Ausgabe 
4.4.1878
 
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Inhaber wird bald zur Geltung kommen, bet Bewerbung um Gehülfenstelle, wird der­selbe gewiß andern jungen Leuten, welche nicht in dem Besitze des D'plom's oder un- uevrüft die Lehre verlassen, vorgezogen werden, aber die Hauplsache: es wird den Wett­eifer i' er jungen Leute mehr anregen, noch besonders w-nn nach bestandener Prüfung im Cen'raloerbandsorgan in ehrenvoller Weise darüber berichtet wird. Von gleicher Wichtigkeit >ft das Gehülfen-Zeugniß, ohne welches kein Gehülfe, in erster Linie, und rur in cam außergewöhnlichen Fällen im ganzen Verbände zur Arbeit angenommen rvird. Es ist ein moralischer Zwang, welch r aufgelegt wird, der das gute Fortkommen in sich bedingt. Für den braven fleißigen Arbeiter kann es nur willkommen sein; die onde-n werden dem Arbeitgeber nicht mehr soviel schaden als es bei den seitherigen Verbält' issin mögt ch war. Mögten sich alle Principale dahin einigen in Ihren Ge­schäften ähnlich Einrichtungen zu treffen; kein Zunftzwang, freiwillig, ehren b af ti g so würden sie in nicht zu langer Zeit den Kunstsinn und die wahren Interessen in allrn'Fächern auf einer besseren Stufe als sie sitzt stehen, gehoben sehen. Um es mzglich zu n achen, jungen strebsamen Leuten eine außergewöhnliche Ausbildung geben »u können, und zugleich die deutsche Ubrenindustrie zu fördern, gründeten die in Wies­baden ve, sammelten Uhrmacher eine Schule. Als Olt wurde die deutsche Uhren-Lolonit Glashütte in Sachsen gewählt. Die Leitung und Aufsicht steht unter den ersten beroorragensten Künstlern und Gelehrten der Uhrmacherei. Mit dem ersten Mat d. I. wird dieselbe eiöffmt. Es dürfte wohl für Viele interessant sein die Beschäftigung resp. den Unterricht welcher dort ertheilt wird kennen zu lernen.

Derselbe zerfällt in zwei Abheilungen, wovon die eine praktische Arbeiten, Ver­vollständigung der Werkzeuge, Anfertigung von Modellen der verschiedensten Hem mungen und von Apparaten zur Erklärung verschiedener mechanischer Vorgänge in der Uhrmacherei, Parthie Arbeiten, Reparaturen, Anfertigung von Seechronometern und astronomischen Pendeluhren, genaues Reguliren und Beobachten, stelbständiaes Construtren und Berechnen von Mechants'men enthält, während die andere in Zrhlenrechnung, Algebra, Geometrie und Trigonometrie, Hand- und Linearzeichnen, Naturlehre, Chemie, Metallurgie, Mechanik, Astronomie, französische und englische Sprache, Buchführung mit besonderer Beziehuna auf die Uhrmacheret enthält. Außerdem ist den Schülern an Anschauungs-Unterricht enorm viel geboten. Außer den vielen Uhrbestandtheilen, werden auch alle Maschinen und Weikzeuge, welche in der Uhrmacherei gebräuchlich sind, in Glashütte fabrüirt. Auch für den strebsamen Gehülfen gibt es dort Gelegenheit sich weiter auszubilden, indem es ihm gestattet ist, in jedem Fache einen zeitweiligen Unterricht zu nehmen. Die Mittel um die Schule zu unterhalten werden in erster Linie durch die Beiträge der Mitglieder des Verbandes, durch die Lehrgelder, und durch Schenkungen erbracht, und wäre hier für Manchen Gelegenheit vorhanden sein Scherf- l-in zu einem ächt deutschen Industrie-Weik beizusteuern. Die Versammlung in Wenzels Garten, welche unter dem Vorsitze des Herrn Fr. Baumann hieselbst tagte, ♦rennte sich in dem Bewußtsein, daß das in collegialer Freundschaft Zusammenberathene auch durchgeführt und dem vertrauenden Publikum sowie der Uhrmacherei zum Wohle und Segen gereichen möge. B-

Gießen, 3. Aprii. Der Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen verurtheilte unterm Gestrigen Henrich Heckeroth von Nieder-Weimar im Königreich Preußen, wegen Dieb­

stahls, zu einer Zuchthausstrafe von 5 Jahren unter Aufrechnung der erlittenen Untersuchungs­haft von drei Monaten, sowie zum Verlust der bürgerlichen EhrenreM auf die Dauer von Drei Jahren und zur Zulässigkeit der Polizeiaufsicht; . ...

