Ausgabe 
25.1.1877
 
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Donnerstag, den 25. Januar

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Erscheint täglich mit Ausnahme düs Montags. Expedition: Schulstraße, 2iL B. Nr. 18.

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geschiedenen Herrn Geh. Rath Dr. Stüber.

IV. Wahl eines Mitgliedes des dritten Ausschusses an Stelle ausgeschiedenen Abg. Stüber.

V. Beeathung über:

1) Die Recommunication der ersten Kammer bezüglich deS Antrags Ibg. Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau, die Durchführung des Titels VII Kichsverfassung, das Eisenbahnwesen betr.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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2) Die Recommunication der ersten Kammer bezüglich des Antrags ^bg. Büchner, den Einlösungs-Termin der hessischen Partialschuldscheine 50 st. betr. (Mündliche Berichterstattung).

3) Die Recommunication der ersten Kammer bezüglich der Vorstellungen vchrerer Einwohner von Langen-Brombach, des Bürgermeisters Krausmüller j» Strebendors und mehrerer Einwohner von Rodenbach wegen Uebertragung ies Ortsvorsteheramts.

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bii und aukerordkutlichen (432

Bekannt nlachung.

DurcbfcknittSpreise int Monat Dezember 1876

Hafer Jl. 18,88; Heu «M. 11,00 und Stroh </#. 11,26 per 100 Kilogramm.

Gießen, den 22. Januar 1877.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.

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Deutschland.

Darmstadt, 20. Januar. Bereits im Juni v. Js. hat der Abg. Hirschhorn in der zweiten Kammer den Antrag auf Aushebung der Verordnun­gen vom 3. Februar 1797, 2. März 1786 und 18. März 1718 gestellt. Der Antrag geht dahin, die Kammer wolle die Regierung um eine die genannten Verordnungen, soweit sich solche aus Baumbeschädigungen beziehen, völlig auf- hebende, eventuell doch um eine den Ausschlag auf die Gemeindekasien in den zutreffenden Fällen verordnende Gesetzes-Vorlage ersuchen. Namens des vier- ten Ausschusses hat über diese Materie der Abg. Scriba Bericht erstattet. Hiernach geht der Antrag des Ausschusies dahin, die Regierung zu ersuchen, unter Aufhebung der genannten Verordnungen eine Revision der Gesetzgebung bezüglich der Schadensersatzpflicht der Ortseinwohner bei boshaften Eigenthums- beschädizungen eintreten zu lasten und dessallsige Vorlage demnächst dem Land­tage zu machen.

Ein weiterer von dem Abg. Schulze Namens destelben Ausschustes erstat­teter Bericht bezieht sich auf den im October v. Js. von den Abgg. Wolz, Franck, Pfannstiel, Schmalbach, Weith und Sturmfels eingebrachten Antrag, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, die verstärkte Streuabgabe innerhalb der Grenzen des § 1 der Verordnung vom 3. October 1848 durch die Forst- behörden aus den Domanialwaldungen veranlassen zu wollen. Der Ausschuß beantragt Zustimmung zu diesem Antrag.

Auf der Tagesordnung der auf Dienstag den 30. Januar, Vormit­tags 9 Uhr, anberaumten 39. Sitzung der zweiten Kammer der Stände stehen:

1. Verkündigung neuer Eingaben.

II. Berichtsanzetgen.

III. Berathung über die Neuwahl eines Abgeordneten für den 13. Wahl­bezirk der Provinz Starkenburg (Darmstadt-Groß-Gerau) an Stelle des aus-

so überaus groß, daß ihm gegenüber der geringe Ausfall an Communal- Steuern nicht in Betracht kommen könne. Dieser Grund sei übrigens jetzt nur für Oberheffen von Bedeutung. Der Staat bringe aber für die Eisenbahnen dieser Provinz so große Opfer, daß der den Gemeinden angesonnene kleine Verlust von Communal-Steuern (5916 für die beiden Strecken der Ober­hessischen Eisenbahnen) nicht ungerecht erscheine.

