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1878.

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11 und

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag».

RedactionSbureaur Gartenstraße v. 165.

«xpeditionSbureaur Schulstraße 8. 18.

Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf.

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~ Gießen, am 30. Juli 1878.

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Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Großherröalichen Bürgermeestereeen.

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Hrchener Wyerger

AnM- uib Amtsblatt fit teil Kreis Gießt«._______________

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I. Vorstand. nn Lage, etwa . ilion der Main- egende ca. 3000 mit bedeutendem ande, durch die : ußbett mit guter inti dazu ge- i 30 Morgen um- it vorzüglichem ! Berge, \W - liederwald, beide ldend, soll ous Zepternber d. I. i achtet werden, i stch zu wenden berg, W'-

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Stimmen.

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Berlin, 29. Juli. DieKreuz-Ztg." ist des Sieges ihrer Partei bei den bevorstehenden Wahlen bereits so gewiß, daß sie etwas voreilig schon jetzt diejenigen Maßnahmender friedlichen Reaction" ausplaudert, die man in ihrem Lager im Schilde führt. Eine der interesiantesten darunter ist die beabsichtigte Wiedereinführung des Taufzwanges. Dadurch alfo memt man den Elnfluß des Christenthums in unserem Volksleben wieder Herstellen zu können, daß man die Potr- zeigewalt anruft, um die Eltern wider ihren Willen zur Taufe ihrer Kinder zu nöthigen! Das ist diekirchliche Selbständigkeit", die irr den Kreisen der Kreuz-Zeitungs"-Partei angestrebt wird. Es liegt dieser Forderung eine Auf- fasiung von der Kindertaufe zu Grunde, gegen die wir vom Standpunkte der evangelischen Kirche die entschiedenste Verwahrung etnlegen muffen. Wenn es der Kirche nicht gelingt, mit den eigenen ihr zu Gebote stehenden Mttteln und - Kräften und mit den geistlichen Waffen des evangelischen Zeugmffes ihre Gl'.e-1

n?afyl E^erNch Wiedergewählt Schröder (nat.-lib.) mit großer Majorität.

Worms. Görz (nat.-lib.) 7499, v. Biegeleben (ultram.) 2855, Dres- bach (Soc.) 415 St. »gg»»

Wahlergebniffe.

Harbach. Wurde v. Rabenau einstimmig gewählt.

Obbornhofen. Sämmtltche 77 abgegebene Stimmen fielen v. Rabenau.

Londorf, v. Rabenau 104 St., Zimmer 7 St.

Keffelbach. v. Rabenau 63 St., Zimmer 1 St.

Odenhausen, v. Rabenau 38 St., Zimmer 6 St. .

Geilshausen, v. Rabenau 23 St., Zimmer 17 St.

Weitershein. v. Rabenau 68 St.

Nüddingshausen. v. Rabenau 82 St.

Allertshausen, v. Rabenau 26 St., Zimmer 3 St.

Climbach, v. Rabenau 14 St., Zimmer 5 St.

Staufenberg, v. Rabenau 89 St., Liebknecht 1 St.

Lollar, v. Rabenau 87 St., Zimmer 2 St., Liebknecht 3 St.

erhofften ^G Nachdem unterm 2. v. Mts. eine Ehrenzulage für

die Inhaber des Eisernen Kreuzes feftgeflellt worden ist, sollen diejenrgen In­haber dieses Krtegsordens von 1870/71, welche hiernach Anspruch au d e erwähnte Ehrenzulage haben, nunmehr öffentlich aufgefordert werden, sich unge­säumt unter Vorlegung der bezüglichen Besitzzeugnisse ber dem

zu melden, um die Ausfertigung ves zur Erhebung der Zulage nöthigen Zeug­nisses des betr. Generalkommandos herbeizuführen.

Berlin, 30. Juli. Für den heutigen Tag der Wahl sind sowohl Sei­tens des königlichen Polizei-Präsidiums, als auch der Militärbehörden umfang­reiche Maßnahmen getroffen worden, einem sogenannten und wie verlautet vorbereitetenPutsch" von Soctaldemokraten sofort entschieden entgegenzutreten. Dies gilt namentlich vom 4. und 6. Wahlkreise. Infanterie und Kavallerie bleibt abtheilungswetse in den Kasernen consigntrt, um erforderlichen Falls gleich eingreifen zu können. Hoffentlich sind diese Vorbereitungen vergeblich getroffen

der zur Taufe ihrer Kinder anzuhalten, dann wird eine äußerlich erzwungene Kindertaufe nur dazu dienen, die Zahl der Nomenchristen zu vermehren, e dem christlichen Leben innerlich völlig entfremdet sind. Oder sind nicht die nach Tausenden zählenden Anhänger der Socialdemokratie sammt und sonders getaufte Christen? Wird man es dadurch verhindern können, daß inunserer Mitte ein Heidengeschlecht heranwächst", wenn man die Kind erlaufe, die em Be- kenntniß und eine Verpflichtung der Eltern zur christlichen Erziehung ihrer Km- der sein soll, zu einer äußerlich erzwungenen Ceremonie erniedrigt