2) den Johannes Helfenbein von Stockhausen, wohnhaft in Friedberg, wegen Memews zu einer Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten, sowie zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren und UnfähigkettSerklärung, als Zeuge und Sachver­ständig er vernommen zu werden. _____

Landwirth sch östliches.

Mais oder Reis.

Der heutige Verkehr bringt uns von Jahr zu Jahr nicht allem neue Rohstoffe aus andern Erdtheileu, sondern er vervielfacht auch die Einfuhr in oanz ungeahnten Mengen und gestattet uns die Verwendung der in größerm Maße zugeführten Rohprodukte in einer Weise, die vor wenigen Jahren Nie­mand für möglich gehalten hätte. Eines dieser ausländischen Produkte ist der Reis, der vor wenigen Jahren in Deutschland fast ausschließlich und in ver hältnißmäßig geringen Mengen zur menschlichen Nahrung verwandt wurde. Jetzt befinden sich in fast allen größeren Seestädten große Fabriken, welche den­selben auf Stärke verarbeiten und die Abfälle der Landwirthschaft als ein schätz­bares Futter überliefern. Dieselben werden in verschiedenen Sorten als Reis­futtermehl I., II. und als Reiskleie abgegeben und sind in ihrem Gehalt sehr verschieden, weshalb der Landwirth wohl thut, wenn er sich einen bestimmten Gehalt an den hauptsächlichsten Nährstoffen (Fett und Eiweiß) verbürgen läßt und sich von der Erfüllung der Garantie durch die Untersuchung auf der Een tralftation des landwirthschaftlichen Vereins überzeugt.

Befolgt er diese einfachen Vorsichtsmaßregeln, so macht er sehr häufig bei dem Ankauf solcher Abfälle ein recht gutes Geschäft, wie folgende Mitthei­lung bestätigt: Der Gutspächter St. in A., Kreis Jülich, bezog eine größere Menge solchen Reisfuttermehles, ließ es in Bonn untersuchen und es wurde ihm die Mittheilung, daß 80 kg desselben im Nährwerth gleich seien 100 kg des sonst sehr beliebten Mais. Der Centner des Futtermehles kostete 7 JL, der Centner Mais 910 «X Das Verhältniß war also umgekehrt und also doppelt günstig. Unser Fortschrittsmann begnügte sich aber nicht damit, sondern nach dem geflügelten Worte Kühn's, daß der heutige Landwirth den Rechenstift ebenso hoch hakten müffe als den Ackerpflug, beschloß er, sich durch einen größe­ren praktischen Versuch von der Richtigkeit zu überzeugen. Es wurden drei Abtheilungen von je sechs Ochsen aufgestellt, gewogen und mit den wirthschaft- lichen Futtermitteln ganz gleichmäßig gefüttert; nur erhielt die eine Abtheilung pro Stück und Tag sechs Pfund Maismehl im Werthe von 54 die zweite 6 Pfund Hafermehl im Werthe von 45 H, die dritte Abtheilung 6 Pfund Reisfuttermehl zum Betrage von 42 Das Nährstoffverhältniß (Eiweißstoff zu Fett und Kohlenhydraten) war bei der ersten Abtheilung 1 : 6,5, bei den beiden anderen 1 : 6, der Unterschied also unerheblich und nach der Ansicht der wiffentschaftlichen Größen dieser Specialität in den erlaubten Grenzen. Nach 30 Tagen wurden die Ochsen wieder gewogen und stellte sich Folgendes heraus: Abtheilung I hatte auf 1000 Pfund Lebensgewicht zusammen per Tag 3,4 Pfund, Abtheilung II 2,4 Pfund, Abtheilung III 3,7 Pfund Zunahme. Die Productiouskosteu eines Pfundes Zuwachsfleisch (ohne Zinsen, Wartung, Risico, Stallmiethe rc.) beliefen sich bei Abtheilung I auf 38, bei Abtheilung II auf 51, bei Abtheilung III auf 32 H. Auf dieses günstige Ergebniß hin wurden die sämmtlichen 18 Ochsen mit der Ration der Abtheilung III ernährt, das Nährstoffverhältniß jedoch durch Verstärkung der Ration an Reisfuttermehl auf 1 : 5 verengert, und es stellte sich bei der Ablieferung an den Metzger bei den ersten zehn Stück, die durchschnittlich 84 Tage auf der Mast gestanden hatten, heraus, daß dieselben durchschnittlich per Stück und Tag drei Pfund gewonnen hatten, was wir als äußerst günstig bezeichnen müffen, selbst wenn die übrigen acht Stück etwas weniger aufbringen sollten.

