Ausgabe 
28.10.1877 Zweites Blatt
 
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ralpostmeister Manners hat nämlich versichert, England werde stets bereit sein, für die Beendigung deS Krieges m wirken, wenn es möglich sei, dem militäri­schen Ehrgefühl der Kämpfenden und den Interessen Europas gleichmäßig ge­recht zu werden. Der frühere Premierminister Gladstone hat eine Rundreise durch Irland angetreten und überall eine gute Aufnahme gefunden, hat aber die Erwartungen derer, welche von ihm Aeußerungen über dieirische Frage" zu hören hofften, bisher getäuscht, indem er jede Aufforderung zu öffentlichen Reden ablehnte.

Der Kaiser von Brasilien ist von seiner langen Reise durch Europa endlich in seine Heimath zurückgekehrt und hat die Kammern mit einer Thron­rede geschlossen, in welcher er des freundlichen Empfangs, der ihm in Europa zu Thetl geworden, mit warmen Worten Erwähnung thut.

Die Ausgaben der Kriminal- und Polizeikassen in den drei

Vrovinze.i beliefen sich im Jahr 1876 nach dem Stand vom 30. Juli 1877:

1) in der Provinz Starkenburg:

a. im Ressort des Justizministeriums auf . ..... 120,150 13

b. im Ressort des Ministeriums des Innern auf .... 10,520 27

2) in der Provinz Oberhessen:

a. im Ressort des Justizministeriums 79,739 70

b. im Ressort des Ministeriums des Innern 6,486 27

3) in der Prorinz Rheinhessen:

a. im Ressort der Justiz....... 67,451 36

b. im Ressort des Ministeriums des Innern an allgemeine

Ausgaben, sowie für daS Arresthaus in Alzey und die übrigen Haft- lokale .................... . 27,519 75

Vermischtes.

Darmstadt, 23. Oktbr. (Statistische Bemerkungen in Bezug auf die Straf­rechtspflege.) Vergleicht man die Ergebnisse der Strafrechtspflege, so haben wir zu nächst die Frequenz in den Strafanstalten im Laufe der letzten Jahre zusammenzustellen. Das Jahr 1876 ergibt hierbei eine nicht unbedeutende Zunahme. Es waren

A. in dem Londeszuchthaus zu Marienschloß in den Jahren:

1) 1874 dettnirt gewesen..........

2) 1875

3) 1876 ...

Züchtlinge und am 16. Mai 1877 belief sich deren Stand auf 344 Kopfe.

B. In dem Gefängnisse zu Darmstadt, welches ausschließlich für männliche Sträf­linge bestimmt ist, befanden sich:

1) 1874 an Gefangenen 207

2 1875 , 213

3) 1876 Z ........ ... 313

und am 1. Mai 1877 ...........140

C. In dem Gefängnisse zu Mainz, in welchem sich auch Frauenspersonen und jugendliche Verbrecher vom 12. bis 18. Lebensjahr in besonderen Abteilungen befinden, waren dettnirt

1) 1874 die Zahl von 373

2) 1875 407

3) 1876 453

und am 1. Mai 1877 123

436

467

499

Personen.

D. In dem Arbeitshause zu Dieburg, in welchem am 5. März 1875 der erste Corrigend Aufnahme fand, betrug die Zahl der zur Verbüßung einer Nachhaft be­stimmten Personen, nämlich Landstreicher, Gewohnheitsbettler, Trunkenbolde, Müssig­gänger und liderliche Dirnen 147 Köpfe.

Danach betrug die Zahl der in diesen vier Landes- und Prooinzialstrafanstalten während des Jahres 1876 befindlichen Sträflinge 1354 Personen, so daß auf 653 Seelen der Bevölkerung Ein Strafgefangener kommt und zwar wegen eigentlicher Verbrechen und Vergehen.

