Ausgabe 
26.10.1877
 
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6.7

mit

pCt. der etngemaischten Stärke,

nämlich

und es wird empfohlen, als Normaltemperatur für die Diastasewirkung60° C 48vR, eine Mehrgährung von 4y25 pCt- aufweisen.

bis bis bis

An zur

5.9

6.4

Bohm ....

Henze .... nicht unerheblichen Abweichungen.

Bet altem Verfahren Hollefreuud . . Bohm . . . . Henze . . . .

4.8

4.4

5.1

18.7

6.9

7.2

7.0

9.0

9.1

Larrdwirthfchaftliches.

Die Ergebnisse der neuesten Untersuchungen auf dem Gebiete der Branntweinbrennerei.

Vortrag, gehalten in der Versammlung schlesischer Spiritusfabrikanten am 18. Auaust 1877, von Dr. K- Stamm er.

Wir kommen nun zum wichtigsten Theile der Ergebnisse, nämlich zu denjenigen, welche sich auf die Gührung und die dabei im Verhältnisse zur Einmaischung ge­wonnenen Produkte beziehen und haben dabet zunächst 8 H

a) dte Rolle zu betrachten, welche die Dtaslase bet der Gährung spielt.

Frühere Versuche scheinen die direkte Vergährbarkeit des Dextrins bewiesen zu haben; allein es wird nachgewiesen, daß diese Versuche zwar mit Traubenzuckerfreiem. «her nicht mit Maltosefreiem Dextrin angestellt worden sind und vielmehr das Ergeb- ntß erzielt, daß das Dextrin, welches in der 24stündigen Gährzeit zerstört wird, vor­her in eine leicht vergährbare Substanz übergehen muß, eine Umwandlung, welche nur durch dte Diastase bewirkt werden kann.

xx rouri?e, durch Versuche mit einem Dextrin von bekanntem Zuckergehalt und mit Dtqstase, welche mit Glycerin aus Malz ausaezogen war, dargethan.

Das Dextrin war entweder durch Oxalsäure aus Stärkemehl erhalte« und reagtrte gegen Jod vtolettroth (Erythrodextrin) oder es war durch Malzextrakt aus Stärkemehl dargestellt und reagtrte nicht auf Jod (Achraodextrin, eine Modistcation, welche allein hier zu berücksichtigen ist). Malzaufguß setzte beträchtliche Mengen von diesem Dextrin in Zuckrr um, doch geschieht dies nur unter den der Dtastasewirkuna günstigen Verhältnissen.

Ueber dte Arl der Vergährung des Dextrins wurden 4 Reihen Versuche ausge- führt, wobei die verschiedensten Umstände hergestcllt und thetls reine Stoffe, theils Maischen, mit und ohne Tödtung der Diastase durch Aufkochen oder durch Milchsäure angewandt wurden.

Es ergab sich:

1) Daß die Gährung des Traubenzuckers durch Milchsäure nicht gestört wurde, wohl aber die des Dextrins.

2) Daß bet Anwesenheit von Diastase eine starke Vergährung des Dextrins vor sich geht, welche sowohl durch vorheriges Aufkochen, wie auch durch Milchsäurezusatz verhindert wird.

Auch

3) bei Maischen zeigte sich, daß bet unbeschädigter Nachwirkung der Diastase das Dextrin zum größten Thetl vergährt, daß aber die Zerstörung der Diastase die Ver- gährung des Dextrins unmöglich macht. Für die Praxis folgt also folgende Regel:

-Die Erhaltung der verzuckernden Kraft der Diastase während der Gährung ist eine Grundbedingung für den vollständigen Verlauf der Gährung und für dte Er­reichung befriedigender Alkoholerträge. Jeder, die Diastasewirkung störende Eingriff ist sorgfältig zu vermeiden."

Dies bezieht sich indessen immer nur auf einen Thetl des Dextrins, indem auch ein Thetl ohne Dtaftasewirkung vergährt, denn es ist nachgewtesen, daß 75pCt. Z4-D (Zucker plus Dextrin) ohne Dtastasewtrkung der Gährung anhetmfallen können.

