich denselben ausgewwsen afi bcr Lösung der orientalischen Frage scheint
auch im fernen Asien im Wachsen begriffen zu sein, denn der Schah von Persien hat dem Kaiser von Rußland zum Falle Plewnas etnen herzlichen Glückwunsch gesandt, welche Thatsache in Konstantinopel einen sehr mederschlagenden Eindruck gemacht hat. In Anbetracht des Umstandes, daß der Schah von Per- sien ber hervorragenbste Glaubensgenosse bes Sultans ist, mag btefe Nachricht allerdings sehr betrübenb sein. ,
Der Winter und bie Vorbereitungen zu neuen kriegerischen Thaten lähmen noch immer bie Actionen aus bem russisch-türkischen Kriegsschau- vlatze. In Aruunien verhinbert ein häuserhoher Schneefall bie Operationen vor Erzerum. Mukhtar Pascha ist von bort nach Konstantinopel zurückgerusen worben, Ismail Pascha hat au seiner Stelle bas Obercommanbo in Armenien übernommen. Die Serben bewegen sich allein rüstig vorwärts; sie haben Pirot erobert unb ben Türken eine Anzahl Kanonen abgenommen. Desgleichen wirb bie kleine Festung Risch schon hart von ihnen bedrängt. Die werben scheinen auch bie Absicht zu haben, sich mit ben gegen bie starke türkische Festung Wib- bin operirenben Rumänen vereinigen zu wollen, wenigstens sind Nachrichten über ein Einvernehmen zwischen ber serbischen unb rumänischen Heereslertun
kräfte zu statten käme. f ,
Pest, 3. Januar. Anläßlich ber Neujahrs-Gratulation gab bte liebe- rale Partei dem Ministerpräsidenten v. Tisza ihr Vertrauen kund. 3n feiner Erwiderung appellirte dieser an den Patriotismus und versprach, die baldige Lösung ber schwebenben Ausgleichsragen mit aller Macht anzustreben, jedoch nur mit Hülfe ber Majorität ber Legislative. — Die Worte bes Ministers wurden mit lanaanhaltenden Eljenrufen ausgenommen.
Berlin, 3. Januar. Die „Provinzial-Corresp." meldet bestätigend: Se. Majestät ber Kaiser habe beim Neujahrsempfang ber Minister bte zuversichtliche Hoffnung ausgesprochen, baß bas neue Jahr eine friebliche Entwickelung nach auftcn wie im Innern bringen werbe. .
Nom, 3. Januar. Der König hat heute Morgen Gambetta empfangen. Ministerpräsident Depretis gab Letzterem zu Ehren ein Dejeuner. Heute Nachmittag reift Gambetta ab.
Berlin, 3. Januar. Die „Provinzial-Correspondenz schreibt. Die englische Regierung hat von bem Ersuchen ber Türkei um Vermittlung behufs Einleitung von Friedensverhandlungen in Petersburg vorzugsweise wohl in bem Sinne Mittheilung gemacht, um baselbst bie Geneigtheit ber $urfeiUnr Anknüpfung von Friebensverhanblungen zur Kenntniß zu bringen. Wirkliche Verhanblungen bürsten nach Lage ber Dinge wohl unmittelbar zwischen den beiden kriegführenden Mächten einzuleiden fein. .
Wien, 3. Januar. Die „Preffe" meldet aus Sistowa vom 2. b. JDt. Seit gestern sinb alle Donaubrücken auf bas linke Ufer geschafft. Bei bem Corps des Generals Gurko eingetroffene tscherkessische Deserteure berichten, baß bas türkische Corps bei Sofia Mangel an Lebensmitteln unb Winterkleidern
8. Namensveränberungen. mc ,
9. Dienstnachrichten. Am 21. Noobr. würbe bem Schulamts-Aspiranten Martin Keilmann aus Hechtsheim die dritte kath. Schulstelle zu Lampertheun, am 27 Novbr. wurde bem Schullehrer Wilhelm Schenkelberg zu Pfaffen- Schwabenheim unter Enthebung von der ihm übertragenen zweiten Gemeinde Schulstelle zu Laubenheim eine Lehrerftelle an Der Volksschule zu Oppenheim, bem Schulamts-Aspiranten Simon Uhrtg aus Hofheim bie Gemeinbe-Schulstelle >U Kri-asheim, dem Schulamts-Aspiraoten Karl Zinßer aus Elbenrod die evanp. Schulstelle zu Linbenfels, bem Schulamts-Aspiranten Heinrich Koch aus Ober- Klingen bie zweite Gemeinbe-Schulstelle zu Eschollbrücken, am 1. Decbr. würbe bem Schullehrer Wilhelm Müller zu Hamm bie zweite Gemeinbe-Schulstelle zu