Berlin, 20. Januar. DerReichs Anz." meldet:Man schreibt aus Paris: Nachdem die französische Preste seit mehreren Wochen mit nur wenigen Ausnahmen Partei für die Türkei gegen Rußland genommen hatte, macht die­selbe in den letzten Tagen den Versuch, Deutschland für den-Ausgang der Krisis im Orient verantwortlich zu machen. In beinahe sämmtlichen Zeitungen findet man längere Artikel -der kürzere Notizen über die Haltung, welche der Frhr. v. Werther in der letzten Zusammenkunft der Conferenz den Türken gegen­über angenommen haben soll. Ma» schließt daraus, daß Deutschland eine friedliche Erledigung der orientalischen Frage nicht wünsche, da es hoffe, die russische Macht im Kampf gegen die Türkei zu Grunde gehen zu sehen. Die bemerkenswerthesten Artikel über dieses Thema sind vomJournal des Dsbats" veröffentlicht worden, desten Chef-Redacteur, Herr Molinari, auch heute wieder schreibt, daßder Fürst Bismarck die Christen im Orient durch russisches Geld und russisches Blut von dem Joche der Türken befreien will." Die erste Ur­sache dieser Polemik dürfte zunächst ein angeblich auS Paris an dieAgence Havas" gerichteter Brief sein, der, wie Alles, was von derAgence" ausgeht, in vielen französischen Zeitungen abgedruckt worden ist. Sodann haben die in englischen Zeitungen veröffentlichten Depeschen über die Haltung des Frhrn. v. Werther Mißtrauen gegen die deutsche Politik im Orient erweckt. Die im Reichs-Anz." veröffentlichte N-tiz über die Haltung des deutschen Bevollmäch­tigten in Konstantinopel dürfte jedoch den periodisch austauchenden Verdächti­gungen vorläufig wieder ein Ende machen. DieRöpublique Fran^aise" nimmt dies mit großer Bestimmtheit an und schreibt in ihrer Nummer vom 15. Jan. unter Anderm: Es ist klar, daß der macchiavellistische Plan, den man dem Berliner Cabinet angedtchtet hat, eine einfache Verleumdung ist."

Berlin, 22. Januar DerReichs-Anz." schreibt: Einer Meldung aus Konstantinopel zufolge hat der deutsche Botschafter in Konstantinopel, v. Werther, alle Vorbereitungen getroffen, um nach der am 20. Januar durch die Pforte erklärten Ablehnung der Conferenz-Vorschläge Konstantinopel gleich seinen Collegen zu verlassen. Werther, der auf dem AvisoPommerania" über Syra seine Reise zurückzulegen beabsichtigt, wird wahrscheinlich gleichzeitig mit General Jgnatieff von Konstantinopel abreisen. Von den Conferenz-« Bevollmächtigten wollte Marquis Salisbury als Erster abretsen, nach ihm Sir Henry Elliot.

Berlin, 22. Januar. Die. Friedens - Unterhandlungen zwischen der Türkei und Serbien sollen an Aussichten gewinnen, Serbien sich wenigsten­ostensibel dazu bereit zeigen.

Aachen, 23. Januar. Bet der engeren Wahl zum Reichstage wurde Max v. Biegeleben (klerikal) gewählt.

Hesterreich.

Wie», 21. Januar. Aus Belgrad wird vom 20. d. Mts. demTag­blatt" gemeldet: Heute sand in Anwesenheit des Fürsten und der Fürstin die Abschiedsparade der russischen Freiwilligen und ein im Freien celebrirtes Re­quiem für die gefallenen Ruffen statt. Nach dem Gottesdienste dankte Milan den Heldenbrüdern, wünschend, daß die verbrüderten Nationen, Serben und Ruffen, bald wieder gegen den gemeinsamen Slavenfeind vereint kämpfen möch­ten. . Unter den Klängen der russischen Hymne schloß der Fürst mit einem Hoch auf den Kaiser Alexander, als den Protektor der Slaven, die Feier.

Wien, 22. Januar. DiePolit. Corresp." constatirt, daß die Nach­richt, der österreichische Botschafter Graf Zichy habe an dem zu Ehren der Deputation der ungarischen Studenten in Konstantinopel veranstalteten Fest- Diner theilgenommen, vollkommen unbegründet sei; im Gegentheil wäre noch vor Ankunft der Deputation den türkischen Staatsmännern gegenüber vollstän­dig außer Zweifel gestellt worden, daß dieselbe von Niemand ein Mandat habe

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4) Die Recommunication der ersten Kammer bezüglich des Antrags der lbkß. Jöckel und Ellenberger wegen Verlegung der Haltestellen Mittel- Grindau und Ranstadt, sowie bezüglich der Vorstellung der Gemeinde Langsdorf, die dortige Haltestelle betr.

5) Die Recommunication der ersten Kammer bezüglich der Vorlage der Großh. Ministerien des Innern und der Justiz, den Gesetz-Entwurf, die Ge-

6 nWltcl; kndeordnung betr.

4 .ljchcn Rrfl 6) Die Recommunication der ersten Kammer bezüglich des Gesetz-Ent-

- k? beneid', nrtc? ttoUT^' Cheverlöbniffe in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen betr., § l°®te des Antrags des Abg. Hirschhorn und Genoffen, Abschaffung der sog.

,-jfCcnCt (453 »einkäuflichen Copulation u. s. w. betr.

, Der Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer empfiehlt in dem vom 'bg. Möllinger erstatteten Bericht über die Steuer-Freiheit der Eisenbahnen (tüfllfl r >icfcn Gesetz-Entwurf einstimmig zur Annahme. Es sei für den Staat ganz

nfla jlnchgültig, ob er Steuer bezahle oder nicht; er gebe mit der einen Hand,

' vas er mit der andern nehme. In anderer Weise gestalte sich das Verhältniß ür die Gemeinden. Ihnen gegenüber falle der zahlende Staat weg. Sie lütten aber den entschiedenen Vortheil, an der Eisenbahn zu liegen oder doch n kurzer Zeit die nächste Station erreichen zu können. Dieser Vortheil sei

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