Der Versuchsansteller, hiermit noch nicht zufrieden, machte mit 18 anderen Ochsen sofort einen zweiten Versuch und hat dieselben eben so ernährt wie die ersten 18, nur erhielt Abtheilung II statt Hafermehl 6 Pfund Gerstenmehl. Nach 23 Tagen hatte Abtheilung I 2,4 Pfund, Abtheilung II 3 Pfund, Ab­theilung III ebenfalls 3 Pfund auf 1000 Pfund Lebensgewicht per Tag zuge­nommen; das Pfund Zuwachsfleisch kostete bei Abtheilung I 55, bei Abthei­lung II 44, bei Abtheilung III 40 Das Reisfuttermehl war auch in diesem zweiten Versuch das wirksamste Mittel zum Zuwachs gewesen. Bei einem dritten Versuche, bei dem nur Mais und Reis in gleichen Quantitäten verwandt wurden, betrug die Zunahme per Tag aus 1000 Pfund Lebensgewicht bei Mais 2,16, bei Reis 2,65 Pfund. Die Kosten der Fleischproduction eben so 61 und 45 H.

Alle drei Versuche haben somit den Ausspruch der Wiffenschaft in diesem Falle von der Praxis glänzend bestätigt; es bleibt nur zu bedauern, daß die Lehren der Wiffenschaft im Großen und im Ganzen noch zu wenig befolgt werden, wenn es auch an einzelnen rühmlichen Ausnahmen nicht fehlt.

Die Nachfrage nach dem Reisfuttermehl ist vielfach im Steigen, aber auch die Gewinnsucht der Verkäufer. So wurden kürzlich in Antwerpen 6000 Ctr. verfälschtes Reismehl angehalten; andernfalls bringen viele Reisstärkefabriken oder deren Agenten oft drei bis fünf verschiedene Sorten Reisabfälle in den Verkehr. Der Landwirth darf sich daher nicht begnügen, den Erfolg bei der Mästung durch die Wage oder bei der Milchproduction durch das Litermaß zu prüfen; er muß genau wissen, was er kauft, wie es unser Gewährsmann ge- than, denn es gilt auch hier das geflügelte Wort:

Beim Düngerhandel und Futterkauf Thu' die Augen oder den Beutel auf!

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Danksagung.

Allen Denen, welche unfern innigst geliebten Gatten, Vater, Schwiegervater und Großvater

Carl Faber

zu seiner letzten Ruhestätte geleitet haben, sagen wir hiermit unfern herzlichsten Dank. (2039

Die trauernden Hinterbliebenen.

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Carl Schwaab.

Bswaiki's Garten J. Winklers anatom. Museum ist täglich geöffnet von Morgens 10 bis Abends

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Freitag nur für Damen geöffnet.

2020) Ich suche für mein Specereigcsckäft per Mitte Mai einen jungen Mann als Lehrling. Carl Lony, Neuenweg.