Der scheinbare Widerspruch mit der obigen Angabe für die Zersetzung des Stärke­mehls fällt damit zusammen, daß die Formel für Maltose nicht genau bekannt ist. Nach M's. Ansicht scheint es, als ob die Zersetzung des Stärkemehls in jener Weise geschähe, dabet aber nicht reine Maltose, sondern thetlweise Traubenzucker entstünde, der mit einem Thetl (y2) des Dextrins direkt vergäbrbare Maltose bilde, so daß nur dte andere Hälfte Dextrin als solches frei bliebe. Für dte Praxis ist dies gleichgültig, es genügt, zu bemerken, daß auch bet Tödtung der Diastase etwa 75pCt. des Zucker- werthes dtreci vergähren können. Es ist also immer gefährlich, die Diastasemischung einer zu hohen Temperatur auszusetzen, wie dies z. B. bet Henze mehrfach beachtet worden Ist. Hierbei trat jedesmal die Rothfärbung mit Jod ein, so daß wohl der Schluß gerechtfertigt erscheint, daß, wo eine Rothfärbung durch Jodlösung bewirkt wird, wie in den beschriebenen Fällen, zu viel Dextrin gebildet und daher der Verlauf der Verzuckerung ein mangelhafter war.

Namentlich durch Ueberhitzung kann diese mangelhafte Verzuckerung eintreten

b? &ci 75°C6OoR sich jedenfalls schon eine schädliche Einwirkung auf dte Gährung bemerkbar gemacht habe.

Außer derjenigen der Diastase ist ferner:

hör m8br? bk der Säure bet der Zuckerbtldung aus Stärke oder Dextrin und bei der Gährung zu beachten.

Aus den zahlreichen Beobachtungen über die Verhältnisse der Gährung in der ^oxiS gewann der Verfasser die Ueberzeugung, daß eine starke Säurebtldung während der Gährung von dem nachtheiltgften Einfluß auf den Verlauf derselben sei.

Ein größerer Gehalt an Säure in der Hefe war nothwendig, um die Gährung normal zu vollziehen, und doch würde dieser Gehalt tn der Maische geschädigt Haden. . Dieser scheinbare Widerspruch schien schwer zu erklären, bis die Nothwendigkeit

btCL^a(^ o rtfund be£ Diastase und deren Einfluß auf dte Intensität der Gährung den richtigen Zusammenhang erkennen ließ.

m, < wirkt wie die Temperatur: sie lähmt oder tobtet je nach ihrer Menge

b^ ;L0T-fl;Qbtefe^"Et mit der Temperatur. Schon ein Gehalt von 0.066 p'st höchst nachtheilig für die Verzuckerung. Wegen dieses verhaltens konnte auch bei den Versuchen über diese Nachverzuckerung die Milchsäure zum Tödten der Diastase Verwendung finden. Der Grund liegt darin, daß die Milchsäure mit der Diastase einen Niederschlag bildet, dieselbe also unlöslich macht. Durch Neutrattstren der Milch- sa^re wird daher auch die Wirkung wieder hergestellt. In-Folge dessen wird nach den beiden Richtungen die Wirkung der Diastase geschädigt-

Ein besonders klar erkennbarer Fall bewies dieses Verhalten auf's Sicherste, und es geht daraus hervor, wie schlecht dte Vergährung bet zu starkem Säuregehalt der Matsche werden und wie man dieselbe oft noch durch nachträgliche Neutralisation verbessern kann. y