6. Orbeusverleihungen. , o . .
7. Ermächtigung zur Annahme unb zum Tragen eines fremben Ordens.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Corrcspondenz-Bureau.
Paris, 3. Januar. Das „Journal officiel" veröffentlicht bte Ernennung Fourniers zum Botschafter in Konstantinopel; ferner bie Berufung ber Wähler in 9 Bezirken, beren Deputirte nicht bestätigt worben ober ihre Mandate niebergelegt hatten, zu Nachwahlen am 27. b. Mts.
Petersburg, 3. Januar. Amtliche Melbung aus Bogot vom 2. d.: Der Kampf zwischen Serben unb Türken bei Pirot am 28. Decbr. war äusserst hartnäckig unb blutig. Die Türken, 12 Tabors stark, zogen sich auf Sofia ^zurück; dieselben hatten in ber Zeit vom 24. bis 28. Decbr. mindestens 900 Mann Verlust. Der commanbirenbe Pascha würbe verwunbet unb versteh bie Truppen. Die Serben erbeuteten 24 Geschütze unb verloren ihrerseits 700 Mann an Tobten unb Verwunbeten.
Wien, 3 Januar. Die „Polit. Corresp." melbet aus Bukarest: Schon vor einiger Zeit wurden türkischerseits vertrauliche Anknüpfungen wegen eines Waffenstillstandes im russischen Hauptquartier versucht, jedoch ohne Resultat zu eniden. Im russisch-» Hauptquartier ist bie Ansicht vorherrschend, man muffen, entsprechendes Aequivalent für die Portheile erhalten, welche dte Pforte durch den Waffenstillstand erlange, der der Orzanisirung der türkischen streit-
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14. Sterbesälle. Gestorben sind: am 25. Octbr. der Bauaufseher i. P. Adam Köhler zu Worms; am 1. Novbr. der Obersteuerkalkalator 1. Kl. i. P. Johs. Lyncker zu B-ffuug-n; am 12. Novbr. der coang. Lehrer i. P> Pabst von Gumbsheim zu Bingen; am 20. Novbr. der Lehrer Jacob Hcmr. Hechler ,U Nieder-Jnq-lh-tm; am 5. Decbr. der Lerwalter des Arbeitshauses Georg Scheich zu Dieburg; am 9. Decbr. der Pfandmetstcr t. P. Kramer zu Beffungen. __
bie Franzosen manchmal bumtne Streiche begehen, so trauen wir boch dem ( neuen vorsichtigen Ministerium Frankreichs keine solche Taktiosigkelb zu, -Ul-n republikanischen Parlamentarier nach Rom zu schicken, um Einflusie auf di politischen Entschließungen des italienischen Königreiches auszuuben. Die Libe^ ralen Italiens dürften Gambetta schon freundilch aufnehmen aber Emfluff- auf bte italienische Regierung würde er wohl nicht im Stande sein, au«juubeit. , Die französische Regierung Hal es Angesichts der kritischen Lage
des Erbtheiles doch für nothwendiz erachtet, an die Großmächte, mit England ■ beginnend, eine Art politisches Programm Frankreichs zu übermitteln. Nach demselben würde sich die französische Regierung im Falle einer Papstwahl dem unter den vier katholischen Mächten bestehenden Einvernehmen süzen^ Was die innere Politik angehe, so werde Frankreich ben Etat bes Cultusministeriumö gegen dessen Gegner vertheidigen, aber auch die weltliche Gesellschaft gegm kie- rikale Uebergriffe schützen. In der ortentaluchen Frage werde Frankreich bis ,ur Eröffnung von Friedensvermittlungen eine rein beobachtende Haltung bewahren ,^u,ch, wenn um seine Meinung befragt, dieselbe offen aussprechen. Frankreich zögere aber nicht, schon jetzt offen zu sagen, daß es V-raiid-rungen wi Mittelmeere nicht gleichgültig »nsehen könne. astatischen Frage oder
der Reorganisation der europäischen Provinzen der Türkei sei Frankreich un- interesstrt; es hab- keine Verpflichtungen übernommen und suche sie nicht.
