, ,#dt1 Finrfpn sie nun alle ihre höhnischen Bem rkungen und Spottreden betreffs deren Kleidung, Einrichtung, Charakter rc. buchstäblich wiederholt- Schamerfüllt und völlig betäubt schlichen die Beiden aus dem Hause und wurden seither dort J”c6r [ (sinp interessante Anwmdung foH der P -onograph auch in der Crimiwal ?ufttH4on m-hrm.W -sanden haben. M-n hat mit d-ms-Ib-n S-lbstg-sprSch- oder D -l°ae ° °n Verbrechern ausgefangen, welche st-, sich unbelausch wähnend, in den Gesängniß;ellen machten, und diese Aussagen dann im Gerichtssaale von dem Bhono- graphen wiederholen lassen.
- (Die Losen des Gefreiten Hines.) Der amerikanische Gefreite Hines verlor während er mit seiner Truppe in der Nähe Atlanta's stand, durch ein ohne ?ein Verschulden ausgebrochenes Feuer seine - Hasen. Nun erscheint zwar das stehende Leer der Vereinigten Staaten auf der Parade zuweilen in der zwanstoseften We se; doch soll es bis jcht nicht vorgekommen sein, daß ein Soldat, namentlich dn Gefreiter, ft* ohne Beinkleider bei jenem feierlichen Act etnstellte. Seinem Ansuchen um ein ^^kit-idunasstück wurde daher Folge geleistet, und damit war eine That voll
°L d anz° and»1hÄb Jahre hindurch das G-müch der MstitLrb-härden aus das «ÄviAftp beweat hat. Die Meldung des betreffenden Hauptmanns an seinen ObnsE daß^er d-m Gefreiten ein Paar neu- H°s-N geliefert, rief sofprt die g-harnischt- Kraa b-roar- Auf was stützen Sie Ihre B-fugniß, fo °hn-W-it-r-s nstt dem Eige-i- tbum des Bundes ,u schalten? Die Antwort dreht- stch um die drei Worte: Feuer, nocktt Beine und Parade. Der Oberst meldete die Sache dem General-A»l»tauten, "kfcr dem Hauptquartier. Ein Untersuchungsausschuß wurde angewiesen und nach Atlanta 7-sandt Der Militärcommandant dieses DistrictS ührte den Vorsitz und sandte das Gutachten an den Kriegss-cr-tSr ein. Dieser entdeckte Formfehler so b-dcnk- licher Art, daß er ein- zweite Untersuchung anordnete. Abermals Bericht und endlich die Entscheidung: 1) daß es einen Gesreiten des Namens Hines gebe; 2) daß ohne fein Verschulden Feuer in seinem Zelte ausgebrochen; 3) daß seine $ofen non den stammen icrftort■ 4) daß er stch einer Insubordination schuldig gemacht hätte, wenn ^^au^Grü^d des Verlustes der Hosen nicht ans der Parade -rschi-n-n; 5) daß das Untersuchunasgericht nicht geradezu ein Verbrechen, wenn auch einen gefährlichen Präcedenzfall, in der unter solchen Umständen geschehenen Lieferung von Hosen an ihn erblicke. Schließlich kam die Sache zur Berichterstattung im Abgeordnetenhause, und nahm dort volle zwei Stunden in Anspruch. Zweck all Dieser Schritte war, für die Verausgabung von acht Dollars fünfundsechzig Cents, als Werth drr Hosen und einiger Strümpfe, einen vollailt^gen Ausweis zu haben, und mäßig veranschlagt, sind in dieser Aufgabe achttausend Dollar« vergeudet. Es darf nicht Wunder nehmen, daß der Gefreite Hines, als er stch seiner verbrannten Hosen wegen zumInstand eben^ und endloser Untersuchungen gemacht sah, allerlei Boses witterte, sich schließlich mit der gelieferten Hose seitwärts in die Büsche schlug, und seitdem nicht wieder gesehen ist.
Darmstadt, 24. Juni. Einer der bei dem Entladen einer Granate in Griesheim verunglückten Kugelsucher, Tobias Heß, ist gestern seinen Verletzungen im hiesigen Hospital erlegen.
Darmstadt, 23. Juni. Die Presie hat die Pflicht, den am vorgestrigen Tage erfolgten Tod des Großh. Premierlieutenants Konrad Neßling im 4. Großh. Infanterie-Regiment (Reg. Prim Karl) Nr. 118 nicht vorübergehen zu lassen, ohne gleichzeitig der Thatsache zu gedenken, daß der Verstorbene zu den heldenhaften Erstürmern des Schloßes Chambord am 9. December 1870 gehörte. Eine Compagnie des Großh. 4. Infanterie-Regiments unter Führung des Hauptmann Kattrcin erstürmte das von Mehreren Tausend Franzosen besetzte Schloß und erbeutete fünf Geschütze. Einer der ersten, die in den Schloßhof eindrangen und bas Festhalten der Geschütze, deren Bemannung sich flüchten wollte, bewirkte, war der damalige Lieutenant Neßling. Der Tag, an dem Lieutenant Neßling die Geschütze nach Darmstadt überbrachte, wird noch den hiesigen Einwohnern im Gedächtniß sein. Ein früher Tod hat jetzt den jungen Offizier hinweggenommen. Ehre seinem Andenken.