So schädlich aber ein großer Ueberschuß von Säure genannt werden muß, so nothwendig oder wenigstens vortheilhaft erscheint aber nach 2 besonders angestellten Versuchen die Gegenwart einer gewisien geringeren Säuremenge. Bei vollkommener Neutralisation der Säure in der Maische wurde nämlich eine viel geringere Vergährung und geringere Alkoholausbeute wahrgenommen. Als Grenze schienen die Versuche 3» Oxymeter (etwa 6» Stammer) zu ergeben. Unterhalb derselben trat keine Schädigung der Gährung mehr ein. Der Grund zu hoher Säuerung liegt meistens tn der An­wendung zu hoher Temperatur beim Anstellen der Maische; zuweilen ist man gezwungen, mit über 1415» R. (17 bis 19° C.) anzustellen, und in diesem Falle kann man mit Sicherheit auf einen mangelhaften Verlauf der Gährung rechnen. Außerdem üben Rein­lichkeit in Gährgefäßen, Malzleller u. s. w. in dieser Beziehung ihren Einfluß.

Hier haben wir ein Nebenergebniß einzuschalten, betreffend den Gersteverbrauch. Gerste verbrauchten dte verschiedenen Verfahren: Grünmalz zum Verzuckern und Hefe zusammen im Mittel, wobei 3 Malz 2 Gerste gerechnet sind:

Altes Verfahren 6.2 auf 100 Kilo Kartoffeln Hollefreund. . . 6.7

9.4 pCt.

Also ist die Vergährungsfähigkeit dieser neuen Maischen ganz dieselbe.

18.7 scheint indessen unter ungünstigen Verhältnissen gewonnen und daher doch etwas zu hoch zu sein. Nach des Verfassers anderweiten zahlreichen Beobachtungen dürfte 11.4 pCt. für das alte Verfahren richtiger sein und somit dte neuen Verfahren r "7 - . r '' -____________________(Schluß tolit.)

Offenbar nimmt man immer etwas zu viel, schon deshalb, weil es an einem Verfahren, fehlt, die yerzuckLrn.de Kraft des Malzes zu bestimmen.

c) Erreichter Vergähruvgsgrgd.

Unvergohren bljeb^nchei den verschiedenen Verfahren im Mittel (abgesehen von der unaufgeschlossenen Stärke):

Allgemeiner Anzeiger.

fln die Einwohner Ziehens!

Seine Königliche Hoheit Groß- heezog l«u<lwig !> ., unser allverehr- ter Landesherr, hat unserer Stadt die Ghre seines Besuchs für nächsten

Montag <len 29, ft. Mts, zugedacht. Die Treue und Anhäng­lichkeit, welche die Stadt Gießen seit mehr als sechshundert Jahren mit dem Hessischen Fürstenhause verbindet, und die Liebe und Verehrung, mit welchen unseren erhabenen Landes­herrn die Gesammtheit seines Volkes «msängt, lassen mich hoffen, daß die Einwohnerschaft Gießens diesen Ge­fühlen während der Anwesenheit Sr. Königlichen Hoheit in unserer Stadt durch Schmücken und Beflaggen -er Häuser freudigen Ausdruck verleiht.

Gießen, den 24 Oetober 1877.

Ae llramiii,

5965) Bürgermeiste r._______

Sarctinen in Oel s Htgl MilrlMkN

5988) im Anbruch 3 H

empfiehlt Cg. Wilk. Weldig. empfiehlt Emll Fischbach.

In Sachen

des Levi Löwenstein von Gießen Klägers gegen

Eduard Waldeck von Alsfeld, seither wohnhaft tn Gießen, dermalen unbekannt wo? Beklagten-

Wechselforderung betr.

Verfügung.