In Untersuchungshaft wegen solcher Verbrechen und Vergehen befanden sich während des Jahres 1876 allein bet den 18 Stadt- und Landgerichten der Provinz Starkenburg in den Bezirksgefängnissen 1324 Personen.

E. Wegen Übertretungen gegen das Polizei-, Feld-, Forst-, Jagdstrafgesetz und die Defrandationsstrafgesetze werden in der Regel nur Geldstrafen verhängt und sind daher die Hauptstrafen, und die in den Haftlokalen zu verbüßenden Gefängnißstrafen bis zu einem Monat nicht von großer Bedeutung.

F. Festungshaft, welche im Provinzialarrefthause zu Darmstadt zu verbüßen ist, wird selten verhängt; es kamen im Jahre 1876 nur 6 Verurteilungen wegen Zwei­kampfes vor.

G. Geldstrafen wurden im Jahre 1874 der Staatskasse überwiesen 150,403 fl. 141/4 fr. oder 257,936 X 68 H. Die Nettoeinnahme wird jedoch bedeutend geringer ausfallen. Der Aufwand für die obigen Strafanstalten belief sich im Jahr 1876 auf folgende Summen:

ad A. Nach dem Kredit ist für das Zuchthaus zu Marien­schloß ein Zuschuß aus der Staatskasse nothwendig im Betrage von 102,206

ad B. Für das Gefängniß in Darmstadt war nach dem

Stande vom 30. Juli 1877, welcher sich nach dem Schlüsse der Rech­nungen zu Ende September kaum ändern dürfte, nach Abzug der Einnahmen von 6413 JL 44 $ ein Zuschuß erforderlich von . . 32,452 31

ad C. Das Gefängniß und Arresthaus zu Mainz erforderte einen Zuschuß von..................45,131 85

ad D. Der Staatszuschuß für daS Arbeitshaus in Dieburg betrug . 17,667 18

Summa gl97,457 34 X

Summa 311,867 JL 48 H. oben 197,457 34

Summa zusammen 509 324 ,, 82 H.

Davon wird nur ein kleiner Th eil durch Einziehung von UntersuchungSkosten der Staatskasse wieder ersetzt.

Allen Kranken Kraft und (ScfunBfccit ohne Medici» und ohne Kosten durch di- Heilnahrung: lievalesciere .D.unB2., Seit 30 fahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheits- speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne M-dlcln und obnr Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lu i^en-. Leber-, Drüsen., Schleimhaut-, Athem-. Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, A'thma, Husten. Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwach?, Hamor- -hoiden, Wass-rsucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrousen, Uebklkett und Erbrechen se bst während der Schwange-schast, Diabetes, Melancholie, Ab / aaerun?, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung' Säuglinge schon von er Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. Ein Auszug aus 80,000 Eeiti- 'icaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter CerUficate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Dhor-laud, Dr. Campbell, Professor Dr. D6dö, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brähan, und vielen anderen hochaeilellten Personen, wird franco auf Verlangen eingelandl.

Abgekürzter Au-zug aus 80,000 Eertlficaten.

Pir. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Rcvaieecibre hat meine 18jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwache und nächtlichem Schweiß gänzlich befestigt. .

I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des lies.

Ar. 89211. Oroaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalescikre ..nd leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, er» freue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer.

Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, Erbrechungen, Verstopfungen und Taubbcit gänzlich bergeslellt.

62845. Pfarrer Boilet von Eerainville. Von Asthma mit häufigen Erstickungen oflatg Ho4i6^Frau Major Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder vom ^rüse"^^2io Marquise von Brthan von 7jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit aittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie.

Nr. 75877. Florian Köller, K. Militärvn walter, Grotzwardein, von Lungen- und Luftröbren-Katarrh., Kopsschwindel und Brystbeklemmung.

Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Ho er der öffentlichen höheren Handels» Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttunp.

Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichteit, Schlaflosigkeit und Abmagerung.

Nr. 75928. Baron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen rc. Die Revalescifere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.

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