Literarisches.
♦* (WerthvolleS illuftrirteö Prachtwerk nationalen Charakters.) In der zweiten gänzlich umgearbeiteten, bkS zum Jabre 1878 fortgesetzten Auflage liegt jetzt in zwei stattlichen Bänden vollendet vor: Kaiser Wilhelm, der Wtederhersteller des deutschen Reiches und seine Zeit. Ein Gedenkbuch für das deutsche Volk, von Ferdin a-nd Schmidt und Franz Otto. (Leipzig, Verlag von Otto Spamer.) Obwol der Ausstattung nach, im Anschluß an das in demselben Verlage erschienene Buch von Fedor von Köppen „Fürst Bismarck" ein Prachtwerk, kann dieses Gedenkbuch in Bezug auf Darstellung und Behandlung des Stoffes doch ein Volksbuch im edelsten Sinne des Wortes genannt werden. Den Werth des gedachten Werkes haben Se. Majestät der Kaiser Selbst anerkannt. Im Kaiser!. Kabinetsschretben vom 31. Januar 1878, an Herrn Ferdinand Schmidt gerichtet, heißt es: „Seine Majestät erkennen es mit Vergnügen an, daß Ihre schöne Gabe volksthümltcher Darstellung sich in diesem Buche non Neuem bewährt hat, und daß durch Ihre und Ihres Herrn Mitarbeiters (Franz Otto) Hingebung an die patriotische Aufgabe der deutschen Nation ein Werk geschaffen worden ist, das ihr die Entwicklung der mit der Wiedergeburt des deutschen Reichs zusammenhängenden Ereignisse in anregender, lebensvoller Weise zur Anschauung bringt. Seine Majestät halten Sich überzeugt, daß stch in diesem Sinne dem Werk die Be- urtheilung der weitesten Kreise zuwenden wird." Gleichzeitig hat das K. Preußische Kultusministerium vom 23. Februar 1878 seine Befriedigung über die Ausführung des Werkes durch Anschaffung einer größeren Anzahl von Exemplaren ausgesprochen, wie denn auch der Vorstand der Berliner Schuldeputatton erklärt: „Das Buch mit seinen reizenden Illustrationen ist ein wahres Familienbuch, das in keinem patriotischen Hause seblen sollte." Sachen gewichtigen Empfehlungen gegenüber bedarf es weiterer Worte nicht.
Schlffteberleht» Mitgetheilt von dem Agenten oc6 Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen.
Newyork, 29. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampffchtff Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 10. Juni von Bremen und am 18. Juni von Southampton abgegrmgen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.__
Handel und Verkehr.
Gießen, 2. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 85—95 H, Hühnereier, per Stück 5—6 Enteneier, per St. 6 H, Käse, per Stück 5—10 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter — H, Linsen, 1 Liter — H, Tauben, das Paar 90 Hühner, per Stück 1.40, Hahnen, per St. JL 1.40, Enten, p. Stücke -, Kartoffeln, 100 Kilo 7.50. Ochsenfleisch 70—72 H per Pfd., Kuh- u. Rindfleisch 58—60 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 56—60 H, Hammelfleisch 65—70 H.
H er b orn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 1. Juli. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 255 Ochsen, 311 Kühe und Rinder, 787 Schweine. Der nächste Markt ist am Donnerstag den 25. Juni l. I.
Wie gut und köstlich ist es, wenn man sich so recht gesund und wohl fühlt, wenn einem alles schmeckt, und man sich so ganz der Vollkraft seiner Gesundheit erfreut Tausende haben dies köstliche Gut, aber ebensoviele leben rnißmuthig und verstimmt dahin, es fchlt ihnen der Appetit, der Schlaf, frisches gesundes Blut, und in Folge besten fühlen sie sich müde, abgespannt und unbehaglich. Um sich das Wohlbehagen, die frühere Kraft und Gesundheit wieder zu neben, gi^bt es ein köstliches Mittel, es ist dies die berühmte Schrader'sche weiße LebenS -Essenz, von Apotheker Jul. Schrader in Feuerbach-Stuttgart, die schon Tausenden früheres Wohlbefinden, Kraft und Gesundheit wieder gegeben hat, und die in unzähligen Familien ein Hausschatz geworden ist. Sie sei deßhalb allen Leidenden bestens empfohlen. (3901
Allgemeiner Anzeiger.
3881) Unterzeichneter empfiehlt seine selbst gearbeiteten transportablen Hochherde in verschiedenen Größen zu den billigsten Preisen.
Karl Noll, Schlosser, Flügelsgasse 94.
