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— Der Verein für GeflKg-l- und Vogelzucht ryjrd in den Tagen vom 8. bis 11. April Hierselbst wieder eine grtzße allgemeine' Ausstellung veranstalten. Der verein bat in der Generalversammlung am 25. Januar seine Firma dahin abgcändert, daß Kaninchenzuckr ausgeiaü^n ift und können solche Tbiere bei der diesjährigen Ausstellung keine Aufnahme staden. Ueberhaupt Hat die Math der Kaninchenzucht stch.be- dkutend/gelegt und dürfte dieses Thier als nicht tauglich für unser Klima wenig Liebhaber ckehr finden. Dagegen waS die Zucht der Hühner sowie Kanarienvögel nnbe- langt, kann sich der hiesige Verein getrost an die Seite jedes anderen ähnlichen Vereines stellen. .yr“
— Wenn wir nun einmal am vereinSwesen sind, wollen wir ferner nicht unerwähnt laften, daß sich hierselbst ein Ruderclub gebildet hat. DaS Terrain zur Erbauung einer Boöttzholle ist. besM von Herrn Burk gekauft und dürfte für die Folge beim Schlittschuhlaufen auf der Woog der Zugang nicht mehr so angenehm sein, weil gerade dieses Stück Wiese vom Nuderclub um den Preis von 2000 jl erworben yöot< den ist.
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Vermischtes.
Aachen, 24. Jan. Ein großer Leichenzug bewerte sich gestern Abend zwischen 6 und. 7 Uhr durch die Stadt. Es war der am Montag in einem Pistolen-Duell gefallene Polytechniter v. Viberstein-Kosinski, dem seine Commilitonen in althergebrachter, feierlicher Weise mit Musik und unter Fickclbeleuchtung das letzte Geleit gaben. Am Grabe hielt der Senior dcs CorpS, dem der Verblichene angebört hatte, eine kurze An- spräche, worauf daS gesammte Trauergeleit sich unter den Klängen der Musik nach dem Theaterplatz begab und unter Absingung deS Gaudeamus dort die Fackeln zusam menwarf. Die Aach. Ztg. bemerkt: Mir glauben, es wäre im Interesse sowohl des Verblichenen als auch seine« Gegners, der sich noch dem bekiagenswerthen Ausgang des Streites sofört der Behörde stellte und sich augenblicklich in Präventivhast befindet, wenn die üb.r die Ursachen und den Hergang des Duells genau Jnformirten sich ent- fchließen möchten, eine authentische Darstellung der Vorgänge zu vereinbaren."
Edinburg, 24. Jmuar. Eine über den Fluß Wick führende Hängebrücke, die während der Erbauung einer steinernen für den Verkehr der Fußgänger gebraucht wird, ist am Samstag in einem Augenblicke, als sich etwa 70 Leute darauf befanden, 15 Fuß tief gesunken. Die Menschen sielen zwar ins Wasser, dennoch ist keine einzige schwere Verletzung erlitten worden, da die „Versenkung" ziemlich allmählig geschah.
— „Aber wie kann man sich um die Gerechtsame eines Brunnens so viele Mühe und Kosten machens rief der Richter zwei Streitenden im Termine zu. „Erlauben Sie, meinte mit Würde der Rechtsanwalt, mein Client sowohl wie auch dessen Gegenpartei find Milchhändler und der nächste Brunnen liegt 20 Minuten von ihren Häusern entfernt."
— Neulich klopfte ein Betteljunge an die Thur einer hochbejahrten Jungfrau, die wegen ihres Geize« verschrieen war. Sie wies ihn ab und er erwiderte: „Ich wollte, Sie wären Eoa gewesen." „Warum Du?" „Weil Sic den Apfel ganz allein gegessen hätten, statt ihn mit Adam zu Heilen."
— tBesondere Aufmerksamkeit.) In der Pfarrkirche zu N. wird vor jeder vor- zmiehmenden Trauung aus Rücksicht gegen das Brautpaar die Ueberschrift des Altarbildes bedeckt. Dort steht geschrieben: „Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun"
■! IM«»«
~ Das neue vieractige Lustspiel „Ein Pessimist" von Ernst Eckstein iina am 25. d. M. zum ersten Male im königl. Schauspielbause in Berlin vor ausverkauftem Hause in Scene und erzielte einen glänzenden Erfolg. Selbst die „Kreuzzeitung", deren marti*Y^nc UrfQ$e b?*- Verfasser gerade dieses Lustspiels sonderlich hold zu sein, ist ehrlich genug den donnernden Applaus und das stürmische Rufen nach bem Dichter zu conftatiren. Inzwischen ist das Stück bereits wiederholt worden.