Berlin, 30. Juli. Bezüglich des auf Wunsch des Kaisers in Babels­berg erfolgten vorgestrigen Empfanges der Minister und des Presidenten des evangelischen Oberklrchenraths wird derNordd. Allg. Zig- bestätigt, daß der Kaiser sich sehr herzlich und ergreifend gegen die-Mmtster ausgesprochen hat, sowohl bezüglich der traurigen Veranlassung seines Leidens, wie bezüglich der zu

Der Meuchelmörder Hödel liegt noch immer in seiner alten> Gefang- nißzelle auf Station 7 der Stadtvogtei. Auch wird er noch ärztlich behandelt, da sein von einem unsittlichen Lebenswandel herrührendes Leiden, an welchem er seit seiner Einlieferung behandelt wird, noch nicht ganz gehoben ist. M erhält Lazarethkost erster Form und beschäftigt sich eifrigst mit Lesen , da er an den Händen gefesselt und in Folge deffen von körperlicher Arbei-verschont ist. Das körperliche Befinden des Meuchelmörders Nobtltng bessert sich merklich. Zu einer Vernehmung deffelben wird man jedoch vor der Hand nicht wieder schreiten. Am Sonntag wurde Nobtltng wiederum in die Kirche der Stadt-

Nuttershausen. v. Rabenau 29 St.

Mainzlar. v. Rabenau 70 St., Liebknecht 2 St.

Allendorf a. d. Lda. v. Rabenau 93 St., Zimmer 59 St.

Treis a. d. Lda. v. Rabenau 50 St., Zimmer 8 St., Liebknecht

Berlin. 30. Juli. Die Tabaksteuerenquete, welche jetzt im Gange ist, beruht bekanntlich auf Gesetz. Der vorige Reichstag hat ihr unter dem map* gebenden Einfluß der nationalltberalen Fiktion zu^stimmt, nachdem aus dem Gesekentwurf Alles gestrichen war, was ihr die Richtung auf das Monopol Mb ober zu geben scheinen konnte. Von der genannten Fraktion war vorher weimal mit Einstimmigkeit sestgestellt daß das Tabaksmonopol unannehmbar fei Diese Umstände muß die Enquetekommission sich natürlich bet ihrem Vor gehen geaenwärttg erhalten. Sie hat kein einseitiges Mandat von dem Reichs- kaniler oder dem Bundesrath, sondern ein vereinbartes von allen drei Faktoren der^Reichsgesetzgebung. Nach ihren ersten lautgewordenen Schritten zu utthellen, ist die Commisston sich dieser ihrer Pflicht und Verantwortlichkeit bewußt. Sie hält das dentsch^ Tabakaeschäft als ein Ganzes nicht schon für verdammt mit Haut ; und Haa?vom Staate verschlungen zu werden, weil ein mächtiger und popu ärer , Mund dies einmal leider öffentlich für sein Ideal erklärt hat- Wir schl eße : das namentlich ans der Zurnckweistmg dtt ihr angebotenen stat st,schen Dienste . ves bekannten Monopoladvokaten Dr. G- Mayr aus Lunchen, st I ' von derCommisstou taktvoller Weise eine neutrale W«

ratb Melken mit der aufzunehmenden besonderen Statistik betra 1

k rr Mam oll in Folge dessen Berlin verlaffen haben, da auch aus der Re.se n^ach den Vereinigten Staaten zum Studium der dortigen sehr ergiebigen Fab-

Jn'^en^munden Kirtorf, Kbergleen, Altenburg, Eifa, Sckwabenrod, Herbstein, Heidelbach, Laubach, Eudorf, uWste^u und Stockhausen erhielt Prof Gar eis 510 und Graf zu Solm^Laubach 704 Stimmen. - Mit den in gestriger Nummer au« dem 111. Wahlkreis veröffentlichten Stimmen sind bis heute für Herrn 2463 gegen 770 Stimmen abgegeben worden. Wir können demnach schon beute eine gründliche Abfuhr der Conservativen constatlren.

Wahlkreis Darmstadt-Großgerau. Küchler ) ^973, Buch­ner (Fortschr.) 3935, Most (Soc.-Dem.) 1967, Wambolt (ultr.) 164 St. Höchstwahrscheinlich Stichwahl zwischen Kuchler und Buchner, da noch aus­stehende Ergebniffe von Landorten das Resultat W tomKn.

Offenbach-Dieburg. Dernburg (nat.-lib.) 6500, Liebknecht (Soc.- Dem.) 2500, Wasserburg (cler.) 2500, Flinsch (Fortschritt) 800 St. Stlch-

^^Daubringen. v. Rabenau 59 St., Liebknecht 16 St.

Alsfeld. Prof. Gareis 522, Graf Solms-Laubach 9

Schadenbach. "

Deckenbach. 42

Bleidenrod. 39 »

Nied. Gemünden. 27