Wird, nachdem Beklagter bescheinigter- maßen sein seitheriges Domicil verlassen und sich an unbekannte Orte begeben hat, das Edictalverfahren eingeleitet und dem Beklagten hiermit eröffnet, daß er von Kläger unterm 3. October l. I. auf Grund eines von Kläger auf Beklagten gezogenen und von diesem acceptirten Wechsels vom 11. Mai 1877 Über 400 zahlbar per 11- September 1877 in Gießen an eigne Ordre auf den Betrag von 400 <A nebst 6%. Zinsen vom 11. September 1877 ab, Vs% Provision, 7 JL 5 Protestkosten nebst 6P/fl Zinsen vom Tage oer Insinuation der Klage ab und Ersatz der Proceßkosten im Wechseloerfahren verklagt werden und daß Termin auf:

Dienstag den 18. December l. I-, Vormittags 9 Uhr, anberaumt ist, in welchem Kläger bei Meldung des Verlustes des Wechselverfahrens die die Wechselklage begründeten Urkunden im Originale oorzulegen und Beklagter sich über bereu Aechtheit zu erklären, seine Namensunterschrift im Bestreitungsfalle sofort eidlich abzuleugnen, auch etwaige ur­kundlich zu belegende Einreden vorzubringen bat, bei Strafe Eingeständnisses und Ein redeausschlusses-

Gießen, am 17. October 1877. (5971

Großh. Hessisches Stadtgericht Gießen.

Bötticher, Or. Gilm er,

Stadtrichter._______Stadtg- Assesor.

Oberhessische Eisenbahnen. Bekanntmachung.

Betr.: den Mitteldeutschen Verbands- Güterverkehr.

Mit Bezugnahme auf unsere Bekannt­machung vom 22. v. M- bringen wir hier­durch zur Kenntniß, daß mit Gültigkeit vom 1. December d. I. ab, weitere neue, auf dem Reformsystem basirende, Tarifsätze für ben Verkehr zwischen einzelnen diesseitigen Stationen und Stationen der Berlin-Stet­tiner , Berlin - Potsdam - Magdeburger,

Magdeburg - Halberftädter, Berlin-Anhal- tischen, Rechte Oder-Ufer, Ober schlesischen und Sacllbahn, sowie Spandau - Berlin- Hamburger Bahn, zur Einführung kommen und daß, soweit tn dem seitherigen mittel­deutschen Verbandstarif vom 1. August 1872 (1. Ausgabe) und vom 1. Februar, 1877 (2. Ausgabe) ab Nachtrag 11 bezügliche Tarifsätze bestanden haben, solche vom ge­nannten Zeitpunkte an, außer Kraft treten.

Die neuen Tarifhefte sind vom 20. No­vember ab bei den Verbandexpeditionen bezw. unserer Drucksachenverwaltung käuflich zu haben; inzwischen wird schon von jetzt ab durch die geschäftsführende Verwaltung (Direction der Thüringischen Eisenbahn), auf deren Bekanntmachung im deutschen Reichsanzeiger und tn der Etsenbahn-Ver- einszeitung vom 18. d. M- Bezug genom­men wird, über die Höhe einzelner Tarif­sätze 2C., jede gewünschte Auskunft gegeben-

Gießen, den 22. October 1877.

Grobherzogliche. Direction.

5970)__________Mohn.__

Oberhessische Eisenbahnen.

Bekanntmachung.

Mit dem 1. November d I. tritt für den Verkehr zwischen den Stationen der Oberhessischen Bahnen und den Stationen der Nassauischen Staatsbahn (Taunuslinie) via Frankfurt a. M- ein birecter Güter­tarif in Kraft.

Näheres hierüber kann bei unseren Ex- pebitionen erfahren werden, woselbst auch, wie bei unserer Drucksachenverwaltung, Tarife unb einzelne Taristabellen käuflich zu haben sinb.

Gießen, den 24. October 1877.

Großherzogliche Direction.

5996)_________Mohn._____________

Bderhessische Eisenbahnen.

Der seitherige Frachtsatz für Holztrans­porte zwischen Ehringshausen unb Mainz bei Aufgabe von 5000 Kilogramm wird vom 1. November ab von 1,02 jt auf 0,99 per 100 Kilogramm ermäßigt.

Gießen, den 24. October 1877.

Großherzogliche Direction.

5995) Mohn.

Mittagstisch von 12i/2 bis 1 Uhr, 86 und 60 Pfg., empfiehlt W. Hofmann, Lahnstein.