~ ^ie Uniüerfität Sübtngen feiert in diesem Jahre ihr dreihnn>ertjährigeS-Jubiläum. Rach einem vorläufigen Programm wird dasselbe oom 9. bis 11. August be- gnngen werden. Der Hauptfefttag wird der 10. August fein.
LiebigS-Denkmal.
sür die Errichtung eines Denkmalcs für unseren
Mitbürger Justus von Liebrg wird in der neuesten Zeit so viel debattirt, daß haK* «Wmeffen erscheint, die Angelegenheit mit einigen »orten in der Oeffent- I? L Ä iu besprechen. Der sich Jedermann zuerst aufdrängende Gedanke ist doch wohl, daß ein Denkmal für einen der berühmtesten Gelehrten aller Zeiten, der mehrere De- cennien unsere Universität zierte, wo möglich mit letzterer Anstalt in Verbindung gebracht werden müsse. Vor dem chemischen Laboratorium, in welchem Liebig seine epochemachenden Arbeiten vollbracht, das voraussichtlich nicht mehr viele Jahre an seiner ietziaen Stelle verbleiben wrrd, ist die Errichtung einer Statue aus Mangel an Raum unmöglich und auch vor der neu gu erbauenden Aula wird eine solche nur aufgestellt werden Tonnen, wenn die Aula in angemessener Entfernung von der LudwigSstraße zurückbl-'ibt wozu sich die Baubehörde bereit erklärt haben soll, und wenn die Stadt den gegenüber liegenden Platz in der Größe von 300 ^Klafter dem Comite zur Verfügung stellt. Ein wesentliches Opfer wird hierbei von Seiten der Stadt nicht gebracht, denn die Schaffung eines öffentlichen Platzes, an denen unsere Stadt keinen Ueberflnß hat, erscheint unter allen Umständen wünschenswerth und würde mit einem Opfer von fl. 1800 (wie un8 versichert wurde, hat die Stadt f. Z. das Gelände, welches Herr gerb. Gail in Tausch für das erforderliche beansprucht, zu fl. 6 per □Ätafter erworben), gewiß nicht zu theuer erkauft sein. Die Stadt würde also mit einem mäßigen Beitrag für ?,l,®rri*tun9 ^s beabsichtigten Denkmals gleichzeitig eine Zierde und eine Annehmlichkeit für fämmtliche Bewohner schaffen und eines Beitrages für bai Liebig-Denkmal' wird sich die Stadt doch weder entziehen können noch wollen.
, Dem bei Erörterung dieser Angelegenheit öfter genannten Ludwigsplatz mangeln so vollständig alle für die Errichtung eines größeren Denkmalcs erforderlichen Quali- ficationen, daß fein Einsichtiger, nachdem er sich diesen Platz angesehen, noch ein Wort verlieren wird. Die neue Anlage ist bereits eine solche Zierde der Stadt, daß sie durch Hinzufügung eines größeren Denkmale« nicht gewinnen, sondern nur verlieren könnte.*)
*) Indem wir Vorstehendem gerne Raum gewähren, scheint uns als wenn wir es bereits mit etwas Fertigem, einem bestimmten Platz zu thun hätten. — Mir nichts Dir nichts Ludwigsplatz und Reue Anlage zu verwerfen und das Denkmal gewissermaßen außerhalb der Stadt und in eine erst nach Jahren frequentirte Straße zu placiren und dazu noch Gelände ankaufen, wo solche« an den bereiten zwei Plätzen gratis vorhanden ist, dünkt un«, in Anbetracht unserer gewiß nicht mageren Kommunal- steuerzettcl, etwas zu weit gegangen. Hoffentlich wird unser löblicher Stadtoorftand sich dieses Projekt etwas näher betrachten. D. Red.
Allgemeiner Anzeiger-
Wesondere ZLekanntmachung.
Bekanntmachung.
Bei dem unterfertigten Gerichte wurde leute folgender Eintrag in das Ftrmen- rcgister vollzogen:
Moses Katz von Großen - Buseck hat seinen Viehhandel daselbst am 31. December 1876 niederqelegt.
Gießen, den 17. Januar 1877. (581
Grobherzogliches Landgericht Gießen.
Erdmann, Landrichter.
Versteigerungen.
Große Fichten - Nutzhots- Dersteigerung
in der Königlichen Oberförsterei Roßberg.