Von England weiß man jetzt wahrhaftig nicht, ob man ihm sagen soll, wenn es dem Es-l zu wohl ist, g-ht er aus'« Eis tanzen. Die englische R-gierung hat das Friedensvermittlungsgesuch der Türkei nicht allein angenom men, sondern auch bei der russischen Regierung entsprechende schritte gethan die jene nach den A-uß-rungen des Czaren einfach ignoriren wird. Was soll daun England thun, wenn Rußland seine Friedensvermittlungen abwetst^ Es kann zwar sein, daß England den Fricden nur deshalb will, um nach dem Scheitern derselben eine Ursache zur Einmischung in den rusßsch-turk,scheu Krieg >u haben, doch dürfte dann England bei dem Mangel an genügender Landmacht feine Intervention Rußland gegenüber übel bekommen. Vielleicht denkt jedoch England auf diese Weise auch nur ein sog. Faustpfand, z. B. Egypten oder die Insel Kreta, in feine Hände zu bekommen.
c»m italienischen Senat hat am 2 9. December der Ministerpräsident Depretis die neue Ministerliste in der bereits gemeldeten Summen* Luna mitgetheilt. In derselbe» ist das Ministerium des Ackerbaues unbesetzt gelaffen morten, dagegen ist ein neues Ministerium des Schatzes mit Bargom
11. Dienstentlassung. , c
12. Versetzungen in ben Ruhestanb. Se. König!. Hoheit ber Großherzog haben allergnädlgst geruht: am 28. Octbr. ben Kanzlei-Jaspector bei bem Ober- consiftorium Christian Heim auf sein Nichsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dunste, am 8. Novbr. ben Bauaufseher Anbreas Kramm zu Wörrftabt auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung feiner mehr als 50j5hn- zen, tnt Elfer und Treue geleisteten Dienste, am 18. Novbr. ben Letbreuknecht Peter Philipp mit Wirkung vom 1. Januar 1878 an, unter Anerkennung seiner langjährigen Dienste, am 28. Novbr. ben Hofmusiker Bernhirb Lorenz, am 19. Decbr. ben zweiten Brückengelderheber zu Castel Philipp Fries, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treu geleisteten Dienste, auf sein Nahsuchen, in ben Ruhestanb zu versetzen.
Am 21. Novbr. würbe ber Landgestütsdiener bei bem Lanbgestut Gwrg Weber am 5. Decbr. würbe ber Schullehrer an ber Gemeinbeschule zu Ensheim Georg Philipp Maul, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, am 20. Decbr. wurde der Zeichnenlehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Darmstadt Karl Rauch, mit Wirkung vom 1. Januar 1878 an auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand versetzt.
13. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Jngelheim mit einem Gehalt von 942 85 H bis zu 1372 JL.; die fünfte Gememde-
oei cer Schulstelle zu Lorsch mit einem Gehalt von 942 85 ; bie Gememde-
rftebt liebt jedermann em und Spanien hätte Schulstelle zu Nieder-Hilbersheim mit einem Gehalt voll^771 Die
es sich über Die orientalische Frage stillschwei- mit einem kath. Lehrer zu besetzende zweite Gemeinde-Schulstelle zu W^inols es sich über Die orienmuw 6 B ' Jmlt einem Gehalt von 685 JL 71 Die mit einem kath. Lehrer zu be
etzende zweite Gemeinde-Schulstelle zu Lörzweiler mit einem Gehalt von