Na- Schönheitsfehler m Teints und Gesichts, (Entfärbungen, Flecken und Male, Sprödsikdt der Haut, Blutrötbe u. s. w.) Formenfülle rc. rc. behandelt schriftlich wie mündlich; auch versendet gegen Emse düng von tX 5 unschädliche und bewährte Mittel bei genauer Angabe des Uebels die Kosmetische Anstalt, @rüne6urgroeg 38, Frankfurt a.M. [H. 62993] ksm Prospecte auf Verlangen, essa (4037
3765) Zu allen in meiner Praxis vorkommenden Leistungen empfehle ich mich bestens. Wittwe Schneider, Hebamme,
wohnhaft bei Herrn Nagel in der Brandgaffe.
NB. Schellenzug befindet sich am Laden.
AeUgeöotenes.
4061) »Ickmllch, sowie täglich frische Milch bei
Kaufmann Stieber, _____'__________Neustadt, im Hwterbausi.
4011) Die Klee - Ernte von einem ^Morgen großen Acker wird zu kaufen gesucht. Näh. in der Exped. d. Bl.
Hen
kauft. Wer? sagt die Exped. d. Bl. (4039 4045) Ein Haufen Mist zu verkaufen.
________________Neustadt D. 195.
Heugras
von mehreren Wiesen zu verkaufen.
4047)______G. Chr. Spruck.
3990) ! i Heu !!
Rinder-Fahrstühlchen
ä Mk. 4.80, sehr dauerhaft, in Buchenholz, zum Zusammenlegen. Dieselben sind leicht transportabel und eignen sich sowohl für das Zimmer, wie fürs Freie.
Moritz Gregori Sf Sohn.
Petroleum-Kochapparate empfiehlt (3980
Wilh. Orbig am Markt.
3938) Die bereits rühmlichst bekannte •fjanöefefeöer in 3 Spitzen für Correspondenz u. 3 „ „ Buchführung,
sowie Rund- u- Currentschrift- Federn nebst Anleituno zu haben in der
Schreibmaterialien-Handlung
von Ernst Balser, Mäusb.
3896) Sechs antike Stühle und Sessel, eine Partie gebrauchte und neue Stühle aus einer Wirthschaft, Sophas, 2 Wasch- consols (eines mit Marmoraufsatz), Nachttische in Nuß- und Tannenholz mit Marmorplatten, Consolschränkchen, 1 Ausziehtisch, schöne ovaie und Pfeilerspiegel, Kommoden. Bettstellen rc, alle diese Gegenstände sind sehr gut erhalten. Vollständige zwei- chläfrige Betten.
________I. Rothenberger, Lindenylatz.
Feinst gerösteten
Kttffee
I. Qual-, cand. Wiener-Mischung JL. 1.90, II. Qual, ä M 1.60 per Pfund bei 3970) Julius Wallach.
Haarbalsam.
sehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das Wachsthum der Haare. Fl a 60 Pfg. u. M. 1,20.
Haarfärbemittel die Flasche 2
39) €?. F« Semmler in Giessen.
3963) Ein Haus, in welchem seither eine Wirthschaft und ein Specerei- Geschäft be trieben wurde und welches sich außerdem noch zu jedem anderer Geschäft eignet, ist billig zu verkaufen. Näheres bei ______I» Butz.___
Extra - Abdrücke
in Octav-Format
des stenographischen Berichts über die austerordentlich« (General-Versammlung des Vereins der nationalen und liberalen Partei in Giesten am 8. Juni sind in der
Expedition des Giessener Anzeigers
per Stück 10 H zu haben.________________________________
Corned beef, Rinder-Roulade,
Beef tongue, Zungen,
Faysandu ox tongue, ganze Zungen,
Ham, Schinken,
empfiehlt zu den billigsten Preisen
3960) (Uff*
P* Rdsert» ucrßiifhrr,
W allthorstrasse 156,
liefert in geschmackvoller Ausführung und billigen Preisen: Spiegel jeder Art und Größe, Consol- und Nipptische mit Marmorplatten, Bilder- Nahmen für Oelgemälde rc., Photographie-Rahmen, reich verziert. Gallerien mit und ohne Verzierungen.
Das Neuvergolden obiger Artikel wird schnell und aufls Beste aus» geführt. Das Einrahmen von Bildern in Gold-, Politur- und antiken Leisten wird bei billigstem Preise schnellstens besorgt.(1063
Zu AMuttungeu v |
empfehle
vorzügliche Qualitäten Kleinen in allen Breiten, Haus- V? macher u. Damast-Gebild, Zivil Ich, Barchent, ff Flaumendrell, staubfreie Bettfedern, Dau- ff neu und Bosshaare. ff
Anfertigung vollständiger Betten unter Garantie, zu äusserst billigen Preisen.
.11. Kaan, S
3739) vorm. 8. Weimers he im. v
1462) Meinen stets frisch gebrannten Kaffee in vorzüglichster Qualität ä Pfd. 1 <Ä. 83 4 bringe ich in empfehlende Erinnerung. Emil Fischbach»