Rus her Abteilung bei Districts Rr. 29 Hcstnstruth werden
Dienstag den 6. und Mittwoch den 7. Februar 1877, jedesmal von Morgens 9 Uhr ab, im Schneide r'schen Wirthshause zu Roßberg versteigert:
2164 Schneid-, Buu- und Nutzholzstämme III. IV. und V. Classe, bis zu 20 Mtr. Länge und bis zu 36 Centimtr. mittleren Durchmesser — 738,72 Festmtr. haltend, 850 Stück Nutzholzstangen I. II. und III. Classe und 168 Rmtr. Schichtnutzholz II. Classe (Rollen „ von 3 und 2 Mtr. Länge).
Förster Koch von Wermertshausen wird den, Montag den 5. Februar er., Morgens 10 Uhr im Schnei d e r'schen Wirthshause sich einfindenden Kaufliebhabern das zur Versteigerung kommende Holz im Walde i'oyeigen.
Roßberg, am 27. Januar 1877, (582
Der Königliche Oberförster:
___Schulz.____________
Holzversteigerung
im Watzenborner und Steinberger Gemeindewald.
Freitag den 2. Februar I. I., Vormittags von 10 Uhr an, sollen in hiesigem Gemeindewald, Di- slrict Goldkopf, folgende Holzsortimente »ersteigert werden, als:
43 Nadel-Stämme mit 10,16 Festmeter
722 „ Stangen, „ 49,90
35 Rmtr. Nadel-Prügelholz,
84 „ Stockholz,
1310 Nadel-Wellen.
Die Zusammenkunft ist im District Gold- lopf.
Watzenborn am 24. Januar 1877.
^roßhl. Bürgermeisterei Watzenborn Schäfer. (489
Holzversteigerung
in der
Königl. Oberförsterei Krofdorf.
Am Dienstag den 6. Februar d. I. und am Mittwoch den 7. Februar, Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahlert nachstehend bezeichnete Holz- Sortimente öffentlich meistbietend versteigert:
Am Dienstag den 6. Fcb ruar d. I.:
District 4, 6 und 7 (Jungferannawald).
Eichen: 8 Stämme oon mittl. Dimensionen, 19 Rmtr. Nutzholz, 35 Rmtr. Scheit und Knüppel.
Buchen: 201 Rmtr. Scheit und Knüppel.
District 9a.d. (Kahleberg):
Eichen: 2Rmtr.Scheit. Buchenr 18Rmtr.
Scheit.
District 10a. (DiebSkant):
Eichen: 1 Rmtr. Scheit. Buchen: 10 Rmtr.
Scheit.
District 12. (Fohnbachskopf):
Eichen: 4 Stämme mittl. Dimensionen, 10 Rmtr. Nutzholz, 3 Rmtr. Scheit. Buchen: 275 Rmtr. Scheit u. Knüppel.
District 15a. (Buchwald):
Eichen: 2 Rmtr. Scheit.
District 31a.b., 32, 36, 39. (Kreuzschläge): Buchen: 23 Rmtr. Scheit.
District 40a. u. b. (Dreispitze):
Eichen: 1 Stamm oon mittl. Dimension, 1 Rmtr. Nutzholz, 1 Rmtr. Scheit. Buchen: 5 Rmtr. Scheit-
District 28a. (Eichwäldchen):
Eichen: 2 Rmtr. Nutzholz. 7 Rmtr. Scheit-
District 43 (Sauerheege):.
Nadelholz: 5 Rmtr- Nutzholz, 3 Rmtr.
Knüppel-
District 46. (Klettenbergcrhardt):
Buchen: 2 Rmtr. Knüppel.
District 56b., 57b. u. c., 66a.b.c.d. (Lichten- berger-Stangenholz):
Eichen: 2 Stämme von mittl. Dimensionen, 5 Rmtr. Scheit. Buchen: 48 Rmtr. Scheit, Knüppel und Stöcke.
District 73a.b. (Lindenschied): Eichen: 1 Stamm von mittl. Dimensionen, 2 Rmtr. Nutzholz, 5 Rmtr. Scheit. Buchen: 284 Rmtr. Scheit u- Knüppel.
Am Mittwoch den 7. Februar d. I r
District 72a.b.c., 74a.b.o., 75a.b.c.d. (Lindenschied):
Buchen: 1118 Rmtr- Scheit und Knüppel-
District 59a. u. c. (Gehren):
Buchen: 3 Rmtr. Scheit.
District 70 (Hirschsprung):
Buchen: 348 Rmtr. Scheit und Knüppel.
District 83. (Hardt):
Eichen: 1 Rmtr. Scheit. Buchen: 2 Rmtr.
Scheit.
District 87. (Hasengarten):
Eichen: 2 Rmtr. Scheit.
Den Holzkäufern, welche sichere Bürgschaft leisten, kann Zablungsausstand bis zum 1- Januar 1878 bewilligt werden. (592
Krofdorf, den 29. Januar 1877.
Der Königl. Oberförster: ___________v. Meibom-___________
Holzverstcigerung.
Montag den 5. und Dienstag den 6. Februar, jedeSmal Morgens 10 Uhr anfangend, soll in dem Stadtwald zu Hungen nach- ocrzeichnetes Bau- und Werkholz versteigert werden:
Montag den 5. Februar im District Hubbach:
557 Fichten-Stammbolz oon 14—36 Eenti- meter Durchmesser und 5—18 Meter Länge,
5 Eichenstämme vsn 15—24 Centimeter Durchmesser und 4—8 Meter Länge. Dien st ag den 6. Februar
im District Steinkaute:
604 Kiefern-Stammholz von 14—86 Centimeter Durchmesser und 5—18 Meter Länge,
11 Eichenstamme von 15—30 (Zentimeter Durchmesser und 4—10 Meter Länge,
1 Kirschbaumstamm von 15—24 Centt' meter Durchmesser und 10 Meter Länge.
Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Morgens 10 Ubr.
Hungen, den 29 Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. ____________Bender.________ (594
Holzversteigerung.
Montag den 5. Februar I- I., Vormittaas 9 Uhr anfangend, soll im RüddingShäuser Gemeindewald, District Schneid, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
98 Rmtr. Fichten-, Scheit- u. Prügelhslz, 106 „ deSgl. Stockholz,
178 „ deSgl. Rcisholz,
438 Nadelbaustämme von 15—33 Centimeter Durchmesser und bis 18 Meter Länge = 133,91 Cubikmeter.
140 Stangen von 9 — 14 Zentimeter Durchmesser inb 12 Meter Länge — 12,66 Cubikmeter.
Die Zusammenkunft ist irn genannten District nahe am Vicinalweg von Rüdding«- hausen nach WeiterShain.
RüddingShaufen, am 27. Januar 1877. Großh. Bürgermeisterei RüddingShaufen.
Loth.(583
Bauholz-Versteigerung
in der Mrstl. Oberförsterei Lich.
Dienstag den 6. Februar sollen im Langberg bei Mühlfachsen versteigert werden:
519 Nadelholz-Stämme, meist Fichten, 15—36 Centimtr. stark und 9—18 Metr. lang, mit 211 Kbm.,
4 Eichen-Siamme, mit 3 65 Kbm,
1 LlSbeer-Stamm, mit 0,39 Kbm. und 450 Fichten-Stangen, mit 51 Kbm.
Inhalt.
Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Mühlweg beim Pflanzgarten.
Lich, den 29. Januar 1877. (583
Wtmmenauer, Forstrath.
AeUgeöoterres. Feinste
Gothaer Cervelatwurst
empfiehlt 597) Gg. Wilh. Weidig.
580) Die anerkannten besten Tinten von August Leonhardt in Dresden, Zahn»Mundwasser zur sofortigen Beseitigung der Zahnschmerzen, von E- H ü ck- stadt in Berlin, Dr. Romershausen's vorzügliche Tlugenestenz, englische Meffer und Gabeln, Putzsteine, ans Lager bei _____________«ytiIIii» Wallach« Grrüuchrrtkn Lachs empfiehlt (414
___________________Emil Fischbach
Preßziegel
empfiehlt S. Katzen stein,
443)_________________Holzbandlung.
523) Lein- u. Sawenkuchen, sowie amerikanischen MaiS in frischer Waare empfiehlt
J. M. Schulhof.
491) Durch den Verkauf meines HauseS bin ich genöthigt, fämmtliche noch vorräthigen Möbeln, bestehend aus Kleiderfchrankcn, Küchenschränken mit Glas-Aufsatz, Tischen, Nachttischen, Bettstellen, Kinderbettstellen u. s. ro-, um damit zu räumen, zu den billigsten Preffen abzugeben.
H. Werner, Kaplansgasse 227.
Amerikanische Ochsenzungen
in 2-Pfd.-Dosen,
Feinste Servelatwurst, „ Salamiwurst, empfiehlt (47T
Emil Elschbach.
Feinster
Dorsch-Leberlhran
fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen mit gestempeltem Metallverschluß ä60^, 1.—
und JL 1.70 echt zu haben bei (305 C. F. Semtnler.


